Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Iren fürchten die Schuldenschmach

Dejà-vu in Dublin: Lange zierten sich die Iren, Geld der EU-Partner anzunehmen - genau wie die Griechen. Plötzlich will sich das hochverschuldete Land doch helfen lassen - genau wie die Griechen.*Droht der EU ein zweites Schuldendesaster? Es gibt Parallelen, aber auch entscheidende Unterschiede.

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Robert B. 17.11.2010, 17:52
40. .

Zitat von Lueder
Jaa und dann dann haben wir mit einem mal 20 Millionen Arbeitslose und leben in einem kleine isolierten verschissenen Land. Danke, aber auf ihre Weltvorstellung, wahrscheinlich noch mit einem sogenannten FÜHRER, kann ich dankend verzichten
Bei den vielen Mrd. welche wir jedes jJahr an unsere "Freunde" verschenken, können wir die 20 Mill. in Frührente schicken.

Ohne Komfortverlust

Gegen wirtschl. Allianzen ist nichts einzuwenden, aber nicht mehr mit den Abzockerstaaten.

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wothomas1501 17.11.2010, 17:54
41. Begriffs-Haarspalterei

Zitat von Michael Kastner
Nur zur Klarstellung: niedrigere Steuern sind keine Subvention. Eine Subvention ist eine „Zahlung“ eines Staates an jemanden. Wenn das gelten würde, was Sie schreiben, würde jeder Bürger, der nicht sein Gesamteinkommen zu 100% an den Staat abgibt, subventioniert. Wenn Steuern gesenkt werden, dann bleibt mehr Geld bei jenen, die es auch erwirtschaftet haben. Wenn Subventionen erteile werden, dann erhalten Leute Geld, die es nicht erwirtschaftet haben. Natürlich versucht sich der Staat, wenn tatsächlich mal irgendwo Steuern senkt, als Wohltäter darzustellen. Aber das ist das gleiche, als wenn ein Räuber sich damit brüstet, daß er seinem Opfer zwar alles Geld abgenommen hat, aber ihm letztendlich das Leben geschenkt hat. Da muß man die Begriffe dann schon klar trennen. Viele Güße Michael Kastner
Owei, was für ein Durcheinander, was für eine Haarspalterei, war für ein Unsinn!

Wirtschaftlich ist es vollkommen egal, ob ich das Geld erst einsammele und dann direkt zahle, oder auf Einnahmen gleich verzichte. Es ist übrigens auch ein völlig üblicher Sprachgebrauch, dass eine Steuererleichterung wie die Pendlerpauschale natürlich eine Subvention ist mit entsprechenden Lenkungswirkungen.

Ich habe durchaus keine Symapathie für eine gigantische Staatsquote und bin auch ein überzeugter Marktwirtschaftler, aber: es muss ein funktionierendes Gemeinwesen geben (Soziales, Schulen, Straßen, Krankenhäuser etc.) und das muss eben über Steuern finanziert werden. Ich zahle gerne Steuern für einen funktionierenden Staat. Die Alternative nennt man "Gated Community": man schottet sich hinter Zäunen und Sicherheitsdiensten ab vor dem Pöbel und lässt alles drum rum verrotten. Ich will nicht so leben.

Nochmal: wenn die Iren eine nachhaltig funktionierende Volkswirtschaft möchten, müssen sie sich eine besseren Standortvorteil ausdenken als Fast-Null-Steuern, das geht halt nur eine Zeitlang gut. Und diese Zeit scheint jetzt vorbei zu sein.

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creativefinancial 17.11.2010, 17:56
42. Kirchner

Zitat von Awospezi
Nestor Kirchner sollten mal alle lesen. So trotzt man IWF und EZB und dann gehts auch wieder bergauf. Und nicht das Gehampel von Merkel und Co KG. Das ist nur ein langes Ausbluten aller Völker Europas. Solche Menschen braucht die Welt.
Kirchner hatte das Glück, Hugo Chavez hinter sich zu haben, der dann mit dem Geld des venezolanischen Volkes die Schulden Argentiniens bezahlt hat. Die dazu von der Republik Venezuela ausgestellten Papieren zahlen noch meine Enkel zurück.
Saludos aus Südamerika

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Thommy56 17.11.2010, 18:00
43. Deutschland ist für ALLE da

Ihr habt immer noch nicht geschnallt, Deutschland ist für für ALLE da ! Deutschland ist Mutter Theresa...!
Was ihr hier diskutiert, ist reine Zeitverschwendung. Ändern könnt ihr doch nichts...!

