Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Iren fürchten die Schuldenschmach

Dejà-vu in Dublin: Lange zierten sich die Iren, Geld der EU-Partner anzunehmen - genau wie die Griechen. Plötzlich will sich das hochverschuldete Land doch helfen lassen - genau wie die Griechen.*Droht der EU ein zweites Schuldendesaster? Es gibt Parallelen, aber auch entscheidende Unterschiede.

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wothomas1501 17.11.2010, 16:47
10. Selbst Schuld ohne Steuern

Mein Mitleid mit den Iren hält sich in engen Grenzen: wer EU-subventioniert Arbeitspätze aus ganz Europa abzieht durch Verzicht auf Steuereinnahmen, darf auch gerne auf die Nase fallen. Was für "Experten" halten denn den Standort Irland für grundsolide, wenn der einzige Grund für die Ansiedlung von Google & Co. dort die absurd niedrigen Steuern sind???

Mein Tipp als Wirtschaftsexperte: führt ein vernünftiges Steuersystem ein (v.a. für Unternehmen), dann klappt's auch mit den Finanzen und wir Steuerzahlen müssen diesen Wahnsinn auf der Insel nicht weiter finanzieren.

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mel80 17.11.2010, 16:48
11. ...

Zitat von Ron777
Irrsinn im Quadrat: Jeder der 4 Mio Iren hat durch die Bankenunterstützung im Lande statistisch 25.000 Euro neue Schulden, jeder irische Arbeitnehmer ca. das Doppelte, nämlich 50.000 Euro. Hinzu kommen die schon bestehenden Staatsschulden und die noch viel wichtigere Tatsache, dass.....
Dem kann ich nur zustimmen!

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Barath 17.11.2010, 16:49
12. ...

Zitat von serottner
retten die Banken mit deren hochriskanten Finanzprodukten und gehen damit selber Pleite. Das Pikante an der Chose: Es ist nicht weniger Geld im Umlauf. Vielleicht gibt es ja irgendwo eine aufschlußreiche Grafik, die uns zeigt wohin es fließt und wo es sich sammelt, damit der Bürger einmal Roß und Reiter zusammen sieht wie sie unbehelligt durch den Sandsturm ziehen.
Sie meinen etwas in der Art: Du mußt den Gürtel enger schnallen!
Nur speziell für die Krise?

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Klo 17.11.2010, 16:50
13. Staatsbankrott jetzt!

Zitat von sysop
Dejà-vu in Dublin: Lange zierten sich die Iren, Geld der EU-Partner anzunehmen - genau wie die Griechen. Plötzlich will sich das hochverschuldete Land doch helfen lassen - genau wie die Griechen.*Droht der EU ein zweites Schuldendesaster? Es gibt Parallelen, aber auch entscheidende Unterschiede.
Wenn sie nur die Schmach fürchten, dann werden sie zurecht geschmäht. Dann sind die ganzen Schulden ja nicht so schlimm, weil es ja nur verletzte Eitelkeit ist.

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esopherah 17.11.2010, 16:51
15. ja klar

es gibt unterschiede und parallelen. Unterschied, die iren haben, dank ihrer steuerpolitik (erst möglich durch eu zuschüsse, also unser geld), jahrelang die firmen aus de zum einwandern gebracht. parallel: zahlen tun wir auch bald für sie.
So stell ich mir eu vor, deutschland zahlt für die infrastrucktur der anderen (die eigene geht den bach runter), dafür verarscht man uns und reitet zusätzlich das land in die scheisse und am ende zahlen wir nochmal damit die nachbarländer grad so weitermachen können. Das hat mit stabilität nichts mehr zu tun.

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Carlos, Jerez de la Fr. 17.11.2010, 16:53
16. Déjà-vu in Dublin

Man muss weder in Politik noch in Finanzpolitik ein Experte sein, um mit gesundem Menschenverstand aus der aktuellen EU-Finanzkrise folgende Schlussfolgerungen bzw. Rückschluss zu ziehen:
1.In Ländergemeinschaften mit zu grossen Unterschiede in den Bereichen:
•Produktivität,
•Technologie-Know-How,
•Politisches Gewicht in der Weltgemeinschaft,
•Politischer Gemeinschaftsinn bzw. Individualitätsdrang,
•Finanzpolitik,
•Resourcen,
•Infrastruktur (Marktnähe),
•Gesundheitssystemen,
•Sozialverhalten, etc.
kann eine gemeinschaftliche Währung unmöglich zur Zufriedenheit aller gehandelt werden (Wenn man die Währung als ein Bewertungs-Index dieser Aspekte versteht). Die Schwächeren werden über kurz oder lang zum Spielball der Stärkeren.
2.Es entstehen zwei Lager mit gegensätzlichen Interessen. Das ursprüngliche Ziel des Zusammenwachsens scheitert. Das Aufzwingen von finanzieller Abhängigkeiten verstärkt diesen Prozess. Die Unterschiede in den genannten Bereichen können somit schwieriger angeglichen werden, was wiederum zu stärkerer finanzieller Abhängigkeit führt.
3.Die Finanzmärkte machen Weltpolitik ohne das spürbare Gegenmassnahmen ergriffen werden. Sehr geunruhigend.
4.Die Globalisierung der Märkte ursprünglich als praktisches von den meisten Ländern vertretenes Argument für eine Gemeinschaftwährung wird von Ländern beider Lager, aufgrund der entstandenen Spannungen, in Frage gestellt.

Rückschluss: Beide Ländergruppen sollten eine eigene aufeinander abgestimmte eigene EUR-Währung haben. Die schwächeren hätten eine höhere Wettbewerbsfähigkeit und Länder mit einer höheren Produktivität hätten geringeres Abwertungsrisiko sowie geringere Nettozahlungen an die schwächeren Länder.

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bmehrens 17.11.2010, 16:55
17. IRR-Land

GRÜNE Abgeordnete Frau CHRSTINE SCHEEL gibt den Hedgefonds die Schuld an der griechischen Finanzmisere - der Griechenstaat selbst mit seinen über Euro 300.000.000.000 Schulden ist demnach schuldlos. Frau Scheel - EIN DEUTSCHES
Politikerbeispiel - leider.

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toskana2 17.11.2010, 16:57
18. krumm gelacht!

Zitat von Spiegeleii
Achtung! Hier spricht die BRD! Geben Sie Ihren Widerstand auf und nehmen Sie unser Geld. Dann verzichten wir auf härtere Massnahmen.
Groooßartig!
Ich hab mich krumm gelacht!

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Robert B. 17.11.2010, 17:02
19. .

Zitat von esopherah
es gibt unterschiede und parallelen. Unterschied, die iren haben, dank ihrer steuerpolitik (erst möglich durch eu zuschüsse, also unser geld), jahrelang die firmen aus de zum einwandern gebracht. parallel: zahlen tun wir auch bald für sie. So stell ich mir eu vor, deutschland zahlt für die infrastrucktur der anderen (die eigene geht den bach runter), dafür verarscht man uns und reitet zusätzlich das land in die scheisse und am ende zahlen wir nochmal damit die nachbarländer grad so weitermachen können. Das hat mit stabilität nichts mehr zu tun.
Ziemlich präzise Zusammenfassung der Lage.
Wird Zeit für D aus der EU und dem Euro auszutreten und wieder Zollgrenzen einzuführen.
Lieferung von Waren ins Ausland nur noch gegen Cash.
Nix Bürgschaft oder Wechsel.
Dann bleibt die Kohle auch im Land.

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