Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Europa zeigt den Ausweg aus der Schuldenfalle

Millionen, Milliarden, Billionen - tägliche Schlagzeilen über immer größere Defizite der öffentlichen Haushalte verunsichern die Bürger. Dabei übersehen viele: In Wahrheit geht die Ära des ungezügelten Schuldenmachens zu Ende. Und dabei kann Europa sogar zum Vorbild für den Rest der Welt werden.

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marcaurel1957 23.11.2011, 11:07
30. es geht auch ohne Staatsanleihen

Zitat von clonck
Und ihre Antwort ist leicht zu widerlegen. Die von Ihnen angesprochenen "anderen" Wirtschaftsubjekte, also Privatleute und Unternehmen, sind nicht im entferntesten in der Lage diese Summen nachzufragen. Es mangelt an der geforderten Bonität. Die durchschnittlichen Fremdkapitalquoten der Unternehmen sind schon lange am vertretbaren Limit und wozu die Überschuldung von Privatleuten führt haben wir in den USA gesehen. Und nun?
Scon in der esten Vorlesung Mikrökonomie lernt man, daß sich jedes Unternehmen so lang verschuldet und verschulden sollte, wie es aus seinen Geschäften mehr Rendite erzielt als es für Fremdkapital bezahlen muß. Dies nennt sich Leverageeffekt.

Wenn nun die langfristigen Zinsen sinken, weil das entsprechende Angebot an Kapital da ist, werden Unternehmen tendenziell (die Korrelation ist sicher niedriger als 1)ihre Verschuldung erhöhen und Geschäfte machen, die bisher nicht lukrativ waren.

Ganz simpel oder?

Hinzu kommt, wenn ich kein Staatsanleihen mehr kaufen kann, investiere ich eben mehr in Aktien (Erhöhung Eigenkapital!), Rohstoffe oder kaufe Gold (na ja eher nicht!)

Ich werde sicher keine Probleme haben, mein Geld sinnvoll unter die Leute zu kriegen

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sfb 23.11.2011, 11:08
31. spielt sein Spiel

Zitat von ergoprox
Der Staat sind Sie! Stupid!
Sagen wir es mal so:
Der Staat spielt sein Spiel, ich spiele meins ;-)

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alexbln 23.11.2011, 11:08
32. .

Zitat von ergoprox
All das hat erst das Potenzial für Staatsschuldenkrisen gebracht. Allein für Deutschland kommen da in der Summe locker mal 255 Mrd. Euro zusammen, die uns die Banken durch ihren Crash beschert haben. @ftd
unsinn hoch zehn. jedes jahr 80mrd!!! aus steurermitteln/bzw auf pump für die rentenkasse.

schon allein diese zahl führt ihre pseudoargumente ins lächerliche.

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hartenstein123 23.11.2011, 11:08
33. Finanzkrise: Europa zeigt den Ausweg aus der Schuldenfalle

Zitat von sysop
Millionen, Milliarden, Billionen - tägliche Schlagzeilen über immer größere Defizite der öffentlichen Haushalte verunsichern die Bürger. Dabei übersehen viele: In Wahrheit geht die Ära des ungezügelten Schuldenmachens zu Ende. Und dabei kann Europa sogar zum Vorbild für den Rest der Welt werden.
Gestern war noch ein Bericht zu lesen, dass
die E-EU kein Geld mehr hat, heute ist die E-EU
Vorbild im Beenden des Schuldenmachens. Sollte
dies ein Witz sein? Wie kann Europa ein Vorbild
sein? Der Spiegel hat wohl Auflagen von dieser
deutschen Noch-Kanzlerin bekommen, um das deutsche
Volk zu beruhigen oder?

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Illuminated 23.11.2011, 11:10
34. Schudenabbau ein Muß

Zitat von clonck
Wenn die Staaten die Schulden nicht mehr aufnehmen können/wollen/dürfen, wer dann? Die Billionen der Vermögenden müssen ja schließlich irgendwo "investiert" (sprich: gegen Zins verliehen) werden.
Ich kann Ihre Aussage nicht ganz nachvollziehen.

Mein Kommentar hierzu:
1. Das die weitere Verschuldung der meisten westlichen Länder umgehend gestoppt werden sollte, ist der einzige Ausweg aus der jetzigen Krisensituation. Tatsächlich benötigen wir eine Entschuldung.

2. Wie die Vermögenden ihre Mittel anlegen können, sollte bestimmt nicht entscheiden sein, wie man in der Krise vorgehen sollte. Grundsätzlich würde das Geld eben in andere Anlageformen fliessen und dort die Preise (von Zins/Renditestandpunkt aus gesehen) senken.

3. Zwischen den Zeilen stoßen Sie aber auf eine Teil-Lösung. Die Staaten sind gar nicht mehr in der Lage ihre z.T. absurd hohen Schulden zu tilgen. Von daher könnten sie es zumindest teilweise von denen nehmen, die sehr viel haben ("die Vermögenden"). Die haben dann auch weniger anzulegen ;-)

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probstheida 23.11.2011, 11:11
35. ...

