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"Financial-Times"-Berichte: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Kursrutsch bei Wirecard
REUTERS

Der Aktienkurs des Dax-Konzerns Wirecard verlor nach Berichten der "Financial "Times" mehrfach drastisch an Wert. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen den Verfasser der Artikel.

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mm12345 18.02.2019, 12:31
1. Leerverkäufe

sollten grundsätzlich verboten werden (Optionen auf Aktien am besten gleich mit). Damit würde auch ein wichtiger Grund für Marktmanipulationen jedweder Art entfallen. Ob hier Manipulation seitens der FT vorlag, wird hoffentlich transparent aufgeklärt.

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#besserwisser 18.02.2019, 12:45
2. Es ist ein Skandal ...

... wie leicht selbst die Kurse DAX notierter Unternehmen manipulierbar sind. Wann endlich verbietet die EU den Handel von Aktien, die gar nicht im Besitz des Verkäufers sind? Von diesen Leerverkäufen profitieren nur die Banken und Hedgefonds, deren Gewinne entstehen nicht auf Basis realer Wirtschaftsleistung, sondern letztlich nur auf Betrug am Kleinaktionär ...

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guka-le. 18.02.2019, 12:54
3. komisch

Der selbe Journalist hat doch vor ca. 10 Jahren bereits schon mal einen Bericht veröffentlicht der parallelen zum aktuellen Fall aufweist.
Wenn ich mich richtig erinnere wurde dieser Journalist verurteilt.

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Watschn 18.02.2019, 13:09
4. Nein. ja kein Verbot, denn Leerverkäufte sind ein wichtiges Korrektiv

Man denke da nur an die unzähligen gefakten u. glatt gelogenen Unternehmensberichte des ehem. Neuen Markts, und ihren stronzo-optimistischen, aber fast durchwegs ins Blaue dahinerzählten Aktienkommentaren (welche im Nachhinein sich als teils von interessierter Seite üppigst bezahlt entlarvt wurden; i.d.R. mit Geld oder gar mit Lustreisen...uam). Leerverkäufer waren da ein gutes u. schnell eingreifendes Korrektiv, bringen Kurs-Schwankungen mit ins Geschäft, welche nicht zuletzt Kleinanleger vorsichtig werden lassen.

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fin2010 18.02.2019, 13:33
5. Seile verbieten?

Zitat von mm12345
sollten grundsätzlich verboten werden (Optionen auf Aktien am besten gleich mit). Damit würde auch ein wichtiger Grund für Marktmanipulationen jedweder Art entfallen. Ob hier Manipulation seitens der FT vorlag, wird hoffentlich transparent aufgeklärt.
Tolle Logik. Mit Seilen kann man jemanden töten, also müssen sie verboten werden.
Hier wird mal wieder das Werkzeug bzw. der Überbringer (Leerverkäufer) der Nachricht geschlagen statt des ggf. vorhandenen Täters (zu belegender Vorwurf Marktmanipulation - dazu müsste die Story über wirecard erst mal falsche sein - ggf. wird wirecard die Finanzialtimes auf Schadenersatz verklagen).

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spon_5082081 18.02.2019, 13:39
6. Die Blanker sind unter uns

Leerverkäufe gehören zur Gruppe der Gewinnspiele und sollten wie diese besteuert werden. Finanzaufsicht, die erst nachher mit dem Besen kommt, verdient den Namen nicht.

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nocheinnutzer 18.02.2019, 13:57
7.

Zitat von spon_5082081
Leerverkäufe gehören zur Gruppe der Gewinnspiele
Das müssen Sie erklären.

Wenn es kein Problem bei Wirecard gibt, solltet ihr den Leerverkäufern doch dankbar sein - jetzt könnt ihr billig einsteigen!

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Havel Pavel 18.02.2019, 13:57
8. Die Fianzaufsicht ist hier gefragt

Zitat von #besserwisser
... wie leicht selbst die Kurse DAX notierter Unternehmen manipulierbar sind. Wann endlich verbietet die EU den Handel von Aktien, die gar nicht im Besitz des Verkäufers sind? Von diesen Leerverkäufen profitieren nur die Banken und Hedgefonds, deren Gewinne entstehen nicht auf Basis realer Wirtschaftsleistung, sondern letztlich nur auf Betrug am Kleinaktionär ...
Leerverkäufe sind per nichts Verwerfliches, solange dies seriös und nicht missbräuchlich genutzt werden. Ursprüngich wurde diese Möglichkeit einmal geschaffen, damit Investoren einen plötzlichen Kapitalbedarf decken können. Für Leerverkäufe wurden dann Aktien gewählt die man ohnehin zu erwerben beabsichtigte und die logischerweise auch als stabil galten. Früher gab es bei soliden Anlagewerten ohnehin keine derartig grossen Schwankungen wie sie heutzutage zu beobachten sind, alles lief deutlich langsamer und übersichtlicher ab. Mittlerweile häufen sich die Fälle missbräuchlicher Nutzung von Leerverkäufen so dass in der Tat die Finanzaufscht sich hierzu eine kluge Reglung einfallen lassen muss um diesem Treiben entgegen zu wirken. Der Teufelskreis besteht halt hier immer aus der gehäuften Verbreitung ominöser Negativnachrichten und dem sprunghaften Anstieg von Leerverkäufen. Dieser müsste halt durchbrochen werden um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Finanzstarke Unternehmem haben auch schon mal selbst die Initiative ergriffen und mit dem Ankauf riesiger Aktienpakete den Kur so richtig in die Höhe getrieben, so dass die Leerverkäufer kalte Füsse bekamen und mit Riesenverlusten schnell die Aktien wieder zurückkauften, um die Verluste zu begrenzen. Die Finazaufsicht hat hier schon die Möglichkeiten einzugreifen, so hat sie heute offenbar den Leerverkauf von Wirecard Aktien ausgesetzt, worauf deren Kurs schon mal rapide anstieg. Wenn Wirecard sich sicher ist, dass an all den Anschuldigungen nichts dran ist, brauchen sie nur grosse Aktienanteile aufzukaufen um den Kurs in die Höhe zu treiben, so dass die Spekulanten Leerverkäufer ordendlich Verluste erleiden, was wohl die verdiente Strafe für deren unseriösen Geschäfte wäre.

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vitalik 18.02.2019, 14:41
9.

Zitat von nocheinnutzer
Das müssen Sie erklären. Wenn es kein Problem bei Wirecard gibt, solltet ihr den Leerverkäufern doch dankbar sein - jetzt könnt ihr billig einsteigen!
Genial. Was schreiben Sie denn da bitte? Da wird ein Unternehmen vermutlich mit illegalen Absprachen angegriffen und die Anleger sollen dankbar sein? Was ist mit all den Anlegern, die Mitte des Jahres bei 140-150 eingestiegen sind?

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