Forum: Wirtschaft
Export-Einschränkungen: Rüstungskonzerne drohen Gabriel mit Job-Verlagerung
DPA/Bundeswehr/Mediendatenbank

Deutsche Rüstungskonzerne setzen Wirtschaftsminister Gabriel unter Druck, seine Exportpolitik zu lockern. Nach SPIEGEL-Informationen warnten die Vorstände mehrerer Waffenschmieden, Jobs könnten ins Ausland abwandern.

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vantast64 29.06.2014, 16:07
160. Die Mafiosi und Prothesenmacher werden sich auch beschweren,

daß er ihre Geschäfte behindert. Natürlich, "wenn wir nicht beim Morden helfen, werden andere es tun!" Und für genügend Geld finden sich immer welche, auch Manager tun alles für Geld. Moralisch stehen Prostituierte besser da, sie schaden niemandem.

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mundi 29.06.2014, 16:07
161. Fortschritt der menschlichen Rasse ?

Zitat von rroggenbrot
Uuuh, das Schreckgespenst der verlorenen Arbeitsplätze. Wie schrecklich! Wie gruselig! Haha, weg damit. Es ist als Fortschritt der menschlichen Rasse anzusehen wenn Kriegswaffen einmal überhaupt niemand mehr verkauft. Wird wenn wir soweit sind irgendjemand den tollen Jobs und Profiten nachtrauern?
Statt neue diplomatische Wege zu erkunden, die internationalen Konflikte zähmen, möchte man nun lieber neue Waffen kaufen.

Es scheint, dass die Zivilisation praktisch auf einem Niveau stehen geblieben ist, wo man mit Keulen statt Argumenten kämpft.
Besonders die Berufskaste der Militärs weltweit hat nur Kampf und Zerstörung im Kopf.

Ohne diese horrenden Ausgaben für das Militär wären wir praktisch schuldenfrei.

Witzig klingt in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnung "Verteidigungsministerium" oder "Verteidigungshaushalt".
Denn seit fast 70 Jahren musste man Deutschland nicht mehr verteidigen.
Um "Arbeitsplätze" zu sichern, beteiligte man sich als Fremdenlegion für andere Interessen.

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Ich_schon_wieder 29.06.2014, 16:13
162.

Denkt mal drüber nach was pasiert wenn die wirklich komplett weg sind. Es gibt auch etliche Zulieferer.

Bei mir im Betrieb gibts eine kleine Abteilung dafür. Ich hätte auch ein paar Probleme dort zu arbeiten, aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.


Bloss so zu tun das es für alle ja sowas von Super währe wenn dieser Industriezweig geht, und keine negativen Folgen auftreten ist doch verlogen.
Und ja klar , diese Leute könnten ja sofort in anderen Berreichen arbeiten....
Ist ja auch überall so ohne weiteres möglich, oder gleich (zwangs)umsiedeln damit man ein besseres Gewissen hat?

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nickleby 29.06.2014, 16:25
163. We agree that we disagree

Zitat von epiktet2000
Nur gut, dass Sie glauben sich auszukennen! Ansonsten hätten Sie Zweifel: Die Berlin-Blockade war eine Reaktion auf die Einführung der D-Mark. Der Koreakrieg wurde verursacht durch die Konfrontation der beiden Koreas, die die alleinige Gesamtvertretung beanspruchten. Der Mauerbau war eine Reaktion auf die Migration von Fachkräften in den Westen. Die Kuba-Krise folgte der Stationierung amerikanischer Raketen in der Türkei. Selbst Afghanistan lässt sich nicht einfach als Breshnew-Opfer darstellen. Die Sowjetunion folgte einem Hilferuf der afghanischen Regierung.
Ihre Ausführungen zeigen in den Tasachen Übereinstimmung, in der Deutung allerdings fast diametrale Gegensätze.
Schön, dass wir in einer pluralistischen Gesellschaft leben und nicht in einer totalitär sozialistischen wie sie in den oben genannten Beispielen.
vorherrschend war.

