Forum: Wirtschaft
Falschberatung: Justizministerium will Anleger besser vor Abzocke schützen
DPA

Die Ergebnisse einer Studie rütteln die Politik wach: Die Beratungsprotokolle bei Banken und Versicherern bringen Anlegern offenbar nicht den erhofften Schutz. Deshalb erwägt das Justizministerium laut "SZ", die Gespräche aufzeichnen zu lassen.

Seite 1 von 4
blowup 25.06.2014, 07:25
1. Wer schützt wen?

Die Regierung will Anleger vor Abzocke schützen? Die zockt doch selber mit ab. Die geplante Neuregelung bei den Lebensversicherungen, die laut SPON-Bericht über die Anfrage der Linken im BT auf "einer dünnen Datenlage" basiert, ist doch ein gutes Beispiel.

Die "Abzocker" bestellen sich nach gusto ihre passenden Gesetze und die Regierung liefert prompt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
infamartworks 25.06.2014, 07:40
2. Klassifizierung der Produkte heißt die Lösung

Ganz schlicht - wie beim Energieausweis - können alle Anlageprodukte neutral klassifiziert werden. Einfach und sicher - dann kann kein "Opfer" mehr behaupten hohe Rendite bei hoher Sicherheit erwartet zu haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Togge 25.06.2014, 07:45
3. Verbraucher ist kein Welpe

So, bald ist es geschafft und der Bürger ist vollständig entmündigt. Soll demnächst auch bei Mediamarkt ein Protokoll geführt werden, wenn ich einen neuen Fernseher kaufe? Was ich nicht verstehe, kaufe ich nicht, ganz einfach. Ein Verbraucher ist doch kein Welpe, der vor allem und jedem geschützt werden muss. Bei der Suche einer neuen Glotze werden Vergleiche und Tests konsultiert bis der Arzt kommt. Wieso nicht die gleiche Akribie wenn es um das Ersparte geht? Wenn der Staat sich aufspielen muss als Schutzheiliger, weil keiner mehr des Lesens eines Vertrages fähig scheint, dann gute Nacht Deutschland. Unterschreiben tut man immer noch selbst...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gazettenberg 25.06.2014, 07:52
4.

Zitat von sysop
Die Ergebnisse einer Studie rütteln die Politik wach: Die Beratungsprotokolle bei Banken und Versicherern bringen Anlegern offenbar nicht den erhofften Schutz. Deshalb erwägt das Justizministerium laut "SZ", die Gespräche aufzeichnen zu lassen.
Wenn ich bei meiner Bank Geld anlege, bekomme ich mittlerweile tausende Seiten an Informationen und Prospekten ausgehändigt. Ich sehe nicht, was noch größere Papierberge bringen sollen, wenn die Kunden das sowieso nicht lesen.

Geldanlage funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip: Je höher die erhoffte Rendite, desto größer ist auch das Risiko. Und niemand gibt mir eine Garantie, dass ich am Ende mein ganzes Geld mit Zinsen wiederbekomme. Hat mir gegenüber aber auch nie ein Banker behauptet.

Mein Vorschlag: Die Banken setzen alle Kunden, die sich über verlorenes Geld beschweren, obwohl sie die Geldanlage aus freien Stücken gekauft haben, auf eine schwarze Liste. Für diese Leute gibt's dann keine Geldanlagen, keine Kredite und keine Konten mit Überziehungsmöglichkeit mehr. Nur noch ein Girokonto auf Guthabenbasis.

Wir übrigen, erwachsenen Kunden entscheiden dann selber, wie wir unser Geld anlegen, informieren uns vorher und verzichten dankend auf die Papierberge. Und wenn wir Geld durch unsere eigene Entscheidung verlieren, dann stehen wir auch dazu. Das ganze Leben ist ein Risiko.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernstmoritzarndt 25.06.2014, 07:58
5. Überregulierung

Genauso wie bei den Beratungsprotokollen der Versicherungswirtschaft wird bei den Kreditinstituten ein derartiger Wust von Protokollen produziert, daß sich "Otto - Normalanleger", ausgenommen selbstverständlich Lehrer, die gar nicht mehr durchgelesen werden - können! Kürzlich hat ein jugendlicher Verwandter (21 Jahre, erste eigene Wohnung, Ausbildung beendet) eine Privathaftpflichtversicherung inkl. Mietsachschäden abschließen wollen. Das durchzuarbeitende Protokoll war 25 ziemlich heftig bedruckte Seiten lang! Um das durcharbeiten zu müssen, bedarf es mindestens des Abschlusses eines I. jur. Staatsexamens. Die Belehrungsverpflichtungen laufen also komplett leer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rgsf 25.06.2014, 08:04
6. Zu faul für Ökonomie

Der Großteil der deutschen Anleger ist mental zu faul um selbst die grundlegenden Prinzipien der Ökonomie zu beherrschen (z.B. Angebot und Nachfrage, Rendite und Risiko). Daher ist er auch sehr anfällig für die Scharlatanerie des Großteils der deutschen Bankster. Ob da mehr Regulierung hilft? Wie wäre es denn z.B. statt dessen mit ökonomischer Grundausbildung in der Grundschule?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hilfskraft 25.06.2014, 08:06
7. das hätte ...

... man bereits 30x erledigen können, seit uns allen klar wurde, wie uns Banken und Versicherungen reingerissen haben.
Regieren im Schnecktempo.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pommer123 25.06.2014, 08:11
8. Niemals

ohne Rechtsbeistand zu einer Anlageberatung gehen. Diese vermeintlichen "Experten in Geldangelegenheiten" sind nichts anderes als die üblen Mitglieder von "Drückerkolonnen", die alles verkaufen, was Profit bringt. Vielleicht hilft ja die Androhung einer Gefängnisstrafe, um diese Machenschaften einzudämmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cxcx386 25.06.2014, 08:13
9. optional

Alles schön und gut, aber wie will man uns vor der EZB und ihrem wild gewordenen Draghi schützen der die Zinsen so weit drückt das es mehr Sinn macht das Geld zu versaufen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4