Forum: Wirtschaft
Faule Schiffskredite: EZB greift bei HSH Nordbank durch
DPA

Die Europäische Zentralbank (EZB) macht beim Umbau der HSH Nordbank Druck. Die Landesbank soll faule Schiffskredite in Milliardenhöhe ausmisten.

Seite 1 von 4
gersois 15.07.2015, 18:02
1. Will die EZB nicht kaufen?

Die EZB kauft doch jede Menge Schrottpapiere, um die Banken zu stärken. Warum nicht auch diese?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
olaf m. 15.07.2015, 18:18
2.

"Die Europäische Zentralbank (EZB) macht beim Umbau der HSH Nordbank Druck. Die kriselnde Landesbank muss auf Drängen der bei der EZB angesiedelten Bankenaufsicht ausfallgefährdete Kredite im Milliardenumfang loswerden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf Personen, die mit dem Vorgang vertraut seien.
Für die HSH habe das große Bedeutung bei der Ausarbeitung ihres Umbauplans, über den das Institut derzeit mit seinen Eigentümern und der EU-Kommission verhandelt. Dabei sollen Finanzkreisen zufolge faule Schiffskredite in eine Zweckgesellschaft ausgelagert werden."

"...in eine Zweckgesellschaft ausgelagert werden."...
Ja klar. Wer mag wohl der Gesellschafter des "Zwecks" sein ??
Hey Zweck - Du zwackst. Den Steuerzahler. Uns.
Hallelujah.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 15.07.2015, 18:54
3.

Zitat von gersois
Die EZB kauft doch jede Menge Schrottpapiere, um die Banken zu stärken. Warum nicht auch diese?
Haben Sie ein Beispiel für ein solches "Schrottpapier"? Nur eine einizge ISIN.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wibo2 15.07.2015, 18:56
4. Was macht man mit 600 Schiffen, die keiner braucht?

Ein großes Dilemma für die Verantwortlichen. Wenn die HSH Nordbank jetzt anfinge, diese 600 Schiffe zu verkaufen, Z.B. an Hedgefonds, zu billigen Preisen, dann machte sie den Markt kaputt. Nicht nur das, auch die eigene Bilanz, denn jeder Billigpreis würde den Wert der übrigen Schiffskredite nach unten drücken.
Als Forist wibo2@gmx.net stehe ich dem Dilemma der HSH Nordbank und der für sie haftenden Steuerzahler mitfühlend gegenüber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ctwalt 15.07.2015, 19:23
5. Bitte ???? Mir wird schlecht !

"Zudem ist laut Reuters noch nicht klar, wie stark bei der Auslagerung eine staatliche Garantie in Anspruch genommen wird, mit der 94 Prozent der ausfallgefährdeten HSH-Kredite abgesichert sind" Da vergibt eine Lanndesbank großzügig Kredite deren Rückzahlungsquote gegen null tendieren wird und im Zweifel zahlt den Schaden der Steuerzahler. Banker müsste man sein und schon würde jede berufliche Fehlleistung nicht geahndet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eule_neu 15.07.2015, 19:43
6. HSH abwickeln!

Wozu brauchen Hamburg und Schleswig Holstein die quasi landeseigene Bank überhaupt noch? Sie kostet den Steuerzahler nur viel Geld, aber wir haben es ja.
16 Mrd. Euro an faulen Krediten aus der Schifffahrtsfinanzierung und lange zugewartet, diese rechtzeitig Wert zu berichtigen.
Die Bank gehört abgewickelt, sie ist nicht mehr systembedingt. Die restlichen Vermögenswerte sollten auf eine andere Bank übertragen werden. Eine staatliche Zweckgesellschaft? Die Kredite sind abgeschrieben, sie können abgewrackt werden und der Stahl eingeschmolzen werden, das ist unsere Marktwirtschaft. Zudem baut man damit die Überkapazitäten ab, der Markt wird es Danken ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ghanima23 15.07.2015, 21:02
7.

Warum lässt man nicht zur Abwechselung mal schlecht gemanagte Unternehmen, inkl. Banken, pleite gehen, anstatt das faule Holz via "staatlichen Zweckgemeinschaften" oder sonstigen Formen von Rettungsschirmen dem Steuerzahler aufzudrücken? Nur weil eine Bank pleite ist, hört sie ja nicht unbedingt auf zu existieren. Die Konkursmasse liesse sich immer noch an Investoren veräussern, die dann hoffentlich einen besseren Job beim der Führung der Bank machen. Es kann doch nicht sein, das für Fehler des managements jeweils der Steuerzahler bereit steht, um die Kosten zu übernehmen. Zumindest sollte man den gesunden Teil der Bank ebenso in eine staatliche Zweckgemeinschaft überführen und dann verkaufen, um den Schaden für den Steuerzahler zumindest zu begrenzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
johann.doov 15.07.2015, 22:47
8. Der Staat

sollte die Schiffe kaufen. Die werden in die Bundesmarine eingegliedert, wahlweise auch in die noch zu begründeten Landesmarinen und die THW-Hochseeabteilung.
Dann führen wir die Wehrpflicht wieder ein, ausgedehnt auch auf Frauen, und beheuern die Schiffe mit Wehrpflichtigen und Freiwilligen aus dem Ausland, die nach zwölfjähriger Dienstzeit die Staatsbürgerschaft und einen Ehrensold bekommen.
Auf diese Weise kann die Bundesmarine einen großen Teil des weltweiten Frachtverkehrs an sich binden und damit kontrollieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerixxx 15.07.2015, 23:31
9. Die Bank hätte man anno 2009 ....

...oder wann das Desaster offenbar wurde und mit Milliardengeldern aus Steuermitteln der betroffenen Länder ganz sozialistisch eine Banken- Aktionärs- und Investorenrettung erfolgte - in den marktkonformen Konkurs schicken MÜSSEN.

Das wäre billiger gewesen.

Good bank statt Bad bank abtrennen und ausgründen und so die notwendigen Bankgeschäfte weiterführen.

Die Milliarden zur Guthabenrettung der Firmenkunden und Privatkunden nutzen. Ansonsten Aktionäre und Gläubiger zu Abschreibungen zwingen - schließlich haben sie in ihrer Aufsicht und due diligence versagt.

Das ganze unwürdige Schauspiel danach bis heute wäre uns erspart geblieben....

PS: kann man unsere Politiker die die wahnsinnigen Garantien und Haftungen übernommen haben nicht wegen Veruntreuung vor Gericht bringen ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4