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Export-Einschränkungen: Rüstungskonzerne drohen Gabriel mit Job-Verlagerung
DPA/Bundeswehr/Mediendatenbank

Deutsche Rüstungskonzerne setzen Wirtschaftsminister Gabriel unter Druck, seine Exportpolitik zu lockern. Nach SPIEGEL-Informationen warnten die Vorstände mehrerer Waffenschmieden, Jobs könnten ins Ausland abwandern.

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reskator1981 29.06.2014, 15:01
130.

Geldhahn zu und tschüss oder ?sollen sie doch im Ausland versuchen Fuß zu fassen auf dem Markt der schon längst aufgeteilt ist. alles nur heisse Luft und das weis die Regierung.

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happy2010 29.06.2014, 15:03
131.

Jeder heute stabil dastehende Staat hat eine Militärprasenz, die anschreckt

Jeder, ausnahmslos

Ob die nun selber Waffen entwickeln oder irgendwo einkaufen spielt erst einmal keine Rolle.
Die Frage, ob man Waffen benötigt, die ist also obsolet

Und wieso es nun einen Unterschied macht, ob jemand die Waffen hierzuland einkauft, wir diese selber für uns bauen, oder ob jemand im Ausland einkauft, oder wir im Ausland einkaufen, das spielt auch keine Rolle

gegen Waffnexporte zu sein, sich aber hinter der Polizei, hinter einer Armee zu verstecken, das ist Gutmenschentum und Scheinheiligkeit par excellence

Hat eigentlich auch nur irgeneiner überlegt, wieviel politichen Einfluss es bedeutet , wieviele Menschen es gerettet hat, wenn Saudi Arabien und Co für Lieferungen Zugeständnisse, auch in humanitärer
Form, machen musste.

Aber dieses reinee schwarz weiss denken ist schon grausam hier

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rainer60 29.06.2014, 15:04
132. unterschied

in der kapitalistischen gesellschaft nennt man das "verhandlungsstellungen einnehmen". im normalen leben wuerde man von erpressung sprechen und den/die taeter vor gericht stellen.

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beob_achter 29.06.2014, 15:04
133. Da man die Geschichte nicht zurückdrehen kann,

Zitat von nickleby
Natürlich kenne ich mit der Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Daher kann ich auch richtige Schlussfolgerungen ziehen, aus den Handlungen, die damals stattfanden (Berlin-Blockade, verursacht durch Stalin ; Koreakrieg, verursacht durch Stalin und China, Mauerbau 1961, verursacht durch Chruschchow; Kubakrise , verursacht durch die SU; , Afghanistan, verursacht durch die Breschnew) Man kann noch andere Beispiele bringen, mit denen gezeigt wird, dass Abwehrkraft Freiden sichert. Der Doppelbeschluss von 1979 hat den Frieden gerettet. Sie sehen, Wachsamkeit rettet den Frieden.
besteht auch keine Möglichkeit, herauszufinden, was ohne diese "Wachsamkeit" geschehen wäre.
Friedensrettung durch das Anzetteln von Kriegen ist eine der Standardlügen der "Interessierten Kreise".

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micah 29.06.2014, 15:08
134. Ich will ja nicht nörgeln

Zitat von nickleby
Natürlich kenne ich mit der Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Daher kann ich auch richtige Schlussfolgerungen ziehen, aus den Handlungen, die damals stattfanden (Berlin-Blockade, verursacht durch Stalin ; Koreakrieg, verursacht durch Stalin und China, Mauerbau 1961, verursacht durch Chruschchow; Kubakrise , verursacht durch die SU; , Afghanistan, verursacht durch die Breschnew) Man kann noch andere Beispiele bringen, mit denen gezeigt wird, dass Abwehrkraft Freiden sichert. Der Doppelbeschluss von 1979 hat den Frieden gerettet. Sie sehen, Wachsamkeit rettet den Frieden.
...aber was Sie vortragen, ließt sich wie ein BRD-Geschichtsbuch aus der Zeit des kalten Krieges. Ich könnte Ihnen jetzt das passende DDR-Geschichtsbuch vorlesen, in dem die gleichen Fakten nur mit anderen Verursachern genannt werden.
Ist aber mit Sicherheit genauso unwahr, wie die BRD-Fassung;)
Ich meine aber zur scheinbaren Sicherheit zum Beispiel folgendes:
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-931489.html

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Kris 29.06.2014, 15:09
135.

