Forum: Wirtschaft
Export-Schwäche: Frankenschock lastet schwer auf Schweizer Wirtschaft
DPA

Die starke Aufwertung des Franken bremst Schweizer Firmen aus. Die Wirtschaftsleistung ist gesunken - der erste Rückgang seit dreieinhalb Jahren. Manche Experten fürchten gar eine Rezession.

Seite 1 von 44
Ein_denkender_Querulant 29.05.2015, 12:29
1. Wieso Schock?

Eine starke Währung ist der Garant für Wohlstand. Auch Deutschland kann in den Genuss einer starken Währung kommen, wenn wir den Euroraum verlassen und endlich wieder die DM einführen. Sonderliche Vorteile bringt es natürlich nur denen, die hohe Vermögen haben, dieses möglichst schnell in Dollar wechseln und sich ins Ausland absetzen.

Wohin langfristig starke und überbewertete Währungen führen, sehen wir deutlich an der Schweiz. Um unteren Ende wird es dünn, Arbeitsplätze wandern ab, soziale Sicherheiten werden abgebaut etc.

Irgendwann wird auch der letzte erkennen, dass ein richtig umgesetzter Euro in Europa für Stabilität und Gleichheit sorgen kann. Aber es gibt genügend Spalter, die lieber ihren kurzfristigen Vorteil sehen und denen die Lebensbedingungen am unteren wirtschaftlichen Ende der Gesellschaft egal sind.

Beitrag melden
f_bauer 29.05.2015, 12:30
2. Gutes Beispiel für Deutschland

Daran sieht man schön, wie es Deutschland bei einem Austritt aus dem Euro gehen würde - zumal Deutschland weitaus stärker als die Schweiz auf den Export angewiesen ist. Schon ein Grexit könnte fatale Folgen haben, da der Euro danach wohl mittelfristig stark steigen dürfte.

Es zeigt auch schön, wie irrational die Forderungen nach eine "starken Währung" sind.

Beitrag melden
Reziprozität 29.05.2015, 12:32
3. Es sind zwei Aspekte ...

... die in diesem Artikel nicht berücksichtigt wurden.

Die Exporte in den Euro-Raum sind zufolge der Frankenaufwertung teureren Abgabepreise rückläufig und tragen so zum Absinken des BIP bei. Der Rückgang bei den Importen ist sogar noch markanter. Hier wirkt die Aufwertung vom Schweizer Franken umgekehrt: Die Einkaufspreise (in Franken) für Halbzeuge und andere Vorprodukte sind massiv gesunken, d.h. zukünftig, nach Aufbrauchen der Vorräte und Lagerbestände, kann wieder kostengünstiger produziert werden, die -0.2% sind nicht mehr als eine kleine Delle.

Zudem - und das ist der zweite Aspekt - sind die Ausfuhren in den Nicht-EU-Raum deutlich gestiegen (US/UK mehr als +10%, insg. +750 Mio. CHF in QI 2015). Kein Grund zur Sorge also.

Beitrag melden
leuca11 29.05.2015, 12:36
4. So

ist das leider wenn man sich immer gegenüber einer Schrottwährung ( € ) verteidigen muss. Irgenwann musste die Reissleine gezogen werden. Das war richtig so. Die Schweizer sind dafür bekannt, nichts unüberlegt und übers Knie gerochen, zu tun.

Beitrag melden
uli3627 29.05.2015, 12:37
5. Die Lösung ist doch sooo einfach

Adidas, Coke, Visa etc boykottieren und heute Abend ist der Blatter weg. Unternehmen die so einen Verband unterstützen sind doch zumindest mental genauso korrupt.

Beitrag melden
kieselschlirf 29.05.2015, 12:38
6.

Auch wenn die Freigabe des Frankenkurses die schweizer Wirtschaft jetzt erstmal belastet: Die Schweizer haben es richtig gemacht, denn Qualität und Solidität wird sich langfristig durchsetzen. In der Schweiz wird der Wohlstand erhalten bleiben und weiter steigen. Dagegen wird der Euro zurzeit zur Weichwährung manipuliert, sein Wert fällt. Die Leute bekommens "am eigenen Leibe" noch nicht so richtig mit, aber die Rechnung für die derzeitige EU- und EZB-Politik wird einst zu begleichen sein.

Beitrag melden
produster 29.05.2015, 12:42
7. Schweiz-Bashing, Folge 1244

Schweiz-Bashing, Folge 1244. Für alle, die es immer noch nicht kapiert haben: die Schweiz hat das sinkende Schiff Euro verlassen, die angeführten Schwierigkeiten der Schweizer Wirtschaft sind der Negativpreis dafür, dass sich die Schweizer auf einen Wechselkursdeal mit der EU eingelassen haben. Am Ende des Tages wird die Schweiz blendend dastehen, Europa aber im Chaos versinken.

Beitrag melden
Humboldt 29.05.2015, 12:43
8. Hopfen und wirtschaft verloren

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Eine starke Währung ist der Garant für Wohlstand. Auch Deutschland kann in den Genuss einer starken Währung kommen, wenn wir den Euroraum verlassen und endlich wieder die DM einführen. Sonderliche Vorteile bringt es natürlich nur denen, die hohe Vermögen haben, dieses möglichst schnell in Dollar wechseln und sich ins Ausland absetzen. Wohin langfristig starke und überbewertete Währungen führen, sehen wir deutlich an der Schweiz. Um unteren Ende wird es dünn, Arbeitsplätze wandern ab, soziale Sicherheiten werden abgebaut etc. Irgendwann wird auch der letzte erkennen, dass ein richtig umgesetzter Euro in Europa für Stabilität und Gleichheit sorgen kann. Aber es gibt genügend Spalter, die lieber ihren kurzfristigen Vorteil sehen und denen die Lebensbedingungen am unteren wirtschaftlichen Ende der Gesellschaft egal sind.
Du lieber Himmel, wenn Ihre Einlassungen repräsentativ für die Mehrheit der Euro-Gegner ist, dann ist Deutschlands Wirtschaft verloren, wenn ihr irgendwann das Sagen haben solltet! Das ist wirtschaftspolitischer Blödsinn.

Beitrag melden
DCSUI 29.05.2015, 12:44
9. Franken-Hammer

Dass die Aufhebung des Mindestkurses zu kurzfristigen Verwerfungen für die Schweiz führt war klar. Viel wichtiger ist allerdings die mittelfristige und langfristige Perspektive und diese sieht für die Schweiz viel besser aus als für die Eurostaaten. Die Folgen von Draghis lockerer Geldpolitik werden gravierend sein, denn irgendwann müssen diese Gelder ersetzt werden. Da bin ich mal gespannt...

Beitrag melden
Seite 1 von 44
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!