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Faktencheck: Rettet Europa Griechenland - oder nur die Banken?
DPA

Der griechische Finanzminister Varoufakis sagt: "Die Deutschen sollten wissen, dass sie mit ihrem Geld nicht Griechenland, sondern die Banken gerettet haben". Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck. Bei wem sind die Milliarden wirklich gelandet?

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Der Reiche 17.02.2015, 15:52
50. Die halbe Wahrheit, immerhin ...

Zum Schuldenmachen gehören immer zwei: Einer, der das Geld gibt (die Banken in Deutschland, Frankreich, Griechenland etc.) und einer, der das Geld nimmt (der griechische Staat). Mit dem Finger auf den jeweils anderen zu zeigen und zu behaupten, er sei der allein Schuldige, ist falsch. Und zwar aus/in beide/n Richtungen.

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bantam111 17.02.2015, 15:52
51. Wer hat denn die Schulden bei den Banken gemacht?

Woher kommen denn die Schulden bei den Banken? Das waren doch Anleihen an Griechenland die die nicht zurückzahlen konnten. Das Geld haben schon die Griechen ausgegeben, nicht die Banken.

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auf_dem_Holzweg? 17.02.2015, 15:52
52. Rettet Europa Griechenland - oder nur die Banken? - weder noch

denn Merkel rettet niemanden, nur sich slebst und ihre heiss geliebten Lobbyisten, die sind noch nicht gesättigt genug und bekommen noch mehr deutsches Steuergeld.

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hieristmeinsenf 17.02.2015, 15:52
53. Späte Einsicht, lieber sp.on.!

Die Bürger sind längst auf Griechenhass getrimmt. So leicht lässt sich niemand mehr aufklären. Heute Griechenland, morgen Spanien. Die EU geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit baden.

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prince62 17.02.2015, 15:53
54. Ja wo ist denn das ganze Geld gelandet, daß die Banken gaben?

Zitat von tangentiale
...nicht ganz Verblödetem klar.Scheint es allerdings nicht sehr viele von zu geben,wie sind sonst die vielen dümmlichen und arroganten Kommentare zu erklären.Die scheinen allen ernstes Schäuble und Co. zu glauben.
Dann zählen Sie sich mal schon zu den wirklich verblödeten Mitbürger,
denn wo ist denn das Geld gelandet, daß die Banken vorher so reichlich den Griechen gegeben haben?
Wurde das etwa im Mittelmeer versenkt?

Alle Griechen, die kleinen und die großen haben in den vergangenen 20-25 gut und reichlich von diesem Geldsegen profitiert, Lokführer mit 5500 Euro im Monat, Rentner mit 55 Jahren und voller Rente, sowie für über 100-jährige, die schon lange tot waren, usw., usw.,

hier haben alle Griechen mitgemacht und genommen, die einen mehr, die anderen halt weniger, alle nach ihren Möglichkeiten und daß keiner Steuern zahlt, war mit Sicherheit allen Griechen bekannt.

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abraxas63 17.02.2015, 15:53
55.

Kriminell verhalten haben sich beide Seiten, Kreditnehmer und Kreditgeber. Beide hätten wissen müssen, dass dies nicht gut gehen kann.
Zumindest für irgendwen....
Die Betrogenen sind die Steuerzahler aus der EU, welche die griechische Party und die Abzocke der Banken letztendlich finanzieren müssen.
Aber Griechenland bekommt durchaus das Geld von Europa, es musste es eben nur direkt dahin weiterleiten, wo es die Kredite herhatte, die es vorher verjubelte.
Dass sie die Kredite jetzt nicht mehr konsumieren können, liegt einzig allein daran, dass sie dies bereits vorher getan haben....
Die Banken haben wir tatsächlich gerettet. Man könnte zurecht die Faust in der Tasche darüber ballen, aber ganz ohne Vernunft war es trotz allem nicht, auch wenn hier ganz offenkundig Gauner sich aus dem Schneider brachten, die jetzt die Steuerzahler bluten lassen.
Aber wir haben, denke ich, noch alle in Erinnerung, welche Kettenreaktion der Zusammenbruch von Lehman Brothers auslöste. Eine solche, wahrscheinlich wesentlich härtere Kettenreaktion wäre bei einer unkontrollierten Havarie Griechenlands so gut wie sicher eingetreten.
Und die Frage ist, ob uns die damit verbundene Wirtschaftskrise nicht noch viel mehr gekostet hätte, gerade dem einzelnen Bürger, wenn er seine Ersparnisse oder seinen Arbeitsplatz verloren hätte.

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Matthias Kelm 17.02.2015, 15:53
56. Europäische Banken und griechischer Staat haben profitiert

Es ist richtig, dass die meisten Rettungsgelder an den Finanzsektor gezahlt wurden. Diese zu Recht kritisierte Umschuldung von privaten Gläubigern auf europäische Steuerzahler war jedoch die Voraussetzung dafür, dass der griechische Staat auch weiterhin einen Teil seiner operativen Ausgaben durch neue Schulden finanzieren konnte. Die 23% der Rettungsgelder, die NICHT an den Finanzsektor gezahlt wurden, sind immerhin 46 Mrd. €, die der griechische Staat neben Zinsen auch für Beamtengehälter, Renten und Sozialausgaben MEHR ausgeben konnte, als wenn er nach einem Konkurs im Jahr 2009 keine neuen Defizite mehr hätte finanzieren können. Aus diesem Grund ist das Gejammer über die unmenschliche Sparpolitik, das auch bei vielen Beobachtern außerhalb Griechenlands auf Verständnis stößt, heuchlerisch. Ohne die Rettungspolitik wären viel drastischere Sparmaßnahmen erforderlich gewesen, weil der griechische Staat nur das hätte ausgegeben können, was er vorher eingenommen hätte.

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mitleser67 17.02.2015, 15:54
57. Der Crash ist die Lösung

Erst hat Irland die Banken und den Euro gerettet, jetzt soll es Griechenland machen. Tsipras hat in Sachen Banken recht. Natürlich hat auch Griechenland über die Verhältnisse gelebt, daran ist aber gerade Deutschland reich geworden. Der Crash ist die Lösung. Ich bin für Grexit, Poexit, Itexit, Frexit .... bummm!

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Heiligkeit007 17.02.2015, 15:54
58. Das wissen wir doch ...

Der griechische Finanzminister Varoufakis sagt: "Die Deutschen sollten wissen, dass sie mit ihrem Geld nicht Griechenland, sondern die Banken gerettet haben".

Lieber Herr Varoufakis, das wissen wir - also das Volk - natürlich, konnten aber auch nichts dagegen tun. Immerhin hat sich bei uns deshalb jetzt eine in Abkürzung AfD genannte Partei gebildet. Wollen schauen, ob wir zukünftig etwas verhindern oder damit gestallten können.

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deuro 17.02.2015, 15:54
59. Des Kaisers neue Kleider

"Fazit: Varoufakis' These lautet, dass die Troika-Hilfen kein Akt der Solidarität europäischer Bürger & Steuerzahler mit dem griechischen Volk waren, sondern ein Akt der Selbsthilfe des europäischen Finanzsektors zu Lasten der EU-Bürger. Diese These lässt sich nicht einfach von der Hand weisen. Grund genug, um die Selbstgerechtigkeit deutscher Wutbürger in Frage zu stellen. "
Warum wird im Faktencheck nicht einfach festgestellt, dass die These stimmt? Naja, es dauert offenbar etwas länger, bis auch die Mainstreampresse merkt oder zugeben will, daß der Kaiser keine Kleider trägt.

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