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Fachkräftemangel: Mehr als eine Million Stellen bleiben unbesetzt
DPA

Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt. Doch immer häufiger finden Unternehmen nicht die gesuchten Fachkräfte, mehr als eine Million Stellen blieben Ende 2013 offen. In Ostdeutschland gibt es so viele Vakanzen wie seit Jahren nicht mehr.

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PeterPetroleum 04.03.2014, 12:49
10. Münchhausen

Na klar doch,

Ich könnt auch aus dem Stand 100 Ingenieure einstellen.
Finde aber keine für 10Eur die Stunde. Daraus leite ich für mich einen
Fachkräftemangel ab.

Ich finde auch keinen neuen Porsche 911 für unter 10000Eur.
Daraus schließe ich, es werden anscheinend zu wenige gebaut.
Wir haben also einen Porschemangel.

Der Markt regelt Angebot und Nachfrage.
Bei guten Angeboten reagiert die Arbeiterschar entsprechend.

Die ganzen Stellenbörsen sind von Dienstleistern verpestet.
Da tauchen Stellen dreifach und vierfach auf. Zum einen sucht eventuell die Firma und dann suchen auch noch die Dienstleister für die gleiche Stelle.

Aus meiner Sicht, gibt es keinen Fachkräftemangel im Ingenieursbereich. Mangel in Pflegeberufen gibt es. Warum nur?

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naklar? 04.03.2014, 12:50
11. Und deswegen werden immer mehr Techniker und Meister als Fachkräfte eingesetzt ...

... natürlich nicht mehr zu den Löhnen von Facharbeitern. Diese Löhne wurde nämlich in den letzten 2-Jahrzehnten (auch Dank der Gewerkschaften) stückweise nach unten gedrückt. Z. B. durch Programme wie 5000,- DM (2500€).

Also: Weiterhin gilt ein Fachkräftemangel für spätere Armutsrentner.
Aber halt: Wir dürfen ja alle statistisch gesehen länger arbeiten.
Aber leider nur statistisch gesehen!

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mollizi 04.03.2014, 12:56
12. bin ich im falschen Film?

Ich bin so eine Fachkraft, hochspezialisiert, sehr erfahren, etc.
Mein Nachteil: ich bin 56!

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agnostikerin 04.03.2014, 13:00
13. stille Reserve ist da

Bewirbt sich Firma XY um einen Auftrag, werden schon mal die dazugehörigen Stellen ausgeschrieben, ganz egal, ob Fa. XY den Zuschlag auch bekommt. Und alle Firmen, die mitbieten, machen das ebenso. Die Jobcenter-Vermittler sind doch tatsächlich so naiv und meinen, es würden eben so viele Fachkräfte gesucht. Wie wäre es denn, dann mal die stille Reserve hervorzuholen, eben jene Fach- und Hochschulabsolventen, die mangels Berufserfahrung keine Chance hatten und seit Jahren in Maßnahmen wie "Basteln mit sozial Schwachen" geparkt werden.

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der-seb 04.03.2014, 13:13
14. Der Osten....

...ich habe mich kürzlich bei einem renommierten Unternehmen (mit bei mir derzeitig unbefristeter Festanstellung) im Osten beworben. Fazit: Keine Übernahme der Reisekosten zum Gespräch, Arbeitsvertrag im ersten Jahr nur befristet - ich habe dankend abgelehnt. Das unter solchen Bedingungen niemand anfängt, braucht die Unternehmen nicht wundern...

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Pinon_Fijo 04.03.2014, 13:16
15. Titel

Ich bin Ingenieur der Elektrotechnik (Uni-Studium) und verdiene mit 38 Jahren und über 10 Jahren Berufserfahrung keine 61.000 Euro brutto im Jahr in einem Unternehmen mit über 12.000 Mitarbeitern.
Sonst noch Fragen zum Fachkräftemangel ?

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Badischer Revoluzzer 04.03.2014, 13:17
16. Fachkräftemangel.

