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EZB-Anleihenkauf: Draghis Doppelfehler
DPA

Der Staatsanleihenkauf der EZB geht von einer falschen Annahme aus erhält zudem einen gravierenden Fehler. EZB-Chef Draghi verwandelt die Eurozone in eine Gemeinschaft mit beschränkter Haftung - mit fatalen Folgen.

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denkdochmal 24.01.2015, 14:07
110. Ich liebe Europa!

Ich freue mich, daß Bürger leicht zusammenfinden, ohne Grenzkontrollen, mit weniger Devisen, dafür aber auch mit mehr Frieden in Europa.
Was ich auf den Tod nicht ausstehen kann, die antidemkoratischen Mißgeburten, die uns als Bürokratie übergestülpt wurden, die uns vergewaltigen.
Somit sind Leute wie Drahi eigentlich unabdingbar, ein Mann der keine Fehler macht - er ist ein Fehler, neben denen die ihn "berufen" haben.
Ich kenne da einen, er fliegt von einer einsamen Insel öfter mal nach "Europe", der lacht sich eins ins Fäustchen. Auch wenn ich das nicht mag, Recht hat er...

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ruhrpottprolet 24.01.2015, 14:08
111. Draghi weiß was er tut!

Draghi macht keinen Fehler, sondern weiß genau was er tut.Das passiert halt, wenn man einen ehemaligen GS Manager auf den Posten setzt. In NY werden die Sektkorken knallen. Die einzigen die nichts merken, sind die Deutschen, die sich ihre Ersparnisse klauen lassen, ohne aufzubegehren. Die Schweizer sind gerade noch rechtzeitig aufgewacht.Für uns ist es bald zu spät.

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Thomas_3477 24.01.2015, 14:09
112. Im 10. Jahr der Eurokrise...

...sind wir dem Ende ein gutes Stück näher gerückt. Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt und Überschuldung fast aller Eurostaaten wurden durch 90% der Politiker und 100% der Medien (Öffentlicher Rundfunk, alle großen Zeitungen) schöngeredet. Für Kritiker stand immer die Nazi-Keule im Schrank, von der häufig Gebrauch gemacht wurde.
Warum also sollten wir uns jetzt beschweren? Selbst bei der letzten Bundestagswahl waren nur etwa 10% der Wähler bereit, eine Partei zu wählen, die für das alles nicht verantwortlich ist.

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christian.tschuemperlin 24.01.2015, 14:09
113. die Lösung liegt nicht in der Ursache des Problems

das Problem ist eher, dass Draghi mit einem Schraubenschlüssel einen Nagel einschlagen will. Die schlechte Konjunkturlage wurde zwar durch den Euro verursacht, kann durch ihn aber nicht gelöst werden. Durch die starke Kaufkraft des Euro wurden in Süd- und Osteuropa asiatische Produkte erschwinglich, was die traditionelle Handwerkskunst (Textilindustrie, Haushaltgeräte etc.) kaputt machte. Auf den griechischen Insel z.B. ging das Gewerbe bis zur Einführung des Euro wie im deutschen Sprachraum im Mittelalter einfach vom Vater auf den Sohn über und war entsprechend nicht sehr ausgereift- an den Unis konnte man "höchstens" Politologie studieren. Durch das Fehlen einer Berufslehre produzieren diese Länder jetzt fast nichts mehr. Die Antwort auf den starken Euro in diesen Ländern kann nur die Einführung eines dualen Bildungssystems sein, wie wir das in etwa Deutschland, Österreich oder die Schweiz kennen. Das ist alles nachzulesen im Werk von Hans-Rudolf Strahm, dem ehemaligen Schweizer Preisüberwacher, mit dem Titel: Die Akademisierungsfalle.

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elmond 24.01.2015, 14:10
114. Bald ist es vorbei... und etwas Neues beginnt

Wahnsinn - was ein Mann alles anstellen kann. Aber dann haben wir es wenigstens bald hinter uns. Diesem unausgeglichenen System wird bald die Luft ausgehen und mit einem großen Knall platzen.

Danach erst haben wir wohl die Chance zu erkennen was wirklich wichtig ist und das ist der Mensch (jeder Einzelne) im Mittelpunkt allen Wirkens und nicht mehr das Geld. Ich freue mich darauf :)

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logtor 24.01.2015, 14:10
115.

