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FDP-Gesundheitsminister: Bahr will private Krankenversicherer für alle öffnen
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Der Gesundheitsminister will das Geschäft der privaten Krankenversicherer deutlich ausweiten. Daniel Bahrs Idee: Künftig sollen sich alle Bürger privat versichern können und ihre Rechnungen zunächst selbst zahlen. Die Union reagiert mit Spott.

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J_Curious 27.08.2013, 08:30
40. OH mann die FDP

Zitat von sysop
Der Gesundheitsminister will das Geschäft der privaten Krankenversicherer deutlich ausweiten. Daniel Bahrs Idee: Künftig sollen sich alle Bürger privat versichern können und ihre Rechnungen zunächst selbst zahlen. Die Union reagiert mit Spott.
Die Idee ist ja nicht mal schlecht - mehr Eigenverantwortung ist in vielen Bereichen durchaus wünschenswert.
Wenn das Vorhaben nicht so durchschaubare Klientelpolitik wäre. Die PKVen haben wie alle Versicherer erhebliche Probleme mit der Geldanlage und brauchen daher vor allem eins: Neugeschäft.
Langfristig führt das nur zu einem: explodierende Tarife.
Sollte das jemand ernsthaft überlegen: Finger weg, auch wenns jetzt so schön günstig klingt!

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bauklotzstauner 27.08.2013, 08:31
41.

Zitat von u.loose
Allerdings wird dann die marode GKV die ausschließlich durch Umverteilung überlebt, in die Pleite getrieben... Es wird also dabei bleiben, dass ordentlich Verdienende weiterhin über 7000 Euro im Jahr bezahlen müssen.... Aber ich weiß jetzt schon wie die sicher zahlreich eingehenden Wortmeldungen ausfallen werden (;-)
Ah! Ein Hellseher!
Na, dann wissen Sie sicher auch schon, daß die Pivatkassen weniger Geld an das Gesundheitswesen zahlen, als es ihrem Prozentsatz an Versicherten entspricht. Dafür zahlen diese dann unter dem Strich aber auch noch erheblich höhere Beiträge...

Die Hauptlast des Gesundheitssystemes tragrn die "maroden" GKVen. nämlich 87 Prozent bei 84 Prozent Versicherten (Stand 2007). Und dabei sind die ganzen "schlechten Risiken" auch noch bei den GKVen. Da nenn ich mal Effizienz!

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kolokial 27.08.2013, 08:33
42. Studenten?

Ich bin studierende Mutter mit einem Einkommen unter Hartz4-Niveau. Wie soll das aussehen? Das ich die Rotavirenimpfung schon selber vorzahlen musste, um mir dann das Geld von KK zurück zu holen, war eine Zumutung. Ich kann nicht einfach mal einen Fünfziger locker machen, wo soll das hinführen? Wie leben in einem Sozialstaat, das nahm ich jedenfalls bisher an. Wissen das die Regierungsparteien auch?

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rai1 27.08.2013, 08:33
43. Wieder mal

offensive Lobbyarbeit zugunsten der privaten Versicherer.

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kommentar4711 27.08.2013, 08:33
44. optional

Bahr sollte sich erst einmal informieren, wie viele PKVler sich heute schon die Beiträge nicht mehr leisten können. Glaubt er wirklich, dass dieses Problem kleiner wird, wenn er auch Leute mit weniger Einkommen in die PKV lässt?

Der derzeitige System ist m. E. komplett falsch. Es gehört eine für ausnahmslos alle Bürger verpflichtende gesetzliche Grundversicherung her, evtl. mit einem etwas geringeren Umfang als die heutige GKV, die dann privat um Zusatzleistungen aufgestockt werden kann.

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SasX 27.08.2013, 08:34
45.

Zitat von leserin13
Die privaten Krankenversicherungen abschaffen und alle ohne Beitragsbemessungsgrenze einzahlen lassen, schafft genug Mittel für eine ordentliche medizinische Versorgung für alle, bei der auch Geld für Vorsorge vorhanden ist. Jetzt wird erst gehandelt, wenn das Kind in den Brunnen gefallen, d.h. die Krankheit akut ist.
Anderer Vorschlag:

Private Kassen völlig öffnen und mit allen anderen Kassen in einen Topf werfen.

Dann eine (nicht 100) staatliche Krankenkasse, bei der jeder Pflichtmitglied ist und in die jeder den gleichen Prozentsatz vom Einkommen einzahlt, unabhängig davon, woher das Einkommen stammt. Ohne Obergrenze. Diese Kasse bietet dann relativ günstig den Leistungsumfang der bisherigen gesetzlichen Krankenkassen an (etwas mehr, damit z.B. auch Zähne und Brillen wieder in einer Grundversorgung kostenlos inkludiert sind).

Die Kassen aus dem obigen Topf bieten dann im freien Wettbewerb Zusatzleistungen an.

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bert1966 27.08.2013, 08:38
46. Was der gelernte Herr Bankkaufmann und

... da beschreibt könnte ja fast eins zu eins dem Wahlprogramm der SPD entspringen ? Wo sind die Zeiten hin, als in der CDU noch persönliche Freizügigkeit und Eigenverantwortung auf der Agenda standen ?

Tatsächlich: das aktuelle System ist am Ende und die vorgeschlagene Bürgerversicherung der SPD ein schlechter Witz, der Vorschlag der CDU allerdings davon nicht weit entfernt. Man steuert wohl offensichtlich auf eine große Koalition hinaus in der CDU, aber dann wird Herr Spahn sicher nicht Gesundheitsminister, sondern der in Medizinerkreisen "so beliebte" Epidemiologieprofessor und junge Arzt Lauterbach (bewahre !). Dann wird sich Herr Spahn noch umsehen, was er in Koalitionsverhandlungen zur Gesundheitspolitik noch zu sagen hat. Genau: Nichts.

Was die Rechnung betrifft: die können die GKV-Patienten gerne haben. Allerdings stehen dann da zwei Spalten aufgeführt: der Betrag, der dem Behandler eigentlich nach Punktwert zustünde und der Betrag, den er wirklich erhält. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur EIN Gesundheitspolitiker DAS wirklich will, er käme nämlich sehr in Erklärungsnöte, wo die Beiträge der Versicherten wirklich bleiben.

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bernd_laurer 27.08.2013, 08:39
47. Gute Idee.

Wenn jemand sein größtes Lebensrisiko - nämlich seine Gesundheit - auf Teufel komm raus in die Hände der Finanzindustrie legen möchte, so soll er dies unabhängig von seinem Einkommen tun dürfen.
Man kann niemanden zu solidarischem Verhalten zwingen.
Die gesetzlichen Kassen werden nur davon profitieren wenn jeder Person, die mit dem System der GK unzufrieden ist, wechseln darf. Dann verbleiben nur diejenigen in meiner AOK, die diese auch zu schätzen wissen.
Es muss nur dafür gesorgt bleiben dass die Rückkehr von der PKV in die GKV unmöglich ist, dann ist alles gut.

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Hilfskraft 27.08.2013, 08:39
48. brilliante Idee, Herr Bahr !

und, wofür brauchen wir dann noch die Privaten?
Eine Einheitskasse mit möglichst kleiner Verwaltung und basta!
Alles andere dient nur den Kassen-Vorständen.

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reinerotto 27.08.2013, 08:40
49. Offensichtlich alternativlos: Rettung der PKV

Was natürlich auch den Beamten sehr gut tun würde. Denn die sind alle in der PKV. Und haben erstklassige Versorgung. Alternative: PKV abschaffen, ebenso Beitragsbemessungsgrenze. Dann tragen alle zur Solidarität bei.

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