Forum: Wirtschaft
Faktencheck zum Kollektivierungsvorstoß: Wovon redet Kevin Kühnert eigentlich?
Matthias Schrader/DPA

Juso-Chef Kevin Kühnert wirbt für den demokratischen Sozialismus. Prompt warnen Konservative vor dem Abrutschen in die Diktatur. Dabei sind Kühnerts Vorschläge weniger radikal als vor allem eines: nebulös.

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luny 02.05.2019, 21:45
210. Machen Sie sich nicht unglücklich

Zitat von James Blönd
Überlege ernsthaft, die SPD doch mal wieder zu wählen. Aus Mitleid.
Hallo James Blönd ,

machen Sie sich nicht unglücklich!

Die SPD hat seit Schröder mit seiner Agenda 2010 alles versemmelt. Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen,

LUNY

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karljosef 02.05.2019, 21:46
211. Halbgebildete?

Zitat von Knödelseder
Über Äußerungen von Halbgebildeten diskutiere ich nicht. Wer keinerlei ökonomischen Sachverstand besitzt und nur im Callcenter arbeitete sollte besser schweigen.
Sie erinnern sich sicherlich an die Meinung der meisten der 5 Wirtschaftsweisen, der kompletten Wirtschaft und der meisten der politschen Elite zur Einführung des Mindestlohns?

Ob das wohl alles Halbgebildete waren?

Grüße von einem Uni-Absolventen (ohne ökonomischen Sachverstand?) mit einer gut ausgebildeten Logik!

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kakophoniephobie 02.05.2019, 21:49
212. Die Politik scheint überfordert zu sein

Zitat von Kommentator123456
Kühnert meint, dass idealerweise niemand mehr als den selbstbewohnten Wohnraum sein Eigentum nennen dürfe? Warum?? Wenn z.B. ein Handwerker sein eigenes Haus fertig gebaut hat, darf er kein zweites bauen? Was soll das?? Sicherstellen, dass alle auf gleich niedrigem Niveau leben? Ist es nur der Neid, den Kühnert zu seiner Meinung kommen lässt. Es ist wirklich schwer verdaulich, dass immer noch Leute diese Art von Ideen ernsthaft diskutieren wollen. Motivation und Belohnungen für Anstrengungen sind essentiell - sonst wird nicht viel geleistet - hat man ja in der DDR zur Genüge gesehen - neben vielen anderen Problemen.
Der Staat als Unternehmer - was soll dabei herauskommen? Sozialismus a la DDR? Kühnert hat jedoch in einem Punkt, der er nicht direkt anspricht, sondern nur zwischen den Zeilen andeutet, Recht: Die Politik hat den Markt gewähren lassen, sie hätte Entwicklungen voraussehen müssen und steht jetzt, nachdem das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, ratlos und ohne Konzepte da. Siehe Wohnungsbau bzw. Wohnungsmarkt.

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hdwinkel 02.05.2019, 21:51
213. Verstaatlichung

Die Familie Quandt hätte konsequenterweise gleich nach dem WK2 verstaatlicht werden müssen.
"Quandt gehörte zu einer Gruppe von Industriellen, die sich Mitte 1931 mit Adolf Hitler im Berliner Hotel Kaiserhof trafen und der NSDAP im Falle eines Linksputsches 25 Millionen Reichsmark zur Verfügung stellten. Ebenfalls 1931 wurde er Mitglied der Gesellschaft zum Studium des Faschismus, die als ein Bindeglied zwischen konservativen Kreisen und der NSDAP fungierte. Er war ein Teilnehmer des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933 von Industriellen mit Hitler, bei dem eine Wahlkampfhilfe von 3 Millionen Reichsmark für die NSDAP beschlossen wurde."
https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_Quandt
Das Unternehmen verdankt sein Reichtum in erster Linie der Rüstungsproduktion und spätere KZ Zwangsarbeit.
Verhindert hat die Verurteilung Quandts als Hauptkriegsverbrecher übrigens das Vereinigte Königreich, weil sie die fürchteten, die Batterieproduktion könnte leiden. Es kann also Millionen Tote geben, hauptsache die Wirtschaft läuft.

Und dabei sind die Quandts nur die Spitze des Eisbergs. Fast alle DAX30 Unternehmen sind sog. altes Geld, also Betriebe, die ihren Reichtum bereits vor 100 Jahren aufgebaut hatten und danach trotz zweier Kriege, mehrfacher Währungsreformen und Inflationen, also die regelmäßige Enteignung des Fußvolks, behalten und vermehrt haben.
DAS ist die Realität in Deutschland.

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Andrezz 02.05.2019, 21:53
214.

