Forum: Wirtschaft
Extrem hohe Zinsen: Spekulanten wetten gegen Spanien, Belgien, Frankreich

Italiens Lage ist schon kritisch -*nun zweifeln Anleger*auch an Frankreich und Belgien: Die Zinsen für*neue Schulden dieser Staaten steigen*auf*ein Rekordhoch, schlimm ist die Lage auch in Spanien.*Die Deutsche Bank fordert eine radikale Rettungsaktion der Europäischen Zentralbank.

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kuddel37 15.11.2011, 15:52
120. .

Zitat von Baikal
.. zu begreifen, wird heute eben Politiker und faselt was vom festen Kompass: der Kurs ist aber wichtig,Murksel, Nord bleibt immer Nord und Euro-Kettenbriefe explodieren.
Vor kurzer Zeit hat sie und die anderen Ja-Sager uns noch versprochen die Wunderwaffe EFSF würde den EURO-Endsieg bringen so wie damals die V2.:)

Am Ende muss das eigene Volk zahlen.

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Willi Wacker 15.11.2011, 15:54
121. Stellen Sie sich vor

Zitat von peterhausdoerfer
Eine einmalige Zahlung an den Staat im einstelligem Prozentbereich vom Privatvermögen reicht aus um die Staatsfinazen zu sanieren. Nicht schön, aber jeder kann es zahlen.
da würde ich sogar mitzahlen.
ABER NUR, wenn die Politiker mit ihrem Leben, dem ihrer Frauen und dem ihrer Kinder haften, anschliessend keine neuen Schulden mehr zu machen!

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Traumschau 15.11.2011, 15:56
122. ...

Zitat von me-privat
Es sind gerade eben diese Spekulanten, die 2008 gerettet werden mußten und heute massiv von der sich daraus ergebenden Finanzsituation profitieren. Die Märkte bzw. die Marktteilnehmer sind NICHT rational sondern lediglich GIERIG, koste es was es wolle...und sei es, daß sie mit Blick auf die eigene Geldbörse ganze Volkswirtschaften zu Grunde richten.
Das ist absolut zutreffend. Man muss aber auch ganz klar sehen, dass die Politik es versäumt hat, klare Grenzen zu setzen. Das liegt vor allem in der wahren Machtverteilung. Die Politik ist entweder korrupt oder bis zum geht nicht mehr opportunistisch. Das kann man sich jetzt aussuchen. Jedenfalls haben alle bisherigen Entscheidungen die Bürger als "Bürgen" belastet und die Finanzelite bevorzugt.
Wie lange dieses Spiel noch durchzuhalten ist werden wir sehen. Ich fürchte nicht mehr allzulange, dann wird unsere sogenannte Regierung eine Wende in dieser Frage (EZB) vollziehen MÜSSEN!. An Merkels Stelle würde ich mich schon mal sehr warm anziehen.

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BettyB. 15.11.2011, 15:56
123. Qualität ist etwas anderes

Nun ja, in der Redaktion hat man ja wenigstens gemerkt, dass nicht die Märkte handeln, sondern Anleger es sind, die Anlagen kaufen. Wieso dabei aber gewettet wird, bleibt wohl ein Gehemnis der Redaktion. Aber weiter so, Weiterbildung hilft ja angeblich, vielleicht auch in der SPON-Redaktion...

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Bahnix 15.11.2011, 15:57
124. ich sags ihnen

Zitat von Giraffenzebra
Vielleicht kann mir ja mal jemand erklären, worin diese Anleger da ihr Geld jetzt anlegen, was angeblich sicherer sein soll? Denn der Markt für deutsche, finnische und Schweizer Anleihen ist ja recht begrenzt. MfG
Kann ich Ihnen sagen: Ich kaufe jetzt ein zweites Haus! Einfach darum, weil ich es nicht mittels Hypotheken finanzieren muss, und das geld sicherer angelegt ist, als es der EZB Inflation auszusetzen! Wer 2920 eine Liegenschaft hatte, hatte auch 1930 noch Werte, während das Sparguthaben durch die Hyperinflation aufgelöst wurde.

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alexbln 15.11.2011, 15:57
125. .

wenn die ezb das unbegrenzt tut, ist europa politisch erst recht tot- das wäre nichts anderes als die schultentransferunion offiziel machen. zahlen dürfen über diesen umweg die reichen für die schuldenmacher-und diese werden weiter munter schulden machen, es wird ja immer bezahlt von anderen.

dann gitb es ein politisches beben.

weg mit dem euro, das ist einzigste variante.

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eulenspiegel 47 15.11.2011, 15:57
126. ***

Pleitiers gibt man nur gegen hohe Sicherheiten weiterhin Geld. Das ist schon seit ewigen Zeiten so.
Die Zinsen werden erst wieder sinken, wenn kein Staat mehr Geld pumpen will, also Neuverschuldung gegen Null geht.
Dann wird niemand von den "Spekulanten" mehr wissen, was er mit seinem Mammon machen soll, als es für 1% oder weniger zu anzubieten.

Aber wehe dem, der an die Überschuldungsgrenzen gerät. Dem zieht man das Fell über die Ohren.
Geht doch jedem Häuslebauer so.
Schulden, keine ausreichenden Einkünfte: Haus weg.
Wird auch so werden mit Haus "Europa".
Die Fenster klirren schon, und die ersten Dachziegel fliegen.

