Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Europa zeigt den Ausweg aus der Schuldenfalle

Millionen, Milliarden, Billionen - tägliche Schlagzeilen über immer größere Defizite der öffentlichen Haushalte verunsichern die Bürger. Dabei übersehen viele: In Wahrheit geht die Ära des ungezügelten Schuldenmachens zu Ende. Und dabei kann Europa sogar zum Vorbild für den Rest der Welt werden.

Seite 1 von 16
localpatriot 23.11.2011, 10:18
1. Zen und die Loesung der Finanzkrise – Teil 2

Zitat von sysop
Millionen, Milliarden, Billionen - tägliche Schlagzeilen über immer größere Defizite der öffentlichen Haushalte verunsichern die Bürger. Dabei übersehen viele: In Wahrheit geht die Ära des ungezügelten Schuldenmachens zu Ende. Und dabei kann Europa sogar zum Vorbild für den Rest der Welt werden.
Zen und die Loesung der Finanzkrise – Teil 2
Die Guten Eurobuerger schliefen den Schlaf der Gerechten, aber ueber Nacht sind die Bond Vigilantes und Heuschrecken aus dem von Goldman Sachs gebauten Trojanischen Pferd geklettert und fingen an ihr Unwesen zu treiben.

Alle waren in Panik, denn Euroland ist fuehrungslos. Wie vom Fuchs aufgescheuchte Huehner flattern sie, aber niemand fuehrt, denn die eine die fuehren koennte, darf nicht.

Unter Maennern waere das Einfach, der Maechtigste steht auf und setzt sich die Krone auf den Kopf. Einfach, aber unter Huehnern funktioniert das nicht immer so einwandfrei. Es gibt welche die den neuen Koenig wollen, die sagen aber nichts. Es gibt welche die den Koenig nicht wollen, die sagen auch nichts, machen aber dann nicht mit. Und dann gibt es noch welche die den neuen Koenig ueberhaupt nicht wollen, und die schreien es laut und oft. Und ganz andere wollen dass die Musik unendlich weiterspielt, als ob es keine Heuschrecken im Koenigreich gebe.

Das Resultat: Der Koenig hat eine Krone aber keine geschlossene Gefolgschaft.
Alles ist Schein, und die Heuschrecken fressen das Land ab.


Was fehlte den Eurolaendern am meisten? Verstaendnis, Weisheit, Enlightenment. Der Zen-Meister Ikkyū Sōjun (一休宗純) zu einem Verzweifelten:
„Ich würde gerne irgend etwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“
Zen zielt immer auf die Erfahrung und das Handeln im gegenwärtigen Augenblick, und umfasst auf diese Weise Gefühl, Denken, Empfinden usw.*)
Und wer nicht fuehren darf aber die Fuehrung uebernehmen muss, hat keine andere Wahl als den Grundsaetzen des Zen Meisters zu folgen. Erst muss der Verzweifelte die innere Weisheit finden welche eine Hilfeleistung des Nichtfuehrenden zulaesst.
Und wenn der Erste die innere Weisheit gefunden hat, dann wird es fuer den Zweiten und den Dritten und den Vierten gar nicht so schwierig denn man lernt vom Beispiel der Anderen.
GR und I benoetigten 18 Monate um zu der ersten inneren Erkenntnis zu kommen. Und das ist nur der erste Schritt. Moeglicherweise dauert es noch einmal 18 Monate bis die Erkenntnis zum Handelt fuehrt – Die Wahl ist in den Haenden der Verzweifelten.
Die Moral: Einsicht und innere Erkenntnis sind die Schluessel zur Loesung der Eurokrise.
*) Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clonck 23.11.2011, 10:26
2. Grober Unfug

Dem Autor scheint der Zusammenhang zwischen zinsbedingt wachsenden Schulden und andererseits entsprechend zinsbedingt wachsenden Vermögen nicht klar zu sein. Anders kann ich mir diesen naiv-niedlichen Artikel nicht erklären.

