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Fehlende Langzeitspeicher: Deutschland droht die Stromlücke
DPA

Wenig Sonne, wenig Wind, hoher Verbrauch: Laut einer Studie werden Extremwetterlagen die Stromversorgung immer stärker gefährden - wenn nicht bald ein Konzept für Langzeitspeicher vorliegt.

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fliese1 28.06.2017, 18:52
60. Bei den Grünen

kommt der Strom doch einfach aus der Steckdose. Also wird es auch keine Probleme geben. Atom, Kohle einfach alles abschalten . Ein besonderer Witz ist aber jetzt das wir den Strom dann aus dem Ausland holen. Das kommt davon wenn man eine Energiewende macht und keine Ahnung von den Problemen hat.

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l.augenstein 28.06.2017, 18:52
61.

Zitat von knuty
Auf welche alternative Energieform sollte denn Norwegen umsteigen? Vielleicht auf 100% Wasserkraft?
Lesen Sie doch erst den Artikel, bevor Sie solche Fragen stellen. In dem Artikel wird auch von anderen europäischen Staaten geschrieben, die ebenfalls in die erneuerbaren Energien rein wollen.
Es ist doch schön, wenn die Bundesregierung die Vision eines europäischen Energieverbundes beschwört. Aber Norwegen wird das Problem der Stromspeicherung für den Rest Europas nicht alleine lösen können.

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wb99 28.06.2017, 18:54
62.

Zitat von det42
für die wenigen Flauten werden halt Verbennermotoren, wenn geht, mit Biogas bzw. sprit bereitgestellt und angeworfen... ist natürlich nicht das Grüne vom Ei, kommt aber insgesamt sehr selten vor, ist spontan anzuwerfen und billig in der Anschaffung als auch im Unterhalt. Jedenfalls besser, als die behindernden trägen Kohlemeiler stets und ständig mitzuschleppen. Irgendwann finden wir mit Sicherheit eine bessere, grünere Lösung.... z.B. die Einbeziehung von Autoakkus als puffernder Speicher, intelligent gemanaged und selbstverständlich in Flauten ansprechend vergütet...
Das ist derartig naiv, dass es schon fast an Dummheit grenzt. Hast du eine Ahnung, was "Verbrennermotoren" für 80 Gigawatt kosten, und glaubst du wirklich, dass man eine landesweite Stromversorgung mit Notstromaggregaten bewerkstelligen kann? Wie doof darf man eigentlich sein, bevor die Polizei einschreitet?

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bkachler 28.06.2017, 18:54
63. Schoen waers

Zitat von no-brain-no-pain
Lösung: 1. Elektroautos fungieren als Smart Grid für die Energiespeicherung (zur Erinnerung: die Batterie eines Opel Amperas deckt den durchschnittlichen Energiebedarf eines 4 Personenhaushalts für mehr als 5 Tage). ...
Meinen Angaben zufolge ist es eher 1 Tag (15kwh).
Man muss sich dann einfach entscheiden ob man den Kuehlschrank und das Warmwasser laufen laesst und abends gar Licht anschaltet, oder Papi zur Arbeit fahren kann.

Ausserdem ist das reine akademische Zukunftsmusik. Es ist schon schwer genug Ladestationen ueberall da aufzustellen wo Autos normalerweise parken (also praktisch alle Stadtstrassen entlang), ebenso in den Garagen von Wohnalangen und Appartmentkomplexen (wo das Leitungsnetz gar nicht auf eine so grosse Stossbelastung ausgelegt ist und daher in grossem Rahmen erneuert werden muss). Das auch bidirektionell in Gegenrichtung zum laufen zu bringen, mit allem noetigen load balancing, ist wohl sicher technisch machbar, aber das wird Jahrzehnte dauern und astronomisch teuer werden. Die im Artikel angesprochene Problematik tritt aber schon mehr oder weniger heute auf.

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mit66jahren 28.06.2017, 18:58
64. Afrika profitiert von unserer Energiewende

Zitat von ohnesorge
Auch wenn es postiv erscheint auf Atomkraftwerke zu verzichten, macht dies doch nur Sinn, wenn man echte Alternativen hat. Langfristig wird sich zeigen, dass es mit Wind und Sonne alleine nicht klappen wird. Das war und ist jedem Physiker schon immer klar. Dann wird es irgendwann auch bei uns häufiger Stromausfälle geben, wie ich es aus Afrika schon kenne. Man sitzt dann halt ein paar Stunden bei Kerzenlicht, nur die Heizung, der Herd und der Kühlschrank arbeiten dann leider auch nicht mehr. Wieso man bei dieser Ausgangssituation dann jetzt auch noch in Zukunft auf Elektroautos für alle setzt, macht noch weniger Sinn.
Apropos Afrika. In Dörfern ohne zentrale Stromversorgung ist unsere Energiewende als Blaupause hilfreich. Mit einem Windrad, Photovoltaik und Akkus lassen sich dort Handys aufladen, LED-Lichter und Kühlschränke betreiben. Und mit etwas Glück noch eine Wasserpumpe für die Felder. Die Lebensqualität steigt dort mit der Elektrifizierung.

