Forum: Wirtschaft
Extrem hohe Zinsen: Spekulanten wetten gegen Spanien, Belgien, Frankreich

Italiens Lage ist schon kritisch -*nun zweifeln Anleger*auch an Frankreich und Belgien: Die Zinsen für*neue Schulden dieser Staaten steigen*auf*ein Rekordhoch, schlimm ist die Lage auch in Spanien.*Die Deutsche Bank fordert eine radikale Rettungsaktion der Europäischen Zentralbank.

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cabane 15.11.2011, 15:35
100. Falsche Diskussion

Zitat von sysop
Italiens Lage ist schon kritisch -*nun zweifeln Anleger*auch an Frankreich und Belgien: Die Zinsen für*neue Schulden dieser Staaten steigen*auf*ein Rekordhoch, schlimm ist die Lage auch in Spanien.*Die Deutsche Bank fordert eine radikale Rettungsaktion der Europäischen Zentralbank.
Die Investoren reagieren vollkommen nach der Logik der Märkt und die Banken nach den Risikokosten der Staatsanleihen. Heute müssen Banken für italienische Papier viel höhere Eigenmittel ihrem Investment entgegenstellen als für deutsche Anleihen (gilt auch für die anderen Länder ohne AAA). Das heisst die Rendite für diese Anleihen muss höher sein. Schön wäre es aber, wenn man die Europäer dazu zwingen könnte alle Anleihen mit einer AAA des EFSF des ESM oder der EZB zu versehen, dann machen alle die so Risiko scheuen Investoren einen tollen Schnitt. Mit Zinsen für schlechte Ratings eine AAA Risiko zu erhalten ist das Ziel. Und wir lassen uns erpressen ? Die Diskussion um die Angst der Investoren ist nur eine Scheindiskussion !

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MoeWHV 15.11.2011, 15:35
101. Undurchdacht

Zitat von munkelt
Wieso Spukulanten? Da gibt es Personen oder Institutionen, die Geld verleihen. Und die wollen ihr Geld nach vereinbarter Zeit wiedersehen. Und wenn das Risiko hoch erscheint, dann leihen viele nur gegen höhere Zinsen. So einfach ist das.
Wenn die Zinsen zu hoch werden steigt dadurch aber auch die Gefahr erst Recht nichts mehr wieder zu bekommen.

Der Euro in seiner jetzigen Form ist einfach gescheitert: Eine Währungsunion mit gemeinsamer Währung ohne eine Wirtschaftsunion mit gemeinsamer Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie einheitliche Anleihen für alle kann anscheinend nicht funktionieren. Ein paar wenige haben das schon immer kritisiert, nun bekommen sie einfach mal Recht.

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loddarcontinua 15.11.2011, 15:36
102. E.Cartman in der Vergangenheit

Zitat von E.Cartman
Kommt drauf an. Wird Ihr Einkommen von deutschen Gewerkschaftern ausgehandelt?
Haben die Gewerkschaften seit Kluncker(er lebe hoch!) jemals wieder über vernünftige Einkommen verhandelt? Reallohneinbußen seit 10-15 Jahren, der Anteil der Lohnquote am Volkseinkommen sinkt und sinkt...

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radeberger78 15.11.2011, 15:39
103. An der Börse wo sonst,

Zitat von frubi
Wo kann man eigentlich gegen Spekulanten wetten?
aber Vorsicht Sie wetten auf eigenes Risiko.

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Pitti Platsch 15.11.2011, 15:39
104. Des Kaisers neue Kleider

Was soll diese reißerische und komplett unsinnige Überschrift?
"Spekulanten wetten gegen Spanien, Belgien, Frankreich"
Im Artikel erfährt man dann, dass lediglich kaum einer in europäische Staatsanleihen investieren will, weil wegen der jahrzehntelangen Schuldenpolitik und der extrem hohen Staatsverschuldung vieler Staaten das Risiko des Geldverlustes zu groß ist.

Seit wann ist Vorsicht eine Wette? Sind jetzt alle, die keine Staatsanleihen kaufen, Spekulanten? Falls ja, dann gehört wohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu den Spekulanten.

Vor Wochen wurde hier über die miesen Bankster und Versicherungen geschimpft, die Griechenlands Schulden unvorsichtigerweise finanziert haben und nun zu Recht dafür in Haftung genommen werden sollen. Jetzt sind sie vorsichtiger - und wieder Schuld?

Das Problem war und ist der Schuldenschnitt in Griechenland! Europa hat seit vielen Jahren hohe Schulden, aber europäische Staatsanleihen galten als risikoarme und daher niedrig verzinste Anlageform.

