Forum: Wirtschaft
Fabrik-Katastrophe in Bangladesch: Modefirmen lassen Opfer im Stich
Steffi Eckelmann

Shila Begum, 26, war Näherin in Bangladesch. Vor einem Jahr stürzte ihre Fabrik ein, Trümmer zerquetschten ihren Arm, sie steht vor dem Nichts. Tausenden Kollegen geht es ähnlich. Die großen Textildiscounter drücken sich vor den versprochenen Zahlungen.

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divStar 12.04.2014, 00:42
20. Ganz ehrlich...

.. ich weiß, dass es unglaublich seltsam klingt.. dennoch: die Opfer bzw. deren Angehörige sollten ihren direkten Arbeitgeber zur Rechenschaft ziehen. Wenn nämlich keine Firma sich an die Aufträge machen würde weil der Preis zu niedrig ist, würden die Auftraggeber die Preise erhöhen. Und man selbst muss zwar überleben - aber meine Arbeitskraft ist auch nicht für jeden Preis zu haben.

Natürlich sollten die Firmen, die die Aufträge entgegennehmen, öffentlich wirksam - am besten auf internationaler Bühne - verdeutlichen was sie wollen und was nicht.

Davon ab: ich bin auch der Meinung, dass es schlicht unerhört ist, dass von einer 9,99€-Jeans nur 10Cent Lohn bezahlt wird. Allerdings ist es eben Kapitalismus.. ich zahle nicht mehr als ich muss und wenn ich das, was ich haben will, für weniger bekomme, nehme ich es - so ist es doch privat meist auch (außer manchmal bei Lebensmitteln).

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ph.latundan 12.04.2014, 03:25
21. ich versteh das nicht ........

Zitat von kuac
Warum tun die Modefirmen das? Wenn sie auch nur 1000-5000 Euro pro Opfer zahlen würden, das wäre eine große Hilfe für die armen Näherinnen. Die Modefirmen, die vielleicht sogar Milliarden Umsätze generieren, könnten das aus der Portokasse zahlen. 1000 junge Menschenleben sind erlöscht und wir freuen uns immer noch, wenn wir für 5 Euro ein T-Shirt kaufen können.
warum soll der deutsche verbraucher/einzelhaendler fuer dinge zahlen die NICHT in seiner verantwortung liegen ?

fuer die einhaltung der gesetze in bangladesh ist die regierung/verwaltung bangladesh's verantwortlich und nicht der deutsche einzelhandel/verbraucher.

ausserdem haben die grossen exporteure bangladesh's geld genug um die leute zu entschaedigen. das wollen die nicht. das machen die nicht. wiederum, die herstellen dazu zu zwingen ist sache der regierung und ggfs der gerichte bangladesh's. und was ist mit dem besitzer des gebaeudes ? oder dem bauunternehmen welches das gebaeude gebaut hat. diese leute sind in der verantwortung und nicht der deutsche einzelhandel/verbraucher.

die berichterstattung ist hochgradig tendenzioes und unfaehr. und die kommentare hier sind ..........., diplomatisch formuliert, von unkenntnis der matiere beeinflusst.

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ph.latundan 12.04.2014, 03:47
22. sie haben .....

Zitat von tomymind
Fangen wir mal mit Primark/Zara/H&M an: Interessanterweise werden auch wesentlich teurere Bekleidungsstücke in solchen Fabriken genäht, z.B. Nike, Adidas, uvm Auch Luxusmode. Italienische gerne in Italien von Illegalen in illegalen Fabriken. Desweiteren, warum sollen die Abnehmer/Besteller ztahlen? Wenn ich ein Auto bei BMW kaufe, muss ich als Kunde, auch wenn ich Customer und nicht Business bin, davon ausgehen dass das nach Recht & Gesetzt hergestellt wurde. Die Fabriken die jetzt geschlossen werden, entsprachen nicht den Gesetzten der Länder. Aber geht das mich als Kunde was an oder das Unternehmen das dort bestellt? NEIN! Es gibt keine Gesetze dort, wenn es welche gibt, beachtet die niemand oder zahlt unter der Hand. Nochmals nicht MEIN Problem. Warte nur darauf das China uns für seine Umweltzerstörung eine Rechnung schickt und die Spinner hier in D anfangen darüber zu diskutiren ob wir in Euro oder US-Dollar zahlen.
sie haben bedauerlicherweise recht. der deutsche gutmensch kuemmert sich halt mehr um die beduerftigen anderswo als um seine eigenen beduerftigen.

ausserdem ist die organisation "saubere kleidung" eine hoechst zweifelhafte sache. hauptaktivitaet ist das generieren von geldmitteln um die aktivisten zu bezahlen und mit einem guten leben zu vorsorgen. da werden dann die absurdesten forderungen aufgestellt.

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ph.latundan 12.04.2014, 03:51
23. die frage ist einfach ......

