Forum: Wirtschaft
Export-Einschränkungen: Rüstungskonzerne drohen Gabriel mit Job-Verlagerung
DPA/Bundeswehr/Mediendatenbank

Deutsche Rüstungskonzerne setzen Wirtschaftsminister Gabriel unter Druck, seine Exportpolitik zu lockern. Nach SPIEGEL-Informationen warnten die Vorstände mehrerer Waffenschmieden, Jobs könnten ins Ausland abwandern.

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fritzwalter2014 29.06.2014, 14:26
100. Kaum zu glauben

Zitat von equinoxx
Dann müssen wir nichts mehr subventionieren, keine defekten Gewehre zurückgeben, bekommen endlich vernünftige Hubschrauber auf dem freien Markt und müssen den Schrott nicht mehr abnehmen sondern können frei wählen. Wir sollten die Rüstungsindustrie ermuntern endlich zu gehen.
Das deutsche Rüstungs & Mörderfirmen nach den hunderten Miliarden der letzten beiden Weltkriege an im Ausland gebunkertem Gewinn immer noch nicht den Hals voll haben.
Das wäre doch mal etwas für den Spiegel, eine gut recherchierte Serie zum Thema:
Wem gehören die Killerfirmen und wo wird was versteuert, verkauft, angelegt und subventioniert!

( Man wird ja wohl NOCH fragen dürfen? )

Über die Dummdreistheit mit der hier wieder die üblichen Sandkastenstrategen
NATO Verteidigung und Rüstungsexporte durcheinander werfen ob ihrer Unfähigkeit Texte und Artikel dem Sinn nach zu lesen lass ich mich besser erst gar nicht aus.
Die Bundeswehr hat nichts im Ausland zu suchen außer ein Bündnissmitglied wird angegriffen.
Dafür steht die Mehrheit in der Bevölkerung ein.

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mymindisramblin' 29.06.2014, 14:27
101.

Zitat von Stanley365
Soweit ist es also schon. Konzernchefs drohen ganz unverhohlen einer gewählten Regierung. Das ist völlig inakzeptabel. Hier wäre mal ein Exempel fällig. Z.B. Stornierung aller Rüstungsaufträge, Kürzung von Subventionen, detaillierte Steuerprüfungen, Verbot von Rüstungsexporten usw. Es muß ja nicht so laufen wie in Frankreich. Aber es wäre mal an der Zeit die Machtverhältnisse zu klären
die machtverhaeltnisse sind doch schon laengst geklaert. wetten dass siggi und der rest dieser ganzen bande vor der ruestungslobby einknicken wird und sich mit denen auf ein alibi-gesetz verstaendigen wird, dass der ruestungsindustrie nicht wehtut aber den besorgten waehler beruhigt...
seit wievielen jahren geht das eigentlich schon so dass die industrie bei jedem ihr nicht genehmen gesetz gleich die arbeitsplatzkeule schwingt? - und die politik gibt jedesmal klein bei. vielleicht sollte ich meinen arbeitsplatz verlagern und nichts wie raus hier...

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RioTokio 29.06.2014, 14:27
102.

Zitat von sir wilfried
Tja, liebe Bürgerrechtler. So sieht die Realität im gelobten Westen aus: Wer nicht skrupellos genug ist, wird von einem skrupelloseren überholt. Und die Rüstungslobby hat noch nicht mal mit dem bösen Russen gedroht. Spätestens dann wird auch Gabriel einknicken.
Waffenexporte sind an parlamentarische Kontrolle gebunden.

Wenn ein Politiker wie Gabriel aber nun die Existenz von über hunderttausend Jobs gefährdet und damit letztlich auch die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes, müssen sich die Manager wehren.

Das ist deren Aufgabe und Pflicht.

Wenn Gabriel also die populistische Gutmenschenschiene durchziehen will - soll er das tun - dann geht man in ein anderes EU Land und sichert damit sein Unternehmen gegen den Untergang.

Hier darf dann gejammert werden über viel Arbeitslose und wegbrechende Einnahmen.
Unsere eigenen Waffen kaufen wir dann eben dort.

Für die Gutmenschen wird nichts erreicht.
Für den Weltfrieden sowieso nichts.
Im Gegenteil - ein schwaches, hilfloses Deutschland - nimmt sich selbst aus dem Spiel.
Wir können dann bei Problemen nur um die Hilfe der USA betteln.

Gabriel kann es egal sein - er hat als Minister eh ausgesort.

