Forum: Wirtschaft
Faktencheck zum Kollektivierungsvorstoß: Wovon redet Kevin Kühnert eigentlich?
Matthias Schrader/DPA

Juso-Chef Kevin Kühnert wirbt für den demokratischen Sozialismus. Prompt warnen Konservative vor dem Abrutschen in die Diktatur. Dabei sind Kühnerts Vorschläge weniger radikal als vor allem eines: nebulös.

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stilus 02.05.2019, 20:24
160. Immer feste drauf auf den Kevin!

Jetzt ist also schon das Denken und Träumen verboten.
Ein Tip für die lieben SPD-Genossen: Schmeist den Mann aus der Partei, legt euch wieder hin und schlaft weiter!
Fall erledigt!

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amon.tuul 02.05.2019, 20:24
161. der Herr Zumuter

eigentlich ist die SPD die Partei, die aufgrund von Erfahrung und qualifizierter Persoaldecke die tatsächlichen Anliegen der Mittelschicht auf allen Ebenen in die entscheidenden Prozesse der Poitik tragen sollte.

Jede Zeit hat ihre speziellen Themen und Herausforderungen - große Parteien sollten träge sein und im Tohuwabohu zwischen Lobbyismus, Agenda-Settern und Populisten jedweder Farbgebung auf Abstand bleiben und mehrheitsfähige bürgernahe Konzepte anbieten.

Für politischen Klamauk sind andere da und genau so sollen Volksparteien es auch zum Ausdruck bringen, genau das schafft das bitter notwendige Vertrauen in repräsentativen Demokratien.

Keinesfalls ist ein Talkmaster oder ein Fachmann der maßgebliche Part in einer öffentlichen Debatte, keinesfalls darf die Gestaltung der Ökosysteme politischer Auseinandersetzungen den Medien überlassen werden.

Ein Herr Kühnert hat überhaupt nichts dementsprechendes vorzuweisen, er ist nichts weiter als - faktisch oder geplant ist fast unerheblich - ein Lobbyist der Gegner der SPD.

Ein unbedeutender, durch Nichts qualifizierter Medienliebling, tatsächlich eher der Einäugige unter den Blinden.

Vielleicht geeignet als Kandidat für eine Splittergruppe oder kleine Partei? Mag sein.

Aber dadruch, daß die SPD es zulässt, daß ein Kühnert offiziell und bundesweit als SPD - Führungsperson in Erscheinung tritt, legt sie den Grundstein für eine weitere erhebliche Niederlage.

Im Grunde arbeitet Kühnert so, als wäre er ein Mann der "Linken".

Er gibt deren Themen Auftrieb und Anerkennung, aber die Wählerstimmen werden dann andere einsammeln.

Was um Himmelswillen ist mit dieser PArtei los?

In wessen Interesse arbeitet diese SPD-Führung?

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Guerilla_79 02.05.2019, 20:26
162. ...

Ok, versuchen wir, ich, es mal ohne Puls.

Stellen wir uns doch alle mal die Frage wo die Menscheit in 1000Jahren sein will?

Glauben die Konservativen und Nutznießer wirklich daran das der menschliche Endsieg ein neoliberes Hauen-und-Stechen, ein race to the bottom und künstlich am Leben erhaltener Darwinismus sein wird?
Wo nur noch die "fittesten" eine Daseins und Lebensberechtigung haben?
Soll also eine betrügerisch angehauchte Ellenbogengesellschaft die verhungern, erfrieren und ausgrenzen zulässt, weil wegen - man hätte ja auch mehr lernen können oder mehr machen sollen der Menschheits letzter Schluss sein?

Wohl kaum.

Klar,man kann nicht immer alles haben und technologisch und "Weltwirtschaftlich" sitzt nicht immer alles drin, man nennt das evolution.

Das verharren in alten Manchesterkapitalismus(=westlich neoliberalen) Ansichten ist aber auch keine Lösung.

Wohin mit den Leuten wenn 50-75% durch Roboter ersetzt werden, und, wer soll dann noch was kaufen, die Roboter etwa?