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Darwins Affe 28.06.2017, 19:05
65. Eure Physikerin

Zitat von granhuevos
Vielleicht sollte man in Deutschland an den Schulen wieder einen Physikuntericht einführen, der den Namen auch verdient. Erst danach ist es überhaupt erst sinnvoll, über die Machbarkeit von Energiespeichern oder Energiewenden zu philosophieren. Das aktuelle Herumgeeiere und die öffentliche Diskussion darüber ist doch sehr naiv und wirkt eher hilflos.
1) 2011 kam es im japanischen Kernkraftwerk Fukushima zu einem Reaktorunfall. Auslösend war ein Tsunami infolge eines Seebebens. 2) Dies nütze die linksgrüne Presse zu einer monatelangen Antiatomkampagne, insbesondere im ÖR --- wohl wissend um German Angst.
3) Unter dem Einfluss von Umfragen machte die deutsche Wendehalskanzlerin --- lustigerweise promovierte Physikerin --- in der Energiepolitik eine 180 Grad Drehung.
4) Ob die Dame damals wirklich an die Gefahr eines Tsunamis in Oberbayern glaubte, ist bis heute nicht ganz geklärt.
5) Effekt der sog. Energiewende: 800 Milliarden Euro Kosten (für Staat und Verbraucher) zum Fenster raus, teuerste Strompreise Europas und Gefahr eines Blackouts. So macht man Politik.

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Zimbabwe 1999 28.06.2017, 19:07
66. Bitte seid jetzt nicht überrascht - das lässt sich alles mit Geld lösen

Früher hatten wir ein Balance von bedarfsorientierter Erzeugungskapazität. Jemand hat Millionen in Beton und Stahl investiert, um chemische/atomare Energie in elektrische Energie zu verwandeln. Das Verhältnis von Investitionskosten zu operativen Kosten richtet sich dabei nach dem Brennstoff: Atom viel Invest, wenig Betriebskosten, Gaskraftwerk: mittlere Invest und mittlere Betriebskosten. Mit dieser Investition hatten wir immer Strom wann wir ihn brauchten. Mit der Energiewende haben wir den Investbedarf grob verdreifacht. Jetzt brauchen wir Investitionen für: 1. Nicht nach Bedarf steuerbare erneuerbare Energieerzeugungsanlagen 2. Für verstärkte Netzinfrastruktur 3. Für nach Bedarfs steuerbare Stromerzeugungsanlagen für die hier beschriebenen Wetterlagen. Wenn man die Bedarfs gesteuerten Anlagen mit aus erneuerbaren Energien erzeugten Gas betreiben will, kommt noch eine 4. Investition dazu. Und so werden aus 6 ct Erzeugungskosten 20ct, wie immer man sie auch umlegt.
Vielleicht sollte die Energiewende uns den 3 fachen Erzeugungsstrompreis wert sein. Ich finde es nur ärgerlich, dass bei der Entscheidung die Ehrlichkeit über die Kosten fehlte. Aber damit ist es in einer Reihe mit vielen öffentlichen Investititionsentscheidungen.

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Flari 28.06.2017, 19:07
67.

Zitat von knuty
Genau das machen Österreich und die Schweiz schon seit Jahrzehnten. Bloß werden diese Kapazitäten in den letzten Jahren immer weniger genutzt, weil nicht benötigt. Genau so wie die hochmodernen Gaskraftwerke, die niegelnagelneu eingemottet worden sind und die Betreiber dafür Entschädigungen aus den Netzentgelten bekommen.
Egal ob AT, CH oder NO (oder FR, NL, DK, SE, PL und CZ) haben bei einer echten Schattenflaute und starker Kälte die Leistung, um noch nennenswert etwas an Strom zu exportieren.

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litholas 28.06.2017, 19:11
68.

Zitat von fliese1
kommt der Strom doch einfach aus der Steckdose. Also wird es auch keine Probleme geben. Atom, Kohle einfach alles abschalten . Ein besonderer Witz ist aber jetzt das wir den Strom dann aus dem Ausland holen. Das kommt davon wenn man eine Energiewende macht und keine Ahnung von den Problemen hat.
Sie meinen die Grünen, die seit 2005 unter den Namen "CDU", "SPD" und "FDP" die Regierungen Deutschlands bildeten!?

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wb99 28.06.2017, 19:12
69.

Zitat von knuty
Genau das machen Österreich und die Schweiz schon seit Jahrzehnten. Bloß werden diese Kapazitäten in den letzten Jahren immer weniger genutzt, weil nicht benötigt. Genau so wie die hochmodernen Gaskraftwerke, die niegelnagelneu eingemottet worden sind und die Betreiber dafür Entschädigungen aus den Netzentgelten bekommen.
Nein, Österreich stellt keine gigantischen Kraftwerkskapazitäten für Deutschland bereit, das weiß ich zufällig sicher. Österreich besitzt über seinen eigenen Bedarf hinaus überhaupt keine gigantischen Kraftwerkskapazitäten. Wie kann man überhaupt auf die bizarre Idee kommen, irgendein Land hätte gigantische Kraftwerkskapazitäten für ein anderes Land gebaut?

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