Zitat von Giraffenzebra
Das ist eine berechtigte Frage. Aber da ist ein Blick in die Vergangenheit hilfreich ... in die 50er und 60er Jahre, als Deutschland und die meisten anderen Staaten noch keine Schulden aufnahmen. Da investierten die Banken und Investoren ihre Vermögen nämlich tatsächlich wieder in die Realwirtschaft, statt sie in luftgebuchten Phantasie-Papieren um die Welt sausen zu lassen.
Was aber heute nicht mehr funktioniert. Sie übersehen da nämlich eine Kleinigkeit. Die 50er udn 60er Jahre waren eine Zeit riesiger prosperität. Kriegszerstörte Länder wurden wieder aufgebaut, die Industrie drang in Lebensbereiche vor, (Konsumgüterindustrie,m Mobilität), die zuvor unerschlossen waren und so weiter.

Es fand eine exzessive Ausweitung und Erschließung von Märkten statt, die exponentielles (!!) Wachstum auch real möglich machte. Das geht aber immer nur eine gewisse Zeit oder auf wenige, eng begrenzte Märkte beschränkt. Daß diese Epoche globalen Superwachstums damals stattfand, war schon eine extreme Ausnahmesituation.

In den 70ern war die Party vorbei. Die Märkte waren gesättigt. Seitdem findet realwirtschaftlich nur noch Verdrängungswettbewerb statt. Innovative Unternehmen verdrängen nicht innovative, neue Produkte/Branchen verdrängen alte. Seitdem haben wir halt wieder den "normalen" Kpitalismus. Und exakt seit dieser Zeit wachsen daher auch die Staatsschulden. Und nicht nur das, seit derselben Zeit wurden auch die Währungen und Finanzmärkte Schritt für Schritt völlig freigegeben. Eben, um wenigstens noch ein Geldmengenwachstum zu generieren, wenn schon real keins mehr stattfand. Daß die Blase irgendwann platzen mußte, war klar.

Jetzt ist es halt soweit.

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sfb 23.11.2011, 11:14
36. stupid german money

Zitat von Giraffenzebra
Tja, dann müssen sich die Vermögenden halt darauf einstellen, dass ihre Geldvermögen zusammendampfen,
Das haben die wirklich Vermögenden schon längst getan. Oder glauben Sie, die tun ihr Geld in die großen Töpfe, die international als "stupid german money" bekannt sind?
Das machen vorwiegend Kleinanleger.

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hartenstein123 23.11.2011, 11:15
37. Finanzkrise: Europa zeigt den Ausweg aus der Schuldenfalle

Zitat von sysop
Millionen, Milliarden, Billionen - tägliche Schlagzeilen über immer größere Defizite der öffentlichen Haushalte verunsichern die Bürger. Dabei übersehen viele: In Wahrheit geht die Ära des ungezügelten Schuldenmachens zu Ende. Und dabei kann Europa sogar zum Vorbild für den Rest der Welt werden.
Gestern war noch ein Bericht zu lesen, dass
die E-EU kein Geld mehr hat, heute ist die E-EU
Vorbild im Beenden des Schuldenmachens. Sollte
dies ein Witz sein? Wie kann Europa ein Vorbild
sein? Der Spiegel hat wohl Auflagen von dieser
deutschen Noch-Kanzlerin bekommen, um das deutsche
Volk zu beruhigen oder?

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eine-Meinung-unter-Vielen 23.11.2011, 11:18
38. Mal ein - vielleicht sogar sehr blöder - Gedanke dazu...

Zitat von Giraffenzebra
Das ist eine berechtigte Frage. Aber da ist ein Blick in die Vergangenheit hilfreich ... in die 50er und 60er Jahre, als Deutschland und die meisten anderen Staaten noch keine Schulden aufnahmen. Da investierten die Banken und Investoren ihre Vermögen nämlich tatsächlich wieder in die Realwirtschaft, statt sie in luftgebuchten Phantasie-Papieren um die Welt sausen zu lassen. MfG
Wenn wirklich so viel Vermögen in "luftgebuchten" Papieren kursiert, könnte man doch auf die Idee kommen, dass dieses Geld für die Realwirtschaft eigentlich gar nicht mehr gebraucht wird, um sie laufen zu lassen.

Was würde geschehen, wenn man, mal verschiedene Modelle der Altersvorsorge des "kleinen Mannes" herausgerechnet, einfach einen Schnitt machte und "Schulden" streicht?

Darf man fragen, wie und durch wen dieses "Überflussvermögen" eigentlich entstanden ist? Irgendwer muss doch mal "wertschöpfend" dafür gearbeitet haben? Warum gibt man es "ihm" nicht zurück - wenn auch verspätet?

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ralphofffm 23.11.2011, 11:18
39. ja klar

Zitat von marcaurel1957
Normalerweise kommentiere ich die vielen unsinnigen Theorien übert "Fiat money" "Schuld-Geld" u.ä. nicht aber iHre Frage ist sehr leicht zu beantworten, wenn die Staaten weniger Geld am Finanzmarkt nachfragen, sinkt der Preis fürs Geldund was dazu führt, daß andere Wirtscahftssubjekte als Nachfrager auftreten um ihre Proejkte zu realisieren. Nicht in jedem Einzelfall aber so doch für die gesamte Volkswirtschaft gilt, daß Preisreduzierunegn die Nachfrage erhöhen

DIe scheißen ihre Kohle doch lieber dem nächsten Madoff in den Rachen als das Geld da zu investieren wo zu geringe Renditen drohen.
Wann lernt ihr eigentlich das es den "Homo Economicus" ni ht gibt?

Es gibt nur Gier, das Kastewesen der Gier , Korruption und ne Masse Schlachtvieh.

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