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rotertraktor 15.11.2011, 15:58
127. Fern-Weh

Zitat von sysop
Spekulanten wetten gegen Spanien, Belgien, Frankreich Experten begründen dies mit neuen Schwierigkeiten in Italien.
Ach so, ja nee, is klar, wenn in Italien einer vor die Wand läuft, krieg ich auch immer gleich Kopfschmerzen.

Zinssätze
Frankreich: 3,6%
Belgien: 4,8%
Spanien: 6,3%
Italien: 7,0%

EZB-Leitzins: 1,25%

Das heißt nichts anderes als, dass unsere Bankster sich das Geld für läppische 1,25% bei der EZB ausleihen und mit fetten Aufschlägen an die Staaten weiterverleihen.

Reingewinn (abgerundet)
Frankreich: 2,3%
Belgien: 3,5%
Spanien: 5,0%
Italien: 5,7%

Und das ist nur deshalb möglich, weil die europäischen Staaten sich nicht selber bei ihrer eigenen Zentralbank das Geld leihen dürfen, sondern nur über den sauteuren Umweg über Geschäfts- und Privatbanken an Liquidität kommen.
Bei dieser schwachsinnigen Regelung mit eingebauter Gewinn-Garantie und Quasi-Lizenz zum Gelddrucken haben die Lobbyisten von Kapital und Bankstern ganze Arbeit geleistet.

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genesis266 15.11.2011, 15:58
128. Das ist nichts anderes als Flucht aus Euro

Das ist die Spekulation darauf, dass Deutschland austritt - vorrübergehend, oder für immer. Sonst würden sie jetzt nicht sogar NL und AT abverkaufen.

Damit bleibt dann nur mehr der letzte grosse Mohikaner übrig: Deutschland. Sobald die Märkte zur Auffassung kommen, dass Deutschland nicht alles retten kann, kommt die Panik-Flucht aus dem Euro, dieser crasht dann ganz sicher, da helfen keine Markt-Manipulationen mehr.
Siehe auch:
http://www.mmnews.de/index.php/wirts...lucht-aus-euro

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Bundeskanzler20XX 15.11.2011, 15:58
129. Spekulanten entziehen dem Rettungsschirm das Geld

Zitat von mzumo
Nein, Spekulanten wetten nicht gegen diese Länder. Ihre grottenschlechte Haushaltspolitik macht eben das Risiko höher dass die Spekulanten ihr Geld nicht mehr wieder sehen.
Nicht wirklich,
die Spekulanten haben keine Angst, dass die Länder irgendwann nichtmehr zahlen können.
Nein, die Spekulanten wollen mehr verdienen, sie treiben die Zinsen nach oben um mehr abzukassieren solange der Rettungsschirm und die Bemühungen der EU-Politik das zulassen.
Das man damit, dank EU-Rettungsgelder, prima und sicher viel Geld abstauben kann haben sie an Griechenland erlebt, nun wird weiter gemacht.

Wer bekommt denn am ende das Rettungsschirmgeld?
Die Investoren, die Staatsanleihen halten.
All die Bemühungen einen Dominoeffekt abzuwenden haben schließlich zum selbigen geführt.

Die gesammte Finanzwelt lacht die EU-Politiker aus, weil die es nicht merken, wie sie an der Nase herumgeführt werden.

Traurig daran ist, dass wir so doppelt und 3-fach verlieren.
Zum einen sind wir Bürgschaften eingegangen, die schon allein bei Griechenland kaum tragbar sind.
Außerdem haben wir es verpasst dem Markt Einhalt zu gebieten, dank der Duckmich-Politik vor den USA die immer z.B. gegen eine Transaktionssteuer waren.
Auch wurde Griechenland für die betrügerischen Machenschaften bei ihrem EU-Beitritt nicht nachträglich bestraft.

Folgen allein Italien und Spanien ihrem südländischem Partner, dann sehe ich keine Chance mehr das diese Politkerriege es schafft das kenternde Boot abzufangen.

Liebe Politiker: Sorgt endlich dafür, das die Haftung für fehlerhaftes Handeln bei den Verursachern bleibt.

Im Fall Griechenland wusste doch jeder, dass das Land über den Verhältnissen lebt, warum wurden dann weiter Kredite bewilligt?
Wenn eine Bank über dem eigenen Rahmen spekuliert, dann muss die Bank pleite gehen, wenn es schief geht.
Retten dürft ihr dann die Unternehmen und Privatanleger die bei dieser Bank waren.
Außerdem sollten aufgesplittete Firmen, die sich in zig Tochterfirmen, Schwesterunternehmen, Onkelfirmen und Opagenossenschaften aufteilen bei einer Teilinsolvenz immer als ein Unternehmen angesehen werden.
So kann man einfach vermeiden, dass sich die Mutterkonzerne weiter am Risiko bereichern ohne die Folgen zu tragen, wenn es schief geht.

Ein freier Markt darf klare Richtlinien haben, Vorschriften und Gesetze, aber man sollte nicht den Fehler machen in den Markt einzugreifen, wenn Firmen unter Missmanagment pleite gehen. Das ist Wettbewerbsverzerrung.

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