Forum: Wirtschaft
Finanzkrise: Was wir von Amerika lernen können
Corbis

Die USA haben die Finanzkrise inzwischen hinter sich gelassen. Ganz anders die Eurozone. Warum? Weil die Amerikaner schnell und entschlossen agiert haben.

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die_zukunft 13.03.2016, 17:12
80. Acht Jahre

So lange hat es gedauert, bis der werte Autor bemerkt hat, dass in den USA irgendwas besser läuft. Schön wie dann der Schuldenabbau der amerikanischen Privatwirtschaft gelobt wird, aber mit keinem Wort erwähnt wird, wie das erreicht wurde. Wer's wissen will, hier ein Tipp: jemand anders nimmt die Schulden auf. Im Europa der Schuldenbremsen kann dieser andere nicht einspringen.

Ein zur Einordnung aktuellen Geschehen wichtiges Faktum fehlt mir auch noch: der Beginn von Europas Double Dip, der Zeitpunkt, wo die USA Europa abgehängt haben, lässt sich leicht feststellen. Er koinzidiert mit der größten bekannten Fehlleistung der EZB: der Zinserhöhung 2011, damals noch unter Trichet.

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behemoth1 13.03.2016, 17:12
81. Cdu

Zitat von Untertan 2.0
Das könnte die Überschrift von Angela Merkels Kanzlerschaft sein...
Das wären gute Überschriften für CDU Regierungen, schon Helmut Kohl hatte es so 16 Jahre lang gemacht und trotzdem wollen nach wie vor viele diese Schlafmützen haben, weil alles andere Anstrengungen mit sich bringt.

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carahyba 13.03.2016, 17:14
82. richtig ...

Zitat von Maggi2097
Die Amerikaner haben es vorzüglich verstanden in den Jahren vor 2007,2008 Ihre Hypothekenrisiken in die ganze Welt zu verstreuen. Das Ergebnis ist an dem Sprung der Staatsverschuldungen in Europa 2008,2009 abzulesen. Wenn man sich dies mal ein weniger länger durch den Kopf gehen lässt, hat diese Lobpreisung schon etwas perverses .....
Richtig!
Das Geld was mit den Lehman Papieren verdient wurde ist in den USA geblieben, dafür sind die europäischen Banken pleite gewesen und Frau Merkel hat sie gerettet, indem sich die Staaten verschulden mussten.
Wenn das nicht zu albern wäre, wurde ich sagen, es ist wie nach Drehbuch verlaufen.
Aber wer damit fett geworden ist, sind die Hedgefonds samt ihren neoliberalen Unterstützern und Wegbereitern.

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-su- 13.03.2016, 17:14
83.

Zitat von acitapple
Welche Länder hat die USA in den letzten Jahren "erobert" ? Die Krim, Syrien...?
Die USA machen das subtiler. Da werden Regierungen durch NGO´s gestürzt und dann genehme Regierungen eingesetzt.

Georgien, Ukraine, Honduras (wobei da war es sogar ein Militärputsch) usw.

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Kohle&Reibach 13.03.2016, 17:17
84.

Zitat von eryx
Man sollte auch nicht vergessen, dass weite Teile der Gesellschaft in den USA wirtschaftlich abgehängt sind. Die Kluft zwischen arm und reicht wird eben auch dort immer größer und größer. Da bringt es herzlich wenig, wenn die Wirtschaft zwar brummt, die Erfolge aber nur teilweise bei den Menschen ankommen.
Wenn man so einen gigantischen
Militärapparat unterhält ist das kein
Wunder.
Aber jetzt überlässt man die Drecksarbeit
Marionetten, siehe Ukraine.
Merkel macht mit auch wenn es unsrerer
Wirtschaft schadet.
Sanktionen gegen Russland.

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limubei 13.03.2016, 17:18
85. Goldman und Sachs

Zitat von fusselsieb
Was Draghi qualifiziert, erschließt sich mir nicht. Bewiesen hat er es in einer Rolle zur Griechenlandrettung oder das offenbar in den südeuropäischen Genen liegende anwerfen der Gelddruckmaschine.
Ein Bankenkartell die Welt zu knechten! Diese mafioese Struktur lenkt die EZB und europäische Regierungen.

Als Italiener steht er ehin unter Generalverdacht.

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fbdgbd 13.03.2016, 17:20
86. mein Statement dazu...

