Forum: Wirtschaft
Finanzierung der Grundrente: Scholz plant Alleingang bei Börsensteuer
Hannibal Hanschke/ REUTERS

Bislang wollte Deutschland die Besteuerung von Aktienkäufen nur gemeinsam mit anderen Staaten angehen. Weil Olaf Scholz nun aber Geld für die Grundrente braucht, denkt der Finanzminister nach SPIEGEL-Informationen um.

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dasmagazin2017 24.05.2019, 18:13
40. Gebt alles Geld den Rentnern!!!‘

Was für ein frecher Verrat an der jungen Generation(!!!) für die in Zeiten der Niedrigzinsen Aktien die Hauptmöglichleit darstellen, eine ausreichende Altersversorgung aufzubauen! Die SPD sollte sich in Grund und Boden schämen und ich hoffe sehr, die Jungen begreifen, was da eigentlich vor sich geht und strafen diese Partei ab!!

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hansriedl 24.05.2019, 18:23
41. Olafs Goldschatz- Kukies

Natürlich wird Kukies sich nicht zum Ritter der Definanzialisierung aufschwingen, eine effektive Finanztransaktionssteuer durchsetzen, Gestaltungsmodelle von Finanzmarktakteuren von vornherein meldepflichtig machen und mit dem Credo brechen, dass Staaten sich „den Märkten“ gefügig zu machen haben. Der Mann ist Teil einer „finanzkapitalistischen Spielanordnung“,

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qjhg 24.05.2019, 18:30
42. @Olli0816

Sie werden es nicht schaffen, den Leuten glaubhaft zu erläutern, die Finanztransaktionsteuer würde den kleinen Mann treffen. Es sind nicht die Kleinverdiener, die Aktien im Hochfrequenzhandel in Millisekunden abwickeln und am Tag Mrd EUR Umsätze tätigen. Sie werden auch nicht Glauben machen wollen, dass das Kapital Deutschland verlässt. Große Kapitalanleger zahlen sogar Minuszinsen, nur um Geld sicher in Deutschland anzulegen. Und auch England zieht nicht, denn die erfahrenen Währungsverluste waren ein Mehrfaches höher als eine evtl. Finanztransaktionsteuer. Sollte sich herausstellen, dass die de Steuer nicht zu den gewünschten Effekten führen kann man sie ändern, das ist alle Male besser als nur Bedenken zu äußern und nichts zu machen. Schon viele Befürchtungen in anderen Bereich bestätigen ein solches Vorgehen.

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aku12 24.05.2019, 18:31
43. Der kleine Michel

Zitat von sorosch
Natürlich die Großinvestoren, die ganz schnell D verlassen und eben irgendwo anders zocken. Somit bleibt wieder nur der kleine Michl übrig, der auf seine Altersvorsorge noch mehr abgezogen bekommt. SPD.
Der kleine Michel, also Du und ich, sollen konsumieren, nicht sparen.
Deswegen wurde ja auch der Sparerfreibetrag mit Hilfe der SPD mehrfach abgesenkt - und, Herr Scholz, ein Tipp: dieser Freibetrag kann noch weiter abgesenkt werden - dann spart der "kleine Michel" noch weniger. Und "für Aktienverkäufe gilt seit dem Jahr 2009 keine Spekulationsfrist mehr". Das stört Großspekulanten, die im Minisekundentakt kaufen und verkaufen kaum - aber dem besagten "kleinen Michel" , der jahrelang kleine Berträge fürs Alter anspart würde eine Spekulationsfrist von einem oder zwei Jahren sehr helfen - aber wie gesagt das ist von der SPD offensichtlich nicht erwünscht.

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Voll-Horst 24.05.2019, 19:24
44. Na, die werden schon wissen ...

… warum das Ding "Finanztransaktionssteuer" heißen soll und nicht "Börsensteuer"

Jede schnöde Überweisung, Lastschrift oder Kreditkartenzahlung ist eine Finanztransaktion.

Und wie war das mit einer möglichen Bargeldabschaffung?

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Tolotos 24.05.2019, 19:41
45. Warum sollte Scholz das nicht versuchen?

Es ist doch eher die Strategie der Union, durch Verlangen einer internationalen Lösung zu verhindern, dass ein Problem entgegen der Wünsche der Wirtschaftslobby gelöst wird.

Allerdings braucht sich Scholz auch nicht zu sorgen, dass er damit durchkommt. Das werden seine Kollegen aus der Union wohl zu verhindern wissen.

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jryan 24.05.2019, 20:08
46. Auch auf die Gefahr

hin, dass der Zensor zuschlägt. Von was für Vollidioten werden wir hier eigentlich regiert. Grundrente um des reinen Machtanspruch Willens. Unter Inkaufnahme eines Verstoßes gegen den Koalitionsvertrag. Von Wirtschaft hatte die SPD noch nie Ahnung. QED. Und wir Deppen lassen das alles mit uns machen. Steuereinnahmen steigen und steigen, aber die Kohle reicht nie aus. Gnade uns Gott, wenn die Konjunktur einbricht.

