Forum: Wirtschaft
Feldzug gegen Amazon, Facebook und Google: Trumps Kraftprobe mit "Big Tech"
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Tech-Giganten Amazon, Facebook und Google gehören zu den wertvollsten Konzernen der US-Wirtschaft. Doch nun droht Präsident Trump ihnen mit juristischen Schritten. Wer ist am Ende stärker?

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Godoitis 28.07.2019, 00:22
40. Bestechung nicht nötig?

Wenn ich die genannten Lobbygelder von drei der fünf besprochenen Unternernehmen aus einem Quartal mal zusammenrechne und x vier nehme (also für ein Jahr), komme ich auf 44 Millionen Dollar jährlich. Nehmen wir mal an, dass die beiden restlichen Unternehmen in etwa denselben Betrag dafür ausgeben und runden den Gesamtbetrag großzügig auf 100 Millionen Dollar pro Jahr auf. Wenn man bedenkt, dass diese Unternehmen zusammen einen Börsenwert (falls meine Internetrecherche - zugegeben, über Google, von: https://www.finanzen100.de/top100/die-grossten-borsennotierten-unternehmen-der-welt/ - in etwa zutreffend ist) von 3.781 Milliarden Dollar haben, scheinen sie Lobbyarbeit in den USA vermutlich nicht besonders nötig zu haben.

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GoaSkin 28.07.2019, 00:24
41. man möchte die Symptome einer verfehlten Wirtschaftspolitk bekämpfen

In den USA wird eine Wirtschaftspolitik betrieben, mit der man es nicht sonderlich fördert, dass Startups und kleinere Unternehmen auch ihre Daseinsberechtigung haben. Stattdessen wird eine Politik betrieben, die darauf ausgelegt ist, den großen Konzernen kleine und mittelständische Unternehmen eher vom Hals zu halten u.A. durch ein Patent- und Markenrecht, durch das sich mit dem entsprechenden Geld ganz triviale Dinge als Allenstellungsmerkmal sichern lassen und ein Justizsystem, bei dem es noch mehr als hierzulande darauf ankommt, wer das meiste Geld mitbringen kann. In der Folge gibt es in den USA zwar sehr viele Konzerne, die zu den Größten auf der Welt gehören, dafür aber weniger mittlere und kleinere Unternehmen. Würde Trump dort ansetzen, dann würde er sogar ausnahmsweise etwas Vernünftiges tun. Denn auch die Demokraten haben sich bislang nicht sonderlich mittelstandsfreundlich gezeigt.

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thinking_about 28.07.2019, 01:17
42. Es ist sogar so

Zitat von Little_Nemo
Doch, das ist auch Amazon zu verdanken, das seine Market-Place-Händler dazu zwingt Amazon ihre Lieferwege offen zu legen, diese dann selbst übernimmt und den Händlern das Wasser abgräbt bis sie aufgeben müssen. Auch in Deutschland übrigens.
dass deutsche Händler als Zulieferer für Amazon Ihre Waren auf eigene Kosten nach Polen schicken müssen, weil von dort die Versandkosten billiger sind. Eine große Zentrale, von wo das ausgeht, steht an einer großen Straße an der deutsch-polnischen Grenze.

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Atheist_Crusader 28.07.2019, 01:51
43.

Zitat von tomrobert
Das eigentliche Problem der dramatischen Armut und des Absturzes des Mittelstandes soll durch das Theater gespickt mit einem Schuß Rassismus verdeckt werden. Die Leute sollen von den gravierenden sozialen Problemen vor dem Hintergrund der technischen industriellen Revolution abgelenkt werden, nicht über ihre eigene Situation nachdenken sondern vom Top Show Master Trump - You are fired - sich mit sinnlosen und nutzlosen Bullsh*t beschäftigen.
Da hängt noch ein anderes Problem mit dran: Trump ist der Überzeugung, dass soziale Medien gegen Konservative voreingenommen sind. Unter anderem verliert er bei Twitter Follower, bei Facebook werden konservative Kommentare gelöscht, etc.

Natürlich gibt es dafür auch andere Erklärungen. Twitter löscht gerne mal Fake-Accounts (auch die Art die man kaufen kann) und da viele Konservative einen sehr viel rechteren Ton anschlagen, gibt es auch mehr Grund zur Löschung.
Klingt für mich glaubwürdiger als Trumps Verschwörungstheorien, aber der Mann hat ja noch nie eine seiner Ideen verworfen bloß weil sie albern ist.

Jedenfalls: dies hier ist vermutlich Teil seines Feldzuges. Bekanntlich ist Trump rachsüchtig und will alles zum Schweigen bringen was ihm in irgendeiner Weise den Respekt verweigert den er glaubt verdient zu haben.

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multi_io 28.07.2019, 02:48
44.

