Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Was wir von Amerika lernen können
Corbis

Die USA haben die Finanzkrise inzwischen hinter sich gelassen. Ganz anders die Eurozone. Warum? Weil die Amerikaner schnell und entschlossen agiert haben.

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Kohle&Reibach 13.03.2016, 15:53
1. Die USA

sind immer im Vorteil weil
hier bitte lesen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/us-imperialismus/

mit anderen Worten die halten dir den
Colt an den Schädel.

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jojack 13.03.2016, 15:58
2. Strukturelle Vorteile

Die Amerikaner haben bei allen hausgemachten Problemen einige strukturelle Vorteile, namentlich eine homogenere Volkswirtschaft. Es kommt weniger häufig vor, dass Bundesstaaten mit großen Bevölkerungsanteilen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung so stark auseinander driften, wie das beispielsweise zwischen Italien und Deutschland der Fall ist. Natürlich gibt es auch in Amerika Regionen, in denen der Strukturwandel stärkere Opfer fordert. Aber insgesamt gleicht sich das schnell aus, denn die flexiblen Amerikaner ziehen dahin, wo es gut bezahlte Jobs gibt. Dazu kommt der US-Dollar als internationale Leitwährung sowie eine geringere Abhängigkeit von Rohstoffmärkten, ganz zu schweigen von der prinzipiellen Möglichkeit des US-Präsidenten in die Bundesstaaten "durchzuregieren" (Blockaden des Repräsentantenhaus seien mal verschwiegen).

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balticskipper 13.03.2016, 15:58
3. Aha....

und die diversen Eroberungen durch Agressionskriege der tollen Transatlantiker haben dabei keine Rolle gespielt..?

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matbhmx 13.03.2016, 15:59
4. Also, ob die amerikanische ...

... Wirtschaft so stabil ist, wie es uns der Autor vermitteln will, darf bezweifelt werden. Gerade die USA sind ja offensichtlich dabei, wieder die nächste Spekulationsblase zu verantworten. Richtig mag sein, dass die USA die grundlegend einfacheren Möglichkeiten haben, sich zu bewegen. Europa ist in allen Bereichen völlig überreguliert. Deswegen gibt es hier eben auch kein Silicon Valley. Wenn es einer Firma in den USA nicht gutgeht, kann sie Mal schnell und ohne Aufhebens tausende von Mitarbeitern rausschmeißen, um sie gegebenenfalls ein Jahr später wieder einzustellen usw. In Europa völlig undenkbar. Ganz nebenbei: Der Autor hat sich offensichtlich nicht die Infrastruktur der USA angesehen - die befindet sich z. T. auf Dritte-Welt-Niveau. Und weite Teile der USA sind Potemkinsche Dörfer. Was dort an Einfamilienhäusern steht, würde in Deutschland keine Baugenehmigung erhalten. Und letztlich verschweigt der Autor, dass die USA einen guten Teil der Schulden sich vom Ausland haben zahlen lassen. Also: Ganz so einfach scheint mir das Ganze nicht zu sein. Und ob und was die so genannte digitale Revolution an sinnvollem (!!!) noch bringt - also ich brauche jedenfalls keinen Kühlschrank, der mir per Smartphone-App mitteilt, dass er Lust hat mit Lebensmitteln befüllt zu werden. Und ich brauche auch keine Heizungsanlage, die ich per Smartphone steuern kann!

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Knackeule 13.03.2016, 16:00
5. Die ganze Story

Man sollte nicht vergessen, dass die US-Zocker mit Lehmann Brothers & Co. die Verursacher der Krise waren, die wertlosen Immobilien-Schrott in sogenannte "Subprime Securities" bündelten und an Banken in alle Welt (vor allem in Europa) vertickten, die den Schrott ihrerseits mit Aufschlag an die Anleger weiterverkauften. Und das alles unter den Augen der US-Finanz-und Börsenaufsicht SEC, die nur penibel gegenüber Nicht-US-Marktteilnehmern ist. Allerdings muß man zugeben, dass die Amis Lehmann wirklich absaufen haben lassen und auch einige Bankster einsperrten. Das wäre im Europa von Merkel und Juncker allerdings wirklich nicht denkbar. Also Vorteil USA.

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Grafensteiner 13.03.2016, 16:01
6. Das ist Unsinn.

"Die USA haben die Finanzkrise inzwischen hinter sich gelassen."

Die Staatsschulden der USA sind auf 18 Billionen Dollar geklettert. Tendenz: stark steigend. Die nächste Bankenkrise wird -schon jetzt erkennbar- durch die Pleite der Ölsandindustrie ausgelöst werden. 1 Bio. Dollar verlorene Kredite steckt auch das US-Bankensystem nicht weg. Trotz aller Gelddruckerei der FED.

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El pato clavado 13.03.2016, 16:03
7. von Amerika lernen ?

irgendwann früher hiess das auch mal:
2Von der Sowjetunion lernen,heiss soegen lernen"
Die Zeiten Ändern sich, die Dummheit bleibt

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rainer_unfug 13.03.2016, 16:05
8. Wie kann man ignorieren wollen, dass die US-Krise die EU-Krise

verursacht hat? Schwedische Gemeinden standen wegen ihrer US-Investitionen vor dem Kollaps, ärztliche Versorgungswerke, also die Rentenkasse der Ärzte, zahlt deutschen Ärzten geringere Renten als "vor Lehmann" etc. etc. EUROPA bezahlt die US-Finanzkrise. Unglaublich, dass ein "Professor" das US-Marketing einfach nur nachbetet.

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coyote38 13.03.2016, 16:09
9. Die europäischen Zauberworte

Tja, während man in den USA hunderte Banken "den Bach hat runtergehen lassen" gingen in Europa die Zauberworte "alternativlos" und "systemrelevant" um ... schon mal gehört ...?
Helmut Kohl hat selten genug Recht gehabt, aber als er bezüglich Merkel feststellte "Die macht mein Europa kaputt", hatte er wirklich einen lichten Moment.

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