Forum: Wirtschaft
Fair-Food-Initiative: Schweizer stimmen über gute Lebensmittel ab
DPA

Die Schweizer entscheiden über die Fair-Food-Initiative, nach der Standards für nachhaltige, ökologische und fair produzierte Lebensmittel in die Verfassung des Landes geschrieben werden sollen. Was steckt hinter dem Vorschlag?

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MT98 22.09.2018, 14:20
1. Warum dürfen die Deutschen

nicht auch darüber abstimmen, unter welchen Gesichtspunkten Nahrungsmittel hergestellt werden und welche "Zusatzstoffe" nicht enthalten sein dürfen? Die Berliner Politiker haben halt keine Zeit, sie müssen sich um ihre Posten kümmern.

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GoaSkin 22.09.2018, 14:24
2. Migros findet das kontraproduktiv - also auch TEGUT?

Interessant, dass ausgerechnet Migros Chef-Lobbyist Martin Schläpfer die Initiative kontraproduktiv findet. Denn Migros ist Eigentümer der TEGUT-Supermärkte in Deutschland, die fair und nachhaltig produzierte Lebensmittel von guter Qualität als Argument anführen, dort einzukaufen. Da sollte doch diese Volksabstimmung eigentlich sogar eher ins Konzept passen.

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Aurora vor dem Schilf 22.09.2018, 14:27
3. „2 ein halb mal so viel für Fleisch“ ...

... das Schweizer Fleisch hat aber auch eine bedeutend bessere Qualität als das aus der EU.

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0Kugelfang0 22.09.2018, 14:31
4. weil ....

Zitat von MT98
nicht auch darüber abstimmen, unter welchen Gesichtspunkten Nahrungsmittel hergestellt werden und welche "Zusatzstoffe" nicht enthalten sein dürfen? Die Berliner Politiker haben halt keine Zeit, sie müssen sich um ihre Posten kümmern.
wir schon lange nicht mehr in einer Demokratie leben, sondern in einer Lobbykratie! Ändert sich hoffentlich bald, mit den Neuwahlen!

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m.w.r. 22.09.2018, 14:34
5.

Zitat von MT98
nicht auch darüber abstimmen, unter welchen Gesichtspunkten Nahrungsmittel hergestellt werden und welche "Zusatzstoffe" nicht enthalten sein dürfen? Die Berliner Politiker haben halt keine Zeit, sie müssen sich um ihre Posten kümmern.
Die Deutschen können jeden Tag beim einkaufen drüber abstimmen. Dreck einfach liegen lassen.

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thequickeningishappening 22.09.2018, 14:38
6. Na hoffentlich

Mehr bezahlen für gesunde Lebensmittel! Die Bauern erhalten wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen incl. Zoelle! Die Schweiz kann beim Anbau nicht mit Der Subventions EU und Gen manipulierten Mega Farmen im Ausland konkurieren !

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ir² 22.09.2018, 14:38
7.

"Staat" und "fördern" danach kann man aufhören weiter zu lesen, da wollen welche - mal wieder - an den Steuertrog. Vorgeblich wegen besserer Nahrungsmittel....

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L_P 22.09.2018, 14:43
8. Was steckt hinter dem Vorschlag?

Mehr als 80% des Hafers für das bekannte "Schweizer" Biomüsli kommt aus Finnland.

Hinter dem Vorschlag steckt die "Idee" produktionsbedingte (Umwelt) Probleme in andere Regionen zu verlagern. Dies wird von zahlreichen Bewohnern urbaner Regionen offenbar nicht bemerkt. Oder es ist ihnen egal.

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Zuversicht 22.09.2018, 14:48
9. Milchmädchenrechnung

"Laut Eurostat zahlen Schweizer etwa für Fleisch zweieinhalb Mal so viel wie der Durchschnitt der Länder innerhalb der Europäischen Union."

Würden die Agrarsubventionen auf Schweizer Verhältnisse zurückgefahren, hätten auch wir in der EU extreme Preissprünge bei Lebensmittel. Dem europäischen Steuerzahler sei Dank. Und dank der Preiskämpfe im Lebensmittelhandel, einem gesättigten Markt, verschärft sich die Situation der Landwirte von Jahr zu Jahr.
Interessiert nur niemanden, Hauptsache billig.

Die heutige konventionelle Agrarwirtschaft ruiniert die Böden sorgt für einen Verdrängungswettbewerb bei bäuerlichen Strukturen, und schränkt die Artenvielfalt der Produkte massiv ein. Die Produktionsmethode, egal ob Tierhaltung oder bei den Arbeitskräften in dem Bereich ist skandalös.

Nur es interessiert keinen. Und da das System langsam an seine Grenzen stößt, dürfen wir für minderwertige Nahrungsmittel immer mehr bezahlen.
1/3 aller weltweit produzierten Lebensmittel werden weggeworfen.Die Europäische Kommission schätzt dass in der EU pro Person und Jahr 173 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen werden. Das macht insgesamt 88 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr. 53 % aller weggeworfenen Lebensmittel gehen dabei auf das Konto der privaten Haushalte. In einem durchschnittlichen Haushalt wird ein Viertel der eingekauften Lebensmittel weggeworfen, vieles davon ungeöffnet.

Ja, man muss der Initiative Erfolg wünschen, auch wenn einzelne Produkte sich verteuern. Kauft man nur das ein, was man wirklich braucht, dürfte die Teuerung bei den meisten gar nicht ankommen.

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