Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Iren fürchten die Schuldenschmach

Dejà-vu in Dublin: Lange zierten sich die Iren, Geld der EU-Partner anzunehmen - genau wie die Griechen. Plötzlich will sich das hochverschuldete Land doch helfen lassen - genau wie die Griechen.*Droht der EU ein zweites Schuldendesaster? Es gibt Parallelen, aber auch entscheidende Unterschiede.

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heuwender 17.11.2010, 18:31
60. Bravo

Zitat von Robert B.
Bei den vielen Mrd. welche wir jedes jJahr an unsere "Freunde" verschenken, können wir die 20 Mill. in Frührente schicken. Ohne Komfortverlust Gegen wirtschl. Allianzen ist nichts einzuwenden, aber nicht mehr mit den Abzockerstaaten.
aber bitte schreibe mal das der Merkel dem schlauen Mädchen aus der Uckermark,der Bürger weis dies schon lange nur ganz oben ist noch nichts angekommen,sind halt ein Pennerclub.

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Silverhair 17.11.2010, 18:32
61. Gewinnautomaten

Zitat von katanga1
Seit Wochen warte ich schon auf ein entsprechendes Rettungsschirm-Schreiben meiner Bank. Die kennen meine prekäre finanzielle Situation doch ganz genau. Den Engpaß an Liquidität am Bankomat bekommen die doch auch mit wenn ich es mal wieder ehrlich versuche. Sie müssen doch sehen das die Raten für mein neues Auto nicht mehr bedient werden können und meine Mietzahlungen sich schon im dreimonatigen Rückstand befinden. Ich würde jetzt erwarten, das mein Banker den Rettungsschirm über mir aufspannt und alles vorbereitet hat, wenn ich vielleicht in den nächsten Tagen Zeit und Lust habe einmal persönlich bei ihm vorbei zu schauen. Bei einem guten Kaffe oder Mineralwasser können wir dann über die neuen Konditionen und die neue Kreditgarantie verhandeln. Ich wäre bereit meinen Leasing 7er BMW gegen einen A8 Audi zu tauschen. Ich gebe meine alte Bank Plastik Karte zurück und erhalte eine NEUE mit neuer Laufzeit, die dann aber wirklich funktioniert. Meine überfällige Miete wird von der Kaution bezahlt, damit ist das Geld endlich auch sinnvoll eingesetzt und das Problem gelöst.Ist mein Rettungsschirmbeitrag für den Vermieter. Na bitte geht doch. Ich bin vorbereitet. Ich muß noch mal schnell im Briefkasten nachschauen. Vielleicht ist der Brief von meiner Bank ja endlich da. Manchmal lassen die sich aber auch Zeit. Dabei haben die doch alle Computer der Welt und müssten mein Problem doch schon längst auf dem Rettungsschirm Radar Ihrer Monitore haben. Vielleicht ist deren Drucker kaputt, wer weiss.
Beiden , und den Politikern die dahinter stehen ist mehr kaputt - da ist das Gehirn abhanden gekommen einfach.
Egal wie man es macht, wertlose Jetons aus dem Spielkasino bekommen keinen Wert - wäre es anders dann könnten wir ja alle aufhören zu arbeiten und würden nur noch gemeinsam am Roulettisch sitzen!

Aber vielleicht sollten wir das ja mal probieren ...auf zum Zocker Planeten .. die Spielcasions (Banken) fluten und den ganzen tag nichts mehr anderes machen als Jetons in "Gewinn-Automaten" werfen!

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alpha0711 17.11.2010, 18:33
62. ...

Zitat von Lueder
Jaa und dann dann haben wir mit einem mal 20 Millionen Arbeitslose und leben in einem kleine isolierten verschissenen Land. Danke, aber auf ihre Weltvorstellung, wahrscheinlich noch mit einem sogenannten FÜHRER, kann ich dankend verzichten
Weil wir auch schon vor der EU 20 Millionen Arbeitslose hatten ?

Glauben Sie das wir ohne EU nichts mehr exportieren ? Wo wollen die anderen Länder hochwertige Produkte kaufen ?

Durch die mit der EU verbundenen Grenzöffnung haben wir uns nur die Kriminalität importiert. Zudem hat die Armut in D stark zugenommen.

Ich sehe kaum Vorteile für D (besser gesagt für den normalen Arbeitnehmer) im jetzigen Zustand.Fakt ist das Länder wie Irland mit Niedrigsteuern Arbeitsplätze geschaffen haben die oft in D verloren gingen. Die Infrastruktur wurde auch u.A. von D bezahlt (mit niedrigen Steuern wie in Irland lässt sich keine Infrastruktur unterhalten)Wir Arbeitnehemer in D zahlen doppelt und Dreifach für den Saftladen EU und müssen uns als Belohnung teilweise mit Niedrigstlöhnen auseinandersetzen.

Gerechtigkeit sieht anderst aus. Isoliertes Land weil die Grenzen wieder existieren ? Glauben Sie das was Sie da schreiben? Wenn Sie das stören sollte können Sie im Falle (der ja leider nicht eintritt) ja z.B. nach Irland auswandern wo alles bestens ist ....

