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EZB-Studie: Vermögen in Griechenland größer als in Deutschland
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Sind die Bürger in Krisenländern wie Griechenland reicher als die Deutschen? Diesen Eindruck erweckt eine Studie der Europäischen Zentralbank. Der Vermögensvergleich in den Euro-Ländern hat aber gleich mehrere methodische Mängel.

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baumuster 09.04.2013, 19:24
80.

Oft hoert man in GR den Satz: reiche Buerger, armer Staat. Hierzulande ist Wohnen sehr teuer und auch Steuern und Abgaben sehr hoch.

Ein funktionierendes Steuersystem gibt es nicht flaechendeckend in G R.

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trafozsatsfm 09.04.2013, 19:25
81. Wunderschönes Russland?

Zitat von rentier75
Eine Familie lernte ich kennen, der Mann arbeitet als LKW- Schlosser und die Frau ist Krankenschwester diese Familie hat sich ein Ferienhaus für knapp 80.000 EUR gekauft.
Sorry, aber ich habe selten so einen Stuss gelesen.

Schauen Sie mal z.B. in diese Erhebungen:
http://russland.ahk.de/fileadmin/ahk...hr2011_web.pdf (S. 21, Einkommensverteilung)

Daraus ergibt sich, dass 2010 74,6 Prozent der Russen (also der weit größte Teil!) zwischen umgerechnet 91 und 570 Euro verdienten. Also das Einkommen, das in Deutschland im Spektrum zwischen den "Berufsgruppen" "Penner" und "Hartz-IV-Empfänger" angesiedelt ist.
(Man verzeihe die Ausdrucksweise, ich wollte keiner der beiden Personengruppen zu nahe treten, mir geht es nur darum, darzustellen, dass das wirklich nicht viel Geld ist.)
Selbst wenn man bedenkt, dass die Lebenshaltungskosten in Russland erheblich niedriger sein dürften, ist das kein Einkommen, mit dem man sich mal eben eine Ferienwohnung in Bulgarien kauft.

Haben Sie mal nach den "Nebeneinkünften" gefragt? ;) Mit der Arbeit als LKW-Schlosser bzw. Krankenschwester haben die die 80000 bestimmt nicht zusammenbekommen.

Zitat von rentier75
D.h. subjektiv gesehen das es der russischen Durchschnittsfamilie finanziell besser geht als der Deutschen-
Ja, ganz ganz subjektiv. Wenn man 80,8 Prozent aller Russen als unterdurchschnittlich betrachtet. ;) Bei der obigen Zahl waren nämlich die 6,2 Prozent der Russen nicht berücksichtigt, die sogar weniger als 91 Euro im Monat zur Verfügung haben!

Zitat von rentier75
Warum ist das so?
Weil Sie sich das zusammenphantasiert haben.

Zitat von rentier75
Deutschland hat keine Mittelschicht mehr, sondern eine riesige Unterschicht (und dazu zähle ich alle mit einem Einkommen unter 150.000 EUR p.P und Jahr) und 10% exorbitant Reiche.
Wenn ich Ihre Ansprüche anlege, dann liegt mein Gehalt an der Grenze zum unteren Drittel der Unterschicht. Ich schaffe es damit, jeden Monat einige hundert Euro zu sparen, 200-300 Euro für meine Hobbies zur Verfügung zu haben und zweimal im Jahr in den Urlaub zu fliegen (nee, nicht billigste Kategorie auf Malle!).
Wenn ich zu dem gehören würde, was Sie als "Mittelschicht" bezeichnen, hätte ich in den letzten zehn Jahren meines "elenden Dahinvegetierens" über eine Million Euro sparen können. Jeder Nicht-Millionär in Deutschland gehört also Ihrer Meinung nach zur Unterschicht.

Zitat von rentier75
Nur wir sind die Deppen und glauben das man mit Steuern zahlen reich wird... Hahaha, bis auf 10%, die haben erkannt das man nur reich wird wenn man eben dies nicht tut. Ich glaube ich wähle Frau Wagenknecht, die scheint mir die einzige Politikerin mit Durchblick zu sein und fachlich ist sie 1A.
Ihnen ist aber bewusst, dass gerade die Linke eher für eine HOHE Staatsquote ist?

Zitat von rentier75
Ich hoffe es ist erlaubt eine solche Einschätzung zu äussern.
Bitte, gerne. Es muss ja keiner ernst nehmen.

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saba1 09.04.2013, 19:35
82. Eigentum?

