Forum: Wirtschaft
Finanzierungskonzept: SPD will Grundrente aus Steuermitteln finanzieren
Jörg Carstensen / DPA

Die zuständigen SPD-Minister haben sich nach SPIEGEL-Informationen auf die Finanzierung der Grundrente geeinigt: Das Projekt soll demnach aus Steuermitteln finanziert werden. Die sogenannte Mövenpicksteuer werde daher abgeschafft.

Seite 7 von 13
florafauna 22.05.2019, 08:41
60.

Zitat von kamisk
Viele meckern, dafür ist Geld da - aber für mich nicht. Nun wird denen geholfen, die lange gearbeitet haben aber trotzdem mit ihre Rente nicht auskommen. DENEN soll geholfen werden ! Einsparungen dürften bei der Grundsicherung anfallen. Vielleicht kommt eine Zahnartzfrau auch in den Genuss (!) der neuen Gelder - aber dann sicherlich auch die Helferin, die Hausangestellte ... !
Ja, und alle die vielen Schwarzarbeiter und Teilzeitarbeitskräfte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tiit 22.05.2019, 08:42
61. Es gibt viele

Finanzierungsmöglichkeiten.
Man muss sie nur nutzen wollen.
Zum Beispiel die Sonderbehandlung von einigen Produkten bei der MwSt.
Oder warum einen verringerten MwSt- Satz für McD, Burger King etc. beim "außer Haus Verkauf"?
Vielleicht sollte man einfach mal das Rentensystem insgesamt ändern.
Eine Grundrente für alle. Auch für Beamte?
Warum bekommen diese 70% ihrer letzten Bezüge und der Normalbürger weniger als die Hälfte seiner durchschnittlichen Bezüge über sein ganzes Arbeitsleben?
Da gibt es auch Möglichkeiten....man muss sie nur nutzen wollen.
Diese Grundrente ist wieder nur ein zusammengeschustertes Bürokratiemonster.
Warum nicht mal einfach "einfach" machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spock123 22.05.2019, 08:45
62.

Die Grundrente soll also tlw. das ausgleichen, was rot-grün mit der schrittweisen Absenkung des Rentenniveaus "angerichtet" hat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taglöhner 22.05.2019, 08:47
63. Nach Mövenpick-Steuer kommt halt die Gattinen-Grundrente

Keine Prüfung für die Arztgattin, dafür bleibt man mit 34 Jahren Beitrag draussen, darf aber über seine Kassenbeiträge und Steuern gerne mitfinanzieren. Dabei ist der Anteil von Geringverdienern in dieser Gruppe doppelt so hoch.
Finanziert u.a. mit EU-Steuern die es noch gar nicht gibt und von denen nicht klar ist, ob es sie je geben wird. Man fragt sich ob man das zumindest noch gut gemeint nennen kann.
Dieses Ding wird ein weiterer Sargnagel für die SPD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantrid 22.05.2019, 09:02
64. Asoziale SPD

Diese Finanzierung ist strikt abzulehnen. Damit würden Selbstständige und Beamte (natürlich auch Berufspolitker wie Heil und Scholz) sich mal wieder bei einer Gemeinschaftsaufgabe vornehm zurückhalten. Dazu soll Steuergelder herhalten, die es so gar nicht gibt. Da kann man auch zur Bank gehen und anbieten, die Rückzahlung mit dem Lottogewinn zu leisten, den man demnächst machen wird. Natürlich geht es nicht ohen Bedürftigkeitsprüfung. Warum soll die Arztfrau für einen Extra Urlaub mit Steuergelder und Beitragsgeldern gepampert werden, für die sich Krankenschwestern Nächte und Wochenenden um die Ohren hauen müssen? Das ist völlig asozial, liebe SPD!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohjeee 22.05.2019, 09:17
65.