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Wellness 29.06.2014, 16:28
164. Unverschämt

Jede andere Industrie ausser der Kohle Werft und Rüstungsindustrie braucht sich dem Markt nicht anzupassen.Es zahlt auf jedenfalls der Steuerzahler.Mich würde mal interessieren wieviel Schmiergelder auf der Gehaltsliste der verhätschelten Waffenindustrie stehen und seit dem Kalten Krieg standen.Bin mir sicher das die Größenordnung eines kleinen EU Landes wie Schweden oder Norwegen in Höhe von Staatsbudget erreichten oder noch erreichen.Das sind kein Arbeitsplätze um die ich Angst haben musste.

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süßkartoffel 29.06.2014, 16:29
165. Grundgesetz

Kennt in dieser Bananenrepublik eigentlich noch irgendjemand Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes? Dort heißt es: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Wer also damit droht, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen, kündigt einen vorsätzlichen Verstoß gegen die rechtliche und politische Grundordnung unseres Landes an. Wann kommt denn mal jemand auf die Idee, vor diesem Hintergrund den Absatz 3 des gleichen Artikels anzuwenden? Dort steht: "Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. ..." Das dürfte den Weg ebenen, diese Lobbyisten ganz schnell dorthin zu befördern, wohin sie eigentlich gehören: Aufs Arbeitsamt. Aber vielleicht wäre es ja tatsächlich eher im Interesse unseres Landes, wenn diese menschenverachtene "Industrie" dort hin geht, wo der Pfeffer wächst. Wie man den Frieden im eigenen Land dadurch sichern soll, dass man Waffen ins Ausland liefert, bleibt mir nämlich absolut schleierhaft.

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maxsimkammerer 29.06.2014, 16:32
166. Ja bitte geht und nehmt die Schande mit. (kwT)

Ja bitte geht und nehmt die Schande mit. (kwT)

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Ratzbär 29.06.2014, 16:35
167. Arbeitsplätze

Zitat von Ich_schon_wieder
Denkt mal drüber nach was pasiert wenn die wirklich komplett weg sind. Es gibt auch etliche Zulieferer. Bei mir im Betrieb gibts eine kleine Abteilung dafür. Ich hätte auch ein paar Probleme dort zu arbeiten, aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Bloss so zu tun das es für alle ja sowas von Super währe wenn dieser Industriezweig geht, und keine negativen Folgen auftreten ist doch verlogen. Und ja klar , diese Leute könnten ja sofort in anderen Berreichen arbeiten.... Ist ja auch überall so ohne weiteres möglich, oder gleich (zwangs)umsiedeln damit man ein besseres Gewissen hat?
Insgesamt arbeiten wohl so 80.000 Menschen in der Rüstungsindustrie.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unterneh...e/6000792.html

Nicht alle werden wegfallen. Bei KMW arbeiten ca. 3.200 Beschäftigte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Krauss...-ftd22042009-1

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espressoli 29.06.2014, 16:36
168. Rüstungs-Drohungen...

Rüstungskonzerne drohen?...

Na, Herr Gabriel, dann drehen Sie den Spiess doch einfach um: Wer Rüstungs-Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, um Drohungen wahr machen zu können, wird bei der Auftragsvergabe - per Gesetz - nicht mehr berücksichtigt... (Wozu brauchen wir eigentlich soviele Waffen?)

Ansonsten kann man wohl davon ausgehen, dass sich Gabriel und die SPD - wieder einmal - ordentlich und wunschgemäss unterwerfen wird...

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Liberalitärer 29.06.2014, 16:37
169. Selbst ist der Saudi

Zitat von Ich_schon_wieder
Denkt mal drüber nach was pasiert wenn die wirklich komplett weg sind. Es gibt auch etliche Zulieferer. Bei mir im Betrieb gibts eine kleine Abteilung dafür. Ich hätte auch ein paar Probleme dort zu arbeiten, aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen. ..
Ja, aber deutsche Waffen sollten vornehmlich deutschen Soldaten dienen, wenn man die schon braucht - was ich auch so sehe. Wenn die Saudis mehr Panzer haben wollen, dann sollen sie gefälligst welche bauen.

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