Zitat von spon-facebook-10000048953
... Pure Hetze, Gehirnwaesche. Mehr ist das nicht. Ich bin 51, Universitaetsprofessor, verheiratet mit Gymnasiallehrerin und zwei Toechter. Unser Famileneinkommen ist in den letzten Jahren um mehr als 40% geschrumpft. Darlehen fuer die Wohnung (110 qm) und darhlehen fuer einen deutschen wagen. Wenn einer von uns gefeuert wird, dann ist alles weg ...
Glauben Sie, in Deutschland ist es anders? Hier ist es leider noch viel schlimmer: selbst wer einen sicheren Job hat, kommt hier schon lange nicht mehr in die Versuchung, sich Eigentum anzuschaffen. Hier ist man angesichts sinkender Reallöhnen froh, wenn man überhaupt seine Mietwohnung halten kann, und sich nicht alle drei, vier Jahre nach etwas billigerem umsehen muss.

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lupenreinerdemokrat 09.04.2013, 19:35
83.

Zitat von sysop
Sind die Bürger in Krisenländern wie Griechenland reicher als die Deutschen? Diesen Eindruck erweckt eine Studie der Europäischen Zentralbank. Der Vermögensvergleich in den Euro-Ländern hat aber gleich mehrere methodische Mängel.
Fakt ist, dass die EZB-Studie die einzige fachlich richtige ist und von objektiver Kompetenz zeugt.
Alles, was nun an Propaganda krampfhaft aufgefahren wird, um diese zu relativieren oder umzubiegen, ist billiger Populismus, der die traurige Wahrheit verschleiern soll, um die weiter sinkenen Realeinkommen und die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten hierzulande nicht zugeben zu müssen.

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unabhängig 09.04.2013, 19:37
84. auch der Artikel manipuliert......

denn die zitierten Großfamilien in Griechenland und Italien gibt es weder in Frankreich noch in Luxemburg.
Deutschland sollte soich genau ueberlegen, ob es weiterhin für die Lasten dieser 'reichen' Länder einstehen soll.

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schlummi1 09.04.2013, 19:38
85. so sind se die jammerlappen :)

Zitat von Calimero67
Irgendwie typisch, dass der deutsche Jammerlappen die Schuld wieder mal neidvoll bei seinen Nachbarn sucht. Vielleicht hätten wir hier in den letzten Jahren einfach mal was anderes wählen sollen. Oder nur mal etwas beherzter auf die Straße gehen sollen, wie der französische Nachbar, wenn die Regierung Kürzungen und Einschnitte verkündet. Selbst schuld.
Stattdessen schreit der michel nach noch höhern steuern, mehr steuerfahndern, vernichtung des steuerwettbewerbes unter den ländern, gläserne bürger, damit zuhause die steuern noch gnadenloser angehoben werden können.
Denen ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Jetzt sind die anderen länder schuld, deren einwohner sich schon immer gegen eine extreme staatsausbeutung erfolgreich gewehrt haben, notfalls mit demonstrationen, steuerverweigerung.
Finde, die anderen haben es verdient mehr zu haben, denn die haben etwas dafür getan. Der michel verdient es mehr zu bezahlen, weniger zu haben, damit er glücklich ist und weiter höhere steuern und mehr gurchgriffsrechte des staates fordern kann.
Vorhin schrieb ein mitforist, er findet niedrige steuern pervers...
Was soll man dazu noch sagen?

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GG.real 09.04.2013, 19:39
86. Warum mit Vorsicht genießen...?

Die hohe Immobilien Eigentumsquote in den sogenannten "armen" Ländern entspricht den Tatsachen!!

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schlummi1 09.04.2013, 19:40
87. stimmt 100 %

Zitat von ruthteibold-wagner
Die Vermögens-Ungleichheit hat ihre wichtigste Ursache im traditionell unterschiedlichen Verhältnis des Einzelnen zum Kollektiv, des Bürgers zum Staat. Hier in Deutschland sehen wir einen historisch gewachsenen traditionellen Etatismus, eine Spielart des Kollektivismus. Dort, im Süden, erkennen wir einen traditionellen starken Individualismus, der teilweise in einen fröhlichen Anarchismus mündet, wie wir z.B. sehr schön vor allem in Italien beobachten können. Wir in Deutschland haben den etatistischen Weg gewählt. Folge: Die Menschen sind bei uns ärmer, sie haben weniger Vermögen. Dort haben die Menschen mehr Privat-Vermögen, sie sind individuell "reicher". Diesen privaten Reichtum erkaufen sie mit einem schwachen Staat. Über die Südländer die Nase zu rümpfen, haben wir nicht nötig. Denen geht es individuell besser als uns. Sie sind deshalb auch lebensfroher, wirken spontaner und freier. Ich wäre lieber eine fröhliche Italienerin mit einem Häuschen am Meer und einer Stadtwohnung In Mailand als eine Mieterin in einem Ruhrpott-Mietskaserne, die einmal im Jahr in "Urlaub" in die Urlauber-Mietskaserne nach Rimini fährt. Wir reden uns ein, wir wären "reich" und die Anderen wären ach so "arm"... Was für ein armseliger, sich die Welt schön lügender Selbstbetrug! Die Wahrheit ist bitter und kränkend, und ohne diese Illusion, dass es uns "besser als denen im Süden" ginge, kaum zu ertragen. Daher die Abwehr gegen die Statistik, und die verzweifelte Suche nach Argumenten, warum die Statistik fehlerhaft wäre.

