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EZB-Chefposten: Wenn Europa den falschen Deutschen wählt
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Wer hütet künftig unser Geld? Diese Schicksalsfrage droht sich im Kuhhandel nach der Europawahl zu entscheiden - dann könnte einer Chef der Europäischen Zentralbank werden, weil er Deutscher ist. Und nicht, weil er überzeugendere Rezepte hat.

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andibasta 17.05.2019, 14:06
1. Sündenbock gesucht

anstatt zuzugeben, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist, die bereits zu massiven Verwerfungen innerhalb der Eurozone geführt hat. Dramatisch hohe Arbeitslosigkeit in den Südländern. Konfrontationen bis hin zu offenen Hass zwischen Nationen, die sich bisher freundschaftliche verbunden fühlten. Anstatt dies also zuzugeben, wird schon jetzt der Sündenbock für die nächste, mit Zentralbank-Mitteln wahrscheinlich nicht mehr zu beherrschende Krise gesucht. Hier eignet sich vortrefflich ein deutscher Zentralbanker, der noch nicht einmal im Amt ist .

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Deeds447 17.05.2019, 14:52
2. Personenkult - selten gut!

Es ist völlig egal, wer der nächste EZB-Chef wird. Entscheidend wird sein, ob man die Fiskalklippen des Euro-Raums endlich schließen kann oder ob man der FED noch Jahrzehnte hinterherlaufen muss und der Euro gezwungermaßen zu einer Weichwährung wird.

Es ist dafür auch egal, welche Nationalität der nächste Chef hat. Wird es drauf angelegt, muss nichtmal das Defizit Italiens den großen Knall geben. Es kann auch Frankreich oder Deutschland, ja, richtig gelesen, Deutschland zum großen Problem werden, sobald der Zinssatz, wie in Deutschland oft gefordert, angehoben werden. Dann ist es nämlich auch ohne Trump und Zollkrieg ganz schnell vorbei mit dem Exportwunderland Deutschland!

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hergen.heinemann 17.05.2019, 14:52
3. Oh Gott!

Wenn Fricke`s Helikoptergeld durchkommt, dann brauchen wir für den Normalbürger eine neue Währung. Und dann täte Deutschland besser, sich aus der EZB zu verabschieden, bevor es in den Schulden der Südländer - direkt oder anteilig über die EZB - ersäuft.

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quark2@mailinator.com 17.05.2019, 15:00
4.

Leider ist in der Ökonomie oft mehr Religion als Wissenschaft zu finden. Natürlich wäre es schlecht, eine Person nur zu nehmen, weil sie aus einem bestimmten Land kommt. Aber das ist ja bei Herrn Weidmann nicht der Fall. Solange er noch einen Job hatte, an dem er was ausrichten konnte, hat er doch eine gute Figur gemacht, oder etwa nicht ? Leider scheint in diesem Fall nun aber gerade seine Herkunft gegen ihn zu sprechen, denn wenn er etwa die Zinsen erhöhen sollte und sich damit die Lage für die Länder mit höheren Schulden verschlechtert, dann wäre nicht nur er schuld, sondern "Die Deutschen".

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MagittaW 17.05.2019, 15:00
5. Keine Sorge!

Machen Sie sich mal keine Sorgen! Es wird gar keinen Deutschen auf wirklich wichtigen Posten geben. Was auch gar nicht weiter schlimm ist, weil es in der EU keine wirklich wichtigen Posten gibt.
selbst der EZB Chefposten wird überbewertet.

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freiheitimherzen 17.05.2019, 15:04
6. wieder auf einem Auge blind

Herr Fricke scheint wieder geflissentlich übersehen zu wollen, daß Hr. Draghi der Grund ist warum Länder wie Italien und Griechenland sich einen Sch..dreck darum kehren ihre Finanzen auch nur halbwegs in Ordnung zu bringen.

Würden die Euro-Subventionen für Süditalien dort ankommen, wo sie sollten, wäre das Land schon seit 20 Jahren besser dran als Süddeutschland.

Mit einem Land, in dem der größte Arbeitgeber nach Mitarbeitern, Umsatz und Gewinn immer noch die Mafia ist, muß man anders umgehen - like it or not.

Viele Grüße

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velbart 17.05.2019, 15:05
7. Das Fell

zu verteilen, bevor der Bär geschossen wurde, kann fatal sein. Die Verwerfungen sind doch weit größer,. als uns die Medien vorgaukeln dürfen.

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legeips62 17.05.2019, 15:06
8. Ich habe immer gedacht oder

auch gelesen, Draghi ist der "Böse" und Weidmann der "Gute"...

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christine.rudi 17.05.2019, 15:07
9. EU-Hierarchie

es war der größte Fehler, in der EU die Mitgliedsstaaten (Ministerrat) über die EU zu stellen. Spätestens seit dem Vertrag von Nizza, nach der gescheiterten Annahme der EU-Verfassung, herrscht das Mitgliedsländer-Entscheidungs-Chaos. Das rächt sich jetzt: Europa WIRD nach den Wahlen auseinanderbrechen. Aber wenn Regierungen nur auf Entwicklungen regieren, d.h. diese "verwalten" ("exekutieren", siehe "Exekutive"), wie A. Merkel das seit nunmehr 14 Jahren macht, und nicht strategisch vorausdenken, passieren halt solche Sachen. ... Aber wie soll denn, bei dem fürchterlichen Parteiengeklüngel, auch ein "Stratege" gewâhlt werden ? bevor einer in der Partei oben ankommt, ist er ja NOTWENDIGERWEISE (sonst wäre er ja gar nicht dort angekommen) schon vollkommen korrupt.

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