Forum: Wirtschaft
Finanzkrise - reichen die Maßnahmen zur Stützung des Euro aus?

Nach den Wirtschaftsproblemen in Griechenland folgt die irische Krise, und auch Portugal und Spanien scheinen demnächst finanzielle Hilfe zu benötigen. Alles das drückt auf die Stabilität des Euro. Reichen die Maßnahmen zu seiner Stützung aus?

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Hans Engler 27.11.2010, 18:03
320.

Zitat von sysop
Reichen die Maßnahmen zur Stützung [des Euro] aus?
Die gegenwaertigen Massnahmen erkaufen etwas Zeit, vielleicht ein Jahr.

Wenn naechstes Jahr Spanien und Italien zusammen fast 400 Mrd. Euro Staatsschulden neu finanzieren muessen, so wird der gegenwaertige Fonds keinesfalls reichen, um die Probleme abzuwenden. Zum Beispiel musste ein Drei- oder Vierfaches der anstehenden Umschuldungssumme im Falle Griechenlands und Irlands aus dem Fonds bereitgestellt werden. Und schon jetzt sind nur etwa 400 Mrd. Euro in dem Fonds verfuegbar. Der Rest ist schon versprochen oder muss als Reserve zurueckbleiben.

Die Wirtschaftslage Spaniens wird sich bis zum naechsten Jahr nicht wesentlich verbessern, denn die strukturellen Probleme (soeben kollabierte Immobilienblase und sehr hohe Arbeitslosigkeit) gehen dort nicht weg. Der Aufschwung in Italien ist ebenfalls blutarm.

Die an dem gegenwaertigen Notfonds beteiligten Staaten werden nachschiessen muessen (d.h. auch und in erster Linie Deutschland). Der Vorschlag, private Anleger und Banken mit heranzuziehen, klingt gut, aber es ist nicht klar, wie so ein Eingriff in die Finanzmaerkte geschehen soll. Man kann schliesslich keinen Anleger zwingen, spanische Staatsanleihen zu kaufen, wenn es auch schwedische oder polnische Anleihen mit wesentlich mehr Sicherheit zu kaufen gibt.

Es wird wohl auf einen haircut hinauslaufen. Danach werden die betroffenen Laender zunaechst mal nicht mehr auf die internationalen Finanzmaerkte zugreifen koennen, dafuer aber den EU-Fonds zur Verfuegung haben.

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anyways 27.11.2010, 18:03
321. Desinformationen

Spon: " Immerhin hat der Euro den Deutschen jede Menge Vorteile gebracht."

Da weiss man nicht ob man lachen oder weinen soll. Gerade die Deutschen haben ausschließlich Nachteile durch die Einführung des Euros:
1. gigantische Geldgeschenke aus dem Steueraufkommen der Bundesrepublik Deutschland fliessen seit vielen Jahren in so gut wie alle Euroländer ausser Holland und Luxembourg.

2. Das von den Nachkriegsgenerationen Ersparte wurde durch eine unfassbare Inflation in Deutschland quasi seit Einführung des Euro halbiert.

3. Trotz massiv sinkender Kaufkraft wurde das Lohndumping in Deutschland immer rabiater durchgedrückt, Gegenwehr zwecklos.

4. Leih- und Zeitarbeit, moderne Sklaverei eben, hat vielfach reguläre Arbeitsplätze verdrängt.

5. Seit Einführung des Euro nähert sich Deutschland mit Riesenschritten dem trostlosem "wirtschaften" eines Schuldenstaates.

Wenigstens brauchen wir die monströsen Transferleistungen nicht noch in andere Währungen umzurechnen... jede Menge Vorteile eben.

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RaMaDa 27.11.2010, 18:04
322. Deutschland: Zahlmeister der EU

Solange Fr. Merkel mit Blankoschecks durch die Lande reist, solange ist sie willkommen - nur solange.
Es kann und darf nicht sein, dass Deutschland die EU über Wasser hält - auf Kosten der Steuerzahler.
Raus aus der EU und zwar sofort!

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lupambulus 27.11.2010, 18:06
323. Finanzkrise

Jetzt kommt die späte Rache der im letzten Krieg von uns
Deutschen überfallenen Länder. Entweder Deutschland zahlt
oder die wiedererwachte deutsche Grossmannssucht wird
angeprangert.

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chri108 27.11.2010, 18:07
324. Diese Nachteile...

... sind doch fast ausnahmslos dieselben wie bei Einführung des Euro.

Die Probleme, die jetzt da sind, wurden z.B. von Prof. Starbatty genau so vorausgesagt. Damals hat man ihn ausgelacht, jetzt soll wegen der Kurzfristigkeit keine Umkehr möglich sein.

