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Fahrgast-Entschädigungen: Bahn muss Rekordsumme für Verspätungen zahlen
DPA

Der Ärger über verspätete oder ausgefallene Züge wurde im vergangenen Jahr für 1,3 Millionen Bahnfahrer durch Entschädigungen gemildert. Die Bahn musste so viel zahlen wie nie zuvor. In Streitfällen gewannen fast immer die Kunden.

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metastabil 05.07.2014, 18:14
40.

Zitat von nomade61
"Verzögerungen im Betriebsablauf"
Zug fährt hinter verspätetem Zug, oder musste auf einem vorherigen Bahnhof Passagiere eines verspäteten Anschlusszuges aufnehmen.

Zitat von
"Verspätete Bereitstellung"
Das Fahrzeug hat eine Verspätung von seiner vorherigen Fahrt mitgenommen.

Zitat von
"Notarzteinsatz am Gleis"
Suizid.

Jetzt schlauer? Dagegen machen können sie ja auch nix.

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braamsery 05.07.2014, 18:15
41. So extrem?

Einige Schilderungen sind hier für mich absolut seltsam. Ich fahre Studienbedingt jeden Tag mit der Bahn und "Deutsche Bahn" ist bei mir auf der Strecke zu ca. 95% pünktlich, also bis auf 1-2Minuten und die verzeih ich. 5min und mehr sind schon ziemlich selten. Und noch mehr kommt praktisch nicht vor, zuletzt wegen eines "Notarzteinsatzes am Gleis", aber da kann man jetzt nichtmal wirklich böse sein (und nein, es war nicht heiß/Klimaanlage). - Dagegen zum Beispiel die NordWestBahn. Die schaft es nie pünktlich zu sein. Kommt regelmäßig zu spät an, egal auf welcher Strecke. Besonders wenn sie pünktlich abfährt ist sie trotzdem am zweiten Bahnhof dann zu spät dran... Und wenn ich mit dem ICE gefahren bin waren die auch so gut wie pünktlich. Nicht perfekt, aber schon gut. - Und zum Punkt Anschluss verpassen: Wenn ein Zug wenig Verspätung hat, also einige Minuten, habe ich es noch nie erlebt, dass der Folgezug nicht kurz gewartet hat. Dazu kommt, dass der Fahrplan zu ganz ganz großen Teilen nicht auf japanischem Niveau getaktet ist, also eine sekundengenaue Ankunft entscheidend sein kann und die Züge, nicht wie in Japan, auch warten.

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stefangr 05.07.2014, 18:28
42. wieso nur die Bahn?

Die Politik, welche nicht dafür sorgt, dass die Infrastruktur der Bahn ordentlich hergestellt wird, ist eigentlich die Schuldige. Es ist mir ein Rätsel, dass die Flugzeuge, Fähren und Busse davon nicht betroffen sind, sind diese privilegiert, weil diese umweltfeindlicher sind? Irgendwie fehlt da der Gleichheitsgrundsatz, wenn dann auch für alle, nicht nur für die Bahn. Aber was will man von einer plutokratischen Institution wie der EU und des EUGH erwarten? Ihnen fehlt jegliche Grundlage, was im Leben normal ist und ihnen fehlt der Sinn für Nachhaltigkeit.

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Tiananmen 05.07.2014, 18:32
43.

Zitat von peakoilnow
Ich war letzte Woche Zeuge, wie eine Versprätung gemacht wurde, da ich als Fahrgast direkt hinter dem Lokführerabteil saß und die Telefonate des Lokführers mithören musste. Er sagte, im Führerstand sei es zu warm und der ICE müsse gedreht werden, damit er mit dem kühleren Führerstand voraus fahren könne....
Interessanter ICE mit Fahrgast-Abteil direkt neben der (offenen) Tür des "Lokführers"... offenbar auf dem Triebwagen.

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loeweneule 05.07.2014, 18:33
44.

Generell sollte man bei der Reiseplanung den Umsteigezeitraum "normal" vergessen und das auch dem Bahnangestellten sagen, der einem die Verbindungen raussucht, wenn man es nicht selbst online macht. 15 Minuten sind das Mindeste, besser noch 20, zumindet als Alternative.

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crazy_swayze 05.07.2014, 18:34
45. Höhere Gewalt nicht gleich höhere Gewalt.

Ich finde es gut, dass die Richter so entschieden haben, entgegen einiger Foristen.

Es kann nicht sein, dass Hitze, Kälte und Regen dafür verantwortlich sein sollen, dass Züge nicht fahren.
Das ist für mich keine höhere Gewalt.
Sondern Fehlplanung, Wartungsstau, Unvermögen.

Es ist ein Unterschied ob ein Flieger aufgrund eines Gewitters nicht abheben kann, oder ob ein Zug bei 30°C (eigentlich eine normale Sommertemperatur) den Geist aufgibt.

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Tiananmen 05.07.2014, 18:42
46.

Konnten wir nicht in den letzten Tagen den Meldungen entnehmen, dass die Bahn Reparaturen so lange unterlässt, bis eine Reparatur nicht mehr möglich ist und Ersatz gebraucht wird? Das zahlt dann - im Gegensatz zur Reparatur - der Bund. Kostenoptimierung auf dem Rücken des Kunden, egal, wie spät der ankommt...

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rude_boy 05.07.2014, 18:50
47. Die natürlichen Feinde der Bahn heißen:

Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Außerdem Service, Betriebswirtschaft und Fahrgast.

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Kaffee Wien 05.07.2014, 19:06
48. Die "Probleme" sind relativ leicht zu beheben!

1. Mehr qualifiziertes (!) Personal
2. Mehr Service (hängt mit 1. zusammen!)
3. Mehr Züge
4. Längere Züge
5. Mehr Augenmerk auf das Schienennetz

Dafür (und für nichts Anderes!) würde ich auch angemessene (!) Preise zahlen!

Natürlich ist es ein Unding, allein der Bahn Regressansprüche aufzubürden, die z.B. Flieger nicht haben. Das muss umgehend geändert werden!

Es ist aber auch ein Unding, dass permanent die Bistros / Restaurants ausfallen, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass das Bistro besetzt ist während einer vielstündigen Fahrt bzw. das gesamte Angebot parat hat (z.B. einfach nur Kaffee!), dass es auf der Strecke Rheinland / Ruhrgebiet - Norddeutschland lediglich zwei ICE am Tag gibt (der Rest wird mit den zu IC umetikettierten ehemaligen IR (Fachjargon: Bimz) bestritten, die in katastrophalem Zustand sind usw. usf.

Das Zauberwort heißt: Personal und Service! Solange die DB das nicht lernt, solange wird sie zahlen, bis sie schwarz wird.

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frank1980 05.07.2014, 19:07
49.

Zitat von daldner
der hohen Entschädigungszahlungen zum Fahrplanwechsel im Dezember eben mit Fahrpreiserhöhungen "belohnt" und schon stimmt die Rechnung wieder. Begründung: "gestiegene Personalkosten" und gut ist, gell, Herr Grube?
gestiegene Energiekosten werden sicherlich auch vorgebracht.

Andererseits muss hierzu auch sagen: Die Preise der Bahn sind nicht kostendeckend.
Nur durch viele Milliarden aus dem Bundeshaushalt für den Bau, Unterhalt von Bahngleisen und die Bereitstellung des Nahverkehrs, wird künstlich ein positives Betriebsergebnis der Bahn AG erzeugt.

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