Forum: Wirtschaft
Faule Kredite: Kompromiss für Italiens Banken
REUTERS

Staatsgeld für marode Kreditinstitute? Das sollte es in Europa nicht mehr geben. Doch in Italien soll jetzt offenbar der Steuerzahler den Kleinsparer retten.

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udo.sowade 15.07.2016, 15:28
1. Brüssel knickt doch ein....

Das Dilemma nimmt kein Ende. 52 % der Wähler in Großbritannien haben das erkannt...Das Wahlvolk ist also doch nicht so dumm....

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sag-geschwind 15.07.2016, 15:34
2. Alternativlos

Das war abzusehen ...

Anzumahnen wäre zuerst eine grundlegende Sanierung der EU und der Konstruktion Euro.
Wenn man das richtig macht, können sich auch die Banken wieder erholen. Das Kernproblem ist die Pathologische schwarze Null, und die Ideologie, die unter Ökonomie Massenverarmung und Wohlstandsabbau versteht.

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dasdondel 15.07.2016, 15:44
3. Privatanleger

Zitat von
Privatanleger sollen in einem zweiten Schritt mit Steuergeld für ihre Verluste entschädigt werden.
Ok im Falle Italien ist das zwar nicht mein Geld (?), korrekt ist das aber nicht. Da hat also einer privat Geld angelegt und es verloren - die Bank hat ihn darum betrogen - die müssen haften. So was nennt man "dumm gelaufen". Ersetzt der Staat einem das Auto, wenn's geklaut wird ?

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Freidenker10 15.07.2016, 15:45
4.

Logo, weil die großen Investoren ihr Geld nicht schon längst in Sicherheit gebracht haben... Erstmal sollten die Boni-Einsacker mit den Bonis der letztem 10 Jahre haften, dann die Aktionäre und Großanleger, sofern die nicht schon weg sind!!!! Da bekomm ich echt schon wieder einen dicken Hals!!!

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decathlone 15.07.2016, 15:53
5. Lasst die Banken endlich sterben...

... Das Geschäftsmodell ist überholt und wird bald durch technische Innovationen komplett obsolet. Und die Zockerei der Investmentbanker sind sowieso nur eine legalisierte Form von Diebstahl ('ehrenwerte Diebe' sozusagen). Da die Briten die EU verlassen, wird es jetzt vielleicht gelingen, den Bankensumpf trockenzulegen. Wenn die Briten dann trotzdem mit windigen Bankgeschäften und Steuerdumping weitermachen wollen, dann muss man ihren Instituten die Betriebserlaubnis im Binnenmarkt entziehen.

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muellerthomas 15.07.2016, 15:55
6.

Zitat von dasdondel
Ok im Falle Italien ist das zwar nicht mein Geld (?), korrekt ist das aber nicht. Da hat also einer privat Geld angelegt und es verloren - die Bank hat ihn darum betrogen - die müssen haften. So was nennt man "dumm gelaufen". Ersetzt der Staat einem das Auto, wenn's geklaut wird ?
Wenn nur Ihr Auto gestohlen wird, wohl eher nicht. Wenn aber in einer großangelegten Aktion tausende Autos gestohlen werden, vielleicht. Schwer zu sagen. Aber zumindest ist das etwa bei Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen so: Wenn nur Ihr Keller überflutet wird, haben Sie halt Pech. Wird eine ganze Region überflutet, kann diese zumidnest teilweise auf Hilfe vom Staat zählen.

Ob das richtig so ist, kann diskutiert werden, aber es ist nicht nur bei den Banken so.

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hei-nun 15.07.2016, 15:56
7. Was haben 52 % erkannt ?

Zitat von udo.sowade
Das Dilemma nimmt kein Ende. 52 % der Wähler in Großbritannien haben das erkannt...Das Wahlvolk ist also doch nicht so dumm....
Banken-Probleme in GB:

2009 hat die britische Regierung die Banken des Landes, allen voran RBS, Lloyds und Northern Rock mit massiven Finanzhilfen gestützt.

Welches Dilemma ? Was haben jetzt die Brexit-Freaks erkannt ? Finanzhilfen (Steuergelder) sind dann gut, wenn sie von der EU nicht beanstandet werden können !?

Tolle Brexit-Argumente !!

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cum infamia 15.07.2016, 15:57
8. Sturheit siegt in der EU

Da kann passieren was will . Die "alternativlose" Bankenrettung aus Steuermitteln geht weiter weiter.
Quo vadis, EU ?

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fottesfott 15.07.2016, 16:03
9. Ich rekapituliere mal

In Italien gibt es seit vielen Jahren viel zu viele Banken. Klar, um "Marktanteile zu sichern" muss man bei den Kreditsicherheiten schon mal eine Auge zudrücken, vielleicht sind es ja auch Verwandte. Dann kommt eine kleine Finanz- und Wirtschaftskrise und im Nachgang ein italienischer EZB-Präsident. Der senkt "alternativlos" den Leitzins schrittweise auf 0 % "damit die Banken ihrer originären Bestimmung nachgehen und Kredite an Firmen und Privatpersonen ausgeben können". D.h. italienische Banken vergeben noch mehr Kredite an noch weniger kreditwürdige Kunden (parallel werden v.a. im nördlichen Europa Rentenfonds und Sparer kalt enteignet). Die französischen Banken geben ihr kostenloses Geld nicht an französische Kreditnehmer, sondern leihen es notleidenden italienischen
Banken, damit sind dann beide "systemrelevant" und können nicht mehr pleitegehen.
Das wirft bei mir Fragen auf:
welche Drogen sind da im Spiel ? Kann ich die auf legalem Weg auch bekommen ? Oder kann man eine solche Bewusstseinsebene nur mit Rotwein erreichen ?
Und wenn ja: dann muss die komplette Jahresmenge Brunello di Montalcino im Keller der EZB liegen ? Was hat dann Gerhard Schröder im Keller ? Gepanschte und gefälschte Plörre ? Fragen über Fragen.

Und in der nächsten Folge lesen Sie:
Wie Mario Draghi nach angemessener Abklingphase (Pool, Toskana, 4 Wochen) für eine Antrittsprämie von 12 Mio. € die Leitung der inzwischen verstaatlichten
Banca Monte dei Paschi di Siena übernimmt...

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