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alex300 09.04.2013, 19:42
88. Bin öfters in Russland.

Zitat von trafozsatsfm
Sorry, aber ich habe selten so einen Stuss gelesen. Schauen Sie mal z.B. in diese Erhebungen: (S. 21, Einkommensverteilung) Daraus ergibt sich, dass 2010 74,6 Prozent der Russen (also der weit größte Teil!) zwischen umgerechnet 91 und 570 Euro verdienten. Also das Einkommen, das in Deutschland im Spektrum zwischen den "Berufsgruppen" "Penner" und "Hartz-IV-Empfänger" angesiedelt ist. (Man verzeihe die Ausdrucksweise, ich wollte keiner der beiden Personengruppen zu nahe treten, mir geht es nur darum, darzustellen, dass das wirklich nicht viel Geld ist.) Selbst wenn man bedenkt, dass die Lebenshaltungskosten in Russland erheblich niedriger sein dürften, ist das kein Einkommen, mit dem man sich mal eben eine Ferienwohnung in Bulgarien kauft. Haben Sie mal nach den "Nebeneinkünften" gefragt? ;) Mit der Arbeit als LKW-Schlosser bzw. Krankenschwester haben die die 80000 bestimmt nicht zusammenbekommen. Ja, ganz ganz subjektiv. Wenn man 80,8 Prozent aller Russen als unterdurchschnittlich betrachtet. ;) Bei der obigen Zahl waren nämlich die 6,2 Prozent der Russen nicht berücksichtigt, die sogar weniger als 91 Euro im Monat zur Verfügung haben! Weil Sie sich das zusammenphantasiert haben. Wenn ich Ihre Ansprüche anlege, dann liegt mein Gehalt an der Grenze zum unteren Drittel der Unterschicht. Ich schaffe es damit, jeden Monat einige hundert Euro zu sparen, 200-300 Euro für meine Hobbies zur Verfügung zu haben und zweimal im Jahr in den Urlaub zu fliegen (nee, nicht billigste Kategorie auf Malle!). Wenn ich zu dem gehören würde, was Sie als "Mittelschicht" bezeichnen, hätte ich in den letzten zehn Jahren meines "elenden Dahinvegetierens" über eine Million Euro sparen können. Jeder Nicht-Millionär in Deutschland gehört also Ihrer Meinung nach zur Unterschicht. Ihnen ist aber bewusst, dass gerade die Linke eher für eine HOHE Staatsquote ist? Bitte, gerne. Es muss ja keiner ernst nehmen.
allerdings viel mehr in Moskau.

Die niedrigste Lohnstufe (die U-Bahn ist voll mit offiziellen Werbeplakaten verklebt) beginnt bei umgerechnet 1000 Euro. Z.B. ein Mädchen zum organisieren der Warteschlange in Sberbank (russische Sparkasse) Filiale, oder Sekretärin in der Schule, u.s.w.

1000 Euro monatlich ist in Moskau allerdings nichts, da die Preise höher sind als in Deutschland. Das ist tatsächlich nah an der Armutsgrenze.

Die meisten verdienen wesentlich mehr. Dabei arbeiten normalerweise beide in der Familie.

Da praktisch alle Eigentumswohnungen haben und die Preise für eine 1-Zi Wohnung in Moskau ab 150.000 Euro anfangen und irgendwo bei 150 Millionen Euro für ein kleines Penthaus enden, sind die Vermögenswerte entsprechend wesentlich höher als in Deutschland.

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gustavsche 09.04.2013, 19:45
89.

[/quote]In den Krisenstaaten hingegen gibt es pervers niedrige Steuern und weite Bevölkerungsteile dort haben sich mit Wahlgeschenken die Taschen vollgestopft. Erbschaftsteuer? [/quote]

Nein. In den Krisenstaaten gibt es keine pervers niedrigen Steuern, sondern bei uns gibt es pervers hohe Steuern.

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