Wer nicht ausbilden will, weils zu teuer ist, hat später auch keine Fachkräfte. Wer den wenigen Fachkräften nur Zeitverträge gibt, bekommt irgendwann keine entsprechenden Kräfte mehr. Wer gar nur über Zeitarbeit Fachleute beschäftigen will, verscheucht diese Menschen ins Ausland. Die deutschen Betriebe sparen sich kaputt. Geiz ist geil - vor allem bei der Ausbildung.

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Demokrator2007 04.03.2014, 13:20
17. Gesucht: "Die eierlegende Wollmilchsau für lau"

Zitat von sysop
Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt. Doch immer häufiger finden Unternehmen nicht die gesuchten Fachkräfte, mehr als eine Million Stellen blieben Ende 2013 offen. In Ostdeutschland gibt es so viele Vakanzen wie seit Jahren nicht mehr.
Liebe Spiegelschreiber

Findet ihr es journalistisch nicht selbst irgendwie langsam unglaubwürdig das immer nur diejenigen sich beklagen die den Zustand verändern könnten, während die Betroffenen (die Fachkräfte nämlich) sich fragen warum man sie nicht einstellt?
Oder darf ein Journalist heutzutage solche Fragen nicht mehr stellen?

Ob dieser "Fachkräftemangel" wohl mit dem Phänomen "25 Jahre jung, mit 30 Jahren Berufserfahrung zu tun hat"?

Ciao
DerDemokrator

P.S. Im Pflegebreich werden gerade neue Schulungsmodelle entwickelt die Hilfskräften das KnowHow ausgebildeter Pflegekräfte vermittelt, diese aber weiterhin zu geringeren Löhnen als Fachkräfte beschäftigt werden dürfen.

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TS_Alien 04.03.2014, 13:20
18.

Ganz einfache Lösung: Einstellen, fortbilden, danach einsetzen und entsprechend der Wichtigkeit bezahlen. Das Geld dafür kann man im Management einsparen. Problemlos.

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franziskus.2 04.03.2014, 13:40
19. Angebot und Nachfrage

Zitat von sysop
Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt. Doch immer häufiger finden Unternehmen nicht die gesuchten Fachkräfte, mehr als eine Million Stellen blieben Ende 2013 offen. In Ostdeutschland gibt es so viele Vakanzen wie seit Jahren nicht mehr.
Es gibt nur einen eindeutigen Beweis, dass es einen Fachkräftemangel gibt. Als ich 1970 meinen Abschluss als Organisationsprogrammierer hatte, haben sich viele namhafte Firmen bei uns in der Schule vorgestellt. Für ein Vorstellungsgespräch vor Ort gab es eine Zugreise 1.Klasse und alle sonstigen Ausgaben wie Taxi, Telefon usw. Selbstverständlich gab es auch noch Spesen. Am Firmensitz war schon alles vorbereitet und die Firma stellte sich vor. Natürlich war der Vertrag von Seiten der Firma schon unterschrieben.

In den Firmen, in denen ich später arbeitete, haben grundsätzlich immer Fachkräfte gesucht. Nur die Zeiten hatten sich geändert. Ein Fachkräftemangel herrscht, wenn mehrere Firmen sich um einen Bewerber balgen und die Löhne/Gehälter in diesem Wirtschaftszweig übertarifliche Zulagen üblich sind. Selbstverständlich liegt die jährliche Anpassung über der Teuerungsrate.

In den 70er Jahren gab es eine große Nachfrage nach EDV-Dienstleistungen. So konnten wir unsere Dienstleistung entsprechend teuer anbieten und unsere Mitarbeiter gut bezahlen. So funktioniert nun mal die Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. An diesen Indikatoren kann man erkennen ob ein Mangel herrscht. Alles andere ist akademisches Geschwafel.

Nur so nebenbei. Da wir nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter finden konnten, haben wir unsere Effektivität durch diverse Verbesserungen mindestens verdreifacht. So führt ein Mangel an Fachkräften und eine hohe Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten zu kreativen Lösungen. Not macht erfinderisch und keine Not führt zum Stillstand.

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