Forum: Wirtschaft
Feldzug gegen Amazon, Facebook und Google: Trumps Kraftprobe mit "Big Tech"
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Tech-Giganten Amazon, Facebook und Google gehören zu den wertvollsten Konzernen der US-Wirtschaft. Doch nun droht Präsident Trump ihnen mit juristischen Schritten. Wer ist am Ende stärker?

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muellerthomas 28.07.2019, 07:32
50.

Zitat von Uban
Für mich stelt sich die Frage erst gar nicht. Es war längst überfällig sich die Tech-Größen genauer anzuschauen und Trump ist genau der Richtige für den Job. Bis jetzt hat er bewiesen, dass er alles durchzieht, was er sich vorgenommen hat; meistens mit Erfolg.
Haben Sie "ironie/off" vergessen?

Er wollte die US-Statsschulden innerhalb von acht Jahren auf Null senken - stattdessen macht er doppelt so viele Schulden wie Obama in der zweiten Amtszeit.
Er wollte das Establishment bekämpfen - nun sitzt es in seinem Kabinett.
Er wollte Obamacare durch etwas besseres ersetzen - stattdessen sind nur Teile abgeschafft.
Er wollte, eine Mauer zu Mexiko bauen, die Mexiko bezahlt - bisher ist nicht 1 m gebaut und davon, dass Mexiko bezahlt, ist gar nicht mehr die Rede.
Er wollte Frieden im Nahen Osten - stattdessen gießt er laufen Öl ins Feuer.
Er wollte mehr Jobs schaffen, stattdessen werden weit weniger neue Jobs geschaffen als zuvor.

Wie lang soll die Liste noch werden?

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issernichsüss 28.07.2019, 07:37
51. Könnten Sie die Erfolge, vom dem der "meistens Erfolg" hat,

Zitat von Uban
Für mich stelt sich die Frage erst gar nicht. Es war längst überfällig sich die Tech-Größen genauer anzuschauen und Trump ist genau der Richtige für den Job. Bis jetzt hat er bewiesen, dass er alles durchzieht, was er sich vorgenommen hat; meistens mit Erfolg.
mal aufzählen?
Und wie sieht dann Ihres Erachtens die Gesamtbilanz des Trumpschen politischen Wirkens auf die USA und den Rest der Welt aus?

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Oilitix 28.07.2019, 08:26
52. Trump bereitet die...

..diktatorische Gleichschaltung dieser Kommunikationskanäle vor. Ein Diktator braucht "staatliche" Massenkommunikation, wie FB und Twitter. Amazon nimmt er nur deshalb in Beritt, damit nicht auffällt, dass es ihm nur um die Hoheit der wichtigsten Kommunikationskanäle geht. Er wir versuchen über Druck & Drohungen diese gefügig zu mache, damit er zunächst die nächsten Wahlen gewinnt, um dann die Menschen in den USA mit ihm gefälligen Nachrichten zu manipulieren. Orwell lässt grüßen...

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ayee 28.07.2019, 08:28
53. Das wird interessant im Informationszeitalter

Das wird ein interessanten Kräftemessen im Informationszeitalter. Sich mit der Informationsbasis für viele Menschen anzulegen, muss man erstmal machen. Zudem sind das Zukunftsindustrien, die er da angreift. Wenn er die angreift und gleichzeitig gestrige Industrien fördert (Kohle, Stahl, Agrar), dann weiß jeder mit ein wenig Grips, wie langfristig tragbar diese Politik ist und wie schädlich, je länger er am Hebel sitzt. Aber hey, er wurde gewählt.

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Stefan_C 28.07.2019, 08:29
54. It‘s about headline, stupid!

Dem Mann geht es nur ums Image als harter Knochen/Superdealmaker usw. . Da wird nichts/null passieren. Ein Tweet, die Mediennation in Aufruhr versetzt, fertig, nächster tweet. Fürs Umsetzen seiner Drohungen hat er nicht die Geduld und nicht den Intellekt.

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kuac 28.07.2019, 08:54
55.

Der größte Präsident aller Seiten ist nur beleidigt und böse, weil er nicht genug Unterstützung von diesen Techgiganten erhält. Ein Heuchler mit beschränktem Horizont ist er. Wieso droht er sonst FR?
Falls er aber dennoch schafft, die Monopolstellungen dieser Giganten zu brechen, hat er Respekt verdient. Bis dahin bleibevich skeptisch.

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kuac 28.07.2019, 08:59
56.

Zitat von WilhelmMeister
Dass Trump - wie fast alle US-Politiker - gegen eine Besteuerung von US-Firmen im Ausland ist, läßt sich sehr einfach erklären: nach US-Recht dürfen diese Firmen ihre im Ausland gezahlten Steuern von der Steuerschuld in den USA abziehen. Also: 1 US$ + für Macron = 1 US$ - für Trump
Dann sollten sie ihre Gesetze anpassen. Amerika first immer geht nicht.

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s.l.bln 28.07.2019, 09:07
57. Sein Kampf gegen die US Wirtschaft...

