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Fahrverbote: ADAC rät vom Dieselkauf ab
DPA

Viele Städte wollen Dieselautos wegen ihrer Abgaswerte verbannen. Angesichts der drohenden Fahrverbote warnt nun sogar der Automobilclub ADAC davor, derzeit Dieselautos zu kaufen.

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horowicz 29.06.2017, 07:30
1. Für bestimmte

Fahrzeugklassen gibt es doch gar keine Benziner. Versuchen Sie mal einen Kleinbus ala Vito, SpaceTourer oÄ als Benziner zu bekommen. Eine Nummer größer wird es nicht besser. Einen Sprinter oder Crafter als Benziner. Sehr sehr selten auf den Straßen.
Die gesamte Innenstadtlogistik muss umgebaut werden. Der Lieferverkehr aber auch die städtischen Busse dürften dann wohl nur noch mit Strom betrieben werden.

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fatherted98 29.06.2017, 07:31
2. holla....

....ob sich der ADAC das auch gut überlegt hat...die ganzen Sponsoren und Anzeigenkunden....und die vielen Einladungen für ADAC Mitarbeiter...will man wirklich auf die Häppchen bei den Autoherstellern verzichten?

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thunderstorm305 29.06.2017, 07:42
3. Auf dem Rücken des Kunden.

Und was sollen Eigentümer von Dieselfahrzeugen mit Euro 5 dann tun? M.E. diese Fahrzeuge sind gerade einmal vier Jahre alt und haben jetzt schon einen Wertverlust, der immens ist. Ich finde es unglaublich wie Gesetzgeber, Medien und Autobauer damit umgehen. Dass Dieselfahrer ihr Auto nicht mehr los bekommen, spielt in der öffentlichen Diskussion überhaupt keine Rolle.

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saarpirat 29.06.2017, 07:54
4.

Man mag ja vom ADAC halten, was man will. Aber der Rat ist sicher nur zu richtig.

Ich habe Montag ein Angebot für meinen Diesel (bei Neuwagenkauf) eingeholt und das Angebot war miserabel. Die Preise sind jetzt schon im Keller und demnächst gehen die sicher noch weiter runter. Vielleicht muss man bald Geld mitbringen um einen Diesel loszuwerden.

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hagenlaw 29.06.2017, 07:56
5. Nie wieder Diesel

Fahre einen 5-einhalb Jahre alten Euro-4-Diesel. Werde ich wohl immer weniger für bekommen, wenn ich einen Neuwagen kaufe. Aber Diesel werde ich sicher nie wieder kaufen. Selbst wenn Euro 6 d sauberer sein sollte, ist doch damit zu rechnen, dass in absehbarer Zeit die Subventionen für Diesel wegfallen und der Kraftstoffpreis über das von Benzin steigen wird. Dann lohnt es sich auch mit dem modernsten Diesel nicht mehr.

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average_guy 29.06.2017, 07:57
6. Sowohl die NOx-Emissionen als auch die Feinstaubbelastung

sind in Deutschland in den letzten 20 Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Das kann man hier nachlesen:
http://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/emission-von-feinstaub-der-partikelgroesse-pm10#textpart-1
Beim Thema Diesel immer noch von Feinstaub zu sprechen ist seit der Einführung von Dieselpartikelfiltern mindestens fragwürdig. Moderne Ottomotoren mit Direkteinspritzung sind hingegen wahre Feinstaubschleudern. Das geht in der aktuellen Diskussion aber unter.
Seit Einführung der DPF sind übrigens Bremsen- und Reifenabrieb die wesentlichste Quelle für verkehrsbedingte Feinstaubemissionen. Man müsste die Städte also für alle Autos sperren um diese Emissionen zu senken

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kalsu 29.06.2017, 07:57
7.

"Wer sich vor ein, zwei Jahren ein Auto gekauft hat, spürt jetzt schon Einbußen." - Die da wären? Aber macht mal alle den Diesel madig, dann werden Diesel wenigstens schön billig. Da fährt man nicht nur preiswert, dann kauft man auch günstig. Und mit Leasing oder Autokredit ist der Rückkaufwert definiert - da kann einem die Preisentwicklung innerhalb der nächsten vier Jahre egal sein. Mein nächster im Spätherbst wird jedenfalls ein Euro6D Diesel.

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unpolit 29.06.2017, 08:01
8. opportun

Von einer Interessenvertretung der Autofahrer hätte ich mir mehr Substanz gewünscht.
1. Eine klare Analyse, welchen Anteil die Komponenten Motor, Bremsen und Reifen am Feinstaubaufkommen haben. Und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Wenn denn Bremsvorgänge auch wesentlich Feinstaub verursachen, dann sollte über einen deutlich verbesserten Verkehrsfluss in den Städten nachgedacht werden.
2. Die Kommunen an ihre Vorbild-Funktion erinnern: Sie mögen doch bitte als erstes ihren Fuhrpark "feinstaubfrei" machen. Und dann vielleicht mit einem Förderprogramm den pendelnden Mitarbeitern e-Mobilität schmackhaft machen, indem auch die erforderliche Infrastruktur bereit gestellt wird.
3. Den Käufern, die gerade über einen Neuwagen nachdenken, e-Mobilität ermöglichen. Indem die erforderliche Ladeinfrastruktur geschaffen wird. Wenn das noch mit speziellen Vorteilen in der Verkehrsführung kombiniert wird, könnten die Argumente für E-Autos zugkräftiger werden.
4. Appell an die Fahrer, wenn möglich mit ÖVPN in die City zu fahren. Wenn das Angebot an Bus und Bahn entsprechend aufgewertet wird (Taktung und Preis), dann könnte dies den Einkaufs-Bummel-Verkehr reduzieren.
Übrigens, es gibt ja auch Gegenbewegungen: Am Bodensee in Hagnau wird der Verkehr auf der Bundesstraße auf 30 km/h gedrosselt, damit werden die Fahrzeuge länger im Ort gehalten, in einem Drehzahl-Bereich, der nicht optimal ist. Und der Stau auf beiden Seiten des Ortes bläst die Abgase in den Ort.

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StefanHD 29.06.2017, 08:01
9. Dieselauto

Die ganze Diskussion über die "bösen" Diesel sind auf der einen Seite verständlich, weil ja auch bewusst betrogen aber zumindest "genuschelt" über die Qualität der Tests.

Nichts desto Trotz halte ich die sog. "Verdammung" und der Hysterie um das Thema weit verfehlt. Das lenkt von einigen wesentlichen Themen ab.

Der Dieselantrieb wird auch in nächster Zukunft noch unverzichtbar bleiben.

Ich lasse mich auch nicht verwirren, sondern habe ganz bewusst mich für einen Dieselkauf entschieden. BMW und Audi haben ja nun auch schon die teilweise Nachrüstung der Euro 5 Motoren angekündigt. Das wird mit Sicherheit auch und vielleicht gerade mit den Euro 6 Motoren möglich sein.

Also mit dieser Hysteriewelle gefährden wir auch unsere wirtschaftliche Entwicklung.

Der Benzinmotor ist auch nicht deren Weißheit letzter Schluss. Die E-Motoren haben längst nicht eine so gute Ökobilanz wie alle tun. Denn wo der Strom tatsächlich produziert wird, das wird unter den Teppich gekehrt. Wieviele von den E-Autos werden tatsächlich "grün" geladen?

Also hört endlich auf mit diesen Wortgefechten. Die Bundesregierung und das KBA sind aufgefordert klare Regelungen zur Messung von Schadstoffen unter allen Bedingungen festzulegen und diese sind dann einzuhalten.

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