Forum: Wirtschaft
Exportboom: Deutschland steuert auf Rekordüberschuss zu
REUTERS

Die Weltwirtschaft erholt sich, deshalb liefern deutsche Firmen wieder mehr Waren ins Ausland. Deutschland dürfte sogar einen Rekordüberschuss bei der Leistungsbilanz aufstellen. Nach den neuen EU-Regeln wäre das aber ein Problem.

Seite 8 von 15
Izmi 05.09.2013, 16:33
70. Schon mal

Zitat von NETSUBJEKT
(...) Die einzige Lösung wäre deshalb der Zusammenbruch unseres Geldsystems woduch auch die Superreichen ihre Vermögen verlieren würden. Und damit auch ihre Macht, soweit diese in ihrem Vermögen begründet ist. (Da diese auch über grosse Sachwerte verfügen müssten sie nicht gleich ins bodenlose stürzen). Die Regierungen müssten dann möglichst schnell neues Geld drucken, um den Wirtschaftskreislauf wieder in Gang zu bringen.(...)
Hatten wir schon mal: die Währungsreform. Die Mär ist, wir hätten ja "alle mit 40,00 Mark angefangen". Allerdings waren die Sachwerte nicht betroffen von der Umstellung. Und so blieb letztlich alles beim Alten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adrianralle 05.09.2013, 16:34
71.

Zitat von smack61
50% Jugendarbeitslosigkeit sind bestimmt nicht alleine die Schuld von Staat und Wirtschaft!
Von wem denn noch? Ist es auf einmal schick geworden arbeitslos zu sein im Süden Europas?

Zitat von Privatier
Für hochbegabt Fleißige, die sich nicht länger von Selbstversorgungs-unfähigen und -unwilligen Vorteilsnehmern ausbeuten lassen wollen, ist es völlig alternativlos, diesem Club fauler Gesellen schleunigst den Rücken zu kehren und die Dauerstütze zu entziehen.
Das hat nichts mit Faulheit zu tun.
Zitat von Jonny_C
Deutschland wäre der Einzige in der WG der einen festen Job hat und täglich 16 Stunden arbeitet um Miete, Strom und Heizung zu zahlen. Weil die anderen Minderleister faul auf der Haut liegen, oder sich mit Halbtagsjobs begnügen. So siehts aus ! Nix fetter Bengel.
Dann machen Sie doch mal den Versuch, gehen nach Griechenland und verdienen dort viel Geld. Die Griechen scheinen ja nur zu faul dafür zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
warumeigentlich 05.09.2013, 16:35
72. @ tatonca

Das was Sie da geschrieben haben, klingt nach FDP Wahlunfug. So bisschen wie: Leistung muss sich wieder lohnen. Stellen Sie sich vor: Nicht jeder der viel verdient (€) leistet viel und umgekehrt nicht jeder der viel leistet erhält entsprechend hohe Vergütung. In einem Punkt haben Sie allerdings recht, für den Exportüberschuss muss sich Deutschland bei niemanden entschuldigen. Allerdings muss der Wohlstand auch spürbar in der Gesellschaft ankommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zipfel 05.09.2013, 16:35
73. Das eigentlich Perverse

an dieser Situation ist, dass Deutschland sich diesen Exportboom auf dem Rücken einer schleichend verarmenden Bevölkerung aus Billiglöhnern erkauft und dass es trotz dieses Umfelds nicht viele Dutzend Milliarden Haushaltsüberschüsse generiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andreasoberholz 05.09.2013, 16:35
74. Sicherheitsschuhe anziehen???

Zitat von paoloDeG
Deutschland : "größten Kapitalexporteur der Welt"! Gleichzeitig in Deutschland die Kluft zwieschen Arm und Reich steigt! In allen Städten Deutschlands ganze Stadtteilen verkommen! Viele deutsche Länder stehen bei starker Regen immer noch unter der Gefahr von Überflutung und Hochwasser! Die Umwelt ist bedroht! Das Leben der Menschen ist nicht gesichert! Viele Kommunen leiden unter hohe Schulden! Gut 20% der Menschen in Deutschland leiden unter der Armut, manche sind sogar Wohnungslose! Zwiespalt ist einer der gründe des Booms? Jedenfalls in allen Ländern in Europa es geht noch schlimmer!
Tja, das verdanken wir einer Kanzlerin die nur Zahlen liest. Sich aber wenig darum kümmert wie diese Zahlen zustande gekommen sind. Dann predigt diese Kanzlerin den Erfolg ihrer Arbeit. Man muss immer fragen auf wessen Rücken wir den Erfolg erwirtschaftet haben. Sogar Frankreich betteltet seit Jahren Deutschland an das wir die Löhne anheben sollen.

• Erfolg auf dem Rücken anderer Nationen.
• Erfolg auf dem Rücken der H4 Bezieher.

Die Kanzlerin fordert ja das andere Nationen sich DL anpassen sollen, also bitte auch einen Niedriglohnsektor einführen usw. Last but not least muss man die Frage stellen warum Unternehmer, wenn denn nun der Laden boomt, nicht höhere Löhne zahlen können??

Früher galt der Satz:
"Geht es DL gut geht es den AN auch gut!"

Von diesem Leitsatz hat man sich seit der Regierung Schröder verabschiedet und hat in etlichen Branchen, in vielen Tarifrunden, richtige Sauereien gegen die AN durchgedrückt. So zum Beispiel damals beim Chemie Tarifvertrag.