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jambo-original 29.06.2014, 14:29
103. Gutmenschentraum

Man kann dieses Gesabbere über Abbau der Rüstungsindustrie nicht mehr
hören. Wenn Deutschland nichts ans Ausland verkauft, kaufen diese Leute
die es brauchen, in N.-Korea, Indien, Russland, China, Frankreich, USA,
Schweden, England, Iran, Israel, Spanien, Italien, Brasilien, usw.
Auch muß unsere Verteidigungsfähigkeit erhalten bleiben, man sieht
es wieder in der Ukraine-Krise. Scholl-Latour hat schon vor Jahren
davor gewarnt, die eigene Rüstung zu vernachlässigen. Wie recht er hatte.
Was wird geschehen wenn ISIS es schafft einen Staat zu bilden und auf
die westliche "verlotterten" Staaten los geht? Wehrt sich der Westen und
Israel mit der Fliegenklatsche. Die Welt ist nun mal böse und wird nie
so wie es die Gutmenschen dumm daher plappern.

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fritzwalter2014 29.06.2014, 14:30
104. Dann ist ja gut

Zitat von kampfgnom555
RdBs... Jeder der hier mit dem Moralischen Aspekt kommt sollte erst mal bei sich selbst anfangen, zb darauf achten das sein Pullover nicht unter Menschenunwürdigen Bedingungen Produziert wird.
Solange das bei den Uniformen nicht passiert isses ja gut, was?

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hinze.alex 29.06.2014, 14:30
105. Arbeitslätze gehen verloren?

Ich dachte, wir leben momentan in noch nie dagewesenem Wohlstand, mit Vollbeschäftigung und zigtausend freien Stellen für Facharbeiter. Wenn die Rüstungskonzerne weg sind, arbeiten die Leute halt wo anders, wo ist das Problem? Und alle die sich sorgen, wir hätten dann keine Waffen mehr, wenn uns z. B. die Dänen überfallen, kann ich beruhigen, es gibt noch andere Nationen, die Waffen produzieren. Ich denke an unsere guten Freunde von Übersee. Befinden die sich nicht seit Jahrzehnten in einem quasi Dauerkriegszustand? Was für die gut ist, kann für uns nicht schlecht sein. Und hey, die schulden uns noch einen Haufen Geld (wir wollen 2 Flugzeugträger, 4 Atom-U-Boote,...). Ich kann die Probleme nicht nachvollziehen.

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Kris 29.06.2014, 14:30
106.

Zitat von frank-12
also das Volk, der Souverän Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie? Wollen wir überhaupt eine Rüstungsindustrie in unserem Land? Aber auch hier kommt wieder einmal der Sinn eines bedingungslosen Grundeinkommens zur Geltung. Hätten wir ein Grundeinkommen, dann könnte die Industrie die von uns gewählten Vertreter nicht mehr erpressen.
Genau.
Weil das bedingungslose Grundeinkommen nämlich vom Himmel fiele.
Wir überspringen einfach diesen lästigen Schritt des Erwirtschaftens und
gehen gleich zur Verteilung über.

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micah 29.06.2014, 14:31
107. Geschichte?

Zitat von nickleby
Es ist eine Tatsache, dass die Hochrüstung nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden in Europa garantiert hat...
Wenn Sie sich für Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg interessieren würden, wüsten Sie dass es einige Vorfälle gab, wo beinahe "ausversehen" der rote Knopf zuerst gedrückt wurde. So viel zu Ihrer Friedensgarantie.

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freekmason 29.06.2014, 14:32
108.

Zitat von dubfurter
genau, und im nächsten Krisenfall werfen BW Soldaten dann einfach mit Steinen oder malen sich gruselige Gesichter um den Feind zu verjagen... Wir könnten auch einfach Waffen aus Russland importieren- wenn wir schon vom Gas her abhängig sind, macht das den Kohl auch nicht mehr fett
ja natürlich, die haben ja genug übung, weil deutschland ständig angegrifen wird. also keine panik, das wird schon.

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isotonischundlehrreich 29.06.2014, 14:32
109. Hier kommentiert die Dienstleistungsgesellschaft frei von volkswirtschaftlichem Wissen

Die Kommentierenden zu dem Beitrag sollten angeben, welchen beruflichen Hintergrund sie haben. Es ist zu vermuten, dass hier Beamte und Politiker diskutieren und schon in Szenarien eines industriefreien Deutschlands schwelgen. Auch die Rüstungsindustrie sorgt für Alimentation und Diäten, aber diese einfache Ursache-Wirkungsbeziehung blenden unsere wirtschaftlichen Trittbrettfahrer dieser Diskussion gern aus.

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