Forum: Wirtschaft
Fehlende Reformen: IWF senkt Konjunkturprognose für Frankreich
DPA

Es läuft alles andere als rund für Frankreich: Erst fordert die EU-Kommission Reformen, nun auch der Internationale Währungsfonds - und senkt im gleichen Atemzug erneut die Konjunkturprognose für das Land.

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kaischek 04.06.2013, 15:17
1. Ich glaube,...

...daran sind jetzt wieder die Deutschen Schuld.

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Progressor 04.06.2013, 15:31
2. Na ja

Zitat von kaischek
...daran sind jetzt wieder die Deutschen Schuld.
Volkswirtschaftliche Zusammenhänge, zumal in einem Gemeinschaftswährungsraum, wird die Mehrheit der Bevölkerung _nie_ verstehen.

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maxweber 04.06.2013, 15:34
3. Liebe Linke, liebe Grüne, liebe SPD,

spart euch doch die Experimente. Dass linke Wirtschafts- und Steuerpolitik nicht funktioniert, sieht man doch an Frankreich.

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Progressor 04.06.2013, 15:46
4. Na ja

Zitat von maxweber
spart euch doch die Experimente. Dass linke Wirtschafts- und Steuerpolitik nicht funktioniert, sieht man doch an Frankreich.
Die makroökonomischen Basisdaten aus der Zeit von Hollande sehen nicht anders aus als bei den Vorgänger-Regierungen.

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kaischek 04.06.2013, 15:52
5. Progressor

Volkswirtschaftliche Zusammenhänge, zumal in einem Gemeinschaftswährungsraum, wird die Minderheit der Bevölkerung _immer_ dazu nutzen, ihr Nicht-Verstehen von Forumsbeiträgen offensiv zu bewerben.

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staas 04.06.2013, 16:08
6. Das Trommelfeuer wird stärker, ...

aber Frankreich bleibt hoffentlich bei seiner Linie, das Wirtschafts- und Sozialpolitik der ganzen! Bevölkerung zu dienen haben, nicht nur dem oberen Drittel. Denn die einzige Ziffer, die in modernen Gesellschaften wirklich zählt, ist die Geburtenrate. Bis auf die Einführung des Euros hat Frankreich fast alles richtig gemacht. Schon gar nicht sollte Frankreich „deutsche Reformen“ übernehmen. Die „Brüderles“ der deutschen Politik (hauptsächlich allerdings bei der SPD und den Grünen) haben in den letzten Jahrzehnten ein demographisches Desaster angerichtet, das nur noch von demograhisch Totkranken wie Japan übetroffen wird. 50 Jahre Geburtendefizit sind eine finale Katastrophe, die keine Politik mehr rückgängig machen kann. Sie führen, wie das Beispiel Japan heute schon zeigt, zum Verlust jeder ökonomischen und sozialen Dynamik und verwandeln das betreffende Land notwendig in ein Grab. Haushaltsdefizite, auch über Jahrzehnte, lassen sich hingegen problemlos kompensieren.

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Progressor 04.06.2013, 16:24
7. Keine Chance

Zitat von staas
aber Frankreich bleibt hoffentlich bei seiner Linie, das Wirtschafts- und Sozialpolitik der ganzen! Bevölkerung zu dienen haben, nicht nur dem oberen Drittel. ...
In einer Volkswirtschaft die von Staaten umgeben ist, in denen sich politische Unvernunft und Kapitalinteressen den High Five geben, ist keine soziale Marktwirtschaft möglich.

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luny 04.06.2013, 17:55
8. Politik & Psychologie

Zitat von analysatorveritas
Frankreich steht unter einem hohen Druck, ein Komplettumbau der gesamten französischen Gesellschaft à la Hartzer Gaz-Gerd ist kaum vorstellbar und auch umsetzbar. Spar- und Sanierungszwänge verschärfen die ökonomische Lage zusätzlich. Die Staatsquote am BIP ist hoch, die Verschuldung steigt dramatisch an. Dabei ist Frankreich nur ein kleiner Brennpunkt, die spanischen Banken, Griechenland und auch Italien sind die nächsten Brandherde dieser unerfreulichen Entwicklungen. Euro, die EU, Europa, vieles passt da nicht mehr zusammen, entwickelt sich auseinander, die Auseinandersetzungen dürften an Schärfe erheblich zunehmen.
Hallo Analysatorveritas,

leider wurde mein Beitrag aus technischen Gründen "geschluckt" -
Serverprobleme - also noch einmal:

Hallo Analysatorveritas,

die allseits beliebte Bundeskanzlerin war ja gerade bei Hollande zu
Besuch, weil ihr wohl nahegelegt wurde, daß ihr der ganze EUR-
Laden um die Luft fliegt, wenn Zweifel an der Achse Frankreich-
Deutschland aufkommen sollten.

Leider erfuhr der interessierte EUR-Bürger nichts Genaues über
die während des Besuches getroffenen Vereinbarungen.

Klar ist, daß es "wieder einmal" um die "Rettung von Banken" ging,
dieses Mal französischer Banken und zwar via ESM.

Das Bild der "glücklichen EUR-Zone" soll jedenfalls mit aller Macht
bis zum Wahltag am 22.09.13 aufrecht erhalten werden. Das ist die
Psychologie, die sich dahinter versteckt, egal, was es kostet.

Zum IWF: Der IWF hat leider keinerlei Ahnung von der Realwirt-
schaft. Finanzpolitische Ratschläge helfen nicht weiter.

Näheres dazu hier:

Zu viele Fehler: IWF verliert globale Unterstützung | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

"Auch in Asien ist zu erkennen, wie der IWF von einer helfenden zu einer fordernden globalen Institution geworden ist. Während der Asien-Krise zeigte sich, wie der IWF die Schwäche einer Wirtschaftszone ausnutzt, um den regionalen Wirtschaftsräumen Substanz zu entziehen, die dann den internationalen Finanzmärkten zugutekommen. Der indonesischen Regierung blieb im Jahre 1997 letztendlich nur mehr übrig, auf die Hilfsangebote des IWF einzugehen – es wurden Kredite im Ausmaß von vier Milliarden Dollar gewährt -, um den einheimischen Markt zu stabilisieren und die ausländischen Gläubiger zu befriedigen."

Der IWF hilft ausschließlich den Kapitaleignern. Das muß man
wissen.

LUNY

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luny 04.06.2013, 18:16
9. Unter Umständen

Zitat von maxweber
spart euch doch die Experimente. Dass linke Wirtschafts- und Steuerpolitik nicht funktioniert, sieht man doch an Frankreich.
Hallo Maxweber,

unter Umständen gibt es gute oder schlechte Wirtschafts- und
Steuerpolitik und keine linke bzw. rechte.

Die Orientierung, ob etwas "gut oder schlecht" ist, sollte sich an
der Mehrheit der Bürger eines Landes orientieren.

Das wäre die ureigenste Aufgabe der gewählten Politiker, sich für
das Gemeinwohl einzusetzen.

Irgendwelche Randgruppen zu bedienen, seien es die oberen 10%
oder notleidende Hoteliers, ist schlichtweg nicht Aufgabe der
Politik.

Der sogenannte "Trickle-down-effect", also gebet den Reichen, die
werden investieren und da bleibt dann "unten" auch etwas hängen,
funktioniert nicht. Soviel ist klar, oder?

LUNY

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