Zitat von tiit
Finanzierungsmöglichkeiten. Man muss sie nur nutzen wollen. Zum Beispiel die Sonderbehandlung von einigen Produkten bei der MwSt. Oder warum einen verringerten MwSt- Satz für McD, Burger King etc. beim "außer Haus Verkauf"? Vielleicht sollte man einfach mal das Rentensystem insgesamt ändern. Eine Grundrente für alle. Auch für Beamte? Warum bekommen diese 70% ihrer letzten Bezüge und der Normalbürger weniger als die Hälfte seiner durchschnittlichen Bezüge über sein ganzes Arbeitsleben? Da gibt es auch Möglichkeiten....man muss sie nur nutzen wollen. Diese Grundrente ist wieder nur ein zusammengeschustertes Bürokratiemonster. Warum nicht mal einfach "einfach" machen?
Sie werden im McD immer gefragt, ob "zum hier essen" (=7%) oder "zum Mitnehmen" (=19%). Wenn Sie McD "schaden" wollen, sagen Sie immer "zum Mitnehmen" und packen dann Ihre Tüte am Tisch aus.

Bei Beamten ist die Betriebsrente mit eingerechnet. Angestellte im öD erhalten Rente + ZVK (=Betriebsrente, ca. 75% der Altersrente), macht unterm Strich ebenfalls um die 70%.
Der Angestellte "beim Daimler" (um bei einem heutigen Artikel auf SPon zu bleiben) bekommt nachher mehr Betriebsrente als Altersrente und lacht über die 70%. Das soll kein Neid sein, sondern die Zahlen etwas ins Verhältnis rücken.
Insofern tut mir leid, keine schreiende Ungerechtigkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohjeee 22.05.2019, 09:20
66. 1

Zitat von mantrid
Diese Finanzierung ist strikt abzulehnen. Damit würden Selbstständige und Beamte (natürlich auch Berufspolitker wie Heil und Scholz) sich mal wieder bei einer Gemeinschaftsaufgabe vornehm zurückhalten. Dazu soll Steuergelder herhalten, die es so gar nicht gibt. Da kann man auch zur Bank gehen und anbieten, die Rückzahlung mit dem Lottogewinn zu leisten, den man demnächst machen wird. Natürlich geht es nicht ohen Bedürftigkeitsprüfung. Warum soll die Arztfrau für einen Extra Urlaub mit Steuergelder und Beitragsgeldern gepampert werden, für die sich Krankenschwestern Nächte und Wochenenden um die Ohren hauen müssen? Das ist völlig asozial, liebe SPD!
aha. Sie unterstellen also, Beamte würden keine Steuern zahlen, aus denen 70% der Idee bezahlt werden soll? Würde auf die Rentenkasse zugegriffen, würde ich Ihre Kritik verstehen, denn da zahlen bekannterweise Beamte und Selbständige in der Regel nicht ein.
Gerade dadurch, dass der Vorschlag aus Steuermittel gezahlt werden soll, finanzieren das alle mit und nicht nur diejenigen, die in die Rentenkasse einzahlen.
Wenn die Arztgattin 35 Jahre eingezahlt hat, weil sie mitgearbeitet hat, ok. Wobei ich hier eher zur CDU halte, die trotzdem eine Bedürftigkeitsprüfung (meinetwegen stark abgespeckt) will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe_sargnagel_der_zweite 22.05.2019, 09:25
67.

Mal ehrlich - die Rente ist genauso wie das Pensionssystem veraltet und muss radikal umgebaut werden. Etablierte Politiker werden das aber nicht angehen und so sehens in griechische Verhältnisse rutschen. Wenn die Konjunktur abschmiert und/oder die Zinsen steigen, dann ist das alles nicht mehr finanzierbar. Wahrscheinlich werden dann in der Krise und in höchster Not die Renten weiter gekürzt, die Pensionen kaum. Dann war es das mit den etablierten Parteien: Wie übrigens in Griechenland. Warum haben die etablierten Parteien eigentlich keinen Selbsterhaltungstrieb mehr? Ich frage mich das wirklich?