Ich fände es großartig wenn der Laden EU auseinanderbricht.

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zynik 17.11.2010, 18:34
63. zeit

Zitat von saddamatus
Welche Experten? Alle, die uns in den vergangenen Jahrzehnten in den Ohren gelegen haben, dass Irland uns zeigt wie es richtig geht. Und dass wir nur die irischen Rezepte anwenden müssen, um endlich wieder wirtschaftliche Dynamik zu entfalten. Also die Karawane der übliche Verdächtigen die durch unsere Medien nd Parteien zogen, wie z.B. Sinn, Hundt, Metzger, Clement, Steinbrück, Merz, Kirchhoff und natürlich die ganze INSM- und FDP-Brut. Aber keine Sorge: Schon in wenigen Monaten werden sie uns wieder die selben Milchmädchenrechnungen empfehlen und bald auch wieder genug Dumme finden die daran glauben, auch sie würden etwas von der Sore abbekommen.
Jupp, wäre mal an der Zeit die ganzen Lobeshymnen auf das "irische Wirtschaftswunder" aus den Archiven zu graben.

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Michael Giertz 17.11.2010, 18:35
64. Einfach bankrott gehen lassen.

Zitat von sysop
Dejà-vu in Dublin: Lange zierten sich die Iren, Geld der EU-Partner anzunehmen - genau wie die Griechen. Plötzlich will sich das hochverschuldete Land doch helfen lassen - genau wie die Griechen.*Droht der EU ein zweites Schuldendesaster? Es gibt Parallelen, aber auch entscheidende Unterschiede.
Und wieso lernen wir nicht drauß? Ich würde Irland einfach bankrott gehen und sämtliche Verbindlichkeiten durch ein entsprechendes Insolvenzverfahren auflösen lassen. Das ist auf lange Sicht sinnvoller und hilft den Iren mehr als ein Griff nach dem Rettungsschirm: was die Iren so fertig macht sind die ständig wachsenden Schulden.

Das sollte man mit JEDEM Land machen, was immer stärker unter der Schuldenlast zu leiden hat. Was glauben die werten Foristen wohl, wie toll es Deutschland wohl geht, würde es einfach ein Insolvenzverfahren anstrengen und die Staatsverschuldung von 1,8 Billionen Euro auf 0,00 Euro fällt? Allein die Gelder, die jedes Jahr nur für Zinszahlungen draufgehen sind dann frei verfügbar für Projekte aller Art.

Irland bankrott gehen lassen, Schulden auflösen und fertig. Dann kommen die Iren wieder auf die Beine.

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mark anton 17.11.2010, 18:41
65. Parallelen und Unterschiede zw. Irland und Griechenland

Zitat von sysop
Dejà-vu in Dublin: Lange zierten sich die Iren, Geld der EU-Partner anzunehmen - genau wie die Griechen. Plötzlich will sich das hochverschuldete Land doch helfen lassen - genau wie die Griechen.*Droht der EU ein zweites Schuldendesaster? Es gibt Parallelen, aber auch entscheidende Unterschiede.
Parallelen:

Beide haben die Krise selbst verschuldet, die einen durch unkontrolliertes Zocken ihrer Banken wie in der UK,

die anderen durch zu reichhaltige Sozialsysteme, fehlende Wettbewerbsfaehigkeit, gepaart mit dem Diktat der linken Gewerkschaften, was geht und was nicht.

Unterschied:

Hier war jedoch ein kriminelles Element involved durch laangjaehriges Faelschen der Finanzbuecher vorhanden, was bei Irland nicht zu erwarten ist.

In beiden Faellen wiederum hat die EZB geschlafen und ueberhaupt nicht regulierend eingegriffen, erst wenn die Situation aussichtslos ist, hunderte Milliarden auf dem Spiele stehen, schreitet man ein, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Wofuer gibt es ueberhaupt die EU Wasserkoepfe, wenn sie untaetig zusehen, ihre Aufgaben ignorieren?

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Realo 17.11.2010, 18:41
66. Finde ich sehr passend !

Zitat von Ron777
Der Euro entwickelt sich zum finanzpolitischem Vietnam der Deutschen,
Der EURO das finanzpolitische VIETNAM der Deutschen.
Wenn der Begriff von Ihnen ist, lassen Sie ihn Sich patentieren.
Ich finde den Begriff sehr, sehr gut, liegt alles drin, sinnlose Offensiven, Kampf mit allen Mitteln, grausame Folter, Terror, Verbrechen gegen das GG (S21, Castor, EU-Lissabon-Vertrag) Verbrechen gegen das Volk, in diesem Fall des deutschen Volkes bzw. dem Steuerzahler.

Ich bin gespannt wann der Begriff in den Medien verstärkt verwendet wird ?

