Forum: Wirtschaft
Extrem hohe Zinsen: Spekulanten wetten gegen Spanien, Belgien, Frankreich

Italiens Lage ist schon kritisch -*nun zweifeln Anleger*auch an Frankreich und Belgien: Die Zinsen für*neue Schulden dieser Staaten steigen*auf*ein Rekordhoch, schlimm ist die Lage auch in Spanien.*Die Deutsche Bank fordert eine radikale Rettungsaktion der Europäischen Zentralbank.

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Thomas Weber 15.11.2011, 16:27
170. "Um die Finanzmärkte zu beeindrucken, ...

... muss die EZB eine unbegrenzte Interventionsbereitschaft signalisieren", sagte Mayer der "Financial Times Deutschland".

Recht hat er. Das hätte von Anfang an geschehen müssen.

Jede quantitative Begrenzung, jedes Limit, jeder technische Automatismus widerspricht und steht im Konflikt mit demokratischer Entscheidungsfindung und Demokratie. Jede quantitative Begrenzung setzt den undemokratischen Märkten und Kräften ein neues Limit, das es zu knacken gilt, jedes Limit stellt einen archimedischen Punkt dar, von dem aus diese nichtdemokratischen Kräfte ihre Hebel ansetzen können, um die Demokratien unter Druck zu setzen.

Eine dauerhafte Perspektive besteht z. B. darin, dass die Demokratien signalisieren, dass Demokratien innerhalb einer Währungszone und darüber hinaus ihre demokratische Verfassung um jeden Preis gemeinsam verteidigen, dass es keine Limits und kein zu teuer geben kann, und dass die Demokratien ggf. bereit und in der Lage, das Primat der Politik auszuüben und Krisen z.B. ordnungspolitisch - z. B. durch eine Finanztransaktionssteuer oder einen Lastenausgleich - ,zu gestalten und zu steuern.

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ostrakismos 15.11.2011, 16:27
171. Ohne Schulden kein Geld

Zitat von Der Pragmatist
Um Spekulantenangriffe zu verhindern, sollten die Laender eben einmal in ihren verhaeltnissen leben. dann haben die "Spekulanten" keinen Grund zum "Angriff".
So einfach ist es nicht: All unser Geld - außer den 40 DM, die zur Währungsreform ausgegeben wurden - stammt aus Schulden, die entweder die Bürger oder der Staat einst aufgenommen haben.
http://www.youtube.com/watch?v=_vqNEwps0dA
Wenn nun alle sparen und brav sämtliche Forderungen - selbst die schon gestrichenen aus Insolvenztabellen - begleichen, dann ist am Ende in dem gegenwärtigen System, in dem wir leben, mit den verhassten Schulden auch alles Geld aus dem Markt verschwunden. Das kann nicht gemeint sein, oder?

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kellitom 15.11.2011, 16:28
172. EZB MUSS Anleihen aufkaufen.

Jetzt hilft nur noch eins: Unbegrentzer Ankauf von Anliehen aus ALLEN Eruostaaten durch die EZB. Das nimmt den Spekulanten den Wind aus den Segeln. Geschieht das nicht, ist der Euro nicht mehr zu retten!

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diwoccs 15.11.2011, 16:30
173. vernünftige Entscheidungen

Zitat von Hardliner 1
Man schaue sich mal an, welche Staaten viel zu hohe Schulden haben. Und dann schaue man sich mal die Führungsriege der EU und der Finanzwelt an: Trichet bzw. Lagarde (beide Frankreich), Draghi (Italien), van Rompuy (Belgien), Barroso (Portugal). Warum haben gerade Vertreter der Pleiteländer (ehemalige Weichwährungsländer) die hohen und höchsten Posten?
weil die können besser mit Geld umgehen.

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alexpapadopoulos 15.11.2011, 16:30
174. Das ganze system den EUzone stinkt

Hoffentlich sehen die meisten Europaeer es entlich ein wie schief das ganze oekonomishes System der Eurozone ist. Es stehen auch mehrere Laender in der reihe. Aber klar:die Deutshen wissen es immer besser... Die DM kommt bald wieder

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Giraffenzebra 15.11.2011, 16:30
175. Thema antworten

