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FDP-Gesundheitsminister: Bahr will private Krankenversicherer für alle öffnen
DPA

Der Gesundheitsminister will das Geschäft der privaten Krankenversicherer deutlich ausweiten. Daniel Bahrs Idee: Künftig sollen sich alle Bürger privat versichern können und ihre Rechnungen zunächst selbst zahlen. Die Union reagiert mit Spott.

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bauklotzstauner 28.08.2013, 08:19
400.

Zitat von ChrisM83
Und wie bitte schön funktionieren die gesetzlichen Kassen? Lieber Herr Bahr, nur kurz zur Erläuterung, da Sie es wohl nicht verstanden haben: starke Schultern unterstützen schwache. D.h.: Wenn die starken Schultern noch mehr in die private KV abwandern kolabiert das System noch mehr, als es sowieso schon ist.
Das dürfte auch die Absicht sein, die dahinter steckt. Die Privaten stecken in massiven finanziellen Schwierigkeiten. Die sollen jetzt einen kleinen Schub bekommen. Blutet man umgekehrt die Gesetzlichen noch ein wenig aus, kann man in 4 oder 8 JAhren sagen: "Schaut her: Die Staatskassen sind pleite!"
So hat das doch schon mit der Rente geklappt. Heute ist Allgemeinwissen, daß die gesetzliche Rente nicht zum Leben reichen wird. Das liegt aber nicht am angeblich "falschen" Umlagesystem, sondern daran, daß man die gesetzliche Rente im letzten Jahrzehnt bewußt zusammengestrichen hat. Soweit, daß man auch mit einem Durtchschnittseinkommen am Ende nur noch an der Armutsgrenze landet - und deshalb dringend (!) "zusätzlich privat vorsorgen muß".
Das ist dasselbe Verfahren: Die eigentlich grundsolide staatliche Vorsorge wird zerstört, um dne Privaten noch ein paar schöne Jahre an den Finanzmärkten zu gönnen. Danach bricht eh alles zusammen.

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bauklotzstauner 28.08.2013, 08:28
401.

Zitat von Michael3770
Sie glauben doch nicht, dass der links-gehirngewaschene, am Nasenring zum Spott aller herumgeführte Michel über den Zaun schaut und dann noch erkennt, wie sehr er hier verblödet wird? Nein, natürlich muss eine Bürgerversicherung her, bei der immer mehr Leute immer mehr einzahlen, um immer weniger zu bekommen. Vertragsfreiheit? Wettbewerb? Eigenverantwortung? Fehlanzeige, der deutsche Regierungslave möchte weiter von Politikern gegängelt werden und auf gar keinen Fall irgendwo nachdenken und prüfen müssen.
Sie haben Ihren Nicknamen gut gewählt!

Nur ein kleiner Tip: Nicht die anderen "Michels", sondern SIE sind es, der sich von der Politik hinters Licht führen läßt! Schauen Sie mal in die Schweiz, wo seit langem private und staatliche Vorsorgesysteme nebeneinander und miteinander verwoben existieren. Wirklich stabil ist davon bis heute nur die jeweils staatliche "Säule". Nichtsdestotrotz wird seit der Steinzeit erzählt, daß genau diese bald zusammenbrechen werde.... Wers glaubt! Gell, Michael?

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bauklotzstauner 28.08.2013, 08:42
402.

Zitat von u.loose
Ich lese das etwas von 57% Anteil der GKV und 9% der PKV... Somit trägt die PKV genau den Anteil der der Anzahl der Versicherten entspricht. Außerdem haben Sie den Sinn meines Postings nicht erfasst. Die GKV ist deshalb marode, weil sie überwiegend von der Umverteilung lebt. Sie nennen das aber sicher "Solidarität" - ich eben Umverteilung. Umverteilung in einem Maße, dass ordentlich Verdienenden keine sinnvolle Gegenleistung mehr geboten wird.
Also, da kenne ich andere Zahlen. Allerdings von 2007 aus dem Ärzteblatt...

Und klar lebt die GKV von der Umverteilung! Nämlich der Umverteilung von Beiträgen an Kranke. So, wie das jede Versicherung tun sollte. Und daß Gutverdienende mehr und Schlechtverdienende wenig zahlen.... Nun ja... wie soll ich Ihnen das nur erklären...?

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Dumme–Pute 28.08.2013, 08:51
403.

Ja, das denke ich auch.

Wenn es im hohen Alter nicht mehr klappt mit den Beiträgen, muss über Umlagen wieder der normale Steuerzahler unterstützen, aber das ist der FDP ja dann egal...
Zitat: 17. Ganz toll Herr Bahr
MeFFM gestern, 08:17 Uhr
Und was machen wir mit den vielen Privatpleiten wenn Geringverdiener plötzlich mal eben 2000 Euro für eine Behandlung vorlegen müssen? Es hatte durchaus eine Berechtigung das nur Besserverdienende in eine Privatversicherung wechseln können. Wirklich sinnvoll wäre eine Abschaffung der Privaten Versicherungen. Da kann man sich also Fragen, warum Herr Bahr plötzlich so übereifrig für die PKV arbeitet...offensichtlich funktioniert die Lobbyarbeit der PkV sehr gut.

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schnabelnase 28.08.2013, 08:55
404. Ach was?!

Zitat von D0nJuAn
Ich sehe schon die Rechtsstreitigkeiten wenn das von den Versicherten vorgestreckte Geld nicht zurückgezahlt wird
Geht auch anders herum: Patienten, die sich behandeln lassen (z.B. Zahnersatz) und das Geld, dass sie von der Versicherung erhalten haben, nicht weitergeben, sondern davon in den Urlaub abdüsen und später Ratenzahlung vereinbaren wollen. Leider kein seltenes Phänomen. Risiken gibt es halt überall.