Zitat von Stanley365
Soweit ist es also schon. Konzernchefs drohen ganz unverhohlen einer gewählten Regierung. Das ist völlig inakzeptabel. Hier wäre mal ein Exempel fällig. Z.B. Stornierung aller Rüstungsaufträge, Kürzung von Subventionen, detaillierte Steuerprüfungen, Verbot von Rüstungsexporten usw. Es muß ja nicht so laufen wie in Frankreich. Aber es wäre mal an der Zeit die Machtverhältnisse zu klären
Ja, was soll daran jetzt ein Aufreger sein ?
Jedes Unternehmen, dass dazu überhaupt eine Wahlmöglichkeit hat,
trifft regelmäßig Standortentscheidungen.
Produktion in DE oder lieber in Indien oder China oder in Frankreich ... ?
Wo soll das das Problem sein.

Wenn die Regierung - was ich begrüße - sich Entscheidungen zu Rüstungsexporten vorbehält, wird diese Entscheidungspraxis eben zum Standortfaktor, positiv wie negativ.

Da es in Europa und - je nach Branche - auch darüber hinaus einen "Standortmarkt" gibt, bei dem die Vorteile eher auf Seiten der Konzerne liegen, wäre es doch bescheuert von einer Konzernleitung,
dies nicht für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Im übrgen halte ich persönlich das Herstellen von Waffen ethisch für vollkommen neutral.

Und bitte, bitte, heucheln wir doch nocht 'rum, was all die armen Opfer von Kriegen und organisierter Gewalt angeht.
Die interessieren uns doch nicht wirklich.
Heute in der BamS : 70% der Deutschen sind gegen Einsätze der Bundeswehr im Ausland.
Ok. Das ist eine satte Mehrheit.
Von diesen 70% haben vermutlich 99% keine Ahnung, worum es bei den Auslandseinsätzen eigentlich geht, aber geschenkt.

Wenn in Mali ein paar Fanatiker der Meinung sind, westlicher Lebenstil mit all seinen Abartigkeiten (Bildung für Mädchen ! Pfui!)
sei ein todeswürdiges Verbrechen, sollten wir, eingedenk unserer Verantwortung aus der Vergangenheit, auch das Positive in dieser Haltung verstehen.
Boko Haram geht es schließlich um Werte.
Das sollte uns in unserer an Werten armen Gesellschaft nachhaltig beeindrucken.

Keinesfalls, ich wiederhole : KEINESFALLS!, sollten wir, eingedenk unserer Verantwortung aus unserer Vergangenheit, auf die Idee kommen, dass es unsere Aufgabe sein könnte, an der Seite derer zu stehen, die Aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, "Rasse", Religion, sexuellen Orientierung oder Lebenseinstellung tot geschlagen werden.
Und auf gar keinen Fall sollten wir die einer Waffe in der Hand tun.

Frau Käßmann organisiert auf Anfrage bestimmt gerne zielführende Sing- und Gebetskreise.
Wie man hört sollten die Themen
"Toleranz für Taliban" und "Beten für Boko Haram" bereits in Vorbereitung sein.
sollen bereits in Vorbereitung sein

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barabbaschen 29.06.2014, 15:11
136.

Zitat von sysop
Deutsche Rüstungskonzerne setzen Wirtschaftsminister Gabriel unter Druck, seine Exportpolitik zu lockern. Nach SPIEGEL-Informationen warnten die Vorstände mehrerer Waffenschmieden, Jobs könnten ins Ausland abwandern.
Sie lernen es nie. War der Preis für die letzten Erpressungen der deutschen Industrie nicht höher als dessen Ergebniss? China bekam so doch das Know How.