Dass in den USA reihenweise Einzelhändler pleitegehen, ist nix neues; das passiert schon seit den 80ern und es liegt eher an Walmart als an Amazon. Amazon übt nun seinerseits Druck auf Walmart aus, aber was soll's? "The Government shouldn't pick winners and losers" war immer so'n Republikaner-Wahlspruch, um vermeintlich dirigistische demokratische Wirtschaftspolitik zu kritisieren. Aber nun will das Justizministerium die Leute zwingen, wieder in der Stadt einzukaufen statt im Internet? Die glauben doch selber nicht, dass das funktioniert. Es geht hier einfach nur um das wütende orangene Baby im Weißen Haus und dessen Befindlichkeiten. Trump kann es nicht ab, dass im Silicon Valley (und in Seattle) Firmengründer am Werk sind, die reicher sind als er selbst und die ihm nicht dauernd Honig ums Maul schmieren.

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frenchie3 28.07.2019, 03:06
45. @33 Bitte nicht vergessen

Zitat: "Bis jetzt hat er bewiesen, dass er alles durchzieht, was er sich vorgenommen hat; meistens mit Erfolg.". Vergessen Sie nicht daß es Leute gibt die Satire nicht erkennen. Setzen Sie so was besser in Anführungszeichen

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GueMue 28.07.2019, 03:55
46. Hier hat Trump Recht

Es moegen die Motive sein oder einfach die Komplexitaet des Themas, die zunsolchen Artikeln fuehren. Die Marktkapitalisierung ist eine fiktive Groesse. Nach Marktmacht passen die Kartellgesetze nicht zu den Techgiganten, da bis auf Facebook kein Diens t der anderen zu Gewinnen aus Monpolen führt. Im übrigen kosten die Dienste nichts. Die Werbenden klagen nicht. Nur die zahlen die Techgiganten. Es sind die Netzeffekte, die Probleme machen. Die sind nicht reguliert. Es ist die Informationsmacht, die Probleme macht, die auch nicht reguliert. Die Steuer aus Frankreich ist ein populistischer Schnellschuss im übrigen zu nieder und in der Steuerungswikung falsch. Es gibt noch viel zu tun und zu verstehen

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vooodooo 28.07.2019, 05:46
47. gewinne besteuern reicht da nicht...

wie wärs denn damit, über eine hohe besteuerung von werbung - weltweit übe 800 mrd € , das doppelte der entwicklungshilfe-ausgaben - mal nachzudenken. vllt ähnlich hoch wie treibstoff. das würde die "big four" , über die mittlerweile der grösste teil der werbung läuft, empfindlich treffen. i.ü. auch ein segen für die weltwirtschaft. , presse und politik

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Kalif78 28.07.2019, 06:56
48. Guter Ansatz

Zitat von christine.rudi
Hier ein Artikel aus Le Monde, wo er die Internetriesen mit aller Kraft gegen die neue französische Internetsteuer verteidigt: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/donald-trump-us-regierung-gegen-facebook-google-und-amazon-a-1279084.html . In Amerika ist er der Meinung, sie hätten den Einzelhandel kaputtgemacht. Also Leute, die nicht mehr wissen, was sie tun, sollte man in's Irrenhaus sperren und nicht auf die Welt loslassen. (Der hat auch noch das Recht, auf den Atomknopf zu drücken). ... Sic !
Mit dem Irrenhaus, sollten wir uns erstmal an die eigene Nase fassen. Hier gibt es Leute die etwas zu melden haben (bis ins Kanzleramt), welche sich mindestenens einer psychiatrischen Untersuchung stellen müssten.
Bei Trump gehe ich eh von Schizophrenie aus, und ich glaube bis heute, das die US Generäle sich dem auch immer bewusst waren, und er deshalb Abschusscodes erhalten hat, wie Trottels Konto-Pin lautet: "1234". Man sollte jedoch bei seinen Einlassungen dazu bemerken, das Personen und Firmen die in den USA geführt werden, ihre differenz zu den ersparten Steuern im Ausland dennoch an die IRS bezahlen müssen. Etwas was unsere angebliche Elite nicht auf die Kette bekommt. Daher ist seine Wut auf die Flip-Flopper (Franzosen) wiederum verständlich ( aus US Sicht).

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issernichsüss 28.07.2019, 07:30
49. Ja, die ehemaligen Wirtschaftsliberalen!

Zitat von georg.sperr
Trump wollte doch gerade noch Frankreich bestrafen, weil Frankreich eine Digitalsteuer einführt für Internetfirmen Und jetzt droht er Ihnen. Da sag ich nur, bei den Schulden die USA anhäuft, Steuern rauf bei Google,Amazon ,Facebook etc. Traut er sich aber nicht. Oder da wo Gewinne anfallen werden auch Steuern gezahlt und nicht in irgendwelchen Steuerparadiesen. Kann mir als Arbeitnehmer ja auch nicht aussuchen wo ich meine Steuern zahl. Vielen Dank Ihr Wirtschaftsliberalen.
Ich kann mich noch gut erinnern, als die gesamte US-Republikanerschaft jegliche Eingriffe des Staates in die Märkte als "Teufelszeug" verdammte.
Wo sind sie geblieben?
Ich höre sie nicht mehr!

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