Zitat von bk2000@sm
Es stellt sich ferner die Frage von welchen Einkünften die Arbeiter in Bangladesh leben würden, falls dort nicht mehr für die Industrienationen gefertigt würde - von Ackerbau und Viehzucht?
die frage ist einfach zu beantworten. die leute wuerden dann verhungern. wobei man nicht vergessen sollte, jede kostensteigerung fuehrt zur rationalisierung und damit zum personalabbau. aber besser wenige gutverdienende als viele schlecht verdienende. wirklich ? einfach mal nachdenken.

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ph.latundan 12.04.2014, 03:55
24. es ist schon ..........

Zitat von bubamara80
Ich finde schon, dass das uns Kunden etwas angeht. Ja, es gibt keine hinzureichenden Gesetze dort und das nutzen die Hersteller aus, um billig produzieren zu können. Sie könnten doch genauso z.B. in Europa produzieren lassen, wo aber die Sicherheitsstandards für diese Art von Arbeit sehr viel höher ist und damit auch teuerer. Wir müssten auf die Marken mehr Druck ausüben bzw. bereit sein, mehr zu bezahlen oder weniger Teile im Schrank zu haben usw.
es ist schon alles gesagt. nur noch nicht von jedem.

woher beziehen sie denn ihre weisheiten ?

sie vergessen wohl das es im REICHEN deutschland menschen gibt die auf das hemd fuer 5.99/7.99 eu angewiesen sind weil ihr gehalt ein teureres nicht hergibt. und was ist mit diesen leuten ? glauben sie diese millionen leute haetten ihren schrank voll mit hemden fuer 150 euro das stueck ?

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bmvjr 12.04.2014, 03:58
25. Moment mal,

ich bin kein Freund des zu Hungerloehnen in Dritte Welt Laendern herstellen lassens. Das darf kein Instrument zur Gewinnmaximierung bleiben. Aber - es stimmt schon, dass kein Unternehmen in Deutschland, dass Produktionsauftraege in Dritte Welt Laender vergibt, sich auch um das Vorhandensein dortiger Gewerkschaften, dortigen Arbeitsschutzes, dortiger Kranken- und Sozialversicherung, dortiger Bau- und Brandbestimmungen und dergleichen kuemmern muesste oder gar koennte. Einrichtungen wie diese koennen nicht einfach von einem hochentwickelten Land in Laender wie Bangladesh uebertragen werden. Das ist schlicht unmoeglich und etwa so aussichtsreich, wie zu versuchen, einen deutschen Schukostecker in eine englische Steckdose zu zwingen.
Die deutschen Unternehmen muessen allerdings dazu gezwungen werden, in Laendern produzieren zu lassen, in denen akzeptable Bedingungen bereits bestehen und greifen. Das ist teurer aber verantwortungsvoller. Wenn dann Laender wie Bangladesh an diesen Auftraegen teilhaben wollen, muessen sich diese Laender bemuehen, selbst die geeignete Infrastruktur zu schaffen, um sich fuer solche Auftraege zu qualifizieren. Dazu im Rahmen von Entwicklungshilfe auch Unterstuetzung aus Deutschland zu erhalten, ist voellig in Ordnung.

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Miere 12.04.2014, 04:45
26. Und wer noch?

C&A und KiK haben doch aber gezahlt. Was gibts da jetzt noch zu meckern? Man müsste jetzt recherchieren, welche Firmen alles direkt oder indirekt dort haben produzieren lassen, und dann unter diesen entsprechend den Anteilen an der Produktionskapazität aufteilen, wer wieviel zahlen sollte.
Davon unabhängig: Gute Besserung für Frau Begum.

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spon-facebook-10000572304 12.04.2014, 07:15
27. Jedem das Seine

Es ist nicht Sache des Händlers, verantwortlich für den Produktionsprozess zu sein, sondern diese verantwortung liegt einzig und alleine beim Hersteller.

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Aase 12.04.2014, 07:38
28. Verkaufspreise für Kunst-Gliedmaßen

Zitat von kuac
Warum tun die Modefirmen das? Wenn sie auch nur 1000-5000 Euro pro Opfer zahlen würden, das wäre eine große Hilfe für die armen Näherinnen. Die Modefirmen, die vielleicht sogar Milliarden Umsätze generieren, könnten das aus der Portokasse zahlen. 1000 junge Menschenleben sind erlöscht und wir freuen uns immer noch, wenn wir für 5 Euro ein T-Shirt kaufen können.
Für 4000 / 5000 Euro bekommen Sie keinen annhähernd brauchbaren Kunst-Arm oder ein Kunst-Bein zu kaufen.
Bei Primark und solchen anderen dubiosen Firmen einzukaufen, also, wer da einkauft, dem / der ist nicht mehr zu helfen.

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attilav 12.04.2014, 09:45
29. optional

Es müßte eine echte Durchgriffshaftung her, Das heißt jeder Auftragsgeber haftet für die Zustände in den letzendlichen Produktionsanlagen. Egal wieviele Sub-,sub-,subUnternehmer dazwischen hängen...

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