Forum: Wirtschaft
Fachkräftemangel: Brüderle will Gastarbeiter mit Begrüßungsgeld locken

Mit Prämien und Begrüßungsgeldern ausländische Fachkräfte anwerben? Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hält das für den richtigen Weg. Zahlen sollen allerdings die Unternehmen selbst - und nicht der Staat.

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KarlKäfer 30.07.2010, 08:37
1. Verkehrte Welt

Wie wäre es, zunächst einmal die hiesigen Fachkräfte freundlich zu begrüßen ?

Der kürzere Weg ist meist der bessere.

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Meinungsmarktbeiträger 30.07.2010, 08:56
2. Das ist eine klasse Idee ....

Zitat von sysop
Mit Prämien und Begrüßungsgeldern ausländische Fachkräfte anwerben? Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hält das für den richtigen Weg.
.... und ich finde, wir sollten zu allererst bei unseren Politikern anfangen. Als leidgeprüfter Schleswig-Holsteiner denke ich, dass wir dann schnellstmöglich unsere Landespolitiker aus unserem Nachbarland Dänemark rekrutieren sollten...

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ellge 30.07.2010, 08:57
3. Löhne zu hoch

Zitat von sysop
Mit Prämien und Begrüßungsgeldern ausländische Fachkräfte anwerben? Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hält das für den richtigen Weg. Zahlen sollen allerdings die Unternehmen selbst - und nicht der Staat.
Die Löhne sind bei uns entschieden zu hoch, darum muss viel mehr Wettbewerb um Arbeitsplätze entstehen. :-((

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meinefresse 30.07.2010, 09:00
4. -

Bei so vielen Arbeitslosen im Land - auch Akademikern - ist es eine Unverschämtheit, ausländische Fachkräfte anwerben zu wollen. Die Löhne sollen gedrückt werden, nicht mehr und nicht weniger.

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stonys_two_cents 30.07.2010, 09:01
5. sehr sinnvoll..

Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann kommen die Fachkräfte auch von alleine. Dazu zählt neben der Entlohnung die gesellschaftliche Akzeptanz. Solange der vielzitierte indische IT-Fachmann schon bei der Anmeldung auf dem Bürgeramt als potentieller Asylant behandelt wird, die Leute auf der Strasse ihn schon aus der Ferne als Rosenerkäufer abqualifizieren und motzende Rentner lauthals darüber schwadronieren, was denn dieses 'Volk' hier zu suchen hätte, würde ich mich als jobsuchende Fachkraft auch nicht nach Deutschlad verirren.

Doch zur Idee des Wirtschaftsministers, sind mit den Fachkräften wirklich jene gemeint, die sich für ein noch so hohes 'Begrüssungsgeld' anlocken lassen oder eher jene, die hierher kommen, um eigene Ideen zu entwickeln bzw. etwas vorran zu bringen? Wenn ich solche Vorschläge lese, dann habe ich immer den Eindruck, dass die Entscheidungsträger noch glauben würden, dass es darum ginge, ein paar Bauarbeiter aus dem Mittelmeerraum anzulocken. Einfach noch einen Fuffi rauflegen, dann kommen die schon.. Als ob es beiner solchen Entscheidung darauf ankäme.

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tobi_g 30.07.2010, 09:03
6. Mal ehrlich - haben die einen an der Waffel?

Wie wäre es denn, wenn man das Geld in Bildung und damit in eine langfristige positive Entwicklung stecken würde?
Noch mehr Gastarbeiter ins Land zu holen kann doch wirklich keine Lösung sein und darf auch kein Notstopfen für das von unseren Politikern produzierte (und personifizierte) Bildungsvakuum werden.

Zwar sprechen wir hier von eher gebildeten Bevölkerungsschichten, die wohl kaum zum Ansteigen der Kriminalität in Deutschland beitragen würden. Klar ist auch, dass kurzfristig Kräfte benötigt werden. Trotzdem kann ich nicht glauben, dass mit entsprechendem Einsatz der Unternehmen nicht auch vorhandene Kräfte besser geschult und ausgebildet werden könnten.
Für mich hört sich das stark nach "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben" an und demonstriert wieder mal die für Politiker offenbar charakteristische Kurzsicht.

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Sapientia 30.07.2010, 09:06
7. Wie wäre es denn, wenn man sich erst einmal um...

Zitat von sysop
Mit Prämien und Begrüßungsgeldern ausländische Fachkräfte anwerben? Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hält das für den richtigen Weg. Zahlen sollen allerdings die Unternehmen selbst - und nicht der Staat.
die riesige Menge von deutschen Hochschulabsolventen ohne Anstellung in ihrem erlernten Beruf kümmert und die vernünftig bezahlt, jene, welche in der existenziellen Not zB Taxi fahren?

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br0iler 30.07.2010, 09:06
8. Will man Fachkräfte oder Billiglöhner?

Wie wäre es mit Fachkräften jenseits der 50 oder Frauen mit Kind. Die haben oft eine solide Ausbildung, die will aber keiner. Klar will ein 50-Jähriger ein bischen mehr verdienen als ein 20-Jähriger Ukrainer. Wenn die Herren in den Führungsetagen mal die selben Maßstäbe bei sich selbst ansetzen würden, dann müssten die sich alle selbst entlassen und einen Jüngeren zum halben Preis anstellen.

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joe.f.doe 30.07.2010, 09:06
9. Prima Idee!

Prima Idee!

Die "Fachkräfte aus dem Ausland" werden für uns kostenneutral in fernen Ländern ausgebildet und sichern unseren Status Quo als innovative Industrienation. Dies erspart uns nicht nur die immensen finanziellen Belastungen, die uns eine fachgerechte Ausbildung der heimischen Jugend aufbürden würde, sondern erschafft im gleichen Schritt einen großen Pool minder Qualifizierter, die im Rahmen des internationalen Wettbewerb als niedrigst-belohnte Arbeitnehmer zur Korurrenzfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen beitragen.

Wirklich gut ;-)

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