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Export-Einschränkungen: Rüstungskonzerne drohen Gabriel mit Job-Verlagerung
DPA/Bundeswehr/Mediendatenbank

Deutsche Rüstungskonzerne setzen Wirtschaftsminister Gabriel unter Druck, seine Exportpolitik zu lockern. Nach SPIEGEL-Informationen warnten die Vorstände mehrerer Waffenschmieden, Jobs könnten ins Ausland abwandern.

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Conny44 30.06.2014, 09:59
250. So, so: sie wollen es also nicht hinnehmen!

Zitat von sysop
Deutsche Rüstungskonzerne setzen Wirtschaftsminister Gabriel unter Druck, seine Exportpolitik zu lockern. Nach SPIEGEL-Informationen warnten die Vorstände mehrerer Waffenschmieden, Jobs könnten ins Ausland abwandern.
Welcher Gangster hat schon einmal Gesetze "hingenommen"? Droht er gleich damit ins Ausland zu gehen? Wäre wünschenwert aber leider nicht zu erwarten. Das sollten unsere Waffenschmieden sich mal vor Augen führen: auch durch Diebstahl etc werden "Arbeitslpätze geschaffen". Villen, tolle Autos usw. Die Arbeitsplatzdrohung zieht schon lange beim Normalbürger nicht mehr. Geht doch nach Saudiarabien! Frohes Auspeitschen nach Alkoholgenuss und Fremdgehen, Handabhacken nach Diebstahl. Man könnte sich bei unseren Waffenfabrikanten daran gewöhnen.

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derHamlet 30.06.2014, 10:41
251.

Zitat von happy2010
Jeder heute stabil dastehende Staat hat eine Militärprasenz, die anschreckt Jeder, ausnahmslos Ob die nun selber Waffen.....
Guten Morgen happy2010,
ihre Behauptung im ersten Satz ist falsch, schauen Sie nach Costa Rica.
Und dies zu der inflationär gebrauchten Floskel:

"Gutmenschen", "Weltverbesserer"
Eine oft abwertende Bezeichnung für alternative oder linksorientierte
Menschen, die nicht am Status Quo festhalten wollen, sondern eine
Veränderung, im Sinne einer Verbesserung von Mensch und
Gesellschaft, anstreben.
Der Begriff bringt die "Welt" und das Individuum als vermeintlicher
"Verbesserer" in einem Wort zusammen. Damit können Assoziationen geweckt werden, die da z.B. lauten könnte, dass die Dimension "Welt" für jedes Individuum viel zu groß und es damit unmöglich sei, überhaupt irgendetwas zu verändern.
Wer es sich nun dennoch anmaße, als Einzelner die Welt verändern zu wollen, der verdiene nun eine ironisch herablassende Bezeichnung: "Du Gutmensch!".
Wer gegen Ungerechtigkeit ankämpft, weltweite Armut, Hunger und Elend vermindern möchte oder sich Gedanken über Frieden, Recht, Gerechtigkeit und Freiheit macht, wird verächtlich als "Gutmensch" oder früher "Weltverbesserer" bezeichnet.
In dem fatalistischen Glauben, dass man "ja eh nichts ändern könne", werden alle, die noch Träume, Prinzipien, Ideen oder eine Vorstellung von einer besseren Welt haben, als Spinner, Träumer, Ewiggestrige und Idealisten diffamiert.
Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Verhältnisse und Strukturen werden meist als ein gottgegebener Naturzustand begriffen, gegen den man nichts ausrichten könne. Man habe sich der Realpolitik zu bedienen, pragmatisch-sachlich zu sein, statt abstrusen Ideen hinterherzulaufen, so das gängige Credo.
Themen wie weltweite Gerechtigkeit und die Frage nach einem besseren menschlichen Miteinander werden als moralisierend, unsachlich und
träumerisch diffamiert. Fatalismus, Resignation, Linken-Bashing und/oder Bequemlichkeit ist eine häufige Mentalität derjenigen, die von
"Gutmenschen" sprechen, um nachdenkliche Menschen abzuwerten.

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Bulle Geiger 30.06.2014, 12:41
252. Naiv

Zitat von derHamlet
Guten Morgen happy2010,... träumerisch diffamiert. Fatalismus, Resignation, Linken-Bashing und/oder Bequemlichkeit ist eine häufige Mentalität derjenigen, die von "Gutmenschen" sprechen, um nachdenkliche Menschen abzuwerten.
Falsch.
Realismus ist deren/unsere Mentalität - das erkennen der gesellschaftlichen Zusammenhänge und das Wissen darum, dass das menschliche Wesen leider so gepolt ist, dass die Gutmenschen, Weltverbesserer oder wie auch immer Sie es nennen wollen, am Ende hilflos sein werden gegen die Macht der Gewehre.
Wer das nicht vertanden hat, ist schlicht und einfach nicht auf der Suche nach einer besseren Welt, sondern:
naiv.

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thedoctor46 30.06.2014, 14:09
253.

Zitat von Bulle Geiger
Wer das nicht vertanden hat, ist schlicht und einfach nicht auf der Suche nach einer besseren Welt, sondern: naiv.
Nun - dann nennen Sie mal in diesem Strang einen Kriegsschauplatz der Welt, der durch Waffenexporte dauerhaft befriedet wurde oder den Sinn von Waffenexporten.

Und bitte nicht wieder das Totschlageargument "Arbeitsplätze". Die Waffenindustrie ist hochspezialisiert und hochrationalisiert, generiert bestenfalls hohe Gewinnmargen - nur wenige Arbeitsplätze.
Was ist daran Gutmenschtum, wenn man kritisiert, daß Waffenexporte z.B. nach Saudi-Arabien gehen, einer Region, die bekanntermaßen als Hauptfinanzier von Al-Kaida und inzwischen auch den Isis-Terroristen gilt?

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