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olli0816 24.05.2019, 20:47
47. Sie haben relativ wenig Ahnung von Wirtschaft

Zitat von qjhg
Sie werden es nicht schaffen, den Leuten glaubhaft zu erläutern, die Finanztransaktionsteuer würde den kleinen Mann treffen. Es sind nicht die Kleinverdiener, die Aktien im Hochfrequenzhandel in Millisekunden abwickeln und am Tag Mrd EUR Umsätze tätigen. Sie werden auch nicht Glauben machen wollen, dass das Kapital Deutschland verlässt. Große Kapitalanleger zahlen sogar Minuszinsen, nur um Geld sicher in Deutschland anzulegen. Und auch England zieht nicht, denn die erfahrenen Währungsverluste waren ein Mehrfaches höher als eine evtl. Finanztransaktionsteuer. Sollte sich herausstellen, dass die de Steuer nicht zu den gewünschten Effekten führen kann man sie ändern, das ist alle Male besser als nur Bedenken zu äußern und nichts zu machen. Schon viele Befürchtungen in anderen Bereich bestätigen ein solches Vorgehen.
und den Wirtschaftsmechanismen. Die Reichen haben es gar nicht nötig, Hochfrequenzhandel zu unternehmen. Worin sind denn tatsächlich die reichsten Deutschen finanziert? In Unternehmen, haben viele Aktien die sie lange halten oder Immobilien. Nehmen wir die Familie Reimann, die langfristig über ihre Zentrale in London ihre Aktien halten und neue Firmen kaufen, die sie in ihre eigenen Firmen integrieren. Glauben Sie, sie bekommen diese mit Hochfrequenzhandel? Oder die Nachkommen der Albrecht-Brüder: Die besitzen Anteile an einer GmbH und haben zumindest im Hauptgeschäft überhaupt nichts großartig mit Derivaten und schnellem handeln zu tun. Da sitzt das Geld.

Wer macht also so etwas? Das sind große Banken, große Fonds, die alle damit Geld verdienen wollen. Glauben Sie wirklich, dass diese den Handel bei so einer Steuer in Deutschland oder den Ländern, wo die Steuer eingeführt wird, den Handel realisieren? Nein, natürlich nicht. Die asiatischen und amerikanischen Märkte sind viel größer und besser eingerichtet. London ist die größte Börse in Europa. Die haben zwar so etwas wie eine Transaktionssteuer, aber die nehmen explizit das Daytrading raus. Also das Gegenteil von dem, was Sie anstreben. Die Steuer wurde unter Thatcher eingeführt. Bezahlen tun dort die Langfristangleger und das sind zumeist nur die kleinen.

Ich denke auch nicht, dass ich Sie überzeugen kann, weil Sie so in ihrer Blase leben, dass die Transaktionssteuer die Welt und natürlich die armen Rentner Deutschlands retten wird. Aber falls man eine Quersubventionierung einführen wird, zahlen das die jungen Leute, die für die Rente vorsorgen müssen und jeder Arbeitnehmer, der selbst vorsorgt und noch nicht mal glaubt, am Aktienmarkt anzulegen. Ich gebe ihnen einen guten Tipp: Fahren Sie viel Auto, dann unterstützen Sie unsere armen Rentner. 3% sind armutsgefährdet. Komischerweise gibts viel mehr alleinerziehende Muttis und andere Menschen, denen es mindestens genauso schlecht geht. Für die interessiert sich keiner.

Was das Modifizieren betrifft, schauen Sie sich die Pläne bei dem Soli an. Wir haben sogar immer noch die Sektsteuer, obwohl unsere 1. Weltkriegsflotte seid 100 Jahren auf dem Grunde von Scapa Flow liegt. Sorry, aber ihre Meinung teile ich überhaupt nicht, weil sie nichts besser macht und viele normale Bürger schlechter stellt..

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loom_de 24.05.2019, 23:07
48. SPD - gewollt, aber nicht gekonnt.

Mit der Finanztransaktionssteuer wird mein Fondgebundener Riestersparvertrag sicher noch attraktiver. Komisch, dass so viele ihre Verträge jetzt schon ruhen lassen. Die SPD hat leider keinen blassen Schimmer. Statt Gewinne abzuschöpfen, errichtet sie zusätzliche Hindernisse bei der Altersvorsorge junger Menschen.

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spiegelleser987 25.05.2019, 00:16
49. Hat der das nicht bemerkt?

Das kann nicht funktionieren, weil dann alles Geld weg ist. Da gibt jemand sein bereits versteuertes Geld für Aktien aus. Das zählt zur Finanztransaktion. Also muss der nochmals darauf Steuern zahlen. Also verzichtet man lieber darauf und lässt das Geld bei der Bank liegen. Das trifft nicht nur die sogenannten Reichen. Es sind auch ganz normale Arbeitnehmer. Genauso ist es, wenn man die Aktien gegen andere austauscht. Geld hat man da nicht bekommen, weil es nur Zahlen im Computer sind, früher nur auf dem Papier. Diese Finanztransaktionsteuer wird so zu einem Zusammenbruch der Börsen führen und die großen Unternehmen haben kein Geld. Aktien sind sozusagen nur Geldspenden für die Investitionen in die Zukunft. Damit bricht auch die Wirtschaft zusammen und die Renten sind vollkommen weg.

Steuern auf das Geld, was man beim Verkauf der Aktien zurückbekommt, wäre etwas anderes. Aber Steuern auf den Kauf von Aktien oder den Austausch gegen andere, führen zu einer Totalkrise. Deshalb wurde bisher diese Steuerart abgelehnt.

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