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Fachkräftemangel: Mehr als eine Million Stellen bleiben unbesetzt
DPA

Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt. Doch immer häufiger finden Unternehmen nicht die gesuchten Fachkräfte, mehr als eine Million Stellen blieben Ende 2013 offen. In Ostdeutschland gibt es so viele Vakanzen wie seit Jahren nicht mehr.

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tropfstein 04.03.2014, 12:26
1. demnächst gehen die erfahrenen Kräfte eh in Rente mit 61

Jahrelang hieß es, der Wissenssschatz unserer erfahrenen Fachleute sei so wertvoll - gegen den Jugendwahn. Und jetzt will Frau Nahles sie offiziell mit 63 (de facto 61) in Rente schicken (auf Kosten der Jürgeren natürlich).

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birnstein 04.03.2014, 12:26
2. Superspezialisten ohne Einarbeitung gibt es nun mal nicht so häufig

Man muss sich nur mal die Stellenanzeigen ansehen. Da werden extrem spezailisierte Fachkräfte gesucht, die es so in der Regel gar nicht gibt. Warum? Weil nicht langfristig gedacht wird. Ein Projekt kriselt und dann, aber wirklich erst dann kommt man auf die Idee, dass da jemand benötigt wird. Keine Einarbeitungszeit, rein und sofort allwissend. Kein Wunder, dass es trotz der vielen unbesetzten Stellen so viele Arbeitslose gibt.

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echobravo 04.03.2014, 12:29
3. ja klar...

Wer's glaubt... deswegen reagiert auch niemand auf Bewerbungen und jeder dritte im Metall- und Elektrobereich ist Leiharbeiter?!

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smartphone 04.03.2014, 12:30
4. Der oder die Mangel

als erstes darf festgehalten werden ,daß lt. Arbeitgeberpräsident eine Fachkraft ein Dipl.-Ing. Universitas ist ..... also KEIN IngFh oder gar Bachelor von Fachakademien wie zb Mosbach ..... Wenn wir wirklich einen Mangel hätten -wie erklären Sie sich die u.a. lausigen MINT-Gehälter , das Akademkerprekariat an den UNIs-die u.a ja auch deswegen dort verharren, weil die Industrie noch lausigerbezahlt .... Wir hier in Deutschland haben defacto > 14 Mio echte Arbeitslose --- das Land ist eher Reif für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (Erw 1500 € + KV ) damit die "Wirtschaftselite" lernt ,was ein Facharbeiter oder gar Fachkräfte benötigen ,um solche Sachen wie Familie /Kinder auch nur ansatzweise avisieren

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es_geht_auch_anders 04.03.2014, 12:43
5. Na so was

Wer dauerhaft Hungerlöhne bezahlt und massenhaft eigenes Personal durch freiberufliche Kräfte ersetzt muss sich nicht wundern.

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facepalme 04.03.2014, 12:45
6. wirklich?

Sind das mit Sicherheit offene Stellen, oder sind da auch die ganzen Köder der Personalagenturen und der Betriebe selbst noch mit drin? Eine Firma bei der ich supergerne arbeiten würde in Hamburg beispielsweise hat seit Jahren immer die gleichen 5 offenen Stellen auf der Webseite. Da werden nur regelmässig die Daten ausgetauscht, und die Sätze ein klein bisschen verwürfelt. Der Sinn ist wohl einerseits nach tatsächlichen Goldstückchen unter den Arbeitsuchenden zu fischen, als auch simpel auf der Webseite als Firma dynamisch und betriebsam auszusehen, als auch anderen PR und Propagandazwecken zu dienen - inklusive dem Fachkräftemangel. Jedesmal wenn ich anrufe sagen die einem die Stelle wurde gerade besetzt. Und die Anzeigen von Personalagenturen ("Zeitarbeitsfirmen") kann man getrost fünfteln. Einerseits weil die nur ihre Karteien schnellstmöglich aufblähen wollen, andererseits weil ein Job da tatsächlich so viel Wert ist. 14% Chance übernommen zu werden, und als Studierter bekommt man höchstens die Unterkante des Gehalts eines Ausgebildeten. Die Ausgebildeten bekommen den Lohn Ungelernter, und die Ungelernten bekommen gleich das Formular zum Aufstocken mit dem Arbeitsvertrag ausgedruckt. Toll, dass so viele Stellen verfügbar sind.

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loki21 04.03.2014, 12:45
7. Jammern können sie alle

Das paßt mal wieder. Da wird über fehlendes Fachpersonal gejammert, aber denoch wird wenig eingestellt. Warum?

Ganz einfach:
1. Wollen diese Unternehmen (der Staat leider zunehmend auch) nicht nur Fachpersonal, sondern auch noch Fachpersonal, welches über umfangreiche und langjährige Berufserfahrung verfügt. Folge ist, daß junge Menschen, welche frisch aus der Ausbildung od. der Uni kommen keine Chance bei diesen Stellenausschreibungen haben. Wagt er sich trotzdem dort einmal zu bewerben, so kommt nicht selten gar keine Reaktion, od. es wird davon gesprochen, daß die Stelle schon besetzt sei. Komisch nur, daß die Anzeige gerade einmal drei Tage alt war. Investieren in die Arbeiterschaft will quasie Keiner mehr. Ergo gibt es immer weniger Personal mit entsprechenden Berufserfahrungen und immer mehr freie Stellen.
2. Werden viele ausgeschriebene Stellen hoch gelobt. Und was da nicht alles vom zukünftigen "Sklaven" erwartet wird. Gegenleistung? Wenig. Der Lohn ist oft ein Witz. Festanstellung? Ein Traum. Wofür also eigentlich noch eine Fachausbildung od. ein Studium, wenn´s sich einerseits nicht mehr wirklich zu lohnen scheint und die Wirtschaft wohl auch ohne Fachkräfte und nur mit Leiharbeitern brummen kann. Denn auch Fachkräfte sind mittlerweile zu Leiharbeitern mutiert.

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bumminrum 04.03.2014, 12:46
8. Märchenwelt

wo soll dieses Land sein? Die Unternehmen stellen fast 40% nur noch befristet ein. Arbeitskräftemangel trifft nur wenige Spezialgebiete, ansonsten Märchenzeit.

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Überfünfzig 04.03.2014, 12:48
9. Anstatt hier in SPON....

... immer wieder die Arbeitgeberpropaganda auf neuste zu wiederholen, würde ich mal zur Abwechselung einen investigativen Bericht lesen, wie die Schar der lautschreienden Arbeitgeber ehrlich und mit welchen Mitteln sie versucht haben "Facharbeiter" für ihre unbesetzten Stellen zu gewinnen. Dazu zähle ich nicht einen Telefonanruf bei der nächsten Leihbude. Auch sollte sich doch über die BfA herrausfinden lassen, ob die Arbeitgeber in der Region sich auch wirklich bemüht haben Personal über die BfA zu requirieren.

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