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bauklotzstauner 28.08.2013, 08:56
405.

Zitat von Berliner42
Naja, wenn man nicht bis 3 zählen kann, ist das vielleicht wirklich ein Rätsel. In einem kapitalistischen System gibt es nur Gewinn, wenn der Kunde befriedigt wird. Anderenfalls kauft der nämlich woanders und der Gewinn bleibt aus. Ich finde es höchst bedenklich, daß derart simple Zusammenhänge von erwachsenen Menschen nicht kapiert werden.
...sagt einer, der die Zusammenhänge wirklich nicht kapiert hat....
Der "Kunde" zählt nichts! Denn alle Unternehmen arbeiten nach demselben Schema. Wechselt ein unzufriedener Kunde von A nach B, wechselt gleichzeitig einer von B nach A. Im besten Fall von Mediamarkt zu Saturn, wenn sie den Scherz verstehen....

Apropos Wechsel: In der privaten Krankenversicherung ist der nicht vorgesehen. Die Versicherung darf nämlich die von den Beiträgen bezahlten Rückstellungen behalten, womit der "Kunde" schon nach wenigen Jahren praktisch nicht mehr zur Konkurrenz wechseln kann.
Aber gut, daß Sie sich auch mal zu Wort gemeldet haben!

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u.loose 28.08.2013, 08:58
406. Das liegt daran

Zitat von platin-iridium
Sie kann Antragsteller ablehnen, eine GKV nicht. Sie ist gesetzlich dazu verpflichtet, Menschen auch aus dem Prekariat aufzunehmen - wenn ein minimales Einkommen besteht. Fangen Sie doch endlich mal das Denken an. Versuchen Sie's wenigstens mal.
das die GKV weitestgehend eben keine Versicherung ist, sonder eine Art Sozialamt das in die GKV ausgelagert wurde. Diese Vermengung von Sozialleistung mit Versicherung ist eben der Webfehler.

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u.loose 28.08.2013, 09:04
407. Systemüberwinder?

Zitat von DenkNochMal
das Gleiche gilt zum Beispiel für die Riesterrente(privat),dort ist's sogar noch mehr, ca. 20 - 25 prozent, die gar nicht erst auf deinem Riesterkonto .....
Die PKV hat Verwaltungskosten von 2,5% im Schnitt - meine HUK sogar nur 0,9%... Was glauben Sie was die AOK Büros in jedem zweiten Kuhkaff kosten?

Der Rest ist schlichte Kapitalismuskritik bis Ablehnung und Sie holen da ja gleich zum Rundumschlag aus..

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u.loose 28.08.2013, 09:14
408. Die Schweiz

Zitat von DenkNochMal
schweden,finnland,dänemark,norwegen,schweiz sind sozialistisch? In einer arbeitsteiligen gesellschaft müssen die starken die schwachen stützen, ist doch logisch, und wenn alle, also auch Bundestagsabgeordnete, Selbst., der EON-Chef usw.einzahlten, dann hätten wir nur einen satz von 5,25prozent für den arbeitnehmer und 5,25prozent für den arbeit"geber". Das ist nachgewiesen,informier dich mal lieber richtig. ha ha, sozialismus...also ich bleibe christlich und finde, das solidarität ganz im sinne jesu wäre.
hat eine Kopfpauschale und deren Versicherungen sind allesamt PKVs... Dagegen habe ich durchaus nichts. Mich stört ganz klar die Auslagerung des Sozialamts in die GKV und damit einhergehend die GKV-Steuer. Nichts anderes ist die Beitragserhebung über Prozent X vom Einkommen - eine Steuer.

200 Franken pro Nase - das ist Kostendeckend - und wer das nicht zahlen kann, muss sich eben beim Sozialamt anstellen.

Im übrigen bin ich in meiner PKV selbstverständlich "Solidarisch" das ist ja der Sinn einer jeden Versicherung. Grundvoraussetzung ist aber, dass ALLE einen kostendeckenden Beitrag zahlen und eben selbst solidarisch sind.

Sie missbrauchen den Begriff Solidarität aber dazu, ihre Umverteilungsphantasien zu verwirklichen. Ihr EON Chef soll hunderttausende zahlen, damit ein Anderer mehr oder weniger für lau durchgeschleppt werden kann. Das ist nicht die Aufgabe einer Versicherung, das ist Aufgabe des Sozialstaats.

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u.loose 28.08.2013, 09:27
409. Und was wollen Sie damit beweisen?

Zitat von christiananonymous
Wortgewandt sind sie, das muss man ihnen lassen. Im Energiemarkt wird es tatsächlich besser, die großen Vier teilen sich 52% des Stormmarkts, die restlichen 886 Anbieter die übrigen 48%......
Es steht jedem Kunden frei sich unter vielen Anbietern den passenden auszusuchen. Ihre 52% zu 48% kann ich auf die Schnelle nicht nachprüfen - sicher ist aber, jeder Bürger kann sich frei entscheiden. Das Selbe bei der Telekommunikation. Der von Ihnen genannte Preis ist ja sicher der Durchschnitt über alle Anbeiter - vom Kabelfernseh-Anbieter der auch Interent und Telefon anbietet, bis hin zur Telekom.

Glauben Sie ernsthaft, das Telefon wäre preiswerter, wenn es nur den Bundespost Beamten Apparat als einzigen Anbieter gäbe? Würde der Strompreis geringer sein, wenn es nur den VEB Deutsche Stromversorgung geben würde?

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