Forum: Wirtschaft
Finanzlücke: Griechen legten Erlösversprechen auf gut Glück fest

Der griechische Finanzminister sprach vom "größten Privatisierungsprogramm der Welt", in nur vier Jahren wollte die Regierung 50 Milliarden Euro einnehmen. Doch der Verkauf des Staatsbesitzes läuft katastrophal. Der Behördenchef gab jetzt zu, dass die Zahlen "auf gut Glück" festgelegt wurden.

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c++ 29.01.2012, 17:20
1.

Ich habe mich immer gewundert, warum sich hier viele Foristen darüber echauffierten, dass Griechenland sein "Tafelsilber" verkaufen muss. Dabei wurde jedem, der Berichte über die wirtschaftliche Lage Griechenlands gelesen hat, sofort klar, dass Griechenland überhaupt kein Tafelsilber hat, nur Tafelschrott, nämlich staatliche Unternehmen, die der Versorgung der korrupten Nomenklatura des Landes mit überbezahlten Jobs diente.
Um die griechische Bahn aus den Miesen zu bringen, müssten 75% der Mitarbeiter entlassen werden, die Gehälter der restlichen um 2/3 gekürzt und die Preise deutlich erhöht werden. Das schafft niemand. Wer soll Interesse an solchen Unternehmen haben?

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Liberalitärer 29.01.2012, 17:26
2. Primär

Zitat von sysop
Der griechische Finanzminister sprach vom "größten Privatisierungsprogramm der Welt", in nur vier Jahren wollte die Regierung 50 Milliarden Euro einnehmen. Doch der Verkauf des Staatsbesitzes läuft katastrophal. Der Behördenchef gab jetzt zu, dass die Zahlen "auf gut Glück" festgelegt wurden.

Griechenland hat ja wieder einen Primärüberschuss. Der Default wird kommen und dann sind die Gläubiger die Kasper und Gr saniert.

Greece Could Default Outright, Maybe it Should, For it Now Has a Primary Surplus - Forbes

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Masterchalk 29.01.2012, 17:26
3. Wunderbar

Schreiben wir einfach das Geld ab und geben den Leuten bitte die Drachme zurück.

Dann noch den Kukuck auf ein paar Inseln kleben und gut ist es. Soll das immer so weitergehen ? Das wird ja langsam absurd !!

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Ylex 29.01.2012, 17:30
4. Das war's dann

Wenn man das so liest, fragt man sich wirklich, ob man im falschen Film ist. Die Griechen kriegen das nicht auf die Reihe, so symphatisch sie mir auch sind. Da muss endlich Schluss gemacht werden, geht nicht mehr anders - zurück zur Drachme, und die vergebenen Kredite an Griechenland sind futsch. Das war's dann mit der europäischen Herrlichkeit.

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erkaem 29.01.2012, 17:31
5. Verpfändung

Zitat von sysop
Der griechische Finanzminister sprach vom "größten Privatisierungsprogramm der Welt", in nur vier Jahren wollte die Regierung 50 Milliarden Euro einnehmen. Doch der Verkauf des Staatsbesitzes läuft katastrophal. Der Behördenchef gab jetzt zu, dass die Zahlen "auf gut Glück" festgelegt wurden.
Einmal habe ich das im Spaß gesagt. Aber zwischenzeitlich wird es auch mir zunehmend ernst.
Ich bin zwischenzeitlich sehr für Sicherheiten bei der Unterstützung Griechenlands. Warum nicht eine Verpfändung von bspw. Korfu und Rhodos an D für 99 Jahre für weitere Zahlungen?
Den Leuten auf den Inseln würde es keinesweigs schlechter gehen, D hätte endlich Strand und Palmen, wenn auch nur für 99 Jahre.

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sacco 29.01.2012, 17:32
6.

Zitat von Masterchalk
Schreiben wir einfach das Geld ab und geben den Leuten bitte die Drachme zurück. Dann noch den Kukuck auf ein paar Inseln kleben und gut ist es. Soll das immer so weitergehen ? Das wird ja langsam absurd !!
langsam? das ist es seit drei jahren!

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Der Pragmatist 29.01.2012, 17:35
7. Chance fuer Foristen

Zitat von c++
Ich habe mich immer gewundert, warum sich hier viele Foristen darüber echauffierten, dass Griechenland sein "Tafelsilber" verkaufen muss. Dabei wurde jedem, der Berichte über die wirtschaftliche Lage Griechenlands gelesen hat, sofort klar, dass Griechenland überhaupt kein Tafelsilber hat, nur Tafelschrott, nämlich staatliche Unternehmen, die der Versorgung der korrupten Nomenklatura des Landes mit überbezahlten Jobs diente. Um die griechische Bahn aus den Miesen zu bringen, müssten 75% der Mitarbeiter entlassen werden, die Gehälter der restlichen um 2/3 gekürzt und die Preise deutlich erhöht werden. Das schafft niemand. Wer soll Interesse an solchen Unternehmen haben?
Vielleicht sollten sich einmal die vielen Foristen, die immer so kritisch dem Kapitalismus gegenueberstehen und die maroden staatlichen Unternehmen in den Himmel heben, zusammentun und die griechische Eisenbahnen aufkaufen, um dann zu sehen, wie ihr Geld wie Wasser in einem Sieb verschwindet.

Vielleicht werden sie dann alle geheilt aus diesem Prozess herauskommen und etwas realistischer denken. Vielleich, aber nur vielleicht.

Pragmatist

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beutzemann 29.01.2012, 17:38
8. Ha!

Zitat von c++
Ich habe mich immer gewundert, warum sich hier viele Foristen darüber echauffierten, dass Griechenland sein "Tafelsilber" verkaufen muss. Dabei wurde jedem, der Berichte über die wirtschaftliche Lage Griechenlands gelesen hat, sofort klar, dass Griechenland überhaupt kein Tafelsilber hat, nur Tafelschrott, nämlich staatliche Unternehmen, die der Versorgung der korrupten Nomenklatura des Landes mit überbezahlten Jobs diente. Um die griechische Bahn aus den Miesen zu bringen, müssten 75% der Mitarbeiter entlassen werden, die Gehälter der restlichen um 2/3 gekürzt und die Preise deutlich erhöht werden. Das schafft niemand. Wer soll Interesse an solchen Unternehmen haben?
Potemkin hat dagegen einen Kindergarten geleitet...
Für Deutschland gibt es nur 2 Lösungen. Entweder Griechenland fliegt aus dem Euroverein oder Deutschland verläßt den Verein für Geldvernichtung. Natürlich geht auch beides!
Der Vergleich hinkt aber welcher Vergleich tut das nicht: Der HartzIV Empfänger gewinnt ein Auto der Oberklasse; statt es zu Verkaufen behält er es um forthin die Unterhaltskosten nicht mehr bezahlen können...

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ragout 29.01.2012, 17:39
9. Immer das Gleiche

Seit zwei Jahren schreibe ich quasi immer den gleichen Kommentar: Griechenland muss raus aus dem Euro. Mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Nur vielleicht noch für die schwer Begriffstutzigen, sprich unsere Regierung: Griechenland wird immer viel versprechen und nichts halten. Nach zwei Jahren "Rettung" mit unseren Steuergeldern muss das langsam auch unseren Politikern dämmern.

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