Mal ganz neutral, man möge mir Linken und anderen pösen Kommunisten sowie anderen Regimenverweigerern doch mal sagen wie es weitergehen soll?

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gruen99 02.05.2019, 20:26
163. Linkspopulismus hat auch Konjunktur

Ich hoffe, das Europa den Mittelweg findet. Schon im Römischen Reich vor 2000 Jahren wurden demokratienahe Entwicklungsstufen durch Popularismus ausgehebelt. Cicero lässt grüssen. Julius versuchte es und Octavian hats dann geschafft die Autokratie durchzusetzen.
Damals gings um Land für Soldatenveteranen. Heute um Wohnraum. Populare Volksentscheide, egal ob von links oder rechts, werden D. nicht weiter bringen.

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Mirko_K 02.05.2019, 20:30
164. Schade

Es ist in so vielen Dimensionen schade.

Es ist schade, dass einem ökonomisch Ungebildetem so viel Zeit gewidmet wird, obwohl wir doch so viele kluge Köpfe in dem Bereich haben.

Es ist so schade, dass Spiegel nur noch Wahlkampfblatt für die Grünen und SPD ist. Grün und SPD gut, Rest doof. Kühnert wird dann halt „glatt gebügelt“: „der Jung hat wenigstens Ideen“. So ein Quatsch.

Es ist schade, dass Kühnert selbst nicht viel Zeit in seine eigene Bildung steckt.

Es ist schade dass wir immer und immer wieder die gleichen Ideen diskutieren. Ich glaube nach dem Ostblock inkl. DDR, Vietnam, Kambodscha, Kuba und und und sollten wir doch langsam mal gerallt haben, dass es nichts bringt, oder?

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amon.tuul 02.05.2019, 20:32
165. Mit Ehrlichkeit

und Grundwerten, die im Austarieren zwischen ökonomischen, sicherheitspolitischen, internationalen und ökologischen Notwendigkeiten einerseits und den Wünschen der Wähler andererseits einen langfristigen Kurs ermöglichen, können Volksparteien sich empfehlen.

Mein Eindruck ist leider, daß die SPD es mehr und mehr auch nur noch mit massenpsychologischen Taschenspielertricks versucht.

Anstatt auchmal klare Entscheidungen durchzuziehen!

Z.B. durchaus Partei zu ergreifen gegen übertriebene neoliberale Zumutungen, die mit immer neuen Gewändern auftauchen.

Klar vermitteln, daß die SPD Wohlstandssicherung für alle Büger im Auge hat - nicht indirekt über Bande gespielt, sondern genauso direkt wie ein Millionär gern konkrete Steuersenkungen im Auge hat.

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luny 02.05.2019, 20:32
166. Falsches Ziel

Zitat von tulius-rex
Um himmels Willen die heilige Kuh bayerischer Großmannsucht ist angegriffen worden. Das ist schlicht Gotteslästerung.
Hallo Tulius-rex,

weswegen Kevin Kühnert ausgerechnet auf BMW einschlägt, bleibt sein Geheimnis.

Es gibt zahlreiche andere Branchen, wofür sich die SPD einsetzen könnte, wo es wirklich angesagt wäre.

Sich ausgerechnet einen Betrieb auszusuchen, der nach IG-Metall-Tarif bezahlt, ergibt keinen Sinn.

Was ist mit den Leiharbeitern, den prekär Beschäftigten, den Werksverträglern, den 450-EUR-Jobbern?

Wie wäre es mit einem Mindestlohn von 13,00 EUR/Stunde?

Kevin Kühnert ist einfach nur weltfremd.

