Forum: Wirtschaft
Fed-Chef: Bernanke setzt auf die große Geldflut
AFP

Mit einem neuen gigantischen Stimulusprogramm will die US-Notenbank die kränkelnde Konjunktur stützen. Für Barack Obama ist es ein willkommenes Wahlkampfgeschenk, für Fed-Chef Ben Bernanke ein riskantes Spiel.

Seite 3 von 3
blaudistel 14.09.2012, 09:25
20. 16 Billionen Staatsschulden

Zitat von sysop
Mit einem neuen gigantischen Stimulusprogramm will die US-Notenbank die kränkelnde Konjunktur stützen. Für Barack Obama ist es ein willkommenes Wahlkampfgeschenk, für Fed-Chef Ben Bernanke ein riskantes Spiel.
und das reicht nicht. Die Schulden höher als das Bruttoinlandsprodukt. Die Geldschleuder wird wieder angeworfen. Im Privatleben würde das bedeuten: Privatinsolvenz. Sehenden Auges steuert das Land auf die Pleite zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Glückshormon 14.09.2012, 09:38
21. reset in ein paar Monaten

Zitat von chagall1985
Dann stellt sich eigentlich zur Zeit nur die Frage woran die Welt das nächste mal krepiert. Denn die Zeiten werden kürzer die Fehler immer schwerwiegender. Zur Zeit lässt sich das wohl noch nicht absehen wo diese Flut von Geld diesmal landet und wo die nächste Blase platzt. Ich bin gespannt
Das liegt fast auf der Hand. Die größte Blase ist die Anleihenblase der Schuldner-Staaten, welche zum Teil schon geplatzt ist( siehe GR-Pleite).
Wenn der ESM die kaputten Spanier nicht mehr unterbringen kann und keine Nachschüsse mehr geleistet werden können, platzt die europäische Anleihen-Blase gänzlich. Finito!

Die Amerikaner tanzen auch auf Messers-Schneide, wenn die Chinesen den Müll ( 16 Billionen Schulden!?) nicht mehr kaufen wollen und die FED nicht mehr kaufen kann (weil der Glauben an den Dollar verloren ginge) dann stürzen sich wieder etliche Wall-Street Jungs aus dem Fenster - und facebook-Aktien gibt es für 5 cent ;-)

Also, der reset ist nur noch ein Frage von Monaten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiekr 14.09.2012, 09:45
22. Die versuchen, uns zu belügen,

dass die Wirtschaft niedrigere Zinsen benötigt und mehr Liquidität. Letztere befindet sich zu über 80% in der Spekulation und nicht in der Produktion von Waren und Dienstleistungen = Arbeitsplätze. Die USA und unser ClubMed haben zuwenige Unternehmen wie Apple und BWM. Dazu müssen Hirn & Fleiss zusammenkommen. Wer angenehme Arbeitsbedingungen bei gutem Einkommen haben möchte, muss intelligent, gebildet und fleissig sein. Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber es gibt immer mehr Volksverdummer, die uns andere "Tricks" aufschwatzen wollen, mit denen sie uns abkassieren wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Glückshormon 14.09.2012, 09:49
23.

Zitat von Glückshormon
Viel Spaß mit den elietmanipulierten Märkten.
soll "elitemanipulierte" Märkte heißen...

Da hier mit dem Vertrauen der Menschen in Märkte und Geld gespielt wurde und wird, wird beides bald nicht mehr funktionieren.
Deshalb dann auch eine lange Phase des Mißtrauens und der Deflation...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wibo2 14.09.2012, 10:11
24. Die große Geldflut der Fed und der EZB zerstört die Mittelschicht alternativlos!

Zitat von _meinemeinung
Irre Derwische des Kapitals Es kommt einem vor, als ob das Kapital, euphemistisch mit "die Märkte" umschrieben, den immer schnelleren, immer ekstatischeren Tanz der Derwische aufführt, bis nichts mehr geht und der sich rasend schnell drehende Derwisch auf einen Schlag erstarrt. Offenbar muss erst der Irrsinn bis zur Neige ausgekostet werden, bevor wieder Vernunft in das Denken der Merkels, Schäubles, Draghis und Bernankes einzieht.
Die kalte Enteignung der Mittelschicht ist ein Eingriff in die
Eigentumsrechte von Sparern , wenn die Zinsen zur Rettung der
Banken und Pleitestaaten niedrig gehaltenen werden.

Als Zugabe gibt es noch viel leistungsloses, rein elektonisch über
Zahleneingabe und Mausklick gedrucktes neu geschöpftes Geld,
das ganz offensichtlich eine Teuerung der Verbrauchswaren als auch
eine Inflation bei Sachwerten (Rohstoffen, Benzin, Heizöl,
Immobilien, Aktien usw.) bewirkt. Wo soll das nur enden?

Die Dauerkrise wurde von den Banken vor mehr als 20 Jahren
gestartet und wird Jahr für Jahr weiter am Laufen gehalten.
Millionen von Arbeitsplätzen sind zerstört worden,
eine große Anzahl von Familien sind aus der Mittelschicht
in die Unterschicht abgestiegen. Das Einkommen derer,
die Arbeit haben, stagniert. Alles wird teurer, aber das Einkommen
steigt für die meisten nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sebfran 14.09.2012, 10:41
25.

Zitat von sysop
Mit einem neuen gigantischen Stimulusprogramm will die US-Notenbank die kränkelnde Konjunktur stützen. Für Barack Obama ist es ein willkommenes Wahlkampfgeschenk, für Fed-Chef Ben Bernanke ein riskantes Spiel.
Die USA verfügen über einen sehr entscheidenen Wettbewerbsvorteil, nämlich einen relativ großen Anteil an Einwohnern zu haben, die in der Lage sind, ein Unternehmen aufzubauen und dieses nachhaltig im Wettbewerb zu positionieren.

