Forum: Wirtschaft
Faktencheck zum Kollektivierungsvorstoß: Wovon redet Kevin Kühnert eigentlich?
Matthias Schrader/DPA

Juso-Chef Kevin Kühnert wirbt für den demokratischen Sozialismus. Prompt warnen Konservative vor dem Abrutschen in die Diktatur. Dabei sind Kühnerts Vorschläge weniger radikal als vor allem eines: nebulös.

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tsavorit 02.05.2019, 18:09
1. Gerechtigkeit

Die Konzerne allein bestimmen seit Jahren was man davon zu halten hat. Es sind doch immer die kleinen Mitarbeiter, die für die Fehler, die Gier und die Profite der Reichen den Kopf hinhalten müssen. Wie sollte man sonst den vielen Entlassenen in den Unternehmen erklären, dass das keine Enteignung ist.

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der_anonyme_schreiber 02.05.2019, 18:14
2.

Ich denk sie wollen den Lesern schonend beibringen, dass das ja alles gar nicht so gemeint ist, man dennoch sein Kreuzerl bei der SPD machen soll und der liebe Herr Kühnert nicht etwas Mist sondern nur Dampf von sich gegeben hat sozusagen im jugendlichen Sturm und Drang . Und ihn die alten Granden schon einfangen werden, wenn er erst mal groß ist.
Sehr putzig.

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Haarfoen 02.05.2019, 18:14
3. Masterplan

Was erwarten sich die Autoren von Herrn Kühnert, einen Masterplan? Eine komplette "Bauanleitung" für ein reformiertes Wirtschaftssystem inkl. aller Feinheiten, durchdacht bis in das letzte Detail?
Eigentlich wäre der neoliberale Turbokapitalismus in der Pflicht, wie er denn die Klimaproblematik und steigende Verelendung in den Griff bekommen will. Strikt nach dem Verursacherprinzip. Aber die Damen und Herren haben ja nur eine einzige Idee: Persönliche Bereicherung, egal wer, was, wie und wo darunter leidet. Skrupellosigkeit ohne Grenzen und Einhalt, besonders ersichtlich zu den Themen "land-grabbing", Fleischabfallexport oder Vereinnahmung von Fischereirechten in Afrika. Dazu die dümmlichen Fantastereien von Herrn Lindner hinsichtlich irgendwelcher "Wundertechnologien", die es dann richten sollen. Herr Kühnert ist auf dem richtigen Weg. Dies Diskussion muss gestartet werden, wie wir uns als Gesellschaft aus dem Schlamassel befreien und unseren Nachkommen eine erträgliche Perspektive ermöglichen.

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JRUDU 02.05.2019, 18:15
4. Billiger Populsimus

Da der Begriff "Populismus" sowieso nicht eineindeutig definiert ist (vgl.*), sind Herrn Kühnerts Äusserungen getrost als platter Populismus zu sehen.
Die minderwertige fachliche Qualität weiter Teile des deutschen Politikpersonals sind allerdings beschämend.


*https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/192118/was-versteht-man-unter-populismus

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igel_52 02.05.2019, 18:15
5. Danke

für diese sachliche Analyse. Mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen.

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dieter-ploetze 02.05.2019, 18:16
6. nebuloes mit absicht

inhaltlich bringt er die alten, nach erprobung verworfenen, kommunistischen ideen. nebuloes wirkt es nur
deshalb, weil kuehnert den versuch macht, diese ideen mit anderen worten zu verbraemen, sie damit als neu zu verkaufen, mit worten ueber die man gruebeln muesste, wenn nicht voellig klar waere, was er im grunde will. einen aufguss alter dinge, laengst verworfen, da nach erprobung als nicht brauchbar befunden.
wenn er wirklich neues meint, soll er dazu beitragen sein nebuloeses geschwaetz zu entwirren, zu erklaeren.
das sollte ihm ein leichtes sein, wird er aber nicht machen. er moechte gern nebuloes bleiben, sonst weiss er,
dass er dann noch mehr als jetzt schon zerrissen wuerde.

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molokai 02.05.2019, 18:18
7. hardware Probleme

Der längliche Beitrag zeigt zumindest eins: Herr Kühnert ist schlicht zu dumm oder zu faul, um komplexe Zusammenhänge zu erfassen, zu überdenken und daraus irgendwelche verständlichen, geschweige denn vernünftige Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Mehr ist an dem nicht dran.

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Watchcat 02.05.2019, 18:18
8. War ja nur eine Frage der Zeit,

Bis sich in Deutschland jemand zur Alexandria Ocasio Chavez machen will.

Und an Ressentiments fehlt es ja auch hier keineswegs...

Demokratischer Sozialismus. Das klingt doch toll!
Bis einem klar wird, dass es auch demokratisch ist wenn 3 Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt.

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MisterD 02.05.2019, 18:20
9. Kevin Kühnert hat verstanden...

dass immer marktradikalere Reformen nichts nutzen werden. Die Menschen werden immer älter, es gibt immer weniger gut bezahlte Jobs, für gut 1/4 wird es schon in naher Zukunft überhaupt keine Jobs mehr geben, von denen man leben kann, sofern das Unternehmen wirtschaftlich arbeiten muss. Gegen autoritäre Systeme wie China kommen wir eh nicht an. Dort ist ein Wanderarbeiter spottbillig und wenn er vom Gerüst fällt... mei, da draußen warten 100 andere. Auch die Problematik der immer mächtigeren Großkonzerne, die fast keine Steuern zahlen wird sich immer schneller selbst verstärken, wenn man heute nicht eingreift. Meine Generation (Jg. 83) wird das noch irgendwie überstehen. Jüngere Generationen müssen etwas ändern, sonst steuern wir zurück in die Feudalzeit... mit wenigen allmächtigen Gutsherren und 99% Pöbel, der im Dreck haust...

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