Forum: Wirtschaft
Extremhaushalt in Großbritannien: Sparen, bis die Straße platzt

Der Extrem-Sparkurs in Großbritannien empört die Bürger. Weniger Sozialsystem, mehr Schlaglöcher - besonders hart trifft es Problemstädte wie Leeds, denn die Regierung streicht soziale und Kulturprojekte radikal zusammen. Rutscht die Wirtschaft des Landes in eine Abwärtsspirale?

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Zephira 02.11.2010, 09:41
1. Kommentar

Man kann kein Geld ausgeben, das nicht da ist. Tut man es doch, dann lebt man auf Kosten einer wehrlosen, ungeborenen Generation, die dann den Gürtel enger schnallen soll. Die Briten merken jetzt erstmals, wie es ist, selbst diese Generation zu sein. Bemerkenswert, dass ein Land überhaupt so weit kommt, anstatt bis zum totalen Währungskollaps Vollgas zu geben...

Zitat von
Die Mieteinnahmen lägen dieses Jahr 50 Prozent unter den Erwartungen, sagt er, weil alle Abteilungsleiter auf ihrem Geld säßen. Dieser "Trickle-Down"-Effekt dürfte in den kommenden Jahren noch zunehmen.
Der Trickle-Down-Effekt besagt, dass der Wohlstand von den oberen Schichten zu den unteren durchsickert. Das ist aber hier wohl kaum gemeint.

Zitat von
Obendrein hat die Regierung in ihrem Spareifer die regionalen Entwicklungsbehörden abgeschafft, die mit Fördergeldern die lokale Wirtschaft ankurbelten.
Eine kurzfristige, auf Nachhaltigkeit ausgelegte Förderung ist sinnvoll, aber viel zu oft verkommt sie zur Geldschleuderei. Es ist sicher nicht verkehrt, einmal daran zu erinnern, dass der Steuerzahler kein Goldesel ist.

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idealist100 02.11.2010, 09:45
2. Hauptsache

Zitat von sysop
Der Extrem-Sparkurs in Großbritannien empört die Bürger. Weniger Sozialsystem, mehr Schlaglöcher - besonders hart trifft es Problemstädte wie Leeds, denn die Regierung streicht soziale und Kulturprojekte radikal zusammen. Rutscht die Wirtschaft des Landes in eine Abwärtsspirale?
Hauptsache die Banken können weiter zocken.

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soundscape 02.11.2010, 09:51
3. Empört die Bürger?

Zitat von sysop
Der Extrem-Sparkurs in Großbritannien empört die Bürger.
Also in Frankreich kann man zur Zeit von einer Empörung der Bürger sprechen. Aber in England? Wie viele Leute haben denn am 23. Oktober in London protestiert? 100? Oder hat SPON für den Artikel auch ein Bild der wütenden Menge und nicht nur eins mit 10 Hanseln drauf? Engländer sind empört, wenn der Lieblingsfussballclub an amerikanische Finanzinvestoren verkauft wird - aber selbst dann wird weder das Season-Ticket noch das Sky-Sports-Abo gekündigt.

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franksterling 02.11.2010, 09:52
4. -

lebe in london und arbeite als zahnarzt. hier wird jedem und allen freies dental treatment gewaehrt aelbst wenn die leute ueberhaupt nicht hier wohnen. das ist ja auch gut so aber fuehrt dazu dass genau diese leute sich ueberhaupt nicht dafuer interesieren. habe hier ca 500 kronen und prothesen rumliegen die nicht abgeholt wurden. ich wurde vom staat bezahlt aber die leute die die arbeit brauchen interessiert es nicht weil sie ja sowieso nicht zahlen. leistungen so weit wie es geht kuerzen und es den faulenzern nicht so leicht machen. sie werden schon sehen wie viele sich dann ploetzlich aufraffen...

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Iwan Denissowitsch 02.11.2010, 10:00
5. Im Westen wollen Alle nur spielen

Dieser Absatz zeigt das Dilemma auf:

"Ich bin Journalistin, keine Anzeigenverkäuferin", sagt Cooper vom Community Radio in Beeston etwas hilflos. Es sei unmöglich, innerhalb weniger Monate auf private Finanzierung umzustellen.

Ja, sicher. Alle wollen immer nur spielen, immer nur ihre privaten Eitelkeiten befriedigen, aber nie so richtig, wirklich arbeiten. Hauptsache, der Staat bezahlt pünktlich für Spielerei und Schnickschnack. An dieser Erwartungshaltung krankt es nicht nur in Großbritannien, sondern überall in der fetten, blasierten westlichen Welt.

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Ben de Haas 02.11.2010, 10:09
6. die andere seite...

...die der artikel nicht erwaehnt, sind einige der extremen auswuechse des sozialsystems, denen man mit den cuts versucht entgegenzusteuern. eine der anstehenden massnahmen ist beispielsweise einen maximalbetrag fuer wohngeld einzufuehren: 400 Pfund die Woche. ja, die Woche.

das es (selbst wenn nur fuer wenige) moeglich ist, auf staatskosten einen lebensstandard zu pflegen, der ueber 90% der (arbeitenden) familien des landes nicht offen steht ist m.e. ungerecht.

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Frank Wagner 02.11.2010, 10:12
7. Komisch

Zitat von Zephira
Man kann kein Geld ausgeben, das nicht da ist.
Das habe ich hier im Form schon vor einigen Jahren geschrieben, da wurde ich dann aber regelmässig als Spinner bezeichnet, der die moderne Finanzwelt einfach nicht versteht.
Schön das Omas Weisheiten am Ende immer Recht behalten.

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ergoprox 02.11.2010, 10:13
8. ach man Generationsquatsch

Zitat von Zephira
Man kann kein Geld ausgeben, das nicht da ist. Tut man es doch, dann lebt man auf Kosten einer wehrlosen, ungeborenen Generation, die dann den Gürtel enger schnallen soll. .
Quatsch, dieses Generationengeschwafel. Immer werden Schulden+Vermögen vererbt. Ein Nullsummenspiel.

Zitat von Zephira
Der Trickle-Down-Effekt besagt, dass der Wohlstand von den oberen Schichten zu den unteren durchsickert. ..
Das besagt er zwar, ist trotzdem vollkommener Unsinn, da nachweislich lediglich eine Erfindung der Begüterten, um den Nicht-Begüterten das "Gürtel enger schnallen" schmackhaft zu machen.

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WahrerRuebezahl 02.11.2010, 10:17
9. Zocker ?

Zitat von idealist100
Hauptsache die Banken können weiter zocken.
Nein, Hauptsache Millionen und Abermillionen von ungebildeten,
Leistungsverweigernden Migranten können aus dem System entnehmen, ohne ihrerseits etwas anderes beizutragen, als
Haß auf die Gesellschaft, die deren Überleben ohne eigenen
Beitrag und Arbeit überhaupt erst ermöglicht.

Hauptsache, Mohammed ist der häufigste,gewählte britische?
Vornahme.

Zwei Sorten Parasiten, Banken und Sozialhilfeschnorrer, die
gemeinsam dazu beitragen, daß das System kollabiert,so what?

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