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saddamatus 17.11.2010, 18:02
44. Praxis des neoliberalen Modells

Zitat von Bernd Löhr
Überall große Tafeln an Strukturprojekten: Finanziert mit Mitteln der EU. Vollbeschäftigung, fette Saläre. Dazu die irische Steuerpolitik nach dem Muster 'beggar your neighbour'. Superstimmung in den Dubliner Pubs (erinnerte an die Düsseldorfer Altstadt der 60iger und 70iger, als wir auch noch gut drauf waren) und in allen Pubs anderenorts. Die Iren super gut drauf. Sei es ihnen gegönnt. Die ganze Fiesta haben aber andere bezahlt oder müssen es jetzt bezahlen. Das war der klassische Tanz um das goldene Kalb.
Irgendwie verwechseln sie Profiteure und Mitläufer.
Der tolle Aufschwung basierte darauf, von den angeworbenen Unternehmen so wenig Steuern zu nehmen, dass damit die von diesen Unternehmen vorausgesetzte Infrastruktur nicht finanziert werden konnte.
Nach Neolib-Niedrigsteuer-Priestern führt das zu einem Wachstum welches diese Finanzierung dann doch sicherstellt.
Irland hat auf neoliberal-parasitäre Weise diesen Aufschwung geschafft und trotzdem nie genug Steuern eingenommen. Es wurde von den Profiteuren ausgepresst bis zum Kollaps. Denen egal, ziehen sie halt weiter zum nächsten Dummen. Nur die Iren bleiben halt zurück.

Klar muss sein: Dieses Schicksal droht allen Ländern die den neoliberalem Vodookapitalismus im Sinne eines Sinns oder der INSM/Merz-Bande umsetzen: Eine kurze Scheinblüte gefolgt von Jahrzehnten des Nachbezahlens für die Party.

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Woolloomooloo 17.11.2010, 18:04
45. die Geschwindigkeit nimmt zu.

wenn man bedenkt, dass die Griechen-Pleite erst vor einem Jahr bekannt wurde und nun Irland das Handtuch werfen muss, ahnt man böses.

Portugal wird keine drei Monate mehr brauchen.

Und dann beginnt der Eiertanz um Spanien. Die Investoren sehen ganz genau, dass sich Deutschland in einem unauflösbaren Dilemma befindet. Sobald Deutschland auch nur andeutet, dass es nicht komplett und immer haften will, steigen notwendigerweise die Zinsen der Pleitestaaten.

Da kann Zapatero noch so fest behaupten, dass eine Haftung der Spekulanten mit Spanien nicht zu machen ist. Sobald nämlich ausschließlich allein für seine (Immobilien)Schulden haftet, bekommen sie von niemanden einen Kreuzer. Völlig zu recht...

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saddamatus 17.11.2010, 18:05
46. da?

Zitat von Awospezi
ich frage mich nur eines und eventuell kann mir das mal Einer beantworten. Wenn ich jedes Jahr 50Mrd. neue Schulden aufnehme. Wo ist da mein Exportüberschuss???
In den versteckten Banken- und Konzernbilanzen auf den Cayman-Inseln?

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Ernst August 17.11.2010, 18:06
47. Linke Hosentasche - rechte Hosentasche

Zitat von Spiegeleii
Achtung! Hier spricht die BRD! Geben Sie Ihren Widerstand auf und nehmen Sie unser Geld. Dann verzichten wir auf härtere Massnahmen.
138 Milliarden haben den nur 4,2 Millionen Iren allein die deutsche Banken gegeben.

All die Jahre hatte ich mich gewundert woher das "irische Wirtschaftswunder" rührt.
Jetzt weiß ich es - es wurde auch dort mit Schulden angerührt.

Jetzt geht die verzweifelte Nummer mit den Rettungspaketen für Kundenländer weiter damit die sich unsere Exporte von unserem Geld leisten können wie schon so viele Länder auf der Welt/EU.

Das kann doch auf Dauer nicht funktionieren.

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Silverhair 17.11.2010, 18:10
48. Weitergehen

Zitat von heinz.mann
Nur ein weiteres Land, dem wir Milliarden hinterher werfen werden. Dabei haben wir doch schon jahrelang Geld gegeben, Irland ist ja kein Nettozahler. Aber egal, daran wird die EU nicht zerbrechen. Vielleicht danach bei Portugal oder wenn Spanien zusammenbricht. Warten wir es ab. Wir haben ja genug Geld, alle zu versorgen, noch geht es uns ja zu gut, um etwas zu ändern.
Sie haben es immer noch nicht begriffen - sie geben die "Scheingewinne" durch den Export-Überschuss einfach jetzt wieder ab. Deutschland kauft schlicht mit diesen Überschüssen Schuldscheine mit illusorischen "Scheingewinnen" - die kann man natürlich nicht behalten - also müssen jetzt die Defizite die bei anderen dadurch entstanden sind - und die durch die Verwerfungen dadurch entstanden sind augeglichen werden!

Wird so weitergehen bis alles "rückabgewickelt" ist, und bis man aufhört in D. auf Kosten anderer Länder leben zu wollen!

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hannovernews 17.11.2010, 18:11
49. Wie lange gibts den Euro noch?

Es ist doch nicht nur Irland, es ist die Eurozone an sich, die Probleme hat. Anstatt zu klären, wird gegeneinander diskutiert und so die Zukunft der Währungsunion blockiert. Siehe auch hier: http://www.finanznews-123.de/irland-...t-sich-selbst/ Ich bin mal gespannt, wann das erste Land aus Euro-Land rausgeschmissen wird, weil den anderen die Nase nicht mehr passt.

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