Lustig war auch ein Artikel in der Welt. Der Journalist, gerade auf dem WEF in der Schweiz stellte weinerlich fest, dass jetzt ein Bier in der Schweiz jetzt mehr als 10 Euro kostet. Der Euro sei unterbewertet. Dabei ist die Welt doch diejenige Zeitung die am unverbrüchlichsten zu Merkel und ihrer CDU steht. Dabei ist alles was jetzt passiert doch eine direkte Folge der CDU-Politik. Aber das darf der Journalist natürlich nicht schreiben. Wer nur allein in einem Kommentar wörtlich die Tatsache beschreibt: "Friede und Angela" sind Freundinnen wird zensiert.

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mantrid 24.01.2015, 14:10
116. Dritter Fehler vergessen

Der dritte Fehler ist, dass Draghi versucht Wirtschaftspolitik zu machen. Das ist nicht Aufgabe der EZB, sondern der Regierungen. Es mangelt nicht an Liquidität in der Eurozone, sondern an Bonität. Anleger lassen ihr Geld lieber Schimmel ansetzen, nehmen Inflationsverluste in Kauf, statt maroden Staaten ihr Erspartes anzuvertrauen. Lieber kleine Verluste, als Totalschaden, z.B. durch einen Schuldenschnitt. Draghis Problem ist die Intelligenz der Anleger.

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k-f-a 24.01.2015, 14:12
117.

Zitat von k-f-a
Nein, kann man nicht: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72328/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-inflationsrate-in-der-eurozone Wenn das nicht abwärts zeigt, dann weiß ich es auch nicht mehr. Und ein Autor, der Vormonat und Vorjahresmonat nicht auseinanderhalten kann, ist nicht ernstzunehmen. 8,7% Inflation in der Eurozone? Wer in so einer Parallelwelt lebt, sollte keine Artikel über Wirtschaft schreiben.
Sorry, nochmal der Link:

Statistik

So ist es hoffentlich richtig.

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logtor 24.01.2015, 14:13
118. Natürlich

Zitat von Leoswelt
....Draghis Freunde weiter fröhlich Schulden machen. Was stört mich mein Geschwätz von gestern, höre ich die südeuropäischen Staatschefs und Frankreichs sagen. Schäuble schwafelt, Merkel schweigt. Ich als Endvierziger kann ja soviel sparen und zurücklegen wie ich will, ( wenn ich es dann überhaupt noch kann ) nützen wird es nichts. Wenn wir so weit sind, und in den Ruhestand gehen darf, werde ich mich wohl in ein Heer von Rentnern, die an einer Tafel Schlange stehen, einreihen müssen. Sorry Herr Draghi, wenn ich in Ihre Augen sehe, denke ich mir immer, dem ist das alles furzegal.
Herr Draghi hat ja auch seine Schäfchen im Trockenen. Vielleicht hat er sein eigenes Vermögen schon in eine Hartwärung umgeschichtet, wie etwa dem Franken.

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Blindleistungsträger 24.01.2015, 14:15
119. Noch ein Unterschied

Zitat von chrutchfield
...einmal. dass der EURO von Beginn an eine wahre Missgeburt ist. Viele sachkundige Leute haben von Anfang an davor gewarnt, aber die Politik war ja, wie immer, schlauer und angeblich sogar sachverständiger. Der Vergleich mit den USA in Sachen Krisenbewältigung )Draghi vor einigen Tagen) hat einen Fehler: Die USA sind ein grosser Kontinent mit einer einheitlichen Kultur, Sprache und Geschichte. Europa hingegen ist ein zusammengewürfeltes Konglomerat unterschiedlichster Herkünfte, Geschichte und Einstellung vom/zum Leben auf dieser Welt. Das hat man alles in einen Topf geschmissen, einmal umgerührt und fertig ist Europa. Diese Kleingeister in den Regierungen und Parteien aller europäischen Länder, die das verzapft haben (und heute ihr Tun noch verteitigen), haben das 'wahre' Europa auf dem Gewissen. Ich vermisse immer mehr den "öffentlichen Ankläger". Hoffentlich wachen die Völker Europas endlich auf.
Ich denke, es gibt da noch einen ganz wichtigen Unterschied. Die USA sind wirtschaftlich sehr leistungsfähig während viele Länder der Eurozone eher schwächeln. Es ist etwas anderes, wenn eine starke Volkswirtschaft so ein QE-Programm durchführt als wenn dies eine schwache Volkswirtschaft tut. Ich vermute, bei der schwachen Volkswirtschaft überwiegen die Risiken und Nebenwirkungen während die starke Volkswirtschaft mehr Nutzen als Nebenwirkungen erzielt. Wenn ich richtig liege, dann wird Draghis QE-Programm die Eurozone weiter nach unten bringen.

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