Tatsächlich können diese ganzen Milliarden, wie sie im Montastakt fällig werden, gar nicht geringer sein als die Transaktionskosten.

Also: je schneller der T€uro weg ist, umso besser!

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Troys 27.11.2010, 18:07
325. ...denn bei Geld hört die Freundschaft auf …ODER ?

…da kann man nur mit dem Kopf schütteln, wann begreifen wir Deutsche endlich, dass der Euro eine reine politische Entscheidung war und noch immer ist. Der Euro wurde nie geliebt und wenn jemand nicht geliebt wird, wird er früher oder später „untergehen“. Es gibt hier nur eine Möglichkeit und das ist Hartwährung –Euro mir wirklichen Partnern , solche die auch mit Geld umgehen können. Das hat nichts mit Freundschaft zu anderen Ländern zu tun…denn bei Geld hört die Freundschaft auf …ODER ???, schönen 1.Advent

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chico 76 27.11.2010, 18:07
326. Sehr gut beschrieben,

Zitat von e_d_f
Der Euro hat ein Jahrzehnt gut funktioniert und unendlich viele Vorteile gebracht, nicht zuletzt der deutschen Exportindustrie. Die europäische Union ist nach zwei Weltkriegen ein großer Segen und das Beste, was passieren könnte. Jeder Rückmarsch in die nationale Ecke gefährdert das Erfolgsmodell Europa. Der Euro ist ein wichtiges Bindeglied, das identitätsstiftend ist. Dieses Bindeglied darf nicht Opfer der Spekulanten werden. Deren Sieg über die Politik wäre verheerend und muss verhindert werden, auch wenn es etwas kostet. Der Primat der Politik vor der Wirtschaft muß verteidigt werden. Bricht der Euro auseinander, wäre dies ein Sieg der Spekulanten. Eine Katastrophe! Es gilt, auf den Finanzmärkten aufzuräumen und die Spekulationen einzugrenzen. Unter allen Umständen. Daher ein klares JA zum Euro von meiner Seite.

den Euroskeptikern sei nur vor Augen geführt,was für eine historische Chance,ein politisch-und wirtschaftliches Europa der Zukunft,sie verspielen,zumindest für Jahrzehnte verschieben würden.
Dann wird es schwer,bei zunehmender Globalisierung,den Lebensstandard zumindest zu halten.

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popofax 27.11.2010, 18:07
327. Durchhalteparolen - Glaube an den Euro-Endsieg.

Das hier ein 5-Teiliger Artikel versucht die DMark madig zu machen ist verräterisch.

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creativefinancial 27.11.2010, 18:07
328. verkaufen wir die NBL an die Russen

Zitat von tschili
--- Dann haften Sie doch persönlich mit ihrem Vermögen für die ganze Scheiße, die uns die Eurorettung kostet. Ich jedenfalls werdse mich an der Eurorettung nicht beteiligen. Ich würde nicht gefragt, ob ich die EU und den Euro durch meine Stime legitimiere, sondern er wurde mir aufgezwungen. Dadurch wurde meine Kaufkraft massiv geschwächt (Binnennachfrage) und meine Arbeitskraft massiv verbilligt. Daher von mir ein klares NEIN zum Euro mit em festen Glauben auf eine Rückkehr zur harten Deutschen Mark und der sozialen Marktwirtschaft der "alten BRD".
Ich stimme Ihnen vollkommen - aber erst verkaufen wir die DDR, pardon, de NBL an die Russen. Dann können wir endlichj wieder zur alten BRD zurückkehren und wären viele Probleme los. Einverstanden ?

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snurdlebug 27.11.2010, 18:08
329. Euro aufgeben

Zitat von sysop
Nach den Wirtschaftsproblemen in Griechenland folgt die irische Krise, und auch Portugal und Spanien scheinen demnächst finanzielle Hilfe zu benötigen. Alles das drückt auf die Stabilität des Euro. Reichen die Maßnahmen zu seiner Stützung aus?
Es wäre das beste den Euro schleunigst aufzugeben. Denn auch Italien wackelt und Frankreich war Lage selbst ein chronisches Inflationsland und ist so solide auch nicht. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das düstere Szenario einer D Mark Aufwertung ist so düster nicht, denn eingeführte Rohstoffe würden in Deutschland billiger zum Vorteil aller. Die Währungumstellungskosten wären ein Klecks verglichen mit den horrenden Zahlungen an insolvente Länder und die hauptsächlich den Banken zu gute kommen.Da diese Länder die Schulden so nicht zurückzahlen können findet eine sozialistische Umverteilung des Wohlstands aus Deutschland statt. Wieso soll der Steuerzahler das Risiko der Banken tragen die an andere Länder verleihen?

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