Forum: Wirtschaft
EZB und die Aktienmärkte: Tanzen, bis es kracht
REUTERS

Brexit? Trump? Italien? Völlig egal. An den Aktienmärkten schauen alle nur auf Mario Draghi. Der EZB-Chef soll noch länger billiges Geld in die Märkte pumpen. Doch diese Haltung ist gefährlich - und könnte in einem Crash enden.

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Hipster 08.12.2016, 09:18
1. lol

"Brexit? Trump? Italien? Völlig egal. An den Aktienmärkten schauen alle nur auf Mario Draghi."

Falsch. Der DAX steigt/fällt, wenn der DOW steigt/fällt. Und der DOW hat sich noch nie um Draghi geschert .....

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Manaslu2015 08.12.2016, 09:25
2. Crash - na und....

Es kann durchaus sein, dass die Aktienmärkte einen starken Rückschlag erfahren. Allerdings ist man als Aktienanleger langfristig gegenüber den sogenannten sicheren Zinspapieren im Vorteil. Über einen langen Zeitraum von 15 Jahren rentieren sich Aktien, global gestreut, mit ca. 7 % jährlich. Also Ruhe bewahren. Es hat sich schon immer ausgezahlt, so zu investieren wie die Reichen dieser Welt. Da schaue ich optimistisch nach vorne.

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StevieB 08.12.2016, 09:25
3. Betrug am Bürger

geht weiter! müsste die überschrift eignetlich lauten. Durch die billigen Kredite, an die leider nicht jeder kommt, kommt es auf der einen Seite zu einem Preisschub und zum anderen werden Unternehmen gekauft und ausgeplündert, für die der Köufer eigentlich kein ausreichendes Kapital gehabt hätte - und noch viele andere Schweinereien mehr. Ein gutes Beispiel dafür sind die Schäfflers und die CONTI Übernahme...

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fredotorpedo 08.12.2016, 09:29
4. Aktien und Immobilien sind Sachwerte

Ich finde es überhaupt nicht überraschend, dass Aktien und Immobilien stabil bleiben, bzw. steigen.
Zur Zeit wird in allen großen Industrienationen Geld ohne Ende gedrückt. Es verliert somit real an Wert. Das fällt solange nicht auf, wie alle mitmachen und die Währungsrelationen nicht zu stark auseinander driften.
Sollte jedoch irgendwann die Blase platzen, so dürften zu erst die Geldvermögen vor die Hunde gehen.
Aktien und Immobilien werden dann zwar auch stark fallen, weil keiner mehr Geld zu kaufen hat und weil Kreditfinanzierung Erwerbungen Plätzen werden.
Doch nach relativ kurzer Zeit werden sowohl Immobilien als auch die hinter den Aktien stehenden Fabriken wieder produzieren und Werte erwirtschaften.
Deshalb sind nach meiner Auffassung Sachwerte der einzige sinnvolle Vermögensschutz. Man sollte sie natürlich nicht überhöht kaufen. Doch dazu gibt es derzeit mit dem Internet wesentlich bessere Informationsquellen, als in meiner Jugendzeit. Da war mn im Wesentlichen auf seinen Bankberater oder die Berichte in der FAZ angewiesen.

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De facto 08.12.2016, 09:29
5. Was die Märkte bewegt

Die Märkte waren durchaus besorgt über Italien, Trump und Themen die dazu gehören. Massive Shortpositionen waren aufgebaut, aber wenn es nicht nach unten geht muss es eben nach oben gehen! Also, was wir in den letzten Tagen gesehen haben war ein klassischer Fall von 'Short covering' d.H. Eindeckung von Shortpositionen, vor allem bevor EZB 'möglicherweise' schon wieder überrascht. Und noch eine 'weisheit' - 'buy the rumor, sell the fact' - d.H. Heute Nachmittag könnte alles wieder anders aussehen.

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schmuella 08.12.2016, 09:30
6. Eine Frage von Angebot und Nachfrage

Solange es Käufer gibt, die bereit sind, immer höhere Preise zu zahlen, werden die Kurse und Preise steigen. Das dafür nötige Kleingeld wird von der EZB "erfunden". Heutzutage braucht man dafür nur noch ein paar Zahlen in einen Computer einzutippen und schon existieren wieder ein paar hundert Millarden mehr. Das für das Geld kein Gegenwert besteht, interessiert niemanden. Der Goldstandard ist schon in den 70ern aufgegeben worden.

Nachteil: Je mehr Geld hin und her bewegt wird, desto größer die Auswirkungen auf Börse und Realwirtschaft. Sollte es einmal zur Implosion kommen, wird es sicherlich spannend.

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bigroyaleddi 08.12.2016, 09:36
8. Mulmig kann es einem schon dabei werden ...

... wenn hier von "oben" Sachen ablaufen, die man so nicht in einer kaufmännischen Ausbildung gelernt hat. Wir in Deutschland hatten ja schon mal das Vergnügen zweier Geldvernichtungen. Ich kann nur hoffen, daß uns so etwas nicht noch mal ins Haus steht. Denn dieses Mal wären nicht nur die Deutschen davon betroffen, es würde sich in der ganzen Eurozone eine furchtbare Lawine aufbauen. Die Wertlosigkeit der heutigen Lebensversicherungen (incl. Riester etc.) wird dann erst das komplette Chaos provozieren.

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salkin 08.12.2016, 09:36
9.

Zitat von Hipster
"Brexit? Trump? Italien? Völlig egal. An den Aktienmärkten schauen alle nur auf Mario Draghi." Falsch. Der DAX steigt/fällt, wenn der DOW steigt/fällt. Und der DOW hat sich noch nie um Draghi geschert .....
Falsch. Der DOW befindet sich auf neuem absoluten Hoch. Hiervon ist der DAX weit entfernt insbesondere wenn man berücksichtigt, dass der DAX ein Performanceindex ist. Im internationalen Vergleich kommt hinzu, dass der Euro stark gefallen ist und europäische Aktien für Anleger aus dem Dollarraum wesentlich billiger geworden sind.

Die Politik von Draghi belebt eben nicht die Wirtschaft, da die zusätzliche Liquidität falsch adressiert ist. Durch die Manipulation der langfristigen Kapitalmarktrenditen durch QE steigen lediglich die Vermögenspreise und fällige Reformen werden behindert, da es sich keine Regierung leisten kann schmerzhafte Reformen durchzuführen wenn Geld in Hülle und Fülle zu 0% vorhanden ist.

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