Die Amerikaner haben eines, was Europa IMMER fehlen wird: Nationalstolz
Ein Nationalstolz, der es den Amerikanern ermöglicht, trotz Korruption und Klassenunterschieden an einem Strang zu ziehen und Ihr Land aus solchen Zeiten zu schleppen.
In Deutschland wird einem beigebracht, dass Nationalstolz NUR schlechtes bringt (das haben wir der jüngsten Vergangenheit zu verdanken - WWII)
Des weiteren ist die EU dank der Merkelschen Politik noch viel weiter davon abgerückt einen gemeinsamen Europäischen Nationalstolz zu entwickeln (ich würde sogar sagen, dass man dieses Thema für die nächsten 50-100 Jahre abschreiben kann - und danach haben wir vermutlich so viele Arabisch-Stämmige Menschen, dass ein gemeinsames Wertesystem und ein Europäischer "Nationalstolz" vermutlich unmöglich sein werden)

Was der Nationalstolz mit der Finanzkrise zu tun hat?
--> Aufsichtsbehörden, Unternehmer, Behörden, Politiker sind und bleiben von Korruption, Lobbyismus und Gefallen gesteuert. (das ist im Kapitalismus unausweichlich)
Wenn man sich aber ein Land wie die USA anschaut, dann gibt es zumindest diesen einen gemeinsamen Nenner: Nationalstolz!
Das haben wir VOR ALLEM hier in Deutschland nicht!
Den Menschen geht es ausschließlich darum in die eigenen Tasche zu wirtschaften oder aber man Hasst sein eigenes Land so sehr, dass man gar keine Nationale Identität mehr hat.
Das mit "in die eigenen Tasche wirtschaften" mag in den USA nicht viel anders sein - ABER man hat immer noch ein Land, auf dass man Stolz ist und das man nicht untergehen sehen will - und deswegen funktionieren bestimmte Dinge einfach besser als hier: Aufsichtsbehörden zum Beispiel - außerdem stoppt es die Amerikaner daran Unternehmerische Entscheidungen zu fällen, die ggf. dem eigenen Land Schaden anrichten.(Arbeitsplätze, Steuern usw.) Oder man ist notfalls auch bereit unangenehme Entscheidungen zu akzeptieren und hat trotzdem sein Land/die Bürger hinter sich.

In Deutschland hat man jegliche Form vom Nationalen Stolz nach dem zweiten Weltkrieg abgebaut - dass sowohl den Politikern, den Bürgern als auch den Unternehmen dieses Land "Egal" geworden ist. Ausbeuten, bis es nicht mehr geht und dann notfalls wo anders ein besseres Leben aufbauen. (meistens dann in den USA)

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ykerniz? 13.03.2016, 17:21
87. Ein entscheidender Aspekt - eine Spende von 1000 Mrd.

Ein entscheidender Aspekt fehlt in der Darstellung. Volkswirtschaftlich wurde in den USA kein Geld vernichtet. Es wurde innerhalb der Volkswirtschaft umverteilt. Europa durch den Erwerb von Kreditderivaten ca. 1000 Mrd. an die USA bezahlt und als Gegenleistung wertlose Bits bekommen. Diese grosszügige Spende sollte in der Betrachtung nicht unterschlagen werden.

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-su- 13.03.2016, 17:21
88.

Zitat von eryx
Man sollte auch nicht vergessen, dass weite Teile der Gesellschaft in den USA wirtschaftlich abgehängt sind. Die Kluft zwischen arm und reicht wird eben auch dort immer größer und größer. Da bringt es herzlich wenig, wenn die Wirtschaft zwar brummt, die Erfolge aber nur teilweise bei den Menschen ankommen.
Nun bei uns in Deutschland kommt von der angeblich so gut laufenden Wirtschaft auch nicht viel unten an. OK in der Auto-Industrie, da gibt es zur Zeit Prämien, aber sonst? Da sieht es nicht so toll aus. Wenn man dann noch liest, dass 5 % Lohnforderung in der Metallindustrie als überzogen dargestellt wird. Na dann gute Nacht.

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limubei 13.03.2016, 17:23
89. R.F Kennedy zur Nahost Politik seit WK 2

Zitat von behemoth1
Es tut mir leid, aber von den USA lernen zu wollen, wäre doch auch nur eine erneute Dummheit. Die vielen Krisen werden von den USA inzeniert und viele andere springen dabei mit hinein und glauben nach wie vor immer alles den USA nachmachen zu müssen. Die USA steht auch heute nach wie vor nicht robust da, sie versuchen doch zur Zeit auch nach wie vor alle zu täuschen und selbst Kolumnenschreiber fallen darauf hinein.
http://www.politico.eu/article/why-the-arabs-dont-want-us-in-syria-mideast-conflict-oil-intervention/

in Asien wird zur Zeit heftigst gezündelt.

Eigentlich haben die USA mit ihren Kommandos und mehr als 800 Militärbasen alle Erdteile unter Kontrolle und destabilisieren was und wo es gerade nötig ist.

Wolfgang Effenberger stellt die Fakten sehr gut zusammen. youtube - sehr empfehlenswert, da er sich nur auf offizielle Dokumente beruft.

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