Tja, so lange die Politik nicht dazu auffordert faire Löhne zu zahlen, so lange schieben wir diesen Überschuss vor uns her, der uns hoffentlich nie auf die Füsse fällt. Wir ziehen am besten schon mal Sicherheitsschuhe an..-))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krulle 05.09.2013, 16:36
75. optional

Was u verändern wird andere Probleme nach sich ziehen: wir Deutschen bringen viel von dem Geld durch Urlaub ins Ausland...
Das könnten wir dann nicht mehr in dem Maße.
Wir könnten die Entwicklungshilfe natürlich erhöhen, das würde die bilanz verschlechtern, aber wie wollen wir die finanzieren? Steuererhöhung um den Firmen das Geld dass sie erwirtschaftet haben weg zu nehmen? Sind im Moment eher unbeliebt, um die erwachende Wirtschaft nich direkt wieder abzuwürgen. Am Zoll als Ausfuhrsteuer? -> würde gegen viele Freihandelsabkommen verstossen, und wäre noch unbeliebter (und würde auch recht schnell viele Arbeitsplätze ins Ausland vertreiben).

Auch bleibt vieles von dem Geld nicht in DE, sondern geht an die Eigentümer der Firmen, die den Überschuss erwirtschaftet haben, also an viele US-amerikanischen Firmen, bei Daimler auch an diverse Staatsfonds ausserhalb der EU. Da bleibt sowieso nur die Hälfte des Geldes übrig.

238 Milliarden US-Doller /80Millionen Einwohner in DE -> annähernd 3000 US-Dollar pro Einwohner erwirtschaftet. Ich glaube aber nicht, dass der durchschnittliche Einwohner in DE im Schnitt um 1000 Euro reicher wurde, geschweige denn um 3000 US-Dollar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus meucht 05.09.2013, 16:37
76. Exportüberschüsse sind keine Stärke

Zitat von braintainment
Die sozialistische Logik der EU ist dann den exportwirtschaftlich Stärkeren auszubremsen, damit die anderen aufholen können.
Das ist keine sozialistische Logik, sondern nur eine rein logisch-mathematische.

Ein Restaurant mit vielen Kunden, die viel verzehren, ist gut. Wenn aber jeder 2. Kunde anschreibt und nicht wieder zurückzahlt dann hat das Restaurant ein Problem.

Und genau das passiert bei Exportüberschüssen. Wir verschenken unsere Waren. Wir haben zwar Schuldscheine in Form von Geld, aber wenn diese Staaten pleitegehen verlieren diese Schuldscheine an Wert.

Staaten die dauerhaft Importüberschüsse haben gehen sicher irgendwann mal pleite. Die Summe aller Importe und Exporte ist weltweit immer null. D.h. hat ein Staat dauerhaft immer Exportüberschüsse hat der Rest der Welt zusammen genommen Importüberschüsse. Es muss es automatisch irgendwann einmal zum Crash kommen. Das ist nicht sozialistisch sondern solange wir nicht Handel mit Außerirdischen treiben vollkommen mathematisch logisch.

Wir geben dem Ausland harte Waren, wie Maschinen und Autos, und bekommen dafür Werte die sehr unsicher sind (z.B. das Versprechen von Griechenland am zukünftigen Wirtschaftswachstum teilzuhaben). Wir bauen unsere Altersvorsorge auf solche Versprechungen auf.

Das Problem ist nicht dass wir zu viel exportieren, sondern zu wenig importieren. Wir leben unter unseren Verhältnissen. Das mag jetzt nicht für die öffentlichen Haushalte gelten, sondern für die privaten und öffentlichen Haushalte zusammengenommen.

Das wir viel exportieren sehe ich schon als eine Stärke, das wir andauernde Exportüberschüsse haben ist eine Schwäche. Sinnvoll ist langfristig eine ausgeglichene Handelsbilanz. Man kann ruhig in einem Jahr Export- oder Importüberschüsse haben, aber langfristig sollte es sich ausgleichen. Das hat nichts mit links oder rechts zu tun.

Ein Restaurant mit dem Ziel dass viele Kunden anschreiben handelt pervers. Ein Restaurant das viele Kunden hat ist ein sinnvolles Ziel. Nicht die Exporte sind das Problem, sondern die Exportüberschüsse.

Für unsere Exporte wollen wir nicht nur Geld, das irgendwann zum St. Nimmerleinstag zurückgezahlt wird (oder auch nicht) sondern handfeste Waren und Dienstleistungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zipfel 05.09.2013, 16:38
77. Klar, das geht so:

Zitat von Werner M.
Wie kann ein EU-Mahnverfahren die Binnennachfrage stimulieren?
Der Exportüberschuss basiert auf dem Umstand, dass Deutschland ein Niedriglohnland ist, wie China oder Vietnam. Deswegen sind deutsche Produkte so billig. Das Mahnverfahren soll das Exportvolumen beschneiden, womit es attraktiver wird, die Löhne der Deutschen zu erhöhen, worauf sich diese im Inland mehr leisten können. Binnennachfrage stimuliert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 05.09.2013, 16:40
78.

Zitat von krulle
Was u verändern wird andere Probleme nach sich ziehen: wir Deutschen bringen viel von dem Geld durch Urlaub ins Ausland...
Das ist in der Leistungsbilanz bereits berücksichtigt und auch da erzielt Deutschland seit 2004 exorbitante Überschüsse.


Zitat von
Auch bleibt vieles von dem Geld nicht in DE, sondern geht an die Eigentümer der Firmen, die den Überschuss erwirtschaftet haben, also an viele US-amerikanischen Firmen, bei Daimler auch an diverse Staatsfonds ausserhalb der EU. Da bleibt sowieso nur die Hälfte des Geldes übrig.
Auch das ist in der Leistungsbilanz, Unterbilanz Einkommensbilzanz, berücksichtigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muttisbester 05.09.2013, 16:42
79. mindestlöhne ab 8,5 E/h

dann können sich auch die deutschen wieder "made in germany" leisten, und das allgemeine Lohnniveau würde damit auch steigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 15