Was man jetzt tun sollte: Einen überparteilichen Konsens finden und weltweit die Renten-/Pensionssysteme analysieren, vergleichen und überprüfen wie man die besten Eigenschaften verknüpfen kann. In (SPÄTESTENS) 4 Jahren dann wird ein überparteiliger Vorschlag eingebracht. Wahrscheinlich müssten dann zwar einige Privilegien für Beamte, Arbeitnehmer und Selbstständige wegfallen, die aber an anderer Stelle wieder kompensiert werden könnten. Aber wahrscheinlich wird man der Versicherungslobby hörig sein und das schlechteste für den Bürger umsetzen - hauptsache es gibt am Ende eine Sonderregel für Politiker.
Danach setzt man das um - dann hat man ein völlig neues Rentensystem in Deutschland, das am Ende alle gleich behandeln muss, weil sonst wieder Zweitracht und Misstrauen unter die Menschen gestreut wird - das kann doch wirklich keiner wollen? Aber warum handeln Politiker so dämlich - bald wird man sich wundern, warum der "dumme Wähler radikal" (nicht mehr etabliert wählen wird ja als radikal gegeißelt) wählt. So kann man auch verdeutlichen, dass man die eigene Unvernunft gar nicht mehr sehen oder wahrhaben möchte. Man lebt eben in seiner Blase - und da eben sehr gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lobhudel 22.05.2019, 09:30
68. Hat das 7%-Steuergeschenk die Reallöhne im Gastgewerbe denn erhöht?

Hat das 7%-Steuergeschenk der Schwarz-Gelben die Reallöhne im Gastgewerbe denn erhöht? Wohl nein. Eingesackt haben die "Brosamen" nur Hotelbetreiber und Eigentümer, die sich weiterhin von den Schwarzen verar... lassen, die nichts/null/nada gegen die missbräuchliche Nutzung von Ferien-/Zweitwohnungen als sehr einträgliche und gleichzeitig wohnraumschädigende Hotelkonkurrenz durch ihr Stammklientel unternehmen.

Bin gespannt, wann wir nach zig Jahren Merkel-Regierung aufhören, prekäre Beschäftigungsverhältnisse alleine der Agenda 2010 anzulasten. Damals haben vor allem auch "Arbeitsplatz-Besitzer" massiv davon profitiert - was auch die gewerkschaftliche Unterstützung erklärt. Und es waren die Sozen, welche die danach erkennbar werdenden handwerklichen Mängel - z.B. Leiharbeit/Mindestlohn - nach ihren Möglichkeiten und gegen den Widerstand der "Christlichen" durchgesetzt haben. Aber das vergessen die meisten.

Im übrigen ist an den "prekären Dienstleistungsverhältnissen" zunächst einmal der Kunde Schuld - nicht die SPD: Wenn ich z.B. nicht gewillt bin, für meinen monatlichen Haarschnitt mehr auszugeben als für meinen täglichen Tabakkonsum, sollte ich mich nicht über Friseur-Fachkräfte aufregen, die zu Tarif-Hungerlöhnen arbeiten müssen. Gleiches gilt für "XXL-Schnitzel"-Fresser, "wählerische" Zalando-Kunden, den BnB-Schnäppchenjäger, Billigpassagiere, etc. pp. Einfach die entsprechenden Läden konsequent meiden - oder aber ein sattes "Trinkgeld" fürs arbeitende Personal draufpacken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lobhudel 22.05.2019, 09:43
69. Beamte und Selbständige bekommen diese Grundrente i.d.R. nicht...

Zitat von mantrid
Diese Finanzierung ist strikt abzulehnen. Damit würden Selbstständige und Beamte (natürlich auch Berufspolitker wie Heil und Scholz) sich mal wieder bei einer Gemeinschaftsaufgabe vornehm zurückhalten. Dazu soll Steuergelder herhalten, die es so gar nicht gibt. Da kann man auch zur Bank gehen und anbieten, die Rückzahlung mit dem Lottogewinn zu leisten, den man demnächst machen wird. Natürlich geht es nicht ohen Bedürftigkeitsprüfung. Warum soll die Arztfrau für einen Extra Urlaub mit Steuergelder und Beitragsgeldern gepampert werden, für die sich Krankenschwestern Nächte und Wochenenden um die Ohren hauen müssen? Das ist völlig asozial, liebe SPD!
Beamte und Selbständige bekommen diese Grundrente i.d.R. nicht - denn Voraussetzung sind wohl 35 RV-Beitragsjahre oder anzurechnende Zeiten. Die hat normalerweise kein Beamter oder Selbständiger - insoweit ist die 50-70-%-prozentige Steuerfinanzierung alles andere als ein asozialer Deal.

Aber wahrscheinlich verwechseln Sie die Grundrente ja auch nur mit dem bedingungslosen Grundeinkommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 13