Voraussetzung ist dabei der Rahmen, die die Geldpolitik setzt, also die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen und Einkommen, dem Export z.B., weil dann eben jemand, der ein Unternehmen aufbauen will, überhaupt die Möglichkeit erhält, sein Unternehmen nachhaltig im Wettbewerb zu positionieren.

Politik setzt ja eben auch Rahmen, z.B. mit der Verkehrsinfrastruktur, mit dem bürokratischen Aufwand in jeglicher Hinsicht, z.B. der bürokratische Aufwand zur Gründung eines Unternehmens, letzlich also auch der Kostenaufwand, der mit mehr oder weniger Bürokratie anfällt oder mit der Deregulierung eines Marktes, mit der neue Geschäftsfelder erschlossen werden können, also die Alternativen für ein Unternehmen mehr werden, Geld zu verdienen.

Aber die Politik kann nicht die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen z.B. ersetzen.

Insofern können die Fed bzw. die US-Privatbanken den genannten Wettbewerbsvorteil der USA schon sehr wirksam fördern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
no24 14.09.2012, 13:31
26. Denkfehler

Zitat von hobbysechs00
wir muessen dem beispiel folgen.wir brauchen eine inflation um. von den schulden herunter zu kommen .gleichhzeitig werden so die sparer beteiligt denn sie zahlen wenig steuern.entscheidend ist doch dass der mittelstand nicht noch durch weitere conkurs verfahren geschwaecht wird. auch die immobilienbesitzer brauchen eine schulden entlastung vor allem weil die investitionen vegen desoekologischen umbaus sehr hoch sind.
Kleiner Denkfehler - Inflation bedeutet Preissteigerung , also muss der Staat auch mehr Geld ausgeben . Wie kommen Sie darauf das wir dann weniger Steuern zahlen müssen ? Schulden tilgen funktioniert nur dann wenn man an der Inflation beteiligt wird , also jedes Jahr seine satte Lohnerhöhung bekommt . Verlierer sind wiedermal die schwächsten der Gesellschaft , Arbeitslose , Rentner .
So dreht sich die Spirale .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wibo2 16.09.2012, 12:45
27. @alcowe

Zitat von alcowe
Die Geldflut kommt in der Realwirtschaft gar nicht mehr an! ... Außer in Form von Rohstoffblasen oder Immobilienblasen. ... Wir bekommen also eine gehörige Portion Deflation, Wirtschaftsschrumpfung mit enormer Armut in breiten Teilen der Bevölkerung und ... gleichzeitig paradoxerweise steigende Preise für werthaltige Rohstoffe und Nahrungsmittel. ... Und was kann man dagegen tun? Vermutlich gar nichts, da diese Entscheidungen anti-demokratisch getroffen werden.
Hallo alcowe,
wir müssten schon sehr naiv sein, um zu glauben, dass die FED
mit ihren neuen Beschlüssen das Steuer endlich herumreißen kann.
Wir konnten an den bisherigen Entwicklungen eindeutig erkennen:

Es waren immer mehr neue Dollars nötig, um noch einen belebenden
Effekt in der Wirtschaft zu erzielen. Doch jetzt ist endgültig ein Point
of no Return (Punkt ohne Wiederkehr) erreicht, an dem weiteres
neues Geld keine fördernde Wirkung für die Realwirtschaft mehr
auslösen wird. Das viele Geld wird real verpuffen.

Allerdings an der Börse werden die hohen Rohstoffpreise
genauso wie die Aktienkurse der Banken gestützt. Hohe Bankerboni
werden einmal mehr ermöglicht. Die Sachwertinflation (Gold,
Immobilien, Aktien) geht voran.

Dem gemeinen Volk bringt das aber nicht viel. Die Mieten
werden steigen. Die Nahrungsmittel und andere Konsumwaren
werden teurer. Nur wenige neue Arbeitsplätze werden geschaffen.
Die Wirtschaft bleibt schwach. Davon werden wir uns alternativlos
in den kommenden Monaten überzeugen können.
MfG wibo2

Beitrag melden Antworten / Zitieren
messwert 16.09.2012, 16:56
28. Das böse Ende naht

Für Fed-Chef Bernanke mag die Produktion dieser derartigen Überschwemmung mit (Papier-) Dollarnoten lediglich -riskant- sein. Für die USA und das gesamte Welt-Finanzsystem aber,- wird es sich verheerend auswirken.
Bernankes Begründung für das Drucken von monatlich 60 US-Dollar-Milliarden zur US-Wirtschaftsbelebung, belegt auch seine Ignoranz der faktischen Strukturdefizite in der Wirtschaft seines Landes, weshalb dort schon der bisher enorme Dollar-Zufluss seiner Fed kaum etwas bewegen konnte. Massiv jedoch griffen die Banken und Spekulanten auf den sprudelnden Dollarregen zu! Mit nicht nennenswerter Fed-Zinsforderung scheffeln sie auf dem Finanz-/Rohstoffmarkt unglaubliche Gewinne. Entsprechend gibt es jetzt durch Bernankes Notendruck-Orgie überhaupt kein Halten mehr für ihre blinde Profitgier.
Im Zusammenhang mit der laufenden Euro-Rettungsmanie der EU erstickt die gegebene Perversität, “-die Welt wird von Geld regiert das es nicht gibt-, letztlich an sich selbst!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 3