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Fabrikeinsturz: Zwei westliche Firmen entschädigen Opfer in Bangladesch
AFP

Für die Hinterbliebenen ist es nur ein schwacher Trost: Zwei westliche Firmen versprechen den Opfern des Fabrikeinsturzes in Bangladesch Hilfen. Andere Unternehmen sind zurückhaltender.

markus_wienken 30.04.2013, 12:28
1. .

Zitat von sysop
Für die Hinterbliebenen ist es nur ein schwacher Trost: Zwei westliche Firmen versprechen den Opfern des Fabrikeinsturzes in Bangladesch Hilfen. Andere Unternehmen sind zurückhaltender.
Nicht unbedingt notwendig aber auf jeden Fall eine nette Geste.

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skeptiker97 30.04.2013, 12:39
2. Besser in Südeuropa

Es wäre besser, wenn solche Produkte in z.B. Südeuropa gefertigt würden, wie das früher mal der Fall war. Aber weil es immer billiger werden soll (nur für die "Hersteller", die eigentlich nur noch Händler sind), werden solche katastrophalen Verhältnisse heraufbeschworen. Der Abzug der Produktion aus Europa ist übrigens ein wesentlicher Teil des Schuldenproblems in Südeuropa, das viele dieser Produkte früher geliefert hat. Außerdem ist dieser unsinnig lange Transportweg nicht gerade besonders ökoligisch sinnvoll. Es wird höchste Zeit, das rückgängig zu machen.

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markus_wienken 30.04.2013, 15:08
3. .

Zitat von skeptiker97
Es wäre besser, wenn solche Produkte in z.B. Südeuropa gefertigt würden, wie das früher mal der Fall war. Aber weil es immer billiger werden soll (nur für die "Hersteller", die eigentlich nur noch Händler sind), werden solche katastrophalen Verhältnisse heraufbeschworen.
Ach...und vorher sah es in Bangladesh besser aus?

Zitat von skeptiker97
Der Abzug der Produktion aus Europa ist übrigens ein wesentlicher Teil des Schuldenproblems in Südeuropa, das viele dieser Produkte früher geliefert hat.
Blöd wenn man sich von einer Branche mehr oder weniger abhängig macht.
Zitat von skeptiker97
Außerdem ist dieser unsinnig lange Transportweg nicht gerade besonders ökoligisch sinnvoll. Es wird höchste Zeit, das rückgängig zu machen.
Ja dann man los, gründen Sie Ihre eigene Firma und lassen Sie in Südeuropa produzieren.

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flug430 30.04.2013, 15:15
4. Warum jetzt erst?

Schade, erst nach so einem tragischen Unfall bekommen die Auftraggeber kalte Füße. Oder ist dies nur eine PR - Aktion. Die Händler stehen auch in der Verantwortung, dass auch menschwürdig produziert wird und anständige Löhne gezahlt werden. Jeder Auftraggeber sollte morgens in den Spiegel schauen, ob er das Preisdumping noch vertreten kann. Über 300 Tote für sehr billige Ware, ist dies das wert?

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markus_wienken 30.04.2013, 15:50
5. .

Zitat von flug430
Schade, erst nach so einem tragischen Unfall bekommen die Auftraggeber kalte Füße.
Das wäre wohl nur dann der Fall wenn es massive Proteste gegen diese beiden Firmen in den jeweiligen Ländern geben würde.
Ich habe davon bishger noch nichts mitbekommen
Zitat von flug430
Oder ist dies nur eine PR - Aktion.
Vermutlich.
Dennoch eine nette Geste.

Zitat von flug430
Die Händler stehen auch in der Verantwortung, dass auch menschwürdig produziert wird und anständige Löhne gezahlt werden.
Evtl. moralisch.
Wobei zu klären wäre ob die Löhne dort wirklich unanständig gewesen sind oder ortsüblich waren.
Auch was das menschwürdige produzieren angeht sollten wir nicht in den Fehler verfallen unsere Maßstäbe an andere Länder anzulegen.

Zitat von flug430
Jeder Auftraggeber sollte morgens in den Spiegel schauen, ob er das Preisdumping noch vertreten kann. Über 300 Tote für sehr billige Ware, ist dies das wert?
Allein verantwortlich für die 300 Toten sind die Behörden, der Hausbesitzer, ggf. der Architekt und die Baufirmen in Bangladesch und nicht westliche Firmen die dort produzieren lassen.

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Niamey 01.05.2013, 13:43
6. Das kommt als Boomerang zurück!

Zitat von sysop
Für die Hinterbliebenen ist es nur ein schwacher Trost: Zwei westliche Firmen versprechen den Opfern des Fabrikeinsturzes in Bangladesch Hilfen. Andere Unternehmen sind zurückhaltender.
Die werden das so deuten, dass sich die Westler auf ihrem Rücken, insbesondere den Toten bei dem Unfall, einen goldenen Hint.. verdient haben.
Wären diese geldgierigen Säcke mit ihrer Produktion gleich in Europa geblieben, wäre uns einiges an Unannehmlichkeiten erspart geblieben und der Gewinn wäre vielleicht ein wenig nachhaltiger.

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wohlmein 01.05.2013, 15:17
7. Nur eine PR-Aktion.

Zitat von flug430
Schade, erst nach so einem tragischen Unfall bekommen die Auftraggeber kalte Füße. Oder ist dies nur eine PR - Aktion. Die Händler stehen auch in der Verantwortung, dass auch menschwürdig produziert wird und anständige Löhne gezahlt werden. Jeder Auftraggeber sollte morgens in den Spiegel schauen, ob er das Preisdumping noch vertreten kann. Über 300 Tote für sehr billige Ware, ist dies das wert?
Oder: wo leben Sie ?
Da müssen Sie die ganze Wertschöpfungskette hinterfragen.
So wie Sie schreiben, haben Sie das in der Vergangenheit nicht gemacht.
Und jetzt der moralisch-entrüstete Aufschrei?
Kaufen Sie wenigstens bei Manufactum und Trigema?

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