Zitat von Bahnix
Kann ich Ihnen sagen: Ich kaufe jetzt ein zweites Haus! Einfach darum, weil ich es nicht mittels Hypotheken finanzieren muss, und das geld sicherer angelegt ist, als es der EZB Inflation auszusetzen! Wer 2920 eine Liegenschaft hatte, hatte auch 1930 noch Werte, während das Sparguthaben durch die Hyperinflation aufgelöst wurde.
Sie wissen aber auch, wie das geendet ist? Das haben die Spekulanten und Zocker in Folge der Krise 1929 auch gemacht, sowohl in den USA als auch in Europa.
Folge war, dass die 10%, die vorher 70% des Vermögens hatten, anschließend auch 70% aller Sachwerte hatten, während der Rest der Bevölkerung verarmte und überhaupt nichts mehr hatte. Das kündigt sich ja jetzt auch an.
Und am Ende wird man die jetzige Krise auch wieder genauso lösen wie nach 1929 bzw. nach dem 2. Weltkrieg.

Die Großgrundbesitzer und Wirtschafts-Tycoone (was nunmal einen Großteil des Vermögens ausmacht) wurden in großem Maßstab vom Staat enteignet und das Eigentum=Vermögen wurde wieder gleichmäßiger auf die Bevölkerung aufgeteilt. Privatbesitz von Gold wurde verboten. Alles Gold musste abgegeben werden und durfte demzufolge nicht mehr privat gehandelt werden, weil der Staat damit seine Währung decken musste.
Ich denke, so in der Art wird die Krise der westlichen Wirtschaftssysteme (und nicht nur die, denn auch die Chinesen haben gewaltige Finanzprobleme) am Ende auch gelöst werden, aber bis dahin müssen erst noch ein paar Eskalationsstufen folgen.
Wollen wir hoffen, dass uns wenigstens der Weltkrieg erspart bleibt, der zwischen dem Beginn der letzten Krise und der endgültigen Lösung der letzten Krise lag.

MfG

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brazzo 15.11.2011, 16:30
176. @

Zitat von schniggeldi
Natürlich nicht. Aber es klingt aufreisserischer. Fakt dürfte sein, dass nicht mehr genug Leute bereits sind, diesen Staaten Geld zu leihen. Würden Sie ihrem kurz vor der Insolvenz stehenden Nachbarn Geld leihen? Nein? Sie pöhser, pöhser Spekulant...
Natürlich doch. Dafür werden CDSs verwendet (http://de.wikipedia.org/wiki/Credit_...p#Spekulation). Und wenn diese Wette aufgeht, wird ordentich verdient. Und sie wird aufgehen, dafür sorgt schon die momentane Hysterie und die pöhsen, pöhsen Spekulanten auch selber. Denn die werden alle auf den jetzt fahrenden Zug aufspringen, um noch was vom Kuchen abzubekommen.

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akhora 15.11.2011, 16:31
177. Kriegserklärung an den Sozialstaat

Die Banken erklären den letzten europäischen Sozialstaaten den Krieg. Sie wollen US-amerikanische Verhältnisse erzwingen. Ihre Helden: Ayn Rand und Friedrich Hayek. Ihr Ziel: Laissez Faire Kapitalismus. Die Lösung: Banken verstaatlichen und streng regulieren.

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lynx2 15.11.2011, 16:33
178. Nicht mehr wieder sehen?

Zitat von mzumo
Nein, Spekulanten wetten nicht gegen diese Länder. Ihre grottenschlechte Haushaltspolitik macht eben das Risiko höher dass die Spekulanten ihr Geld nicht mehr wieder sehen.
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Nach jeder Krise sind die Spekulanten reicher geworden. Das sieht man an der Einkommens- und Vermögensverteilung. Das Geld können Sie schon wiedersehen, und ich kann Ihnen sagen wo: in Londoner oder New Yorker Immobilien, in zig-Tsd. Hektar Land in Argentinien, in Schweizer Tresoren u.ä. Nicht so blauäugig sein: das Geld ist nicht weg, es ist nur wo anders!

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Arion's Voice 15.11.2011, 16:33
179. Roter Schaum

Zitat von Kalleblom
Was hätten Sie denn damals für das Richtige gehalten, bedingungsloses Grundeinkommen, Verstaatlichung der Banken, "Reichtum für alle" Lieber nen "lupenreinen Demokraten" als lupenreine Sozialisten!
Entschuldigung, Sie haben da etwas Schaum vorm Mund.
Korrekte Antwort wäre:
Abbau von Wirtschaftssubventionen, stärkere Besteuerung von Vermögen.
Das wäre schon ein guter Anfang für einen Rechtsstaat gewesen. Da kommt man ganz ohne DDR-/Kommunismus-Knüppel aus.

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