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Silverhair 17.11.2010, 18:43
67. Geld verschieben

Zitat von Sougamotimana
... fact: die euro-zone duerfte NIE den innern harten wirtschafts-kern europas ueberschreiten. Aus dem einfachen grund das die meissten uebrigen eu-laender schlicht und einfach nicht mithalten konnten. Das wusste jeder !! Und da braucht mir nicht jemand kommen "ja diese gauner die griechen, die haben falsche zahlen geliefert". Niemand kann mir weissmachen das ein kleines volk eine ganze armada und heerscharren von eu-beamten, ja der ganze eu-aparat, so einfach verarschen kann. ...dann kommen die mir eher vor wie das kleine galische dorf... "die spinnen die europaer"...
Sie schreiben ja durchaus richtiges - nur die "harten Kern Länder" hätten doch ohne die EU nie ihr Zockerspiel spielen können - die gigantischen Exportüberschüsse waren doch nur möglich eben "weil man billiges Geld" durch die Gegend geschoben hat - man hat seine eigenen Exporte sich selber bezahlt - und tut das immer noch!

Ohne dieses Geld verschieben auch keine "privatisierung" der ganzen Sozialsysteme - das machte doch das Geld "flüssig" das man dann in die gigantischen Anleihen stecken konnte - Verstand = NULL , aber illusionszockergewinne!

Die Liste der "Defizite" btw. der zwei Länder D+NL die Überschüsse hatten war doch einsehbar - und das da das "Spielkapital" zwischen diesen Bergen und Tälern immer grösser wurde auch .. klar wußten das alle - jeder mit Grundkenntnissen in VWL konnte das ablesen .. man kann keine "Nachhaltigen Gewinne" im Export machen einfach - es sind nur "Schuldscheine" die dort hin und her geschoben werden - kein einziger Euro ist durch "Geld verschieben" zwischen Ländern als "Gewinn" zu verbuchen!

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Gerlinde66 17.11.2010, 18:44
68. Euroland ist abgebrannt!

Was wollen uns derartige Artikel denn sagen - dass der Kapitalismus in Irland anders funktioniert als der in Griechenland oder anderen kapitalistischen Staaten? Dass wir in der BRD dem guten, die anderen dem schlechten Kapitalismus verfallen sind?

Ganz bestimmt NEIN - denn es ist doch immer dasselbe: Je bedrohlicher die Krisenwolken heraufaufziehen, desto vehementer sträubt sich das warenförmige Bewusstsein, die wahre Ursache in der kapitalistischen Produktionsweise bzw. deren Profitlogik zu verorten, denn eine Rettung des Euro und des ohnehin großenteils am staatlichen Tropf hängenden Bankensystems, das zudem auch noch auf maroden Staatsanleihen sitzt, geht nur um den Preis einer Depression in den kapitalschwachen Euro-Ländern. Dafür sind die Weichen nicht nur in Griechenland und Irland bereits gestellt, sondern auch Spanien und Portugal sind auf dem besten Weg. Dies aber bedeutet, dass das Resultat nur eine Explosion der Massenarbeitslosigkeit in der BRD sein kann, die wiederum auf die übrige EU zurückschlägt.

Eine Sparpolitik auf Biegen und Brechen in den Euro-Ländern mit negativer Handelsbilanz, die auf den Zusammenbruch der deutschen Exportkonjunktur hinausläuft, droht den selber längst überstrapazierten Staatshaushalt der BRD in dieselbe Lage zu versetzen wie den der angeprangerten Defizitsünder Griechenland und Irland. Denn Kapitalstärke schlägt dann in Kapitalschwäche um. Wenn sich die deflationären Folgen des Spardiktats abzeichnen, würde eine erneute Kehrtwendung zu einer chaotischen Kombination von deflationären und inflationären Tendenzen führen.

Man kann zusammenfassend sagen, dass die inneren Widersprüche, die der ungleichen Produktivkraftentwicklung der europäischen Währungsunion geschuldet sind, zum Katalysator für die zweite Welle der Krise werden. Und diese wird nicht mehr lange auf sich warten lassen - dann Gnade uns allen und unserem fetischisierten Geldgott!

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Michael Giertz 17.11.2010, 18:50
69. Der amerikanische Traum hat sich ausgeträumt

Zitat von CO3
Abwarten: Das sind Worst-Case-Zahlen, basierend auf der Annahme, das der US-Immobilienmarkt (in dem sich die irischen Banken verzockt haben) langfristig am Boden liegen bleibt. Ein sehr unwahrscheinliches Szenario: So ein kollektiver Angstzustand wie derzeit bei den amerikanischen Verbrauchern hält nicht ewig an, die werden sich auch wieder beruhigen und wieder ihrem amerikanischen Eigenheimtraum nachjagen, mit positiven Auswirkungen für die irischen Bankbilanzen.
Vergessen Sie's ... die Amis sind am Boden, die kommen nicht mehr hoch. Solange da Zeltstädte stehen und die Massenarbeitslosigkeit grasiert, die eben nicht nur Hispanics und Farbige trifft sondern auch "Weiße", wird der "American Way of Life" nicht wieder ins Rollen kommen. Solange die Leute die Gewissheit haben, dass sie ihr Leben nicht mehr durch eigene Leistung in den Griff kriegen, geht da nix mehr aufwärts.

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