Forum: Wirtschaft
Fallende Energiepreise: Die Gefahr des billigen Öls
AFP

Der Ölpreis ist in einem Jahr von 110 auf 40 Dollar pro Fass gestürzt. Schön für die Autofahrer - und ein Desaster für Exporteure wie Russland. Wegen der Billigenergie fehlen vielen Staaten Milliardensummen, mancherorts drohen Unruhen.

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bammy 27.08.2015, 10:44
90.

Zitat von accessfreeze
nur merken wir das nicht an der Tankstelle ??? ein klein wenig gehen die Preise ja runter, aber nicht in dem Maß wie der Ölpreis sinkt.
Kann ja auch nicht. Der Steueranteil ist nun mal recht hoch.

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lizenz 27.08.2015, 10:45
91. Schöne Alternativen für die Menschen

Entweder die Umwelt gnadenlos weiter ausbeuten bis alles verdreckt ist oder mangels Geld sich gegenseitig fertig machen. Diese Spezies ist am Ende.

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pygmy-twylyte 27.08.2015, 10:48
92. Gemeinsam gegen Russland

Der Ölpreis fällt und fällt - nur leider nicht an der Tankstelle! Saudi-Arabien kämpft meines Erachtens nur dem Schein nach gegen die USA, in Wirklichkeit wollen die Amis gemeinsam mit den Saudis Russland in die Knie zwingen. (Wer so ein Druckmittel hat, braucht keine Armee mehr!) Dass unter diesem Wirtschaftskrieg auch "Unschuldige" wie Venezuela zu leiden haben, nimmt man billigend in Kauf. - Eigentlich müsste das billige Öl wie eine kräftige Konjunkturspritze wirken. Das ist aber nicht der Fall (siehe China). Die Vermutung liegt nahe, dass wir es mit einer Weltwirtschaftskrise zu tun haben, deren Auswirkungen wir auch in Deutschland spüren werden.

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Steve.Joe 27.08.2015, 10:49
93. Ölpreis in US-$

Nicht vergessen, der Ölpreis wird in US-$ genannt.
Der Euro ist in den letzten 12 Monaten von 1,30 (EUR-USD) auf teilweise unter 1,10 (EUR-USD) gefallen.
Auch macht die Minearlölsteuer einen wesentlichen Anteil des Bezin-Preises aus. Die Rohstoffkosten haben damit nur eine begrenzte Wirkung auf den Benzinpreis.

Ansonsten am besten Benzin-Preise vergleichen; die Verbraucher haben es in der Hand den Markt-Mechanismen mehr Kraft zu geben.

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izra_l. 27.08.2015, 10:50
94. Och nö

Armer Westen... Während wir dahin dümpeln, hat China seine Währung wie angekündigt um einige Prozente devalviert. Eine realistischer kann das und darf das. Leider haben die Geld-aus-dem-nichts-Inhaber im Westen, den Trend verschlafen. Während China um 30% wuchs, seit 2009, hat unsere Wirtschaft stagniert. China finanzierte auf pump die Arroganz der Banken hier im Westen. Denn anstatt Geld billig zu kaufen und in die realistischste zu investieren, haben die Banken damit spekuliert. Und wenns kracht? Dann zählt das dumme steuerzahlervolk im Westen. Mal schauen wie lange bis wir pleite sind und einen Weltkrieg brauchen um die Uhren auf null zu stellen. Ich jedenfalls werde nicht für die Banken kämpfen, sicherlich nicht.

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interessierterleser1965 27.08.2015, 10:50
95. Kein Mitleid

Ich habe mit Staaten wie Sadi Arabien und Nigeria kein Mitleid, denn diese beuten Ressourcen aus, ohne eigene Leistung. Zudem sorgt das Öl dort nur dafür, dass fragwürdige Regime an der macht bleiben und mit dem Geld noch fragwürdigere Gruppen wie den IS unterstützen. Wenn dieser Geldfluss kleiner wird, kann das nur gut sein.

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bammy 27.08.2015, 10:52
96.