Immer wenn so ein Schreiberling seinen Mist verzapft bleibt er eine klitzekleine Antwort schuldig: Wenn die Staaten die Schulden nicht mehr aufnehmen können/wollen/dürfen, wer dann?

Die Billionen der Vermögenden müssen ja schließlich irgendwo "investiert" (sprich: gegen Zins verliehen) werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Litajao 23.11.2011, 10:30
3. Herr Kaden, ich kann Sie ja gar nicht mehr erkennen

Herr Kaden, ich habe bisher in keinem Ihrer bisherigen Beiträge so viele

WENN, WÄRE, KÖNNTE, VIELLEICHT

usw. gehört.

Sie verlieren sich hier leider im Ungefähren, so "es hätte sein können, wenn es so vielleicht gekommen hätte werden würden".

Aber Ihr letzter Abschnitt:

"Der Euro, von so vielen echten und angemaßten Experten tot geredet, hätte Europa dann doch zusammengeführt und der Welt ein Vorbild für nachhaltige Finanzpolitik geliefert. Der Weg ist schwer, wie sich täglich zeigt. Aber die Chance ist da..."

zeigt, dass Sie wohl auch zu den Lohnschreibern der Euro-Retter geworden sind.


Der Euro soll also Europa zusammenführen... welche Chance denn?, die sichere Chance, dass am Ende der Euro platzt, es zu einer Währungsreform kommt, wenn die EZB nicht nur PIPI-FAX Beträge einsammelt, sondern richtig einkaufen geht.


Na ja, sind ja zur Zeit nur ca. 200 Mia. Euro, die die EZB an Schrottanleihen kauft. (Ich weiß einigen Foristen gefällt dieses Wort nicht, denn diese Schrottanleihen sind werthaltige Anleihen, für die fast kein Risiko besteht. (Ironie Ende).

Sorry, Herr Kaden,

sehr schlechter Beitrag, eigentlich Ihnen nicht würdig, zumal wenn man Ihre anderen Beiträge der letzten Monate gelesen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 23.11.2011, 10:32
4. von der Krisenüberwindung und zukünftiger Sparsamkeit

EIn sehr guter Artikel der 2 Dinge anspricht, zum einen die Tasache, daß hinter der ganzen Medienhype vielfältige Aktivitäten laufen, die augenblickliche Krise zu überwinden und zum anderen, daß die Schuldenphilosophie der westlichen Staaten dabei ist eine andere zu werden.

Wie Späth gestern bei Maischberger sagte, wir werden einige schwierige Jahre vo uns haben, dann wird auch diese krise vorbei sein, unser land wird auch dann erfolgreich sein, der, wir werden in Euro zahlen und Mitglied der EU sein.

Natürlich haben etliche ewig gestrige Politiker dies noch nicht verstanden, wenn ich mir z.B. die unsägliche Frau haderthauer und die CSU anschaue, die mal wieder ein paar Milliarden Herdprämie unter die Leute schmeissen möchte, dann fragt man sich wirklich, in welcher Welt diese Leute leben.

Trotzdem geht der Trend in die richtige Richtung, die Menschen wollen keine Steuersenkungen unter diesen Umständen und sind bei sozialen Wohltaten auf Pump kritischer geworden.

Die Politiker werden dies nachvollziehen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 23.11.2011, 10:36
5. Volkswirtschaft - Preis-Absatzfunktion auch beim Preis für Geld