Seit der griechische Schuldenschnitt im Raum steht, weiss jeder, dass der Kaiser in Wahrheit nackt ist.Das Vertrauen ist weg, der Blick fürs Risiko ist geschärft - und daher steigen die Zinsen.

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bhayes 15.11.2011, 15:39
105. Was für ein unverschämt verlogener Artikel! Die Parteibonzen sollen gefälligst

einfach nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen.
Denn die ständig steigende Neuverschuldung ist schließlich die einzige Ursache für die ganze Krise.
Ich halte es für ein Unding, wenn hier der Spiegel, diverse Lobbyisten und die Parteikader sich quasi als Ausbeutungssyndikat zusammentun, um die Bürger über diese simple Tatsache zu belügen und die ebenso simple Lösung zu verschweigen.

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synoptiker 15.11.2011, 15:40
106. Gottseidank, es ist so weit.

Wir können froh sein, dass es so gekommen ist. Wir sind weder Banker oder Spekulanten, die an Staatsschulden Geld verdienen, noch sind wir Politiker, die zu ihrem Ruhme Schulden machen. Wir sind das Volk, dass die Schulden bezahlen muss. Und wie jeder weiß, ist es das beste, sofort damit anzufangen. Das fällt den Politikern schwer, weil sie so leicht da raus kommen, enfach abdanken wie Berlusconi oder nicht mehr gewählt werden wie die deutschen Schuldenmacher, jeder kennt sie.

Bisher wurden die Staatsschulden einfach immer weiter auf die nächste und übernächste Generation verschoben, das ist verdammt unfair. Selbst dann, wenn, wie in Deutschland, die übernächste Generation aus naturalisierten Türken und Afrikanern bestehen sollte. Die sind auch zu bemitleiden.
Ich habe Kinder und Enkel, wenn ich daran denke, was auf die zukommt, fluche ich auf diesen Fehler im System.

Demokratisch auf Zeit gewählte Politiker dürfen keine Schulden im Namen des Volkes machen, Punkt.

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lemmy01 15.11.2011, 15:40
107. Langfristige Zinsentwicklung

Man sollte nicht vergessen, dass im letzten Jahrzehnt die Zinsen für Staatsanleihen auf einem historisch niedrigen Niveau lagen. Wenn die Zinsen jetzt "anziehen" kann man das unter anderem auch als Normalisierung betrachten, insbesondere natürlich vor dem Hintergrund einer bereits anziehenden Inflation und der noch schlimmeren Befürchtungen diesbezüglich. Die Aussage in dem Artikel, die Zinsen von Spanien, Belgien und Frankreich wären auf ein Rekordhoch gestiegen, ist schlichtweg falsch bzw. unvollständig. Es ist allenfalls ein Rekordzins seit der Euroeinführung.

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Baikal 15.11.2011, 15:40
108. Wer zu blöd ist, das System Kettenbrief..

Zitat von fritzyoski
Wenn das System nicht mehr genug Dumme findet die es weiter fuettern dann ist Endstation und das Kartenhaus faellt zusammen. Exponentiales Wachstum in einem endlichen System hat sowieso nie ein Happy Ending.
.. zu begreifen, wird heute eben Politiker und faselt was vom festen Kompass: der Kurs ist aber wichtig,Murksel, Nord bleibt immer Nord und Euro-Kettenbriefe explodieren.

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me-privat 15.11.2011, 15:42
109. Es geht mir auf den Kekes!

Zitat von mzumo
Nein, Spekulanten wetten nicht gegen diese Länder. Ihre grottenschlechte Haushaltspolitik macht eben das Risiko höher dass die Spekulanten ihr Geld nicht mehr wieder sehen.
Dieses ewige Geschwurbel und Lamentieren
"...Die Staatsschulden sind die Ursache, die Finanzmärkte können gar nichts dafür..."
geht mir so langsam auf den Keks.
Schon komisch, daß da der ein oder andere mittlerweile anderer Ansicht ist.

Nur noch ewig gestrige Hinterzimmerökonomen und politisch indoktrinierte Blender fordern weiteres "Sparen" und "Konsolidieren", ohne die Ursachen für den Schlamassel zu benennen, zu bekämpfen und schließlich und endlich zu ändern.

Es sind gerade eben diese Spekulanten, die 2008 gerettet werden mußten und heute massiv von der sich daraus ergebenden Finanzsituation profitieren.
Die Märkte bzw. die Marktteilnehmer sind NICHT rational sondern lediglich GIERIG, koste es was es wolle...und sei es, daß sie mit Blick auf die eigene Geldbörse ganze Volkswirtschaften zu Grunde richten.

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