Strategen/ Strateginnen im Polit-Zirkus von sich geben.
Aber ein kleines Fünkchen von dem, was hier zerredet wird, weckte auch meine Aufmerksamkeit:
"Vergesellschaftung der Produktivmittel"
Herr Kühnert möchte vermutlich gerne, daß jeder "Arbeiter" die "Früchte" seiner Arbeit ernten kann.
Tatsächlich besteht die Welt nicht aus
(guten) Arbeitern und (bösen) Kapitalisten, sondern aus Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen. Wenn man dem einen oder anderen "Lebensmodell" die Möglichkeit verschaffen würde, sich auf dem bösen Markt der bösen Kapitalisten zu tummeln, bestünde eventuell die Chance, dass sich die Sichtweisen verändern. Man könnte bspw. erstaunt feststellen, dass der Ertrag von Kapital ja zur Zeit durchaus nicht negativ sein muß, sondern wenigstens bei fünf? Prozent liegen kann.
Die Produktivmittel produzieren auch hier und jetzt und erzeugen Dinge und Dienstleistungen, die im hier und jetzt ge- und verbraucht werden
Aber wenn selbst in Zeiten von Negativ-Zinsen ordentliche Erträge (jenseits der fünf Prozent) eingefahren werden können, warum kann das "ein schwer schuftender, Kohle schaufelnder Arbeiter" nicht?
Es gibt sicherlich viele Gründe, warum er es nicht kann. Der Wichtigste ist vermutlich das Fehlen von entsprechendem Kapital.
Also wie könnte man da weiter kommen?
Hier kommt mein Modell für eine Entschärfung des "Konfliktes" Arbeiter - Kapitalist, oder auch für einen lebenswerten Staat, der sich an anderen, wichtigeren Problemen gemeinsam abarbeiten kann
1. Stattet jeden neuen Bundesbürger mit seiner Geburt mit einem Startbetrag aus
2. Dieser Startbetrag wird durch einen regelmäßigen Anteil bspw. eines Anteils an den Rentensteigerungen der Zukunft regelmäßig erhöht, andere "Einzahlungen" aus dem Haushalt sind denkbar und erwünscht
2. Das Guthaben jedes Bürgers wird treuhänderisch durch den Staat verwaltet (outside jeder tagespolitischen Einflussnahme!!!)
3. Der Status des Anteils jedes Eigners ist jederzeit einsichtig
4. Der "Staat" richtet einen international tätigen "Staatsfond" ein, der über die Investition der zur Verfügung stehenden Mittel entscheidet
5. Ziel ist eine abgewägte Ertragsmaximierung
6. Investitionen dürfen politisch motiviert sein, müßen aber einem ethischen Check genüge tun
7. Niemand hat vor Ablauf seiner regulären Lebensarbeitszeit Anspruch auf Rückzahlung seines persönlichen Anteils
8. Alle bis zu diesem Zeitpunkt nicht in Anspruch genommenen Anteile fallen allen Verbleibenden zu
9. Der Wechsel vom "Generationsvertrag" zum Ertragsmodell findet so langsam (und weitsichtig!) statt, dass alle "Arbeiter" und "Ausbeuter" zwar meckern, aber trotzdem diesen Weg mit gehen und auch mitgehen können.
Unter dem Strich können wir Bundesbürger!, unseren Nachkommen eine brauchbare Republik hinterlassen
Leider weiß ich nicht, ob Herr Kühnert bei seinen Betrachtungen unserer Welt, diese Dinge auch in Betracht gezogen hat oder nicht.
Es hilft leider nicht, immer wieder zu sagen, so geht es nicht!
Besser erscheint mir zu sagen: So könnte es funktionieren!!!

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luny 02.05.2019, 21:53
215. Qualifikation

Zitat von jo126
Aber was soll der da tun? Bei seiner "Qualifikation" kann er bestenfalls zugucken und möglichst nicht im Weg stehen.
Hallo Jo126,

das ist ein Argument.

Selbst Praktikanten benötigen eine Qualifikation.

Es steht zu befürchen, daß Kevin Kühnert nicht mal als Praktikant bei BMW einsteigen könnte.

BMW hat sich ja zu Kevin Kühnerts Vorschlag noch gar nicht geäußert.

Eventuell bietet ihm BMW ja ein ein Praktikum in der Montage im 3-Schicht-Betrieb an.

LUNY

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brooklyner 02.05.2019, 21:55
216.

Zitat von NightToOblivion
Das in Deutschland (meistens West) immernoch soviele Leute Wirtschaftssystem mir Politik verwechseln. Man kann Demokrat sein und gegen den Kapitalismus, genauso wie die Staatskommunisten in China auch Kapitalisten ohne Demokratie hinbekommen.
Es heisst dass, nicht das. Und Westdeutschland finanziert immer noch die nie im hier und jetzt angekommenen ostdeutschen Altlasten. Nur Mal so als Reflexionshilfe.

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retrojacket 02.05.2019, 21:56
217. Peinlich

Mir scheint, Sie halten diesem Mann zugute, dass er eigentlich einen gut durchdachten Plan für den sogenannten demokratischen Sozialismus hat. Diese sind die Theorien von Karl Marx und diejenigen, die die fördern, haben keine Ahnung, wie man sie eigentlich zustande bringen könnte, ohne dass die Bevölkerung die Bürgerrechte verliert. Ein großer Beweis der Ungebildetheit ist zu sagen, dass der Kommunismus von Marx eine gute Idee ist, die leider schlecht in die Tat von seinen Nachfolger umgesetzt worden ist.

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NixAlsVerdruss 02.05.2019, 21:59
218. Kühnert wird mir immer sympatischer

eine meisterhafte Provokation und sie plappern los, die Angepassten und die Systemkasper. Nein das ist kein "Meisterplan" zur Lösung zukünftiger Probleme, aber eine Meisterleistung, eine politische Diskussion anzustoßen.

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alsi 02.05.2019, 21:59
219.

wir müssen uns um die Zukunft Gedanken machen.
die alten brauchen es nicht mehr zu tun

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