Zitat von Ursprung
Ein niedriger Oelpreis duerfte auch deshalb verheerend sein, weil so eine dringend notwendige Umstellung auf nachhaltige Energien verlangsamt wird, auf allen Fronten, von Verkehr bis heizen. Entlastung bringt ein niedriger Erdoelpreis allerdings bei der Kohle: der abstruse Irrsinn, diesen Rohstoff zu verbrennen, wird so unwirtschaftlicher. Doch Erdoel und Gas zu verbrennen statt Kohle, ist Teufel mit Belzebub auszutreiben und beides anti-nachhaltig.
Um mit Öl Strom zu erzeugen, brauchen Sie ein Ölkraftwerk. Sie können in keinem Ölkraftwerk Kohle und in keinem Kohlekraft Öl in großen Mengen verfeuern.
In Deutschland gibt es sehr wenige Ölkraftwerke.

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David M 27.08.2015, 10:52
97. Perverse Logik

Der Ölpreis war von Kartellen (wie sie hierzulande verboten wären) und der US-Regierungsmafia (auch als Öl-Lobby) seit Bush künstlich hochgepusht. Erfreulicherweise funktioniert das zur Zeit nicht mehr. Jeder Dollar der nicht ein Arabisches Regime und wer weiß was sonst noch finanziert ist ein guter Dollar.

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muellerthomas 27.08.2015, 10:53
98.

Zitat von braindead0815
war ja kein zufall, das die spritpreise vor der ferienzeit dieses jahr wieder explodiert sind. was hat das mit irgendeiner ölpreisentwicklung zu tun? das sind kartelle, wo das kartellamt in deutschland zuschaut, weil das finanzamt verdient.
Nö, Zufall nicht, sondern einfach steigende Nachfrage, die sich auf einen kurzen Zeitraum konzentriert. Wäre er seltsam, wenn die Preise da nicht steigen würden.
Schauen Sie sich doch einfach mal die Preisentwicklung vor Steuern und den Ölpreis gemessen in Euro an. Sie werden sehen, die beiden Kurven verlaufen praktisch parallel. Und natürlich gibt es bei der Differenz dieser beiden Kurven Schwankungen, aber eben keinen Aufwärtstrend.

Die Differenz zwischen Verkaufspreis des Benzins/Heizöls und dem Ölpreis nennt sich (etwas vereinfacht) Crack Spread. Googlen Sie doch mal nach Crask Spread Brent. Dann sehen Sie, dass das Niveau derzeit nicht niedrig ist, dass es aber keinerlei Aufwärtstrend da gibt (wenn Sie die Kurver in Euro finden).

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W. Robert 27.08.2015, 10:55
99. Öl und Geopolitik

Big Oil mag die Konkurrenz durch die Fracking-Industrie keineswegs, und schon häufen sich die Pleiten in dieser Branche. Wie lang halten die verbliebenen Fracking-Firmen noch durch, ein Jahr, zwei Jahre? Eine autonom agierende OPEC ist eine Illusion, die Saudis und die Emirate machen exakt das, was ihnen Kerry diktiert hat. Da geht es natürlich auch um die „Bestrafung“ der Russen, die durch den niedrigen Ölpreis massive Probleme bekommen, Und die jederzeit reversible Annäherung an den Iran erhöht den Druck auf die Saudis und die Emirate, hochzurüsten, der Iran rüstet mit dem neuen Geld nämlich ebenfalls auf.

Es ist abzusehen, dass es mit all den schönen neuen Waffen wieder knallt. Die Schwächung der Russen ist ebenfalls nicht gut für Gesamteuropa sondern nur für den grenzenlosen Egoismus der USA und der dortigen Waffenindustrie. Längst fliegen uns die Resultate der absurden Nahostpolitik um die Ohren, in der bankrotten Ukraine besteht eine erhebliche Kriegsgefahr, der niedrige Ölpreis setzt falsche Signale für die Umweltpolitik, die Ölförderung in der EU wird ebenfalls schwer geschädigt. Der Ölpreis ist also eine politische Waffe, die hier unter Hinnahme eigener Verluste instrumentalisiert wird.

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