...geht weiter.
In diesem Fall hat das Ganze aber zwei Ebenen. Einmal ist das natürlich ein persönlicher Feldzug, weil er davon träumt, der berühmteste, beliebteste Mensch der Welt zu werden.
Spätestens, seit er darauf gestoßen wurde, daß die Google Bildersuche unter dem Suchbegriff "Idiot" primär Bilder von Ihm zu Tage fördert, steht die Kontrolle von Suchmaschinen und Plattformen auf seiner Agenda. Da er auch nicht versteht, wie online Suche und soziale Netzwerke funktionieren, hält er alles, was dort nicht nach seinem Willen läuft, für Teile einer großen Verschwörung.
Amazon ist für ihn nochmal spezieller, weil das seinem persönlichen Erzfeind gehört, den er in kindlicher Naivität glaubt, bekämpfen zu können, wenn er da ein wenig wirtschaftlichen Schaden anrichtet.
Da Bezos im Gegensatz zu Trump tatsächlich Milliardär ist, kann er ihn auf die Art aber nicht wirklich treffen.

Die zweite Ebene ist die gefährlichere für das Land, denn dort kommt immer stärker zum Vorschein, daß Trump tatsächlich nur ein alter Mann ist, dem die heutige Gesellschaft/Welt nicht gefällt und der glaubt, er könne die USA der 60er Jahre wieder erschaffen, als man noch US Wagen fuhr, Frauen und Nichtweiße die Klappe zu halten hatten, wenn weiße Männer redeten, der Einzelhandel, die Stahlproduktion, der Kohleabbau, die Produktion von Konsumgütern usw. die Säulen der US Wirtschaft waren und Schwellenländer sich nicht anschickten, zu Supermächten aufzusteigen.
Im Grunde bekämpft er alles, das sich seit seiner Jugend verändert hat
Daß er nun ausgerechnet die Konzerne angeht, welche der USA trotz Handelsdefizit eine positive Leistungsbilanz bescheren, spricht Bände.

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eichenbohle 28.07.2019, 09:27
58. Kapitalismus US-Amerikanischer Prägung.

Bill Gates, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Larry Page und Sergey Brin, sind nichts weiter als die Enkel und Urenkel von J. P. Morgan, John D. Rockefeller, Andrew Carnegie, Cornelius Vanderbilt und Henry Ford. Auch die haben ihre Interessen mit harten Bandagen, skrupellos, ohne Rücksicht auf andere und mit oft unlauteren Mitteln ihre Markmacht errungen, ausgebaut und verteidigt. Vielleicht ein Unterschied zu heute: Die hatten ihre "Lobbyisten" direkte in den Parlamenten und/oder in den Regierungen der Bundesstaaten und/oder in den Parlamenten/der Regierung der USA zu sitzen.
Sogar Trumps Vater und Trump selbst kann man in diese Generationen einordnen - nur in kleinerem Maßstab.
Bis zur Obama Regierung hat sich, so weit ich mich erinnern kann, ist kein Präsident gegen die großen US-Konzerne vorgegangen. Das waren dann eher Gerichte und Aufsichtsbehörden.

Und warum ist Trump so aktiv? Weil einige "BigTech" Konzerne auch direkt oder indirekt ein gewisses Meinungsmonopol repräsentieren in dem dem Trump nicht so gut weg kommt. Warum G.W. Bush und Obama da nicht so, oder gar nicht, aggressiv vorgegangen sind? Die hatten auch genügend Gegner und Unterstützer in den USA und da waren die Auseinandersetzungen zwischen den Lagern schon ziemlich übel.
Vielleicht lag es daran, dass Bush und Obama im Internetzeitalter sich in Fragen des Sexismus, Rassenfragen, Einwanderung u.a. nicht so auffällig, radikal und hetzerisch waren. Bei denen Stand der Feind außen. Bei Trump steht der Feind überall und lauert gleich hinter der nächsten Ecke.
Das entspricht welchem Krankheitsbild?und Urenkel von J. P. Morgan, John D. Rockefeller, Andrew Carnegie, Cornelius Vanderbilt und Henry Ford. Auch die haben ihre Interessen mit harten Bandagen, Skrupellos, ohne Rücksicht auf andere und mit oft unlauteren Mitteln ihre Marktmacht errungen, ausgebaut und verteidigt.

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tpro 28.07.2019, 09:31
59.

Zitat von ayee
Das wird ein interessanten Kräftemessen im Informationszeitalter. Sich mit der Informationsbasis für viele Menschen anzulegen, muss man erstmal machen. Zudem sind das Zukunftsindustrien, die er da angreift. Wenn er die angreift und gleichzeitig gestrige Industrien fördert (Kohle, Stahl, Agrar), dann weiß jeder mit ein wenig Grips, wie langfristig tragbar diese Politik ist und wie schädlich, je länger er am Hebel sitzt. Aber hey, er wurde gewählt.
AT&T waren auch Zukunftsunternehmen zu ihrer Zeit und wurden vom Staat zerschlagen. Ebenso Rockefeller.

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