Forum: Wirtschaft
Fallende Energiepreise: Die Gefahr des billigen Öls
AFP

Der Ölpreis ist in einem Jahr von 110 auf 40 Dollar pro Fass gestürzt. Schön für die Autofahrer - und ein Desaster für Exporteure wie Russland. Wegen der Billigenergie fehlen vielen Staaten Milliardensummen, mancherorts drohen Unruhen.

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Takapuna 27.08.2015, 09:39
30. Hick-Hack

Das ist doch ein immer fortwährendes Hick-Hack. Erst stöhnen alle, dass die Ölpreise so gestiegen sind! Dann stöhnen sie, dass die Ölpreise nun gefallen sind.
Also, recht manchen kann man es niemanden, solange es Kunden und Anbieter gibt.
Viel schlimmer dabei ist, dass nun, aufgrund des billigeren Sprits, die Leute anfangen zu verschwenden. Auch die Recoursen des Fackings, des Ölsandes und der herkömmlichen Quellen werden nun um so schneller dezimiert!
Ein saufender SUV und andere schwere deutsche Autos sind beliebt! Sobald die Preise steigen, fangen die an zu jammern. Dan fängt die Autoindustrie an zu jammern und entlässt Leute. Die jammern dann doppelt so laut, .......

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Ursprung 27.08.2015, 09:41
31. Nachhaltigkeitsbremse

Ein niedriger Oelpreis duerfte auch deshalb verheerend sein, weil so eine dringend notwendige Umstellung auf nachhaltige Energien verlangsamt wird, auf allen Fronten, von Verkehr bis heizen.
Entlastung bringt ein niedriger Erdoelpreis allerdings bei der Kohle: der abstruse Irrsinn, diesen Rohstoff zu verbrennen, wird so unwirtschaftlicher.
Doch Erdoel und Gas zu verbrennen statt Kohle, ist Teufel mit Belzebub auszutreiben und beides anti-nachhaltig.

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ir² 27.08.2015, 09:41
32.

Was bei dieser Diskussion bei SPON völlig untergeht, ist die Tatsache dass diese Entwicklung zeigt dass der „Peak Oil“ nur ein Öko-Märchen ist. Die Folgen für die „Energiewende“ sind dadurch ja noch dramatischer als für die Erdölexporteure. Die hohen Kosten der „Erneuerbaren“ wurden ja damit gerechtfertigt dass die Kohlenwasserstoffreserven zur Neige gehen und man jetzt neue Energiequellen entwickeln müsse. Alle falsch! Kohlenwasserstoffe sind unabsehbar verfügbar und jeder € der in die „Energiewende“ gesteckt wird, ist ein verbrannter €. Diese Erkenntnis wird Deutschland mindestens genau so hart treffen wie ein Ölpreis von 40 $ Nigeria trifft....

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helmut.alt 27.08.2015, 09:47
33.

Der Beitrag No 17 spricht mir aus der Seele. Haben Sie schon mal hochgerechnet wie viele Billionen Dollar in den letzten Jahren vom Westen an OPEC und andere ölproduzierende Länder bezahlt wurden? Davon wurde eine enorme Summe für die Rüstung ausgegeben. Mein Mitleid mit diesen Staaten hält sich in Grenzen.

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heinzpeter0508 27.08.2015, 09:48
34. Keine Gefahr für die Umwelt

wenn der niedrige Ölpreis die Fracking Unternehmen en masse kaputt gehen lässt. Fracking ist umweltkriminell und es ist verantwortungslose Politik gegenüber der Umwelt wenn ein Staat innerhalb seiner Grenzen Fracking zulässt.

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wiebkedunker 27.08.2015, 09:52
35. Billiges Öl?

Das schreibt nur ein Mensch, der im September 2000 noch per BobbyCar am mobilen Leben teil nahm. 1 Liter handgezapfter Diesel für 99 Pfennige.

Was ist an der aktuellen Verdoppelung des Preises in nur 15 Jahren also "billig"?

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dr.haus 27.08.2015, 09:52
36.

Unruhen bei sinkendem Ölpreis? Möglich,aber die bisherigen Unruhen im Nahen Osten sowie Annektion der Krim u. Teilen der Ukraine fanden noch zu Zeiten hoher Ölpreise statt.Insofern haben diese "Akteure" bei sinkenden Öleinnahmen jetzt weniger Mittel,um Kriege führen zu können,müssen sich stattdessen vielleicht mal um ihre Bevölkerung kümmern,ansonsten können sie ja die Missliebigen auf den Weg nach D schicken,wir nehmen sie auf.

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rickmarten 27.08.2015, 09:53
37. Langzeitfolgen

Produzenten werden sich aus teuren Fördergebieten verabschieden. Die notwendige Technologie wird auch nicht mehr forciert entwickelt. Der Energiehunger steigt und steigt, Öl ist aber ein endlicher Stoff. Die jetzt stark politischen Preise werden wieder als reale Marktpreise zurückkehren. Auch ist nicht jedes Öl wie das andere. Der nun sinkende Import der Ölländer wird auch wirken: hier.

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schumbitrus 27.08.2015, 09:53
38.

Anstatt das zweifelhafte Glück des deutschen Autofahrers wäre es nach einer kurzen Erwähnung der Verlierer interessanter gewesen, die (geopolitischen) Gewinner der Entwicklung zu analysieren.

Denn überrascht nicht die Koinzidenz, dass das billige Öl Chinas Wirtschaftsprobleme gar nicht beeinflussen?

Welche Länder ziehen denn den größten strategischen(!) Nutzen daraus, dass das billige Öl aufstrebenden Wirtschaftsnationen die Anmeldung (wirtschaftlicher) Machtansprüche erschwert? Oder einfacher: Welches Land ist denn das einzige, das die Öffnung der Öl-Hähne weltweit befehlen und damit den Preisverfall des Öls induzieren kann? Tipp: Saudi-Arabien ist es wohl nicht.

Ein Mehrwert-Artikel würde dann die Handlungsptionen der Verlierer-Länder beleuchten, mit welchen Strategien sie diesen wirtschaftlichen Angriff am besten parieren und die Schäden zu minimieren.

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Blaumännchen 27.08.2015, 09:54
39. War das nicht immer unser aller Wunsch...

Das die Ölförderländer zur Hölle fahren? Das Naheliegende ist halt nicht automatisch das Richtige.
Ach ja, und eigentlich dürfte es ja diese Ölschwemme garnicht geben, wegen Peak Oil und so.
Egal, es gibt ja Gott sei Dank genug "Experten" die uns die Welt erklären können.

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