LUNY

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shingles 02.05.2019, 20:35
167. Das ewige Lied

Zitat von ddcoe
den großen Unterschied zu den gescheiterten Modellen - echte Demokratie. Genau das ist nie versucht worden. Das bedeutet natürlich nicht das es funktioniert. Aber alleine die heutige Debatte über die Gesellschaft von Morgen hâtte es ohne Kühnert nie gegeben.
"Richtiger Sozialismus wurde nie versucht"
"Demokratischer Sozialismus wurde nie versucht"
Die alte Leier. So lange es Venezuela durch Ölexporte noch einigermaßen gut ging war es ja das Paradebeispiel für "demokratischen" Sozialismus. Jetzt ist das Land runtergewirtschaftet und die Leute können keine Lebenmittel mehr kaufen, Krankenhäuser kann man die Bauten dort auch schon nicht mehr nennen und Demokratie ist dort auch nicht zu finden.

Das Problem mit Sozialismus ist es tendiert zu Autokratie, Beweisstück A, die letzten 100 Jahre.
Und Demokratie würde auch nichts daran ändern das Sozialismus als Wirtschaftssystem nicht funktioniert. Kapitalismus funktioniert wirtschaftlich gesehen ja auch in Diktaturen.

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macb 02.05.2019, 20:36
168. Aus 40Jahren Sozialismus in der DDR nichts gelernt?

Ich habe es gleich geahnt, Kevin ist kein Name sondern ein Problem und zwar das der SPD.Gut gemacht Kevin, die SPD ist ja nicht auf Wählerstimmen angewiesen, da kann man mal ruhig die wahren Gedanken rauslassen, auch wenn‘ s geistiger Dünnschiss ist....

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Freidenker10 02.05.2019, 20:36
169.

Zitat von knirb
Das kapitalistische Wirtschaftschmodell ist alt und hocheffizient, weil es Gewinnstreben mit Produktion für den Markt, also für Käufer, Kunden, Verbraucher verbindet. Nach klssischer Lehre setzt das Markttransparenz voraus, Gerechtigkeitsfragen, soziale und ökologische Betrachtungen bleiben unberüchsichtigt. Diese °Reichtumsbeschaffungsmaschine" hat unsere Gesellschaften geprägt, bis heute, wird es aber global und neoliberal nicht mehr "hinkriegen", weil sie auf das Steuerungselement Gewinnerwartung der Kapitalbesitzer setzen muss. Diese legt aber immer wieder falsche Fährten, d.h. ohne eine demokratisch legitimierte Umsteuerung und Richtungsänderung, die aber einen entschiedenen Zugriff auch auf Eigentumsrechte an Produktionsmittel ermöglicht, werden die Gesellschaften der Zukunft (so es diese noch gibt) kaum überlebensfähig sein. Ich nenne es einen klugen Sozialismus, das Totschlagargument DDR, Kommunismus u.s.w., sollte nicht von vornhinein solche Überlegungen hinfällig machen. Sozialistische Modelle waren immer auch Utopien, die man aber nur schrittweise, in sehr kleinen Dosen, verabreichen darf. In diesem Prozess sind unserer Gesellschaften mittendrin, viele wollen es nicht wahrhaben, weil es ihr gewohntes Wohlstandmodell gefährdet. Kühnert redet nicht von Revolution, sondern will einen rechtskonformen, evolutionären, demokratischen Weg der Umsteuerung. Gerd Ossenbrink
Es würde ja schon reichen wenn die Gewinne und die Profiteure anständig besteuert würden, aber selbst das funktioniert in einer globalisierten Welt nicht mehr. Geld kennt keine Grenzen oder Nationalitäten. Aber das nun selbst die Heuschrecken anfangen von Ungerechtigkeit zu reden lässt aufhorchen, gepaart mit einem kleinen Funken Hoffnung. Klar haben die am Ende auch nur Angst vor dem "Mob" der irgendwann sicherlich auf die Barrikaden geht, weil sie genau wissen wie sehr sie es seit 30 Jahren übertreiben, aber immer hin... Die soziale Marktwirtschaft ist in ihren Grundzügen schon ok, aber die funktioniert leider immer schlechter, auch weil die Unternehmen ihre Verantwortung an die Gesellschaft fast komplett eingestellt haben. Da zählt nur noch Shareholder Value. Ein wenig hat Kühnert Recht, aber er hat es einfach dilettantisch angestoßen!

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