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binvonmorgen 29.06.2014, 15:12
137. Hier wird wieder mal das Recht verletzt

und weder Justiz noch Politik tut etwas dagegen.
Schon der Versuch der Erpressung unseres Staates sollte strafbar sein. (auch - wenn wir in der EU sind)

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rechtschreibreformreform 29.06.2014, 15:12
138. Tja, und wenn wir nunmal global denken ....

Zitat von OskarVernon
Es ist schlicht absurd, auf die Nebenwirkungen von Regulierung mit noch mehr Regulierung zu reagieren - außerdem hilft das natürlich nicht: Was an Produktion aus dem Land getrieben wird, schafft halt anderswo Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, während die hiesigen wegfallen - damit muss gar niemand drohen, das ist ein ganz normaler Vorgang.
Tja, und wenn wir nun mal global denken (sollen), ist es doch völlig conchita, ob hier Arbeitsplätze entstehen oder gehen oder eben woanders.
Wir sollten da ganz solidarisch sein.
Wenn Kraus-Mafia woanders billiger produziert (selbstverständlich auf dem Buckel der Arbeiterschaft) könnten wir die Produkte von dort evtl. sogar billiger beziehen, als uns der jetzige Erwerb "kommt".
... eine, zugegeben, recht einfache "Denke".

Andererseits: Da Rüstungsgüter zum lebensnotwenigen Inventar (Grundversorgung) zu gehören scheinen, wie Wasser, Energie, Bildung, medizinische Betreuung und Nahverkehr, sollte man diesen Bereich schlichtweg verstaatlichen. Ich meine, daß man mit der Grundversorgung keine Geschäfte machen darf, denn das geht zu Lasten der Menschen.

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Mac_Beth 29.06.2014, 15:13
139.

Interessante Diskussion wieder mal. Machen wir einfach mal ein Gedankenexperiment. Überlegen wir uns was passieren würde, wenn die Deutsche Rüstungsindustrie von heute auf morgen nichtmehr existent wäre. Aufgrund von Auslagerung, Schließung, etc....

Was wird passieren?

1. Es werden sicherlich Spitzeningenieure und andere Fachkräfte frei. Die anderen Unternehmen werden sich die Hände reiben, weil sie die Situation nutzen können um sehr gutes Personal billig einstellen zu können. Wer das nicht will, wird seine Existenz aufgeben müssen, um ins Ausland zu ziehen.

2. Die Welt wird kein Stück friedlicher. Eher im Gegenteil, denn sämtliche anderen Waffenproduzenten springen in die freigewordene Bresche und werden da weniger Skrupel haben.

3. Deutschland fällt im Bereich der Technologie zurück. Viele der wegweisenden Technologien hatten auch schon immer einen militärischen Bezug, das ist Fakt.

4. Der Einfluss Deutschlands in internationaler Politik würde vielleicht sinken.

5. Die ohnehin wenig geliebte und teils marode Bundeswehr würde noch größere Probleme bekommen. Mit dem Wegfallen der Rüstungsindustrie würden nämlich auch die Experten fehlen, welche mit der Bundeswehr kooperieren, um Gerät instandzuhalten bzw. daran auszubilden.

6. Die Bundeswehr wäre komplett von ausländischen Lieferanten abhängig, allen voran die unserer Nato-Partner. Diese würden die Situation wahrscheinlich nutzen, um uns unter Druck zu setzen. Gemäß dem Motto "Waffen für eure Armee gibts nur, wenn ihr die auch in Konflikten einsetzt". Waffengänge würden noch wahrscheinlicher.

7. Aufgrund von Punkt 6 nehme ich an, dass auch die staatlichen Rüstungsausgaben steigen. Mindestens auf die vertraglich vereinbarten 2% des BIP (Nato-Verträge).

So....bei all den Punkten spielen die Arbeitsplätze noch nichtmal eine Rolle. Ich denke die Forderung nach noch mehr Beschränkungen in der Rüstungsindustrie sollten mehr längerfristig sein.

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