Zitat von clonck
Dem Autor scheint der Zusammenhang zwischen zinsbedingt wachsenden Schulden und andererseits entsprechend zinsbedingt wachsenden Vermögen nicht klar zu sein. Anders kann ich mir diesen naiv-niedlichen Artikel nicht erklären. Immer wenn so ein Schreiberling seinen Mist verzapft bleibt er eine klitzekleine Antwort schuldig: Wenn die Staaten die Schulden nicht mehr aufnehmen können/wollen/dürfen, wer dann? Die Billionen der Vermögenden müssen ja schließlich irgendwo "investiert" (sprich: gegen Zins verliehen) werden.
Normalerweise kommentiere ich die vielen unsinnigen Theorien übert "Fiat money" "Schuld-Geld" u.ä. nicht aber iHre Frage ist sehr leicht zu beantworten, wenn die Staaten weniger Geld am Finanzmarkt nachfragen, sinkt der Preis fürs Geldund was dazu führt, daß andere Wirtscahftssubjekte als Nachfrager auftreten um ihre Proejkte zu realisieren. Nicht in jedem Einzelfall aber so doch für die gesamte Volkswirtschaft gilt, daß Preisreduzierunegn die Nachfrage erhöhen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interessierter_leser 23.11.2011, 10:37
6. Die Folge zur Ursache gemacht

Leider verwechselt der Autor die Folgen mit der Ursache.

Das Wirtschaftwachstum wird benötigt um die Zinsen auf die Kredite zu zahlen, weil die Zinsen im Geldschöpfungsprozess nicht geschöpft werden.

Wachstum ist demnach ein Verschleierungsmittel dafür, dass durch die Verzinsung eine permanente Umverteilung von UNTEN nach OBEN stattfindet.

Solange das Wachstum größer ist als die Zinslast, geht es allen trotzdem noch ganz gut.

ABER: Das Ende des Wachstumsüberschusses über die Zinslast ist erreicht. Falls sich jemand schon mal mit Mathematik beschäftigt hat:

Zinsen = exponentielles Wachstum
BIP = lineares Wachstum (mit ggf. auch Schrumpfung)

==> Es wird NIE WIEDER innerhalb des jetzigen Systems in diesem Stadium ein Wirtschaftswachstum geben, dass größer ist als die Zinslast

Beitrag melden Antworten / Zitieren
beraterit 23.11.2011, 10:38
7. das ich das noch erleben darf - jemand im Spon hat erkannt, wo das Problem liegt ...

ganz simpel - keine Schulden - keine Probleme - keine "Spekulation" !!!

Die Party ist vorbei ! Die Staaten kriegen keine Kredit mehr !!! Man muss mit dem auskommen, was man einnimmt !!!
Jeder Privatmann muss sich nackt ausziehen und alle Finger zum Schwur erheben, wenn er so handelt wie Politiker.

Warum wohl wollen die Politiker immer stärker in die Banken eingreifen ? Warum wollen die wohl die maroden BAnken zwangsretten ? Damit sie sich selbst Kredite vergeben können - vollkommen unkontrolliert und ungehemmt.

Sie sehen ihre Felle davonschwimmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Giraffenzebra 23.11.2011, 10:38
8. Das ist eine berechtigte Frage ...

Zitat von clonck
Immer wenn so ein Schreiberling seinen Mist verzapft bleibt er eine klitzekleine Antwort schuldig: Wenn die Staaten die Schulden nicht mehr aufnehmen können/wollen/dürfen, wer dann? Die Billionen der Vermögenden müssen ja schließlich irgendwo "investiert" (sprich: gegen Zins verliehen) werden.
Das ist eine berechtigte Frage. Aber da ist ein Blick in die Vergangenheit hilfreich ... in die 50er und 60er Jahre, als Deutschland und die meisten anderen Staaten noch keine Schulden aufnahmen.
Da investierten die Banken und Investoren ihre Vermögen nämlich tatsächlich wieder in die Realwirtschaft, statt sie in luftgebuchten Phantasie-Papieren um die Welt sausen zu lassen.

MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Strichnid 23.11.2011, 10:39
9. ...

Zitat von clonck
Die Billionen der Vermögenden müssen ja schließlich irgendwo "investiert" (sprich: gegen Zins verliehen) werden.
Ja, das war schon ein peinlich monothematischer Artikel. Kein Wunder, dass kein Mainstream-Wirtschaftsjournalist vor der Finanzkrise warnen konnte, wenn die nicht zu einer gesamtheitlichen Betrachtung des Systems in der Lage sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 16